Vollmacht - Architekt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vollmacht - Architekt

      Moin,

      ich hatte vorhin eine etwas "nervige" Diskussion im Meisterkurs - es ging im groben um Haftung, Vertragspartnern und Vollmachten. Kern der Diskussion war:

      Wenn Architekt auf der Baustelle, dann ist er die freizeichnende Person in Generalunion. Sei es, dass die Schlussrechnung nur an den Architekten muss. Bedenken an den Architekten reichen usw.

      Also die Standard Irrglauben die man zu hauf unter Handwerkern und deren Verständnis von "wie es abläuft" so hört. Das das Nonsens ist, ist mir natürlich klar. Natürlich ist es mühsam, als einzelnder Aufklärung leisten zu wollen. Da ich nun kein wandelndes Lexikon bin und die Vorschriften nur so aus mir raus kommen bräuchte ich mal in Bezug auf den Architekten das Regelwerk wo man es nachlesen könnte. HOAI, BGB , VOB - welche Abschnitte? :freaky:

      Danke.

      Ergänzung: Wie verhält es sich bei Architektenverträgen, sind da Standard Floskeln die das Handeln im Namen des BH erlauben? (Die Frage kam vom Lehrer....)
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Es besteht ein Vertragsverhältnis zwischen AG und AN, also Bauherr und Handwerker. Damit gilt zwischen diesen beiden natürlich das BGB und wenn anzuwenden oder vereinbart ggf. die VOB /B und / oder der geschlossene Bauvertrag. Die HOAI ist Preisrecht für Architekten und damit hier irrelevant.

      Unabhängig davon, was Kollegen auf der Baustelle alles so behaupten und tun gilt nur das oben genannte. Damit sind Bedenken und Rechnungen immer dem Auftraggeber zuzustellen, sofern nicht etwas anderes ausdrücklich zwischen AG und AN vereinbart wurde. Dazu gibt es viele schöne Urteile von dt. Obergerichten.

      Die wenigen Vollmachten, die ich als Architekt mir einräumen lasse sind bei Beauftragung

      - LP 1 - 4 die Einholung von Auskünften bei Behörden
      - LP 8 die Ausübung des Hausrechts gegenüber Dritten bei Abwesenheit des Auftraggebers / Eigentümers

      Ich beauftrage niemals Leistungen, ich nehme keine Leistungen ab, ich bestätige Stundenzettel immer nur dem Umfang nach. Ich teile meine Ergebnisse zur Rechnungsprüfung immer nur dem AG mit.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Das sagte ich ja auch, nur ohne die dazugehörigen Paragraphen. Kennst das doch bestimmt "was ich nicht kenne, das akzeptiere ich erst mal nicht" ungeachtet ob es nun richtig ist oder nicht.

      Naja ich mach mir die Tage mal die Mühe und suche die Abschnitte ausm BGB raus. Danke Dir! Immerhin bestätigt das meine Vermutung, dass solche Freizeichnungsklauseln in Architektenverträgen eher nicht enthalten sind. Wie irrtürmlicherweise vom Lehrer angenommen.

      Off-Topic:
      Ich sollte jedoch vorsichtig sein, ich mach mich schon wieder unbeliebt :freaky:
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Das fragte ich mich auch. Argumentation war: Bauherr = Laie er müsse vor sich selber geschützt werden. Deswegen der in seinem Namen handelnden Architekt als Fachperson. Aber auch so eröffnet sich mir nicht der Schluss der gezogen wurde....
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle - meines wissens nach gibt es keine §, in denen das geregelt ist.

      im ingenieurvertrag ist die handlungsvollmacht des architekten und des fachplaners auf der baustelle und bei vertragsrelevantem schriftverkehr zu regeln. rechnungen, nachträge und sämtlicher vertragsrelevanter schriftverkehr ist immer an den auftraggeber zu richten, ggf. in cc an den architekten oder fachingenieur. da macht kein auftragnehmer etwas falsch.

      im werkvertrag ist dem auftragnehmer ebenfalls darzustellen, wie weit die befugnisse der planer und bauleiter gehen. das sollte deckungsgleich mit den vereinbarungen im ingenieurvertrag sein.

      beispiel: der auftragnehmer kann sich nicht darauf berufen, dass der bauleiter 500 qm im aufmaß anerkannt hat und der bauherr aber nur 300 qm bezahlt, wenn sich herausstellt, dass das aufmaß fehlerhaft ist, bei der aufmaßprüfung nicht aufgefallen ist und nicht vom bauleiter korrigiert wurde.


