Fußbodenheizung bei 50mm Aufbau

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    • Fußbodenheizung bei 50mm Aufbau

      Hallo,

      ich möchte zum Winter 2017 mit der Renovierung des Kellers beginnen. Ein vorhandener Raum (35qm) soll zum Mehrzweckraum Saniert werden. Im Prinzip kommt nur der alte Putz von den Wänden runter und der Fußboden soll neu gestaltet werden.

      Fenster wurden im letzten Jahr bereits erneuert und der Raum hat jetzt eine Raumfeutigkeit von 30 - 55%.

      Da es ein Mehrzweckraum werden soll (Spielzimmer für die Kinder, Partyraum ...... ) möchte ich gerne eine Fußbodenheizung verlegen. Der Raum ist das ganze Jahr über nicht geheizt. Da der Keller immer eine Temperatur von ca 14 - 16 Grad hat, soll der Raum bei bedarf geheizt werden.

      Warum mir eine Fußbodenheizung vorschwebt ist, dass die Kinder keine kalten Fliesen unter den Füßen haben sollen. Auch würden dann die großen Heizkörper an der Wand wegfallen.

      Ist so ein Vorhaben umzusetzen? Wichtig ist, dass der Aufbau 50mm nicht übersteigt.

      Vielen Dank
      Gruß Nero

      +++ Falls das Thema in diesem Bereich nicht richtig ist, bitte ich einen Moderator dieses in den richtigen Bereich zu verschieben. Vielen dank :) +++
    • Warme Fliesen gibt es bei einer FBH nicht (20 -25 Grad fühlen sich kalt an, da unter Körpertemperatur). Und kurzfristig, bei Bedarf, aufheizen geht auch nicht.
      Schweißbahn und Estrich rein; bei 50 mm reicht es noch nicht mal für Dämmung; fußwarmen Belag ( Linoleum?) und große formschöne Heizkörper sollten die passende Lösung sein.
      Grüsse Peter
    • Wie werden die restlichen Räume beheizt? Gibt es einen FBH Kreis?

      Wenn man von 50mm Aufbauhöhe 10mm für den Oberbelag abzieht, dann bleiben gerade noch 40mm übrig. Es gibt zwar Systeme die damit auskommen, aber es ist nicht möglich eine Dämmung unterzubringen. Das wiederum bedeutet, dass ein hoher Wärmestrom in Richtung Bodenplatte zu berücksichtigen wäre. Eine schnell reagierende FBH kriegt man auch nur mit einem dünnen Heizestrich hin, und selbst diese Variante ist für gelegentlich beheizte Räume nicht so ideal.

      Hinzu kommt, dass solche Systeme mit sehr dünnen Rohren auch hydraulisch angepasst werden müssen, und wenn dafür extra noch ein Kreis aufgebaut werden muss, dann wird das auch entsprechend teuer.

      Ich würde auf einen "fußwarmen" Oberbelag setzen und Heizkörper vorsehen. Das dürfte die einfachste und kostengünstigste Lösung sein. Geschickt platziert erwärmen die Heizkörper die Raumluft relativ schnell, evtl. kann man mit kleinen Lüftern nachhelfen, und so eine Erwärmung wie mit einer Mischung zwischen Heizkörper und Gebläsekonvektor erreichen. Dann dürfte die Raumluft relativ schnell warm werden. Bis die Masse im Raum auf Temperatur kommt kann es aber dauern. Man sollte daher trotzdem frühzeitig mit dem Heizen beginnen. Es ist einfach angenehmer in einem Raum wenn Wände, Decke etc. nicht eiskalt sind.
    • Trockensystem mit Elektro FBH als Bedarf und die reguläre Raumlufterwärmung über Konvektoren?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Die E-FBH wäre eine Möglichkeit wenn man den Boden etwas temperieren möchte. Denkbar wäre, 20mm Dämmlage, 20mm Trockenestrich, FBH im Kleberbett für die Fliesen. Soll ein anderer Bodenbelag zum Einsatz kommen, dann wird´s ein klein wenig komplizierter.
      Bei einer gelegentlichen Nutzung wäre eine E-FBH eine Alternative. Sie soll dann aber wirklich nur den Boden ein wenig temperieren, bis die Heizkörper den Rest auf Temperatur haben. Wichtig ist daher die E-FBH immer mit Thermostat betreiben.

      Das setzt voraus, dass man bereit ist die Stromkosten zu schultern. Diese werden dann stark von der Nutzung abhängen, 1 Mal pro Woche oder 1 Mal pro Monat, oder vielleicht jeden Tag.......die E-FBH sollte halt nur kurzzeitig in Betrieb sein, sonst schickt man schnell mal 10kWh oder 20kWh pro Tag durch den Stromzähler.

      Hilfreich wären Infos zum aktuellen Bodenaufbau. Liegt da schon ein Estrich? je nach Alter könnte schon eine Dämmlage drunter sein. Dann könnte man eine entsprechende Platte direkt auf den Estrich legen und nur noch einen dünnen Heizestrich drüber. Damit würde man zwar den alten Estrich mitheizen, aber das würde nur die Trägheit vergrößern.

      Bei der geplanten Nutzung sehe ich aber eine FBH als nicht so ideal an, auch wenn man damit den Boden ein klein wenig temperatieren könnte.
    • Moin,

      hatte auf einer Messe Niedrig-Bau-Systeme gesehen welche mit einen Dünnestrich (5mm) auskommen. Die Rohre (12 / 15mm) liegen in einer ESP Platte welche 45mm beträgt. Ob solche Systeme was taugen kann ich nicht beurteilen - fand sie aber interessant.

