Feuchteschutznachweis Stationär o. Instationär?

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    • Feuchteschutznachweis Stationär o. Instationär?

      Moin Moin,

      ich brauche mal Hilfe von Euch. Es geht um Sanierungen im Bestand und um Aufdachdämmungen. Ich möchte gerne meinen Chef davon überzeugen von der sehr aufwändigen Verlegung der Luftdichtigkeitsebene im Schlaufenverfahren abzusehen und eine grundsätzliche Alternative zu erarbeiten. Aufdachdämmung als Plattenware gibt es ja von zahlreichen Herstellern - das ist nicht das Problem. Laut Aussage, sind die aber vielmals zu teuer um eine Beauftragung auch zu erhalten. Das soll jetzt aber auch nicht das Problem sein und ist eher nebensächlich.

      Mir geht es darum einen Beleg - hier der Nachweis auf Tauwasserfreiheit - zu erstellen um aufzuzeigen dass es sehr wohl funktioniert, egal ob da nun ein Hersteller hinter steht der dafür "haftet". Da das Legen der Schlaufen oftmals viel zu aufwändig ist möchte ich den Weg auf dem Sparren gehen. Hier soll quasi die Luftdichtigkeitsebene entstehen. Um es besser nachvollziehbar zu machen führe ich mal alle Schicht beginnend mit der Innenverkleidung auf:

      - Innenverkleidung (Fall 1: GKB, Fall 2: Holzwolleleichtbauplatten+Putz, Fall 3: N+F-Holzvertäfelung)
      - Neue Dämmung WLS 035 (Stärken 12-18cm im Schnitt)
      - Unterspannbahn luftdicht verklebt und angeschlossen
      - 10 cm KVH Aufdopplung (Schub- und Windsogbefestigt)
      - 10 cm Dämmung WLS 040 oder 035 - ja nachdem was zu bekommen ist.
      - 6 cm Holzweichfaserplatte
      - Eindeckung, hinterlüftet

      Mir ist durchaus bewusst, dass man für Jede Konstellation den Nachweis führen muss. Was mir jedoch nicht klar ist ob ich diesen Querschnitt zweifelsfrei mit dem Glaser-Modell nachgewiesen bekomme oder ob dazu zwingend Berechnung im instationären Verfahren nötig sind. Falls Glaser möglich ist, mit welchem Programm bekommt man das ansehnlich und verständlich erstellt? Hat da jemand einen guten Tipp? Klar kann man auch per Hand machen, da bin ich dann aber auch ein paar Stunden mit beschäftigt. Im Zweifel mache ich das aber auch.

      Über Hilfe bin ich Dankbar.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Kalle schrieb:

      vielmals zu teuer um eine Beauftragung auch zu erhalten
      erklär cheffe den begriff "vollkostenrechnung"

      Kalle schrieb:

      egal ob da nun ein Hersteller hinter steht der dafür "haftet"
      das kannst du eh vergessen - da kommt bestenfalls materialersatz

      deine konstruktionen sind nicht ohne weiteres bewertbar, aber die add-ons finde ich suboptimal, auch in hinblick auf die kosten. ich meine, letztens in dnq oder mikado oder bmh etwas dazu gelesen zu haben. schau mal in der dnq - notfalls schau ich in den anderen heften.

      glaser-edv ist meist so richtig, wie die materialwerte. wenn du die sorgfältig erkundest (und mehrere berechnungen in einer sinnvollen bandbreite erstellst), merkst du schnell, wie sensibel manche glaserberechnungen sind - und auch, dass glaser bei auch nur einigermassen "offenen" konstrukten scheitert > instationär rechnen.
    • mls schrieb:

      auch in hinblick auf die kosten.
      Was meinst du damit? Es sind ja lediglich 10cm Klemmfilz und ein wenig KVH . Die Holzweichfaser kommt bei uns eh immer zur Anwendung. Ich behaupte mal, das man 80-100m² mit Abriss bis zur USB an einem Tag mit 3 Mann hinbekommst. Definitiv schneller als die Schlaufenverlegung und die trillionen Kartons Klebeband... Da schaffst mit 3 Mann und suboptimalen Innenverhältnissen vielleicht 20m² am Tag.

      mls schrieb:

      letztens in dnq
      Hast Du schon die Neue? In der letzten war dazu nix drin oder reden wir aneinander vorbei? Muss ich noch mal reinschauen.

      mls schrieb:

      "offenen" konstrukten scheitert > instationär rechnen.
      Das habe ich mir schon gedacht, als ich mit dem U-Wert Rechner im Netz rumgespielt hab. Da kommen ja meißt abstruse Ergebnisse zu Tage. Fügt man dann irgendwas sperrendes hinzu, wird auf ein mal alles geheilt. Tjoa, Instationär übersteigt dann meine Fähigkeiten und auch die Softwareanforderungen.... Klar mit Glaser kann man mit dem richtigen Bewerten der Kennzahlen auch zum Schluss kommen. Das aber für die Beweislast Asche, denn ich will es ja klar auf der Hand haben um sagen zu können "guckst du, machen wir nur noch so"


      ---------- 22. Februar 2017, 15:52 ----------

      mls schrieb:

      schau mal in der dnq
      Ich hab noch mal nachgelesen und in anderen Artikeln quergelesen. Laut den Artikeln wird das am Ende alles durch die Sorption der Holzweichfaserdämmstoffe geheilt. Gut, das ist bei mir nicht gegeben, weil da MiWo ruht aber das könnte man ja austauschen.

      Es wird auch darüber gesprochen, was ich beim Uwert-Rechner schon festgestellt habe - nämlich der massive Ausfall von Kondensat wenn die Temperaturen im Winter tief in den Keller gehen. Ich vermute wenn man jetzt auf ein Jahr (7-8 Monaten Plustemperaturen, 2 Monaten mäßigen Minustemperaturen und 2 Monaten mit Dauerfrost) gesehen das Kondensat berechnet und die Rücktrocknung abzieht kommt man auch nicht wirklich zu den ominösen 250gr/m² richtig?

      Lustig nur, dass in den Artikeln - so weit ich gelesen habe - lediglich 60mm Holzweichfaserplatten verwendet wurden. [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] Hast Du noch einen Tipp wie ich das Belegen könnte ohne Instationär rechnen zu müssen?


      ---------- 23. Februar 2017, 17:21 ----------



      Ab Minute 33, was haltet Ihr davon?
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    • Kalle schrieb:

      Laut den Artikeln wird das am Ende alles durch die Sorption der Holzweichfaserdämmstoffe geheilt
      das ist allenfalls eine teilwahrheit.

      soweit ich weiss, ist einer der ersten beiträge zu diesem thema in der dnq 2014 erschienen.
      entscheidend für funktionsweise und verständnis ist die trennung von luftdichter und dampfbremsender ebene und die zulässigkeit von konvektion in der dampfbremsebene - unter definierten bedingungen.
    • mls schrieb:

      zulässigkeit von konvektion
      Naja, Konvektion hast du ja auch nicht bei der Verlegung auf dem Sparren - die solltest Du ja in der Regel nie haben. Aber es stimmt, das Diffussion hier ausgeklammert wird und nur Teilberücksichtigungen erhält. Laut meiner Recherchen liegt man irgendwo bei 1:2 bez. 1:1 Verhältnis. Bei nicht vorhandener Innenverkleidung liegst bei 1:1 bei N+F Schalung als Innenverkleidung kannst theoretisch auch 1:3 gehen, durch die sperrende Wirkung. So zu mindestens die Infos im Video - auch wenn ich manche Aussagen (hab es komplett gesehen) zeitweise fragwürdig empfinde.
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