      ---------- 28. Februar 2017, 07:04 ----------

      Skeptiker schrieb:


      - LP 8 die Ausübung des Hausrechts gegenüber Dritten bei Abwesenheit des Auftraggebers / Eigentümers
      das hausrecht hast du, wenn du als bauleiter im sinne der lbo eingetragen bist und bei der genehmigungsbehörde die bauleitererklärung vorliegt.

      anders verhält es sich, wenn abschnittsweise im belebten zustand umgebaut wird. dann gilt das hausrecht des bauleiters nur für den akuten baustellenbereich und nicht im gesamten haus!
    • ich lasse mir immer eine vollmacht geben,
      um evtl. auskünfte beim liegenschaftsamt, o.ä,
      einzuholen.

      das war`s dann auch mit vollmachten.

      eigentlich benötigt der architekt keine vollmachten,
      es sei denn, die bauherren wären entmündigt.

      und stundenzettel unterzeichnen?
      ja das ist halt täglich brot, auch ohne vollmacht.
      bei den streitereien ist der bauherr, auch außen vor...
    • Kalle schrieb:

      Das fragte ich mich auch. Argumentation war: Bauherr = Laie er müsse vor sich selber geschützt werden.

      und wer schützt einen Bürger vor einem Fehlkauf, wenn er einen Ferrari für 300.000,- € bestellt? oder ein komplettes Haus kauft? Da gibt es auch keine Pflicht für einen Berater, sondern ausschließlich Gesetze. Der Käufer kann sich einen Berater gönnen, diesen unter Umständen auch in die Haftung mit einbeziehen, aber das ist nicht verpflichtend (der Notar ist kein Berater im üblichen Sinne).

      Wenn ich in die LBO für BW schaue, dann steht dort zu den "Pflichten/Rechten" des Bauleiters nur:

      (1) Der Bauleiter hat darüber zu wachen, dass die Bauausführung den öffentlich-rechtlichen Vorschriften und den Entwürfen des Entwurfsverfassers entspricht. Er hat im Rahmen dieser Aufgabe auf den sicheren bautechnischen Betrieb der Baustelle, insbesondere auf das gefahrlose Ineinandergreifen der Arbeiten der Unternehmer zu achten; die Verantwortlichkeit der Unternehmer bleibt unberührt. Verstöße, denen nicht abgeholfen wird, hat er unverzüglich der Baurechtsbehörde mitzuteilen.

      Alles was davon abweicht wäre in meinen Augen zusätzlich zu vereinbaren. Ohne diese Vereinbarungen würde er in das Vertragsverhältnis zwischen Bauherr und Firma eingreifen, ohne dass er dazu befugt wäre. Ich weiß nicht, ob es gut wäre, wenn man hierzu stillschweigende Zustimmung voraussetzt, denn sobald etwas schief läuft, geht der Streit los.
    • Kalle - umgekehrt wird ein Schuh draus.

      Deine "Kollegen" sollen Dir mal die §§ nennen, die den Bauherren bei der Beauftragung eines Architekten teilentmündigen!

      Wieso teilentmündigen? Einfaches Beispiel.

