Definition Rückstauebene Norm

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    • Definition Rückstauebene Norm

      Ich hab folgendes Problem (als SV)

      Haus knapp tiefer als das vorhandene Gelände geplant und genehmigt.
      Kommune als Träger der Abwasseranlagen definiert die Rückstauhöhe als Strassenoberkante am Punkt der Einleitung des Anschlußes in den Strassenkanal
      DAS liegt knapp unterhalb der tiefsten Ablaufstelle (Dusche) im Haus.
      Strasse hat aber Gefälle und der nächsthöhere Strassenschachtdeckel liegt rd. 10 cm ÜBER der tiefsten Ablaufstelle EG.

      Rewin logisch ist der höhere Schachtdeckel ja klar, weil das Wasser nicht aus dem Kanal und durch die Strassendecke austreten kann und vor dem nächstniedrigeren Schacht der Prfopfen sein kann.

      Ich würde auch nie anders als mit dieser Höhe planen, aber der beruft sich auf die kommunale Abwassersatzung und die darauf basierend erteilte Genehmigung und sagt - höherer Strassenschachtdeckel zählt nicht.

      Ich hab schon 1986 und EN 752 durchgewühlt, aber keine NORMdefinition dazu gefunden.

      Daher Frage an die Abwasserspezis - gibt die Norm (welche wo genau) die Rückstauebene zwingend auf der Höhe des oberen Strassenschachts vor oder ist das nur einen "Empfehlung"??
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Kommune als Träger der Abwasseranlagen definiert die Rückstauhöhe als Strassenoberkante am Punkt der Einleitung des Anschlußes in den Strassenkanal
      DAS liegt knapp unterhalb der tiefsten Ablaufstelle (Dusche) im Haus.
      Ja...ein tatsächlich häufig beobachtetes Problem. Ich kenne auch diese Definition! Einleitungsstelle = RSE (bzw. die Straße vertikal darüber).

      Ist irgendwo nicht logisch, da gebe ich Dir Recht, weil bei einem verstopften Kanal natürlich erst der nächsthöhergelegene Kanal für Entlastung sorgen kann.....aber:

      Denken wir das mal zu Ende. Steiler Hang (also: steile Straße). Der nächsthöher gelegene Kanalschacht liegt....sagen wir 2 m höher. Oder gar 3 m höher! Dann müsste man sogar das OG per Hebeanlage entwässern!

      Insofern ist diese Definition wohl nicht immer 100%ig glücklich aber irgendwie auch doch.

      Was anderes (und schöne Grüße an den GU ) : Ich würde immer versuchen mind. 20 - 30cm höher als def. RRSE zu bauen. Besser sogar mehr (O.K., geht nicht immer!). Denn wenn Rückstau, dann kommt das Wasser ganz gerne etwas schwunghaft und nicht nur wie eine Flut gemächlich ansteigend. Dann schwappt die Brühe auch problemlos mal etwas hoch. Und wenn dann die Dusche nur hauchdünne über der RSE liegt.....
    • Unser Rückstau-Pabst, äh -Abt müsste ja langsam aus Kambodscha zurückkommen. :)

      Soweit mir bekannt wird das nur in der örtlichen Abwassersatzung benannt und meist mit "Straßenhöhe vor dem Haus" definiert.
      Die Behörden haben wohl auch kein Interesse, da tiefer einzusteigen, weil für die öffentliche Entsorgung keine Gefahr besteht. Es sind immer nur private Nutzer betroffen und die haben sich bitteschön selbst zu schützen.
      Du wirst also den nicht zwingen können, sondern nur darauf hinweisen, dass bei dieser Konstellation die Gefahr des Rückstaus akut besteht und die Empfehlung abgeben, entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • die Normen schweigen sich dazu vollständig aus.

      Und den Kanalnetzbetreibern fällt meist nicht mehr ein als Straßenoberkante vor dem Haus oder Straßenoberkante in Höhe des Anschlusspunktes.
      in den Satzungen steht oft "Straßenoberkante, soweit nicht anders definiert" Damit halten sich die Satzungsschreiber ein paar Türen offen, an die man die Mitarbeiter der Netzbetreiber meist erinnern muss.

      Ich würde vom Kanalnetzbetreiber unter Erläuterung der Situation eine schriftliche individuelle Angabe zu der für dieses Grundstück maßgebenden RSE erbitten.
      Es grüßt

      Manfred Abt
      Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH
    • Manfred, da ist das nächste Problem.
      Ich hab natürlich mit der Dame vom Amt telefoniert. Von Ihr kam Gemäß unserer Abwassersatzung .... Anschlußpunkt....Strassenhöhe ;(
      Meinen Hinweis auf die berühmte Verstopfung knapp vor dem nächsttieferen Schachtdeckel kam nur Ja, das ist richtig und möglich, aber in unserer Abwassersatzung ..... und ob in der DIN (welcher denn) näheres dazu steht, weiß ich nicht.

