Gebäude aus dem Drucker

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  • Wichtig ist, dass man damit Kosten sparen kann und nicht vom Arbeitsmarkt abhängig ist und das Gerät immer arbeiten kann, auch Tag und Nacht. Es geht halt immer um die Kosten. So wie sich diese Art Roboter entwickeln werden, so werden sich auch die Roboter, die dann für den Innenausbau nötig sind entwickeln. Als erstes wäre eine brauchbare Lösung für das Einsetzen der Fenster und für die Putzarbeiten ganz nett... Wird aber erst viel später kommen. Aber wenn so ein Roboter Tag und Nacht arbeitet und die Wände eines EFH in zwei oder drei Tagen komplett druckt, sind enorm Kosten eingespart worden und auch viel Zeit.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • wasweissich schrieb:

    Frau Maier schrieb:

    Wichtig ist, dass man damit Kosten sparen kann und nicht vom Arbeitsmarkt abhängig ist und das Gerät immer arbeiten kann,
    toll ist dann , das man millionen häuser herstellen kann , die sich keiner leisten kann , weil die ARGE keine kohle mehr auspuckt ... :rakete:
    Da bin ich mir nicht so sicher, denn man braucht Leute für Entwicklung, Fertigung, Transport, Bedienung, usw.

    Es käme heute niemand auf die Idee, auf Bagger oder Baukran zu verzichten, obwohl es früher ja auch ohne ging.
  • R.B. schrieb:

    wasweissich schrieb:

    Frau Maier schrieb:

    Wichtig ist, dass man damit Kosten sparen kann und nicht vom Arbeitsmarkt abhängig ist und das Gerät immer arbeiten kann,
    toll ist dann , das man millionen häuser herstellen kann , die sich keiner leisten kann , weil die ARGE keine kohle mehr auspuckt ... :rakete:
    Da bin ich mir nicht so sicher, denn man braucht Leute für Entwicklung, Fertigung, Transport, Bedienung, usw.
    Ja, aber Du brauchst nicht so viele Leute wie bisher. Das ist ja eines der Kernprobleme von Industrie 4.0 und dazu gehört auch dieser Bau-3D-Drucker dazu.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Frau Maier schrieb:

    R.B. schrieb:

    wasweissich schrieb:

    Frau Maier schrieb:

    Wichtig ist, dass man damit Kosten sparen kann und nicht vom Arbeitsmarkt abhängig ist und das Gerät immer arbeiten kann,
    toll ist dann , das man millionen häuser herstellen kann , die sich keiner leisten kann , weil die ARGE keine kohle mehr auspuckt ... :rakete:
    Da bin ich mir nicht so sicher, denn man braucht Leute für Entwicklung, Fertigung, Transport, Bedienung, usw.
    Ja, aber Du brauchst nicht so viele Leute wie bisher. Das ist ja eines der Kernprobleme von Industrie 4.0 und dazu gehört auch dieser Bau-3D-Drucker dazu.
    Andererseits jammern doch die Firmen, dass sie nicht genügend Lehrlinge und Mitarbeiter bekommen.
    Da wäre doch maschinelle Unterstützung nur die logische Konsequenz.
  • Ich muss ja sagen , für mich sah das ganz toll aus . Aber ich vermute mal eh das in Deutschland so richtig Salonfähig wird , muss sich noch einiges ändern . Bebauungspläne die damit nicht konform sind , werden da bestimmt das ein oder andere Haus aus dem Drucker verhindern .
    Und was ist mit der Unbedenklichkeit von Polymerbeton ? Ich weis es nicht !
    Recyclefähigkeit ? Konformität mit unseren Bauvorschriften ?
    Das sind doch alles noch Fragen die geklärt werden müssen , das kann aber auch sehr schnell gehen , je nach dem wie der Markt was hergibt .
    Aber in DE wird ja über Nachverdichtung / Aufstockung gesprochen !
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • da sind wir aber noch weit entfernt von.

    und wenn so etwas funktioniert, schon längst geschichte.

    vielleicht gibt es auch irgendwann einen drucker,
    der den neuwagen ausdruckt? wer weiß das schon...
  • Baumal schrieb:



    vielleicht gibt es auch irgendwann einen drucker,
    der den neuwagen ausdruckt? wer weiß das schon...

    Das gibt es schon (fast). Modelle/Design-Modelle im KFZ Bereich werden heute schon gedruckt. Das sind natürlich noch keine voll funktionsfähigen Fahrzeuge. Andererseits, der erste Computer konnte auch noch nicht auf den Mond fliegen, dafür waren noch viele Entwicklungsschritte in unterschiedlichen Bereichen erforderlich.

    3D Druck, das ist eine Technologie wie viele andere, die sich weiter entwickeln wird. Man wird andere Materialien drucken, feinere Strukturen, die Druckgeschwindigkeit erhöhen, usw. Schaue Dir doch einfach mal die technische Entwicklung in den letzten 100 Jahren an, oder nur mal die letzten 50 Jahre, von mir aus auch nur die letzten 20 Jahre. Die Menschheit hat in ihrer Geschichte noch nie so eine rasante Entwicklung hingelegt.

    Ich sehe das auch nicht ganz unkritisch, denn manchmal frage ich mich, ob der Mensch als Gesellschaft mit dieser Entwicklung mithalten kann. Es ist doch heute schon so, dass die Masse der Bevölkerung die Komplexität der Produkte, die sie täglich nutzt, nicht einmal im Ansatz versteht. Man benutzt sie halt, über Gefahren, Risiken, oder technische Details, können Dir nur die allerwenigsten etwas sagen. Das war zwar auch früher nicht viel anders (nicht jeder wusste wie man Bronze oder Eisen verarbeitet), doch heute hat das ganz andere Dimensionen erreicht.
  • vieles was wir uns nicht vorstellen könnten,
    wird irgendwann möglich sein.

    aber ich möchte erstmal nicht, in einem
    auto herumfahren, dass aus einem 3-drucker
    ausgedruckt wurde....

    natürlich ist die entwicklung rasant, aber ich
    möchte nicht unbedingt, als das versuchskanichen dienen.
  • Baumal schrieb:


    natürlich ist die entwicklung rasant, aber ich
    möchte nicht unbedingt, als das versuchskanichen dienen.

    Das ist nachvollziehbar. Ich hätte dabei jetzt weniger Bedenken, denn bevor ein Auto auf die Straße darf, muss es eine langwierige Zulassungsprozedur über sich ergehen lassen. Ein Fahrzeug das diese sehr umfangreichen Zulassungskriterien nicht erfüllt, darf nicht auf die Straße. Hinsichtlich Sicherheit und Betriebstauglichkeit hätte ich also weniger Sorgen.

    Was man natürlich nicht wissen kann, trotz umfangreichster Tests, wie es mit der langfristigen Zuverlässigkeit aussieht. Dieses Problem haben aber alle neuen Produkte. Dafür braucht es Erfahrungswerte über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte, und während dieser Zeit wird mit Sicherheit mehrfach optimiert.
  • ich bin manchmal old school....

    aber bei einem autonom gesteuerten KFZ,
    das wird unsere generation vermutlich
    noch erleben, wäre ich ziemlich nervös
    als "fahrer".... :D

    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?
  • R.B. schrieb:

    Was man natürlich nicht wissen kann, trotz umfangreichster Tests, wie es mit der langfristigen Zuverlässigkeit aussieht. Dieses Problem haben aber alle neuen Produkte. Dafür braucht es Erfahrungswerte über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte, und während dieser Zeit wird mit Sicherheit mehrfach optimiert.

    Zumindest Polymerbeton wird ja schon verwendet im Erd-Tief -und Kanalbau , da sollten schon einige Erfahrungswerte vorhanden sein . Aber da spielt Wasserdampfdurchlässigkeit , und Ausdünstungen ,etc. vermutlich eine sehr untergeordnete Rolle .
    Zum Bebauungsplan : Noch sind dem Drucker in Bezug auf die Höhe Grenzen gesetzt . Was nutzt es denn nur die Wände des EG drucken zu können , wenn der Rest Konventionell hergestellt werden muss ?
    Aber dafür wir es auch schon Lösungsansätze geben .
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • AndyG schrieb:

    R.B. schrieb:

    Was man natürlich nicht wissen kann, trotz umfangreichster Tests, wie es mit der langfristigen Zuverlässigkeit aussieht. Dieses Problem haben aber alle neuen Produkte. Dafür braucht es Erfahrungswerte über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte, und während dieser Zeit wird mit Sicherheit mehrfach optimiert.
    wenn der Rest Konventionell hergestellt werden muss ?
    das frage ich mich auch.

    tiefbau, be/-entwässerung, elektrik...innenausbau usw.
    das soll auch ausgedruckt werden?
  • Baumal schrieb:



    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?

    So weit sind wir heute schon in vielen Bereichen, selbst im privaten Umfeld.

    Aber zurück zum Haus aus dem 3D Drucker. Der im Video gezeigte Drucker ist ja "nur" für das Mauerwerk zuständig. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch möglich sein wird, weitere Arbeiten an so einem Haus zu automatisieren. Letztendlich wird sich das Verfahren aber nur dann etablieren können, wenn es einen Markt dafür gibt. Wie dieser Markt aussehen wird, das weiß man heute sicherlich noch nicht. Das könnten beispielsweise Bauvorhaben unter extremen Umgebungsbedingungen sein, es ist aber auch sehr wahrscheinlich, dass dieses Verfahren ein kostengünstigeres Bauen erlaubt, dafür besteht ja auch immer ein Markt.

    Die 3D Steuerung von Roboterarmen ist ja ein alter Hut, wird in der Industrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Roboter die bei der PKW Herstellung Räder montieren, oder Scheiben einsetzen, oder schweißen, sind auch keine Seltenheit mehr. Ich sehe die Herausforderung weniger in der Steuerungstechnik, als vielmehr im Verfahren selbst, einen "Beton" zu entwicklen, mit Eigenschaften so, dass er sich überhaupt so verarbeiten lässt, und am Ende auch dauerhaft stabil ist. Hier sind wohl eher Chemiker gefragt als Elektroingenieure.


    ---------- 13. März 2017, 10:30 ----------

    AndyG schrieb:

    R.B. schrieb:

    Was man natürlich nicht wissen kann, trotz umfangreichster Tests, wie es mit der langfristigen Zuverlässigkeit aussieht. Dieses Problem haben aber alle neuen Produkte. Dafür braucht es Erfahrungswerte über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte, und während dieser Zeit wird mit Sicherheit mehrfach optimiert.


    Zum Bebauungsplan : Noch sind dem Drucker in Bezug auf die Höhe Grenzen gesetzt . Was nutzt es denn nur die Wände des EG drucken zu können , wenn der Rest Konventionell hergestellt werden muss ?
    Aber dafür wir es auch schon Lösungsansätze geben .

    Die Steuerung der Höhe ist ein Kinderspiel, ob 2m oder 5m oder 10m, das ist egal, der Rest ist Mechanik. Mit zunehmender Höhe wird die Stabilität und somit Genauigkeit ein wichtiger Faktor. Ein Kran mit 200m Höhe schwankt ja auch ganz heftig. Andererseits gibt es ja Lösungen, die an der Fassade mit nach oben klettern. Ich bin mir sicher, dass diese Probleme lösbar sind, ansonsten abwarten bis uns die Anderen zeigen wie´s geht.
  • R.B. schrieb:

    Baumal schrieb:

    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?
    Die 3D Steuerung von Roboterarmen ist ja ein alter Hut, wird in der Industrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt.
    klar. aber im bau-handwerk stelle ich mir das gerade etwas schwierig vor.

    bau -handwerker wird es immer geben (in nächster zukunft jedenfalls),
    die kann man nicht durch roboter ersetzen, wie in der autoindustrie.

    ein roborter der z.b. das dach deckt, ist für mich jedenfalls schwer vorstellbar zurzeit.

    und überhaupt, was machen dann die ganzen leute, wenn alles automatisiert ist?
    lungern die nur noch zu hause herum? :D
  • Baumal schrieb:

    R.B. schrieb:

    Baumal schrieb:

    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?
    Die 3D Steuerung von Roboterarmen ist ja ein alter Hut, wird in der Industrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt.
    klar. aber im bau-handwerk stelle ich mir das gerade etwas schwierig vor.
    Vielleicht ist das ja das Problem, wir können es uns vielleicht nicht vorstellen. Mein Urgroßvater konnte sich auch nicht vorstellen, dass der Mensch auf den Mond fliegt, oder ein LKW mit 40 oder 60to Last unterwegs ist, während er auf seinem Pferdewagen saß. Für ihn war ein Transport in die ca. 20km entfernte Stadt eine Tagestour.


    Baumal schrieb:

    R.B. schrieb:

    Baumal schrieb:

    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?
    Die 3D Steuerung von Roboterarmen ist ja ein alter Hut, wird in der Industrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt.
    bau -handwerker wird es immer geben (in nächster zukunft jedenfalls),
    die kann man nicht durch roboter ersetzen, wie in der autoindustrie.
    Natürlich wird es auch in Zukunft Handwerker am Bau geben, die Tätigkeit und Arbeitsweise wird sich aber ändern, sehr wahrscheinlich sogar grundlegend.
  • Baumal schrieb:

    was machen dann die ganzen leute, wenn alles automatisiert ist?
    Was anderes! Genauso wie die Kohlekumpels, Straßenbahnschaffner, Näherinnen, Arbeiter in Glimmlampenfabriken, Abtrittanbieter, Anisölbrenner, Schrankenwärter, Flößer, Lokomotiv- und Schiffsheizer, Kesselflicker, Kinopianisten, Leineweber, Kustelsteiger, Ölitätenhändler ...
    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas
  • Baumal schrieb:

    R.B. schrieb:

    Baumal schrieb:

    irgendwann schaltet man sein hirn ganz aus,
    und überlasst alles dem technischen fortschritt?
    Die 3D Steuerung von Roboterarmen ist ja ein alter Hut, wird in der Industrie schon seit Jahrzehnten eingesetzt.
    ein roborter der z.b. das dach deckt, ist für mich jedenfalls schwer vorstellbar zurzeit.

    Ich wüsste jetzt keinen Grund, warum ein Roboter das nicht machen könnte. Die Frage ist eher, ob hier ein Robotereinsatz sinnvoll ist. Ich habe vor ein paar Jahren "zugeschaut", wie beim Nachbarn auf der anderen Straßenseite das Dach komplett neu eingedeckt wurde. Das ging rasend schnell, bis ich Abends wieder nach Hause kam, war das Dach größtenteils eingedeckt. Am nächsten Tag waren nur noch 2 oder 3 Leute da, die die Feinarbeiten erledigt haben. War wirklich beeindrucken, wie schnell das ging.

    Aber wer weiß, womit wir in 100 Jahren unsere Dächer eindecken lassen. Vielleicht sind Dachziegel dann nicht mehr interessant, und der Roboter tackert nur ein paar Kunststoffbahnen auf´s Dach. Vielleicht werden dann vorwiegend Flachdächer gebaut, und der Roboter pinselt irgendeine Masse auf den Beton damit er wasserdicht wird.


    Baumal schrieb:

    und überhaupt, was machen dann die ganzen leute, wenn alles automatisiert ist?
    lungern die nur noch zu hause herum?

    Das ist eine gute Frage, und ein Blick in die Vergangenheit, könnte zeigen, in welche Richtung es gehen könnte. Ich hatte ja geschrieben, die Arbeitsweise wird sich ändern, und es ist nicht auszuschließen, dass Berufe auch komplett aussterben werden. Dafür werden aber auch neue Berufe entstehen. Ich erinnere mal an einen relativ jungen Beruf, den Radio- und Fernsehmechaniker, der ja auch nur ein paar Jahrzehnte überlebt hat.

    Vielleicht werden aus den Bauhandwerkern Architekten, die mit Ar..n Grundrisse malen, und per Knopfdruck an den Roboter übertragen, der dann das Haus baut. ;)