      Bauunternehmer schreibt in die Rechnung 40 m² xy a 32,95 = 1.318 €

      Ich prüfe die Massen und stelle fest, es sind nur 39,25 m² a 32,95 = 1.293,29 €

      Ich kann doch nicht entscheiden, ob der Bauherr großzügig ist und dem Unternehmer die rd 25€ "schenkt", ob er die korrigierte Summe bezahlt oder ob er gar Drittelfinanzierer ist und stumpf nur 1.111 € überweist.
      Noch schlimmer wirds, wenn es statt der 40 abgerechneten 41,85 m² sind. Wenn ich den Unternehmer davon in Kenntnis setze, habwe ich JURITISCH dem Bauherren einen Schaden verursacht, da der Unternehmer ja ggf. die 1,85 m² gern berechnet hätte, aber nicht bemerkt hat und der Bauherr so mehr zahlen muss.
      In solchen Fällen hole ich mir IMMER das OK der Bauherren. (95% geben es auch)


      Von daher KANN ich gar nicht mit Vollmacht belegt sein.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Zum Thema Architektenvollmacht gibt es recht viel im Netz. Auf der Seite eines RA (wegen Werbeverbot verlinke ich sie nicht) habe ich folgendes gefunden:

      "Bau(ern)regel:
      Wo das Portemonnaie des Bauherren anfängt, hört die Vollmacht desArchitekten auf."

      Damit ist ziemlich alles gesagt. Die einzigen Vollmachten, die ich mir bei Bedarf einhole, sind welche zur Akteneinsicht oder ähnliches.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • manche vollmacht sollte man auch nicht annehmen. ein bauherr meinte einst, ich solle verzugsschreiben und mängelanzeigen verfassen. als ich ihn aufgeklärt hatte, kam ein lautes lachen. ich bin stur geblieben und er drohte mit seinem anwalt. der hatte ihm das gleiche erzählt.
      in der woche drauf knallte er wutschnaubend eine vollmacht auf den tisch, die ich dezent zurückschob mit dem hinweis - ich mag nicht. der folgende anruf beim anwalt ergab - sie können niemanden zwingen.
      ich hatte ihm alle mängelanzeigen und verzugsschreiben etc. vorgeschrieben. die wenigsten davon gingen raus.
    • Gast1234 schrieb:

      ich hatte ihm alle mängelanzeigen und verzugsschreiben etc. vorgeschrieben. die wenigsten davon gingen raus.
      jepp, so was hatte ich auch schon.
      der BH hatte meine bevollmächtigung per mail an alle verteilt. ich wurde dazu mal gar nicht gefragt, ... er/sie nahm an, ich bin beauftragt und damit für und gegen alles dran. bevollmächtigung nur nach außen noch mal fällig, damit das auch jeder weiß.
      letztlich war ich mit BH vor gericht.

      oder wie meine schwiegeroma sagte, ... gutmütigkeit ist dummheit! hab ich halt auch erst mit knappe 50 begriffen.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Off-Topic:


      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Kalle - umgekehrt wird ein Schuh draus.
      Können Sie ja nicht. Ändert ja nichts an der Tatsache das man denkt im recht zu sein. "Aber mein Chef macht das so" - in sämtlichen Farben und Abstufungen. Schlimm nur das man eigentlich im Kurs sitzt um das zu lernen. Hilft nur nicht, wenn es fehlerhaft wiedergegeben wird. Ich hab einfach zu wenig Süßigkeiten im Unterricht mit, damit ich mit kauen beschäftigt bin und die Klappe halte ;)
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Es geht um die Vertetung eines anderen ( hier: des Bauherren ) und die ist geregelt in den §§ 164 ff BGB . Die LBO ist öffentliches Recht, regelt die öffentlich-rechtlichen Pflichten der am Bau Beteiligten und kann demzufolge die von Kalle gestellte zivilrechtliche Frage nicht beantworten.