      Auf gut deutsch, mein Fenster bleibt zu, ich lehn mich nicht raus. ?(


      So nun stehste da und musst dicke Backen machen.


      ---------- 1. März 2017, 14:03 ----------

      Den einzigen Hinweis, den ich gefunden habe, gibt es auf die DIN 12380 - die in meinem Beuth-Zugang nicht enthalten ist.

      Bleibt also nur der Hinweis auf Erics berühmtes Flachdach nach DIn, das trotzdem leckt.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich hab nen alten Beitrag (2009) von Dir aus dem Grünen gefunden. :thumbsup:

      Da steht die Lösung drin.
      DIN 12056-4 Pkt 4.
      RSE = Strassenniveau bei ebenem Gelände.

      Das Gelände ist nicht eben, ergo höherer Kanaldeckel. So werd ichs ins Gutachten schreiben, den Rest sollen die (schon beteiligten) Juristen mit einander ausklabustern. :D
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • genaue Formulierung in der DIN 12056-4 ist:
      Liegen keine Angaben vor, so gilt in ebenem Gelände die Straßenoberfläche* an der Anschlussstelle als Rückstauebene.

      und zu dem Sternchen:

      Unter Straßenoberfläche ist die Fahrbahn einschließlich Gehwege, Seitenstreifen usw. zu verstehen
      Es grüßt

      Manfred Abt
      Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH
    • Ich kann Dir sagen, was in dem Fall nicht eben heisst. Abstand OK Deckel in der Strasse 58 m, Höhendifferenz 68 cm
      Oberer Schachtdeckel 16 cm über OK FF bei bodengleicher Dusche im EG.

      Wenn ich jetzt noch das "Schwapp" des Einstaus mitrechne (Das pegelt ja in der Regel nicht über Stunden langsam hoch) liegt die Dusche ca 30 cm zu tief, um sicher bei Einstau nicht rückgespült zu werden.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Sichert sich der Kanalnetzbetreiber denn da nicht entsprechend in seiner Satzung ab?
      Ich würde da jetzt einen interpretierbaren Hinweis auf die Eigenverantwortung des Hauseigentümers erwarten und eine Formulierung wie "von der Rückstauebene ist ausreichend Abstand zu halten ..."
    • Da stehen vermutlich immer Sätze wie "Mit Rückstau ist immer und überall zu rechnen", "Die Rückstauebene liegt in Höhe der Straßenoberfläche", "Alle Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene sind mit einer Rückstausicherung zu schützen".
      Mehr braucht es nicht. Jeder Eigentümer ist selbst verantwortlich.




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      M.G.Wetrow
    • Da sehe ich keinen Zusammenhang.

      Die Frage ist doch erstmal nicht, wer für einen Schaden verantwortlich ist, sondern ob ein solcher Schaden überhaupt da ist!

      GU ( ?) sagt: alles im lack. Höhe passt. Ralf sagt: Nee....passt nicht. RSE sitzt höher als Dusche im EG.

      (Wobei: Selbst wenn Dusche im EG kritisch tief säße, so würde ein relativ preisgünstig zu erwerbendes Plastikformteil hier Abhilfe schaffen (Rückstauverschluss!). Ob man diesen nun noch montieren kann? Who knows....
    • Meine eindeutig nicht statistische belegten Erfahrungen im privaten Bereich ergeben eine Wartungsquote von 0,0 %.

      Wenn ich manchmal die ollen gußeisernen Rückstauklappen der Bodeneinläufe sehe, dann ist das einzige, was da klappt, der Rost. Die Rückstauklappen sind irgenwas zwischen völlig festkorrodiert und in Wohlgefallen aufgelöst.
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    • Für ein Exemplar der Kunststoffvariante (K....l) hab ich mal (exakt nach der im übrigen hervorragenden Anleitung) versucht, eine Dichtheits-/Funktionsprüfung durchzuführen. Zumindest bei diesem Exemplar ist es mir nicht gelungen.

      Bei Entwässerungsgegenständen ohne bewegliche Teile sagen mir aber die alten Graugussteile deutlich mehr zu als Kunststoffbauteile. Gut, ich bin auch auf einem Lageplatz von P.......t aufgewachsen.
      Es grüßt

      Manfred Abt
      Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH