Dämmung von Umkehrdach bei Pfützen

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    • Dämmung von Umkehrdach bei Pfützen

      Hallo,

      bei einem Flachdach ohne Gefälle stehen großflächig Pfützen (ca. 2-3 cm tief) auf der Abdichtung. Es wurde jetzt mit den Dämmarbeiten begonnen. Zum Teil ist ein deutliches Aufschwimmen der Dämmung erkennbar.

      Ist diese Vorgehensweise bei einem Umkehrdach unproblematisch?

      Gruß J.B.
    • wenn die abdichtungsbahnen auf kautschukvergütetem bitumen liegen, dann ist das unproblematisch. umkehrdach würde ich nicht anders machen - ich weiss, ist eine sonderkonstruktion, benötigt die schriftliche zustimmung vom bauherrn.

      pfützenbildung ist solange ein problem, bis die erforderliche auflast auf der dämmung liegt. was kommt auf deine dämmung weiter drauf?
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Seit wann wird bitte ein Umkehrdach als Null-Dach-Konstruktion ausgeführt? Und was hat das mit EPDM zu tun? Umkehrdächer sind auf jedem Untergrund möglich - wenn auch einlagige Abdichtungen besser sein mögen.

      Welche Dämmstärke? Die ist in aller Regel begrenzt, nämlich durch das Mundstück der Extruderpresse. Ich weiß, dass die Industrie bahnbrechende Errungenschaften hat um zwei Platten zusammen zu fügen. Das ist einfach mal gegen die FDRL, die gegenüber der DIN-Norm das einzige Regelwerk ist was den sinnvollen Umgang mit der Thematik pflegt.

      Wie wird das Wasser auf dem Umkehrdach abgeleitet? Doch bitte nicht über dieses pseudo Vlies... Jeder der schon mal ein altes Umkehrdach, dass zweilagig ausgeführt wurde, abgerissen hat und sich bei den unteren Platten einen Hexenschuss geholt hat. Der wird wissen, dass diese ganzen Innovationen für die Tonne sind.

      Es wird unweigerlich zu dünnen Wasserfilmen kommen und die sind bekanntlich unendlich dicht. Man kann ja nur hoffen, dass es keine Schnittkanten geben. Der Film der Platten wird damit zerstört und die sind dann gar nicht mehr so nicht saugfähig wie eigentlich angegeben. Null-Dach und Umkehrdämmung halte ich für den größten Murks den man veranstalten kann - sorry!
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Die "Dichtigkeit" ist auch kein Problem. Abdichtungen ist es egal ob die nun in Null-Grad oder in 20 Grad liegen - mal abgesehen von der Sicherung gegen Abrutschen.

      Den Rest habe ich ausreichend beschrieben.
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    • Kalle schrieb:

      Welche Dämmstärke? Die ist in aller Regel begrenzt, nämlich durch das Mundstück der Extruderpresse. Ich weiß, dass die Industrie bahnbrechende Errungenschaften hat um zwei Platten zusammen zu fügen. Das ist einfach mal gegen die FDRL, die gegenüber der DIN-Norm das einzige Regelwerk ist was den sinnvollen Umgang mit der Thematik pflegt.

      Wie wird das Wasser auf dem Umkehrdach abgeleitet? Doch bitte nicht über dieses pseudo Vlies... Jeder der schon mal ein altes Umkehrdach, dass zweilagig ausgeführt wurde, abgerissen hat und sich bei den unteren Platten einen Hexenschuss geholt hat. Der wird wissen, dass diese ganzen Innovationen für die Tonne sind.

      Es wird unweigerlich zu dünnen Wasserfilmen kommen und die sind bekanntlich unendlich dicht. Man kann ja nur hoffen, dass es keine Schnittkanten geben. Der Film der Platten wird damit zerstört und die sind dann gar nicht mehr so nicht saugfähig wie eigentlich angegeben. Null-Dach und Umkehrdämmung halte ich für den größten Murks den man veranstalten kann - sorry!
      @Kalle, Du schreibst da leider ganz viele Dinge, die nicht mit einander im Zusammenhang stehen oder einfach falsch sind:

      1. Die Dämmstärke hat nichts mit der Zulässigkeit nach FDRL zu tun.
      2. Es gibt von einem Hersteller zugelassene Platten bis zu einer Stärke von 320 mm.
      3. Ein anderer Hersteller hat schon gute 5 Jahre eine Zulassung für zahlreiche Anwendungsfälle in zweilagiger Ausführung.
      4. Ich habe schon mehrere Hektar Umkehrdächer bauen lassen, bekiest, extensiv begrünt, anders genutzt. Von Undichtigkeiten habe ich knappe 20 Jahre nach der ersten Ausführung bis heute nichts gehört, obwohl Norbert inzwischen das erste von mir mit geplante Haus teilsaniert hat.
      5. Es gibt gute Gründe für Umkehrdächer. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht, bin aber kein Missionar.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      Es sind lediglich zusätzlich "besondere Maßnahmen" zu ergreifen.
      Bleibt das Thema mit dem Wasser und den Richtungspfeilen. Oben dann vermutlich noch Gründach drauf und wir klatschen in die Hände. Es mag sein dass a.R.d.T sagen, dass es möglich ist. Ich würde da nur im absoluten Ausnahmefall (Höhenbegrenzung) zurückgreifen wollen. Freiwillig würde ich das niemals machen wollen. Egal ob ich dürfte oder nicht.
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    • Kalle schrieb:

