Tragfähigkeit Gips-Wandbauplatten (Gipsdielen)

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  • Tragfähigkeit Gips-Wandbauplatten (Gipsdielen)

    Hallo Zusammen,

    ich habe gesehen, dass einer der Vorteile von Gips-Wandbauplatten die Befestigung großer Lasten ist. F.....r und M.......s geben zudem an, dass mit Hilfe von F.....r Injektionsdübeln F V Lasten mit einer Gebrauchslast von 150kg (300kg bei Platten mit hoher Rohdichte) pro Dübel befestigt werden können.

    Bei mir zu Hause habe ich einen Flur, 6,5m lang und 2mbreit, den ich gerne mit einer Galerie überbauen würde. Eine lange, sowie einekurze Wandseite besteht aus Ihren Gips-Wandbauplatten in grün (mittlere Rohdichte und feuchtraumgeeignet) und einer Stärkevon 100mm. Die andere lange und kurze Seite besteht aus Stahlbeton und Porenbeton. Die Wände sind 4,8m hoch. Für die Galerie sollen ringsum an den Wänden Balken angedübelt werden, die dann, zusammen mit quer eingezogenen Balken den Zwischenboden tragen sollen. Gehe ich recht in der Annahme, dass beim Berechnen der Lastabtragung mit 150kg pro Dübel in diesem Fall für die Wände aus Gips-Wandbauplatten gerechnet werden kann? Die Decke darunter trägt die Last. Die Zulassung soll hier außen vor bleiben. Dies ist eine rein private Anfrage, die Umsetzung soll im rein privaten Bereich erfolgen. Es geht hier rein um die technische Tragkraft der Wand. Die Aussteifung sollte nicht das Thema sein, da hier dann auch Querbalken von den Stahlbetonwänden verbaut werden.

    Die Dübel sollen mit einem 80mm Bohrloch, dashinterschnitten wird, entsprechend den Empfehlungen von Fischer und Multigipsangebracht werden. Als Gewindestangen sind die F.S A in M10 oder M12 vorgesehen.

    Über eine fachliche Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank vorab!

    LG
    Sashimi

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Namen entfernt

  • Meine fachliche Einschätzung ist, das das Vorhaben so ohne rechnerische Überprüfung durch einen Tragwerksplaner grosser Blödsinn ist.

    Was meinst Du wohl, warum der Hersteller die als NICHTtragende Wände bezeichnet.
    Ausserdem ist die Frage, ob die Decke für diese zusätzliche Last bemessen wurde.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Ralf, danke für deine Einschätzung. Die Decke trägt, wie auch schon geschrieben, die Last. Das wurde berechnet. Und natürlich ist auch ein Tragswerksplaner dann später mit im Boot. Ich frage mich nur wieso eine Gebrauchslast pro Dübel mit 150kg in diesen Wänden angegeben wird. Dann muss diese doch auch in Summe nutzbar sein, so dass ein Statiker auch mit 150kg pro Dübel zum Lasten abtragen rechnen kann!? Hmmmm....

    @Thomas: Sorry, ne das war sicher keine Absicht. Tut mir leid... Hätte auch Tox oder andere nennen können... Die Wandbauplatten kenne ich aber auch nur von diesem Hersteller und ich dachte es ist von Relevanz, da die Produkte an sich mit diesen Lasten angegeben sind und es da große Unterschiede gibt...
  • Sashimi schrieb:

    Ralf, danke für deine Einschätzung. Die Decke trägt, wie auch schon geschrieben, die Last. Das wurde berechnet.
    Was wurde berechnet?
    Die Decke für die Wandlast? Ja logisch! Iregdnwann mal vor Bau des Hauses!
    Die Betondecke für die Wandlast + Galerielast? Warum wurde dann nicht gleich alles berechnet???



    Sashimi schrieb:

    Und natürlich ist auch ein Tragswerksplaner dann später mit im Boot.
    Später ist wann? Wenns z´ammeklappert ist?
    Entweder nimmst Du Dir einen TWP, dann jetzt oder Du nimmst Dir keinen. Absolut sicherer Erfahrungswert!

    Sashimi schrieb:

    Ich frage mich nur wieso eine Gebrauchslast pro Dübel mit 150kg in diesen Wänden angegeben wird. Dann muss diese doch auch in Summe nutzbar sein, so dass ein Statiker auch mit 150kg pro Dübel zum Lasten abtragen rechnen kann!
    Nun - wenn Deine Annahme richtig ist, dann wärs doch ein Leichtes für einen Statikus, das auch zu bescheinigen.
    Wenn es aber Denkfehler in Deiner Annahme gibt, dann eben nicht.

    NOCHMAL
    Hersteller sagt - für N I C H T tragende Wände. Das man deswegen einen Schrank oder eine Lampe oder einen Fernseher dranbauen darf, hat nichts mit der Einstufung tragend/nicht tragend zu tun.

    Du willst mit Deinem Projekt nicht tragende in tragende Wände umwandeln und damit ist und bleibt es unzulässig!

    Gipsdielen sind reine Raumteiler. Ich hatte mal die "Ehre", in einem Pflegeheim einen Patientenlift "an" eine solche Wand anbauen zu müssen. Der hatte eigene Füße und musste "nur" gegen Kippen gesichert werden. Da kam ein HEB 140 vor die Wand, damit das taugte!
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Sashimi schrieb:

    Dies ist eine rein private Anfrage, die Umsetzung soll im rein privaten Bereich erfolgen. Es geht hier rein um die technische Tragkraft der Wand.
    Ob "öffentlich" ist allenfalls bezüglich der Lastannahmen relevant. Es gelten ausnahmslos für alle Bauwerke die öffentlich-rechtlichen Anforderungen! Insofern sind die Einschränkung "privat" und "technische Frage" überflüssig.

    Meiner Meinung nach geht es hier um Standsicherheit und dazu werden hier keine Aussagen getroffen, wie es auch in den Nutzungsbedingungen steht.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker