Einfamilienhaus im Raum Ulm, BaWü

  • Stimmt, da waren Glasbausteine auf der Treppenhausseite drin.

    Das schöne war dann der Sichtestrich im Flur&WC EG ;) und der Sichtestrich mit PU Beschichtung im Eltern und Kinderbad... Geschmack halt.

    Und keine Fließen. Spachteltechnik.. rundsätzlich ok.. aber im Bad war dann alles nur noch ein Betonklotz in Mausgrau und braunem PU Boden.
    Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
  • chieff schrieb:

    Wie kommst du denn da drauf?
    wegen, wie ich schrieb, "luke im boden?" und allgemeiner lebenserfahrung:
    in mehrgeschossern sind bodenluken in jeder geschossdecke eher unüblich.
    obwohl .. ich hätte für deren unsinnige verwendung durchaus ideen ;)
    obwohl .. das schöne an dem plan: man erkennt alles und nichts.

    jetzt müss´ma aber wieder zum topic, sonst gibts wieder geheule ..
    von wegen threadkapern und so :P

    ach noch was:
    der kamin wurde vor 55 jahren an der falschen stelle platziert.
  • Hier kapert jemand einen fremden Thread... :D

    Naja, lange Flure sind per se nichts schlechtes. Wenn man viele Räume hat, dann müssen diese ja irgend wie angeschlossen werden. Aber dann sollte es eine saubere Sache sein, sinnvoll und nicht wild zusammen gewürfelt, sodass sich ein Wurm durchs Haus schlängelt. Das ist ein schlechter Stil. Das vom Chieff eingestellte OG sieht sauberer aus, bis auf die Kombination Bad-Kammer, als das hier selbst gemalte vorgestellte. Selbst das EG sieht besser aus, weil aufgeräumter, wenn auch die Raumfolgen und deren Erschließung unglücklich sind.

    Ich weiß, als Laie verteidigt man sein Ding bis aufs Messer und findet immer Ausreden warum es so sein muss und nicht anders. Im Architekturstudium lernt man damit umgehen, dass die eigenen Vorstellungen doch nicht immer die besten sind und, dass es anders auch geht und es dann auch besser sein kann. Man lernt über die eigenen Entwürfe zu diskutieren und bessere Lösungen zu akzeptieren. Dass Laien das nicht gelernt haben, ist eben das müßige, wenn man mit Laien über Grundrisse diskutiert, die sie selbst gemalt haben... Dann eckt man bei ihnen eben an, wenn sie anderer Meinung sind und ihre Malerei als die einzig richtige betrachten... Seufz... :rolleyes:

    Aber, ich gebe hier nur meine Meinung wider. Soll eben jeder bauen wie er will, wenn er meint es so machen zu müssen.

    Wie man in einem Nachbarthread sehen kann, gibt es auch positive Sachen...
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Ich bin mal so frei und dampfe deinen ganzen Sermon (welche Absicht verfolgt dein Beitrag gleich noch außer "nachtreten"?) auf das Wesentliche zusammen: "Wähhh, respektiere meine Autorität als Architekt!". :whistling:

    Ich weiß gar nicht warum ich mich darauf überhaupt einlasse Frau Maier. Weder haben wir den Anspruch, dass der Entwurf der einzig richtige sei, noch das wir andere Ideen per se für schlecht halten (die Stelle, an der ich das behaupte zeig mir mal). Was du mir, was du uns unterstellst, kannst du dir erneut gerne an den Hut stecken. Ich bin sicher in dem anderen Thread wartet man schon auf deinen Input.

    Tu mir doch einen Gefallen und lege dieses Projekt einfach gedanklich unter "Unverbesserlich, beratungsresistent, verbohrt und unverschämt" ab und meide es gänzlich. Ich meine, warum sollte ich mich auch ständig wiederholen, wenn doch einige wenige User ohnehin nur die Hälfte lesen und diese dann auch noch so umdeuten, dass dann solche Beiträge wie von dir dabei herauskommen. Meine Anmerkungen aus #233 sind übrigens noch gültig.


