Vorsorgevollmacht und Schweigepflichtsentbindung

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    • Vorsorgevollmacht und Schweigepflichtsentbindung

      Guten Morgen zusammen.
      Ich bräuchte Informationen zu einer Schweigepflichtsentbindung für eine nicht leibliche Tochter, das sie meinen leiblichen Kindern gleich gestellt ist und klar ist, das sie im Falle eines Unfalles oder Krankheit von mir sofort und unverzüglich zu informieren ist.
      Und gleichzeitig eine Vollmacht das meine Freundin im Falle das ich nicht agieren kann meine Geschäfte weiterführen kann.
      Hier gibt es doch bestimmt User die für diesen Fall auch schon vorgesorgt haben oder sonst irgendwie schon mit dem Thema beschäftigt haben...
      Gruß Holger
    • Für eine Vorsorgevollmacht kann ich Dir eine Vorlage schicken. Die habe ich bei meinem Vater genutzt, und auch selbst für mich und meine Chefin unterschrieben.

      Erfahrung damit war bisher positiv, insbesondere im Zusammenhang mit Krankenhausaufenthalten meines Vaters gab es nie Probleme.
      Für Bankgeschäfte sollte unbedingt die Vorlage der Bank genutzt werden, denn die tun sich sonst mit solchen Vollmachten sehr schwer.

      Wenn ich morgen im Büro bin schaue ich mal nach, sonst müsste ich die abtippen.
    • das kannst du, wenn du in vollbesitz deiner geistigen
      kräfte bist (davon gehe ich aus... :D ),
      recht schnell mit wenigen sätzen auf ein blatt papier
      bringen.

      unterschrift von dir.
      unterschrift von deiner freundin.


      ein zeuge wäre natürlich auch noch super, der unterschreibt,
      dass du im vollbesitz deiner geistigen kräfte bist, wäre nicht
      schlecht....

      aber nicht zwingend notwendig, du liegst ja nicht auf dem
      sterbebett. oder bist senil, oder sollten wir uns sorgen machen....? :)
    • Nene, Sorgen braucht ihr euch nicht zu machen *g*
      Aber es geht schnell, das man mal nicht mehr so fitt ist, ein Unfall reicht ja dafür aus...
      Und meine Tochter wohnt weit weg, ich möchte das endlich mal fix gemacht haben.
      Wenn meine Mutter sich quer stellt bekommt sie keinerlei Informationen wie es mir geht.
      Und meine Geschäft müssen weiterlaufen, wenn ich mal ein paar Wochen nicht agieren kann. Rechnungen bezahlt werden, eventuell sonstige Dinge erledigt werden. Macht meine Freundin derzeit sowieso schon, dann ist das aber auch mal aktenkundig das sie es darf *g*
    • R.B. schrieb:

      ...Wenn ich morgen im Büro bin schaue ich mal nach, sonst müsste ich die abtippen.

      R.B. schrieb:

      Mit wenigen Zeilen würde ich aufpassen, da gibt es schon ein paar Spielregeln. Ich habe vor Jahren auch lange gesucht.
      Man möchte ja nicht, dass im Fall der Fälle die Vollmacht wertlos ist.


      ja,ja... es ist "nur" die freundin, keine familienangehörige in diesem sinne.....

      das schreiben sollte man aber schon auch ohne anwalt, oder
      sogar notar auf die reihe bekommen.... :D

      find ich gut, dass du dir darüber einen kopf machst, Holger
    • Holger, aus den von Dir genannten Gründen habe ich das auch schon vor Jahren gemacht.
      Ein Unfall kann schneller passieren als man denkt, und dann hat man andere Sorgen als das Tagesgeschäft.

      Ein RA oder Notar wäre hilfreich,ist aber nicht zwingend erforderlich. Höchstens Deine Lebenssituation und Finanzen sind so komplex...... dann spielen die paar Euro für einen Fachanwalt aber auch keine Rolle.
    • Nur weil wir verheiratet sind, dürfte meine Frau weder für den Betrieb agieren, noch meine "Meinung " im Fall einer Krankheit vertreten. Zugriff auf meine Konten, oder Verträge die nur ich unterschrieben habe, bekäme sie auch nicht. Das wird oft falsch eingeschätzt.

      Ich muss zugeben, an solche Dinge denkt man meist nicht, und irgendwie funktioniert es manchmal auch, bis halt jemand kommt der sich auskennt.

      Beispiel, wenn ich ein Pflegefall würde, dürfte meine Frau erst einmal gar nichts für mich entscheiden. Es würde gerichtlich eine Betreuung bestimmt, das könnte dann meine Frau sein, oder eine fremde Person. Bis diese Entscheidung vorliegt kann es viele Monate dauern.

      Es könnte ja sein, dass ich lieber meine Kinder oder Eltern oder Freunde mit der Betreuung beauftragen möchte.

      Mit einer Heirat gibt man ja nicht automatisch seine Selbständigkeit als Person auf.
    • R.B. schrieb:

      Es würde gerichtlich eine Betreuung bestimmt, das könnte dann meine Frau sein, oder eine fremde Person. Bis diese Entscheidung vorliegt kann es viele Monate dauern.
      so drastisch würde ich dem aber nicht zustimmen.

      auch ohne schriftliche verfügung, würde ich koma liegen,
      dürfte meine ehefrau das OK geben, den stecker zu ziehen
      und kein betreuer.

      eine "freundin" dürfte das natürlich nicht....
      eine freundin ist nicht die nächste angehörige....
      ein betreuer aber erst recht nicht.....
    • Nein Andreas, da liegst Du falsch. Solche ärztlichen Maßnahmen darf der Ehepartner nicht bestimmen. Selbst die Eltern eines volljährigen Kindes dürfen solche Entscheidungen nicht treffen.

      Ärzte müssen hier zuerst Leben retten, dann dürfen Sie Mutmaßungen anstellen (aus medizinischer Sicht), mehr nicht.

      Ansonsten muss eine richterliche Eilentscheidung her.

      Oder es gibt eine Patientenverfügung, was aber mit der obigen Versorgungsvollmacht weniger zu tun hat.
    • R.B. schrieb:

      Nein Andreas, da liegst Du falsch. Solche ärztlichen Maßnahmen darf der Ehepartner nicht bestimmen. Selbst die Eltern eines volljährigen Kindes dürfen solche Entscheidungen nicht treffen.

      Ärzte müssen hier zuerst Leben retten, dann dürfen Sie Mutmaßungen anstellen (aus medizinischer Sicht), mehr nicht.

      Ansonsten muss eine richterliche Eilentscheidung her.

      Oder es gibt eine Patientenverfügung, was aber mit der obigen Versorgungsvollmacht weniger zu tun hat.
      gott bewahre!

      aber mein ehepartner dürfte nicht entscheiden, dass
      nun die zeit so weit wäre, dass der stecker gezogen wird?

      der arzt ist am ende immer der ausführende. (der arsch, sozusagen... :D )

      dafür braucht es keine richtliche entscheidung.
      was für ein richter, möchte über mein "leben" oder tod entscheiden....
    • Nun glaubs doch Baumal. Ehepartner dürfen nicht über Leben und Tod entscheiden.
      Ärzte werden im Falle eines Falles solange weitermachen, wie es geht und der Partner hat keine Chance.
      Ohne Patientverfügung geht nichts.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Ich glaube, Baumal sollte sich mal ernsthaft Gedanken über eine Patientenverfügung machen und sich ebenfalls mit dem Thema befassen...
      Ahnung was er oder seine Frau darf hat er nämlich wenig *g*
      Ganz wichtiges Thema Andreas, du solltest dich ernsthaft damit beschäftigen und auch diese Dinge klären für dich und deine Frau.
    • ich habe meine vater leider in den tod bekleidet,
      der sich über 4 wochen im krankenhaus hinzog...

      mir als jüngster in der familie oblag es dann,
      den ärzten zu sagen, er mag nicht mehr.

      er mochte wirklich nicht mehr, ich kannte meinen vater,
      sehr gut....

      die ärzte haben auch gesagt, es kann sich nur noch
      um tage handeln. dann habe ich vater gehen lassen,
      ohne einen personalausweis vorzeigen zu müssen und
      habe mir die augen ausgeheult....

      in der nacht ist er dann auch gestorben.
    • Dann waren die Ärzte mit dir einer Meinung.
      Sind sie nicht mit dir einer Meinung müssen sie anders entscheiden oder ein Vormund entscheidet dann.
      Du hast keinerlei Rechte die du durchsetzen kannst bei den Ärzten ohne eine schriftliche Vollmacht.
      Und das das übliche Tagesgeschäft geklärt werden muß ist ja auch klar...
    • Baumal schrieb:

      R.B. schrieb:

      Nein Andreas, da liegst Du falsch. Solche ärztlichen Maßnahmen darf der Ehepartner nicht bestimmen. Selbst die Eltern eines volljährigen Kindes dürfen solche Entscheidungen nicht treffen.