      Abdichtungen ist es egal ob die nun in Null-Grad oder in 20 Grad liegen - mal abgesehen von der Sicherung gegen Abrutschen.
      Beim Null-Gefälle-Dach kein Thema! :yeah:


      ---------- 16. März 2017, 20:55 ----------

      Kalle schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Es sind lediglich zusätzlich "besondere Maßnahmen" zu ergreifen.
      Es mag sein dass a.R.d.T sagen, dass es möglich ist. Ich würde da nur im absoluten Ausnahmefall (Höhenbegrenzung) zurückgreifen wollen.
      Du wirst es nicht glauben wollen, aber die Höhenbegrenzung ist doch der Regelfall!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      1. Die Dämmstärke hat nichts mit der Zulässigkeit nach FDRL zu tun.
      Nein. Ich hab sie jetzt nicht zur Hand, weiß aber noch aus Schulzeiten - dass sie sehr wohl Unterschiede macht. Nämlich in dem Fall, dass eine zweilagige Verlegung nicht zugelassen ist. Damit sind wir wieder da, was die Industrie an einem STÜCK fertigen kann. Aber dazu weiter unten mehr.

      Skeptiker schrieb:

      2. Es gibt von einem Hersteller zugelassene Platten bis zu einer Stärke von 320 mm.
      Jop, ich weiß auch wie sie hergestellt werden - man lernt doch ab und an mal etwas in der Schule. Das sind aber, wenn wir päpstlich sein wollen eben NICHT eine Platte. Sondern es sind zwei Platten, die lediglich aufeinander kaschiert werden.

      Skeptiker schrieb:

      3. Ein anderer Hersteller hat schon gute 5 Jahre eine Zulassung für zahlreiche Anwendungsfälle in zweilagiger Ausführung.
      Eigentlich ist man doch anderes von Dir gewöhnt. Du willst doch jetzt nicht zur Rechtfertigung herleiten, weil es ein Hersteller macht? Warum kenne ich so viele Dachdecker die von mir oben beschriebenes Phänomen kennen? Das die unterste Schicht der XPS Dämmung voll mit Wasser ist? Muss ja nicht immer passieren, es liegt aber Nahe. Wie hinderst Du denn das Wasser eben nicht in die zwei Lagen einzudringen? Es geht einfach nicht, auch mit diesem dollen Vlies das das "meiste" Wasser ableiten soll nicht. Wir sind uns einig, dass ein in sich geschlossener Wasserfilm quasi dampfdicht ist?

      Skeptiker schrieb:

      Von Undichtigkeiten habe ich knappe 20 Jahre nach der ersten Ausführung bis heute nichts gehört,
      Geht es denn um eine Undichtigkeit? Nein. Anderes Beispiel: Ich mache ein Gründach in Bitumen, ich verwende Wurzelschutz feste Bahnen am Ende habe ich dennoch den Schaden. Ich habe mich ja konform Verhalten, dennoch hätte ich wissen müssen dass die Überlappungen der Bahnen eben nicht gegen jede Wurzel gewachsen ist. Hätte ich die Schichten getrennt oder wäre auf einlagige Abdichtungen geschwenkt wäre alles gut.

      Ich will Euch ja nicht Euer Umkehrdach nehmen. Ich persönlich sehe halt einige Schwierigkeiten bei der Verwendung im Nulldach. Wenn es nicht anders geht, okay. Ob es hier anders gehen würde, wissen wir nicht. Als wäre ich erst mal skeptisch :P
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Skeptiker schrieb:

      Kalle schrieb:

      Welche Dämmstärke? Die ist in aller Regel begrenzt, nämlich durch das Mundstück der Extruderpresse. Ich weiß, dass die Industrie bahnbrechende Errungenschaften hat um zwei Platten zusammen zu fügen. Das ist einfach mal gegen die FDRL, die gegenüber der DIN-Norm das einzige Regelwerk ist was den sinnvollen Umgang mit der Thematik pflegt.

      Wie wird das Wasser auf dem Umkehrdach abgeleitet? Doch bitte nicht über dieses pseudo Vlies... Jeder der schon mal ein altes Umkehrdach, dass zweilagig ausgeführt wurde, abgerissen hat und sich bei den unteren Platten einen Hexenschuss geholt hat. Der wird wissen, dass diese ganzen Innovationen für die Tonne sind.