      Die §§ 164 ff BGB haben kurz zusammengefaßt folgenden Inhalt:

      Wer für einen anderen eine Willenserklärung ( = rechtsgeschäftliche Erklärung ) abgibt, bindet den anderen ( Vertretenen ) nur dann, wenn er von diesem Vertretungsmacht ( Vollmacht ) eingeräumt bekommen hat. Hat der Vertreter keine Vertretungsmacht, dann ist der für den Vertretenen abgeschlossene Vertrag ( z.B. Nachtrag usw. ) zunächst schwebend unwirksam und wird endgültig unwirksam, wenn der Vertretene die Erteilung der Genehmigung verweigert, § 177 BGB . Der Vertreter haftet dann - nach Wahl des anderen Vertragspartners - selbst auf Vertragserfüllung oder auf Schadensersatz, wenn der andere Vertragspartner von der fehlenden Vertretungsmacht keine Kenntnis hatte und deren Fehlen auch nicht kennen mußte, § 179 BGB .

      Die Vertretungsmacht muß vom Vertretenen durch Erklärung gegenüber dem Vertreter oder durch Erklärung gegenüber dem Dritten erteilt werden. Zu Beweiszwecken sollte sich der Vertreter eine Vollmachtsurkunde ausstellen lassen, um a.) dem Dritten die Vertretungsmacht belegen zu können und b.) nicht in die Haftungsfalle des § 179 BGB zu geraten, falls der Vertrene später bestreiten sollte, eine Vollmacht erteilt zu haben ( soll vorkommen, es geht ja mitunter um viel Geld ).

      Der Architekt kann die Vollmacht selbstverständlich auch durch den Architektenvertrag nachweisen, wenn ihm dort ( ausnahmsweise ) bereits Vertretungsmacht eingeräumt worden ist. Aber wer will im Streitfall schon seinen Vertrag mit dem BH vorlegen? Also läßt man sich in einem solchen Fall eine gesonderte Vollmachtsurkunde ausstellen. Dort ist der Inhalt und Umfang der Vollmacht klar und eindeutig anzugeben.

      Folgerungen:

      Der Unternehmer muß sich die Vollmacht des Architekten zeigen lassen, wenn er den Vertragsschluß mit dem Bauherren sicherstellen will.

      Der Architekt hat nach der Rechtsprechung grundsätzlich keine originäre Vertretungsmacht. Nur ausnahmsweise wird ihm eine konkludente Vollmacht für kleinere, unaufschiebbare Geschäfte zugestanden. Das ist aber streitig und sollte insofern besser gleich wieder aus dem Gedächnis gestrichen werden.

      Im Fall von Planfix hat der Bauherr Dritten ( Handwerkern ) nach § 171 BGB mitgeteilt, dass der Architekt Vollmacht hat. Da geht. Dann liegt es aber an dem Architekten, ob er hiervon gebraucht macht. Denn die Vertretungsmacht darf dem Architekten nicht aufgedrängt werden.

      Originäre Vollmacht hat der Architekt nur für nicht rechtsgeschäfliche Erklärungen, also für tatsächliche und technische Feststellungen, z.B.: Entgegennahme von Erklärungen Dritter ( aber nicht zur Entscheidung, wie damit verfahren werden soll ), Absendung von Mängelrügen, Fristsetzungen, Androhung der Kündigung ( aber nicht zum Ausspruch der Kündigung! ), Weisungsrecht zur technischen Seite der Ausführung ( aber nicht Leistungen zu ändern, zu erweitern oder zu kündigen! ), Angebote und Rechnungen entgegenzunehmen; er ist aber nicht bevollmächtigt, Mahnungen über ausstehenden Zahlungen entgegenzunehmen, womit durch die Mahnung gegenüber dem Architekten ( statt gegenüber dem BH ) kein Verzug eintritt!

      Für den Unternehmer ist der Architekt für rechtsgeschäftliche Erklärungen also ein " Nullum ", wenn er auf Nachfrage nicht sofort seine Vertretungsmacht belegt.

      Auf den Baustellen herrscht die Vorstellung, dass das, was Architekten erklären, für und gegen den Bauherren gilt. Ist aber nicht so und kann böse enden.

      Aber was soll´s: Wenn auch der Dozent von Kalle es anders sieht, muß man sich nicht wundern, wenn es ständig falsch gehandhabt wird.

      Beispiel aus der Praxis: BH beauftragt Dampfbremse. Später meint der Archi, eine Dampfbremse werde nicht benötigt und weist den beauftragten Unternehmer ohne Wissen des BH an, die Dampfbremse nicht einzubauen. Die Dampfbremse wird aber benötigt. Haus ist fertig. Architekt hatte keine rechtsgeschäftliche Vollmacht.

      Dann hat der Archi den Auftrag des Unternehmers ohne Vollmacht des BH um die Dampfbremse teilgekündigt. Hierfür und wegen des entstandenen Mangels haftet er dem Bauherren auf Schadensersatz.

      Der Unternehmer hätte als Fachmann wissen müssen, dass die Dampfbremse nach den aRdT benötigt wird. Also hätte er den Bauherren über die falsche Weisung des Archis unterrichten müssen ( § 4 Abs.3 VOB /B direkt oder analog ), diesen " bis zum Umfallen " belehren und dessen Weisung abwarten müssen. Wenn er das nicht tut, haftet er mangels wirksamer Freizeichnung ebenfalls für den entstandenen Mangel ( fehlende Dampfbremse ) und darf alles wieder abreißen und neu bauen. Im Wege des Regresses nach § 426 BGB kann er dann vom Archi einen Teil der entstandenen Nachbesserungskosten ersetzt verlangen.
    • Kalle schrieb:

      Off-Topic:


      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Kalle - umgekehrt wird ein Schuh draus.
      .... Ich hab einfach zu wenig Süßigkeiten im Unterricht mit, damit ich mit kauen beschäftigt bin und die Klappe halte ;)

      Lass das mal besser sein. Ein dicker Dachdecker kullert viel zu leicht runter. :r.b:




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Off-Topic:


      ThomasMD schrieb:

      Lass das mal besser sein. Ein dicker Dachdecker kullert viel zu leicht runter.
      Dann muss man mehr ackern, dann bleibt das Kaloriendefizit gewahrt und die Kugel wird nicht dicker :D


      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Ich danke Dir für diese gute Erklärung und die Nennung der einzelnen Paragraphen im BGB - ob das die Erkenntnisse der Gegenseite erhellt bleibt abzuwarten. Für mich kann ich sagen, dass ich heute nicht umsonst aufgestanden bin, wieder etwas gelernt. :thumbsup:
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Sag der " Gegenseite ", sie möge nachlesen, z.B. bei: Werner/Pastor, Der Bauprozeß, Rdnr. 1341 ff.

      Aber aufpassen. Eure Diskussion war:

      Kern der Diskussion war:


      " Wenn Architekt auf der Baustelle, dann ist er die freizeichnende Person in
      Generalunion. Sei es, dass die Schlussrechnung nur an den Architekten
      muss. Bedenken an den Architekten reichen usw. "

      1. Den Begriff Freizeichnung kenne ich nur in den Fällen, in denen der Unternehmer weiß/wissen muß, dass er mangelhaft baut, der BH das aber unbedingt will. Dann muß der Unternehmer sich nach § 4 Abs. 3 VOB /B direkt oder anlalog von der Gewährleistungsverpflichtung freizeichnen.

      2. Die Schlußrechnung darf auch nach meinem Beitrag an den Architekten gesandt werden. Ich schränke das aber jetzt ein: Das gilt nur dann, wenn der Archi auch die volle LPH 8 übertragen bekommen hat. Woher willst Du das wissen? Nachfragen? Mein Tipp insofern: Die Schlußrechnung geht immer und ausnahmslos gleichzeitig an den Archi und an den BH = sichere Weg. Kostet 1,45 € zusätzliches Porto.

      3. Natürlich machst Du die Bedenken zunächst gegenüber dem Archi geltend. Versuchst ihn zu überzeugen, dass sein Detail im Plan XY aus dem und dem Grund nicht umgesetzt werden kann, weil es nicht geht, den aRdT nicht entspricht usw. Dann bittest Du ihn höflich, dass nochmals mit dem BH zu besprechen ( wenn es zu Mehrkosten führt ).

      Mein Praxisfall war aber so, dass der Unternehmer zwar versucht hat, dem Archi die falsche Weisung auszureden. Der Archi hat ihn daraufhin aber vor anderen Handwerkern als ahnungslos hingestellt und er hat die Dampfbremse dann halt nach Weisung weggelassen, vermutlich auch, weil er weitere Aufträge haben wollte.

      Das geht in keinem Fall: Wenn der Archi uneinsichtig ist, dann muß der Unternehmer den BH belehren, weil nur der sein Vertragspartner ist. Hierbei muß er den Archi ja nicht bloßstellen. Er kann dem BH ja höflich schreiben:

      " Ihr Architekt hat mir heute die Weisung ....... erteilt. Hiergegen habe ich folgende Bedenken und bitte insoweit um Ihre Entscheidung: ... folgt Belehrung " bis zum Umfallen ".

      ( Gegebenenfalls Hinweis auf Mehrkosten bei richtiger Ausführung. Aber Vorsicht: die Planungsverantwortung hat beim Archi zu verbleiben, also im Zweifel nicht selbst " umplanen " ! ).

      Ich bitte um Ihre schriftliche Entscheidung.

      Bis zum Eingang Ihrer schriftlichen Entscheidung kann leider an der Baustelle ... an der und der Stelle ........ nicht weiter gearbeitet werden.

      ( Folgt gegebenenfalls noch Hinweis auf die durch die Behinderung entstehenden Mehrkosten )."
    • Lawrence schrieb:

      Gast1234 schrieb:

      ich hatte ihm alle mängelanzeigen und verzugsschreiben etc. vorgeschrieben.
      sehr löblich von dir. warum meckert der bh dann, er hätte doch nur unterschreiben und eintüten müssen.
      er hätte den text in sein briefformat einfügen müssen, ausdrucken und unterschreiben, eintüten, zur post tragen und als einschreiben aufgeben. das war ihm und seiner sekretärin zu viel arbeit.


      ---------- 28. Februar 2017, 19:06 ----------

      Baumal schrieb:

      Gast1234 schrieb:

      ich hatte ihm alle mängelanzeigen und verzugsschreiben etc. vorgeschrieben.
      aber manchmal hilft schon ein schreiben: "im namen des bauherren xxyz,trete ich sie, hiermit in den arsch....".... :D
      ist eine möglichkeit, ob es hilft - am ende geht das geeire mit der anscheinsvollmacht los. hast du aber ein ar.......mleuchter als bauherrn, sollte man sich überhaupt nicht aus dem fenster lehnen.
    • Eric schrieb:

      1. Den Begriff Freizeichnung kenne ich nur in den Fällen, in denen der Unternehmer weiß/wissen muß, dass er mangelhaft baut, der BH das aber unbedingt will. Dann muß der Unternehmer sich nach § 4 Abs. 3 VOB /B direkt oder anlalog von der Gewährleistungsverpflichtung freizeichnen.
      Gilt das eigentlich auch für den Werkvertrag nach BGB ? Das man das machen sollte steht außer Frage. Mir geht es nur um die Definition, ob ich beim Werkvertrag auch Bezug auf die VOB /B nehme.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Bauanlaufbetatung.
      Bauherr + Ingenieur/Architekt + Baufirma.
      Baubesprechungsprotokoll.
      Nennung der jeweiligen zuständigen Personen.

      Reicht das als " Vollmacht des Bauhetren für den 'Architekten' ?

      Ich vermute im Ernstfall nicht. Ich habe auch schon von Kollegen gehört, dass Baufirmen, die keine Lust haben den Anweisungen der Bauüberwachung Folge zu leisten, sich stur stellen und die schriftliche Vollmacht sehen wollen.... Und das bei einem größeten Bauvorhaben, bei dem das Tiefbauamt der Autraggeber war....
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)