      Ärzte müssen hier zuerst Leben retten, dann dürfen Sie Mutmaßungen anstellen (aus medizinischer Sicht), mehr nicht.

      Ansonsten muss eine richterliche Eilentscheidung her.

      Oder es gibt eine Patientenverfügung, was aber mit der obigen Versorgungsvollmacht weniger zu tun hat.
      gott bewahre!
      ..........

      dafür braucht es keine richtliche entscheidung.
      was für ein richter, möchte über mein "leben" oder tod entscheiden....
      Der Staat hat hier eine Fürsorgepflicht, und wenn Du nicht mehr selbst entscheiden kannst, und keinen "Vertreter " bestimmt hast, dann nimmt der Staat diese Aufgabe wahr.
      Er bestimmt einen Betreuer, oder handelt bzw. entscheidet im Rahmen einer Eilentscheidung.

      Ärzte müssen das Leben erhalten, für sie gilt Medizin und Ethik, für die Juristerei sind sie nicht zuständig.
    • HPF schrieb:

      Ich glaube, Baumal sollte sich mal ernsthaft Gedanken über eine Patientenverfügung machen und sich ebenfalls mit dem Thema befassen...
      meine mutter, sollte sich mal darüber gedanken machen, macht sie ja auch.

      aber den eigenen tod verdrängt man halt immer gerne,
      obwohl er zum leben gehört.....

      und überhaupt und sowieso:

      habt ihr alle eine sterbeverfügung in der schreibtischschublade liegen?
      mein vater hatte keine.

      habt ihr auch einen organspendeausweis?
    • ich wusste von vornherein, dass vatern das krankenhaus nicht
      mehr lebend verlassen wird.

      auch die ärzte haben in dieser zeit keinerlei, hoffnung gemacht.
      geheult wie ein hund, habe ich trotzdem, als es endgültig war....

      ich heul jetzt schon wieder, er wollte so gerne zu hause sterben,
      aber das war nicht mehr möglich. es ging einfach nicht.
    • Baumal schrieb:

      ich wusste von vornherein,.....
      Deswegen habe ich meinen Vater aus dem Krankenhaus geholt und hier in den Odenwald gebracht. Ich habe das Glück, dass ich einen Profi in der Familie habe, Chefin wusste was, wann, wie zu tun ist.

      Aber wie gesagt, die Vorsorgevollmacht greift viel früher, beispielsweise bei Entscheidungen für oder gegen ein bestimmtes Krankenhaus, Arzt, Pflegeheim, Entscheidungen die das alltägliche Leben betreffen, Rechnungen, Verträge, Betreuung usw.

      Ohne eine Vollmacht kannst Du nicht einmal eine Stromrechnung bezahlen oder eine KFZ Versicherung kündigen. Selbst die Umstellung des Telefonanbieters und Aufschalten eines Hausnotrufs kannst Du nicht so einfach veranlassen.
    • R.B. schrieb:

      Baumal schrieb:

      ich wusste von vornherein,.....
      Deswegen habe ich meinen Vater aus dem Krankenhaus geholt und hier in den Odenwald gebracht. Ich habe das Glück, dass ich einen Profi in der Familie habe, Chefin wusste was, wann, wie zu tun ist.
      mein vater ist an TBC verstorben.

      die krankenwagen-fahrer die ihn schließlich von
      RV nach wangen gefahren haben, in die spezialklinik, sahen aus wie
      mondfahrer.

      so etwas habe ich noch nie gesehen.
      im fernsehen vielleicht, bei einer ebola-epedemie.

      er war auf einer abgeschlossenen abteilung für TBC-kranke.
      da ging nix mehr, mit nach hause nehmen.

      das gesundheitsamt, würde dir was anderes erzählen....

      das TBC hat er sich wohl kurz nach dem krieg eingefangen,
      mit 86 jahren ist es dann ausgebrauchen.

      wir mussten uns auch alle testen lassen, hinterher.
      die ganze familie und kinder und enkel....die näher kontakt hatten....
      keiner hat TBC. gott sei dank.