    ---------- 20. April 2017, 13:49 ----------

    Gestern war das Unternehmen zur Baugrunduntersuchung da. Zwei Kleinrammbohrungen und eine Rammsondierung. In meinem jugendlichen Leichtsinn bin ich davon ausgegangen ich schaue kurz am Grundstück vorbei, lasse mir nebenher was erklären und nach zwei Stunden ist der Drops gelutscht.

    Hat dann doch rund 5 Stunden gedauert, war aber dennoch sehr interessant mal zu sehen, was dort so alles unternommen wird.

    Edit:
    Ui. Kann man vielleicht die Zeitspanne etwas reduzieren, bei der Folgebeiträge an alte angepappt werden?
  • Hier tut sich auch wieder ein bisschen was.
    Das Gutachten zur Baugrunduntersuchung ist da und enthält natürlich viel Inhalt, den man als Laie nur schwer durchblickt.
    Ein paar Worte zur Erdzusammensetzung:

    Gutachten schrieb:



    AufschlussAuffüllungenLösslehmMolasse
    RKS 1/170,00 - 0,400,40 - 3,653,65 - 5,00
    RKS 2/170,00 - 0,200,20 - 4,904,90 - 5,00

    Auffüllungen
    Das Untersuchungsareal wird flächig von Auffüllungen bedeckt, bei denen es sich um eine umgelagerte Ackerkrume handelt. Die dunkelbraun gefärbte Ackerkrume setzt sich aus einem schwach organischen, zum Teil tonigen, sandigen bis teilweise stark sandigen Schluff
    mit vereinzelte Fremdstoffen in Form von Ziegelbruch zusammen. Die Mächtigkeit der Auffüllungen variiert dabei zwischen 0,20 m bis 0,40 m.
    Gemäß der manuellen Bodenansprache [...] ist die Konsistenz der Auffüllungen als weich bis steif zu bezeichnen. Im Allgemeinen sind Auffüllungen auch hinsichtlich der organischen Anteile ein nicht tragfähiger Untergrund, welcher lediglich für statisch nicht relevante, oberflächliche Geländeangleichungen zu verwenden ist.

    Lösslehm
    An die Auffüllungen schließen sich feinkornreiche Sedimente, die im Folgenden als Lösslehm bezeichnet werden, an. Die Lösslehme liegen zunächst in angewitterter Form mit einer rotbraunen bis braunen Färbung vor. Ab einer Tiefe von rd. 2,15 m bis 2,50 m weisen die Lösslehme keinen Verwitterungsgrad mehr auf, so dass die Färbung von rotbraun in graubraun übergeht. Nach der manuellen Bodenansprache setzt sich der Lösslehm aus einem schwach tonigen, schwach bis stark sandigen (feinsandigen) Schluff zusammen. Zum Teil können auch Kieskomponenten
    (schwach kiesig) sowie Schichten mit schwach organischen Beimengungen auftreten. Die Konsistenz der gesamten Lösslehmdecke ist [...] als weich bis steif einzustufen. Aufgrund der hohen Feinkornanteile ist die Lösslehmdecke ein stark frost- und witterungsempfindlicher Boden, der bei Wasserzutritt zu einem Aufweichen neigt. Somit sind die bindigen Lösslehm-Sedimente als nur gering bis mäßig tragfähiger Untergrund zu bewerten und stellen ein zu Setzungen neigendes Substrat dar.

    Molasse
    Auf die Lösslehme folgen tertiäre Sedimente der Unteren Süßwassermolasse. Der bodenmechanischen Ansprache des Bohrgutes zufolge handelt es sich dabei um olivgrau bis hellbraun gefärbte, schwach sandige, schluffige Tone. Gemäß der manuellen Bodenansprache [...] liegt die Molasse im Übergangsbereich einer steifen zur halbfesten Konsistenz vor. Dementsprechend stellen die Molassesedimente einen gut tragfähigen Baugrund dar,
    welcher bei Vorliegen einer halbfesten Konsistenz auch für die punktuelle Aufnahme von Bauwerkslasten geeignet ist. Witterungseinflüsse (Niederschlag, Frost) auf die Molasse sind jedoch aufgrund der hohen Feinkornanteile und dem zum Aufweichen neigenden Boden zu vermeiden.