      Es wird unweigerlich zu dünnen Wasserfilmen kommen und die sind bekanntlich unendlich dicht. Man kann ja nur hoffen, dass es keine Schnittkanten geben. Der Film der Platten wird damit zerstört und die sind dann gar nicht mehr so nicht saugfähig wie eigentlich angegeben. Null-Dach und Umkehrdämmung halte ich für den größten Murks den man veranstalten kann - sorry!
      obwohl Norbert inzwischen das erste von mir mit geplante Haus teilsaniert hat.
      das war kein umkehrdach! wie du mir mitgeteilt hattest, warst du damals als student dort tätig und hast auf anweisung gezeichnet.
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • @Kalle, wenn die aus zwei Schichten verklebten Platten eine DIBt-Zulassung für XXX haben ist alles im Lot, wenn ich ihren Einbau unter Beachtung der Zulassungsvoraussetzungen plane, so lange die a.R.d.T . dies nicht direkt oder indirekt verbieten. Und das tun sie nun einmal nicht. Anders argumentiere ich auch sonst nicht. Soll ich das jetzt wirklich Punkt für Punkt belegen? Wir kennen doch offensichtlich beide die Zulassungen. Was soll das also? Die Platten müssen einmal im Jahr komplett abtrocknen können. Das können sie im Hochsommer außer unter Terrassen und Intensuvbegrünung immer. Deshalb sind sie dort auch nicht zugelassen. Du vertrittst hier die Argumente der Wettbewerber, ich die der XPS-Hersteller. Es gibt für und gegen jede Dämmstoffgruppe Argumente. Umkehrdächer sind unter bestimmten Voraussetzungen zulässig und sicher. Alle anderen Dächer auch.


      ---------- 16. März 2017, 21:30 ----------

      rolf a i b schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Kalle schrieb:

      Welche Dämmstärke? Die ist in aller Regel begrenzt, nämlich durch das Mundstück der Extruderpresse. Ich weiß, dass die Industrie bahnbrechende Errungenschaften hat um zwei Platten zusammen zu fügen. Das ist einfach mal gegen die FDRL, die gegenüber der DIN-Norm das einzige Regelwerk ist was den sinnvollen Umgang mit der Thematik pflegt.

      Wie wird das Wasser auf dem Umkehrdach abgeleitet? Doch bitte nicht über dieses pseudo Vlies... Jeder der schon mal ein altes Umkehrdach, dass zweilagig ausgeführt wurde, abgerissen hat und sich bei den unteren Platten einen Hexenschuss geholt hat. Der wird wissen, dass diese ganzen Innovationen für die Tonne sind.

      Es wird unweigerlich zu dünnen Wasserfilmen kommen und die sind bekanntlich unendlich dicht. Man kann ja nur hoffen, dass es keine Schnittkanten geben. Der Film der Platten wird damit zerstört und die sind dann gar nicht mehr so nicht saugfähig wie eigentlich angegeben. Null-Dach und Umkehrdämmung halte ich für den größten Murks den man veranstalten kann - sorry!
      obwohl Norbert inzwischen das erste von mir mit geplante Haus teilsaniert hat.
      das war kein umkehrdach! wie du mir mitgeteilt hattest, warst du damals als student dort tätig und hast auf anweisung gezeichnet.
      Das Haus hat mind. fünf Dächer. Ich habe das über dem 2.OG und das über dem 5.OG gezeichnet. Ich war damals bereits Oberpraktikant. Ja, die Arbeit wurde vom Projektleiter kontrolliert.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • rolf a i b schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Oberpraktikant
      der titel ist fast genauso schlimm, wie der von meinem schwiegervater - sparkassenoberrat
      whow!

      Off-Topic:
      Das war kein Titel! Die Kollegen haben mich nur so genannt, weil ich zeitweise zwei Praktikanten hatte, die mir zuarbeiteten, während normalerweise Architekten immer nur einen Praktikanten hatten.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Also meine Erfahrung von über 25 Jahren auf dem Dach ist, das bisher jedes Umkehrdach das ich in den Fingern hatte egal wie gut geplant abgesoffen war.
      Alle Platten waren bisher schwer wie Blei und durchnässt.
      Sorry, aber ich halte von Umkehrdächern absolut nix, das ist auf dem Papier vielleicht eine schöne Sache, in Real halte ich es für sehr kritisch.
      Vor 2 oder 3 Jahren hatte ich eine Änderung an einem dichten, hochwertig geplanem Umkehrdach (keine 5 Jahre alt!).
      Alle Platten abgesoffen obwohl laut Lieferschein und Aufdruck genau für DEN Zweck zugelassen... Und da genau nach Angabe und Zulassung geplant kein Gewährleistungsfall...
      Dämmung gehört unter die Abdichtung, alles Andere ist Planerphantasie aber nix für mich...
    • Skeptiker schrieb:

      Soll ich das jetzt wirklich Punkt für Punkt belegen?
      Nein. Lassen wir es einfach dabei bewenden, dass Umkehrdächer in mehrlagigem Aufbau nicht zu empfehlen sind. Wenn sich bei dem vom TS thematisierten Dach keine Spontanvegetation einstellt ist ja alles gut.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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