    Und jetzt der für mich sehr wichtige Teil:

    Gutachten schrieb:


    Grundwasserverhältnisse
    Während der Erkundungsarbeiten wurde in keiner der Rammkernsondierungen ein Zulauf von Wasser festgestellt.
    Am Übergangsbereich von stark sandigen zu schwach sandigen Schichten ist jedoch nach lang anhaltenden intensiven Niederschlägen mit einem Auftreten von Schichtenwasser zu rechnen.

    Gründungsempfehlung
    Entsprechend der Ausführung des Einfamilienhauses mit Kellergeschoss bindet das Untergeschoss sowie der vorgesehene Aufzugschacht in die unverwitterten Lösslehmsedimente ein. Da im Zuge der Baugrunderkundung für den Lösslehm eine nur weiche bis steife Konsistenz sowie zum Teil organischen Beimengungen festgestellt wurden, wird empfohlen den Neubau bei setzungsunempfindlichen Bauwerken über eine elastisch gebettete Bodenplatte zu gründen.[...]
    Alternativ ist bei setzungsempfindlichen Bauwerken eine konventionell Flachgründung auf Einzel- und Streifenfundamenten möglich.

    Trockenhaltung Bauwerk, Versickerung
    Das geplante Einfamilienhaus wird mit einem Untergeschoss ausgeführt, so dass nach derzeitigem Kenntnisstand das Bauwerk rd. 2,75 m unter dem Bauwerksnull in die anstehenden Lösslehme einbindet. Da die Lösslehme aufgrund ihres hohen Feinkornanteils wasserstauende Eigenschaften
    aufweisen, ist das Bauwerk nach DIN 18195, Teil 6 (Abdichtung gegen drückendes/aufstauendes Wasser) abzudichten bzw. in WU – Bauweise anzulegen.
    Alternativ ist eine Abdichtung nach DIN 18 195 Teil 4 in Verbindung mit einem rückstaufreien, dauerhaft funktionsfähigen Drainagekonzept nach DIN 4095 möglich. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Drainagekonzept mit der zuständigen Fachbehörde zur
    Genehmigung abzustimmen ist.

    Ich habe meinen Architekten um ein paar erläuternde Worte und seine Einschätzung zur Situation gebeten. Aber so wie ich das bisher lese, ist der Boden tricky was zukünftige Niederschläge angeht. Und wenn ich überlege, dass rund ein Dutzend aller Grundstücke derzeit von einem Unternehmen bebaut wird, dessen Chef bei der Durchführung der Baugrunduntersuchung auf meinem Grundstück dazu kam und augenrollend anmerkte: "Hätten Sie sich sparen können, der Boden hier ist gut!", dann glaube ich doch, dass die rund 2000 Euro gut angelegt sind.


    ---------- 21. Juni 2017, 21:26 ----------

    Letzte Woche kam die aktualisierte Rechnung für die LP3 ins Haus geflattert. An Unterlagen haben wir die Grundrisse 1:100 vom UG, EG und OG. Die Ansichten Nord, Ost, West, Süd und zwei Schnitte.
    Werfe ich darüber hinaus einen Blick in die Beschreibung der Leistungsphase 3 wird dort noch folgendes erwähnt:
    In dieser Phase erfolgt die vollständige Objektbeschreibung und somit auch eine Kostenberechnung, und die Kostenkontrolle durch den Vergleich dieser Kostenberechnung mit der ersten Kostenschätzung.
    Ich bin also etwas unschlüssig, was ich denn als Bauherr zum Stand dieses Phase alles "besitzen" sollte, damit ich die Leistung als erbracht anerkennen kann?