      Ein entsprechender Kreislauf von der Heizung ist vorhanden, wenn auch zzt. nicht genutzt. Die übrigen Räume im Haus werden über Heizkörper versorgt.

      Generelle E-Heizung finde ich gut, leider werden diese nicht gefördert. Daher ist die E-FBH leider (noch) keine Option.

      Ein fußwarmen Belag wäre eine Option, sollte aber robust sein. Was würde da in frage kommen? Linoleum, Vinyl ... )?

      @R.B.
      Hilfreich wären Infos zum aktuellen Bodenaufbau. Liegt da schon ein Estrich? je nach Alter könnte schon eine Dämmlage drunter sein. Dann könnte man eine entsprechende Platte direkt auf den Estrich legen und nur noch einen dünnen Heizestrich drüber. Damit würde man zwar den alten Estrich mitheizen, aber das würde nur die Trägheit vergrößern.
      Die Bodenplatte hat eine dicke von 250 - 300 mm Stahlbeton. Darauf befindet sich ca 10 - 20mm Ausgleichsschüttung (sieht aus wie Katzenstreu) und darauf 45mm Asphaltestrich. Bj. des Hauses ende 1975 als Massiv Ytong Bauweise.

      Vielen Dank für Eure Hilfe,

      Gruß Nero
    • Nerospeed schrieb:

      Moin,

      hatte auf einer Messe Niedrig-Bau-Systeme gesehen welche mit einen Dünnestrich (5mm) auskommen. Die Rohre (12 / 15mm) liegen in einer ESP Platte welche 45mm beträgt. Ob solche Systeme was taugen kann ich nicht beurteilen - fand sie aber interessant.
      Vorsicht, bei solchen Systemen muss man ganz genau schauen, welche Lasten zulässig sind. Sonst kann es passieren, wenn mal eine richtige Party mit vielen Gästen im Gange ist, dass der Estrich Risse bekommt. Es gibt Noppensysteme die auf einer Dämmlage trotzdem min. 20mm Überdeckung fordern, die dünne Überdeckung ist nur zulässig wenn sie auf einem entsprechenden Untergrund verlegt werden (Bsp.: Ausgleichsmasse, Holzfaserplatten o.ä.).

      Wenn ein Heizkörperkreis vorhanden ist, und das Haus sowieso über Heizkörper beheizt wird, dann würde ich für diesen einen Raum nicht so viel Aufwand betreiben. Er wird ja sowieso nur sporadisch genutzt.
    • Selbst wenn wird an die Förderungen Dinge gekoppelt sein die das unwirtschaftlich machen. Der Laie dürfte in der Regel nur sehen, dass er "Geld" bekommen könnte.
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    • PeterB schrieb:

      Warme Fliesen gibt es bei einer FBH nicht (20 -25 Grad fühlen sich kalt an, da unter Körpertemperatur).
      Leute, schreibt bitte nicht ungeprüft voneinander ab, auch wenns bequem ist.

      In einem, vermutlich schlecht gedämmten Kellerraum, der noch dazu nur sporadisch beheizt werden soll, wird die Oberflächentemperatur deutlich über 25°C liegen.

      Zweiter Irrtum: Auch eine Oberflächentemperatur deutlich unter der Körpertemperatur wird als warm empfunden, weil sie der erwarteten Entwärmung der Haut entgegensteht.

      Es gibt sehr wohl FBH-Systeme mit herkömmlichen Rohrquerschnitten, die mit ca. 50 mm Aufbauhöhe incl. Nutzschicht auskommen.
      Ob damit allerdings die EnEV eingehalten werden kann, steht auf einem anderen Blatt aber bei einem nur gelegentlich beheizten Raum, wäre selbst mir das egal.

      Wenn ich allerdings lese, dass bestimmte Systeme ausgeschlossen werden, weil sie nicht förderfähig sind, verliere ich die Lust zu helfen und zu raten. Manche Leute tun anscheinend nur noch etwas, wenns Fördermittel gibt.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Moin, vielen Dank für die ganzen Antworten.

      Kurz wegen der Förderung. Ich möchte diesen Umbau nicht fördern lassen, glaube da wurde die kleine Ironie nicht so verstanden.
      Diese bezog sich auf die E-FBH welche vom Staat halt nicht gefördert wird obwohl sie umweltfreundlich ist. Aber das passt hier jetzt nicht rein.

      Ich glaube jetzt auch, dass eine FBH für diesen Raum nicht so geeignet ist. Glaube auf die herkömmliche Art mit den Heizkörper fahre ich besser.

      Aber zu den System mit 50mm Aufbau, sind diese für einen Wohnraum 1OG eine gute Alternative? Dieser Umbau steht nächstes Jahr an :)

      Danke
    • AndyG schrieb:

      ThomasMD schrieb:

      Ich bin wahrscheinlich zu altmodisch, eine elektrische Direktheizung für umweltfreundlich zu halten.
      Den Link zu der flachen FBH schicke ich Dir morgen trotzdem. Allerdings per PN.
      wenn die FBH mit solar oder Windstrom betrieben wird, dann kann die bestimmt auch Öko sein
      Das wäre ein Traum. Individuell einbaubar und vor allem grün. Kein Gas oder Öl, keine Bäume vernichten ...
      Warten wir die Zukunft ab :)
    • weisduwas schrieb:

      Off-Topic:


      Thomas T. schrieb:

      n diesem Januar wäre es in der Bude kalt geblieben.
      Ähmund Strom nach Frankreich exportiert haben
      Ökostrom knapp: Panikmache mit der Dunkelflaute - SPIEGEL ONLINE
      wenn man Netzräume nur National betrachtet :rolleyes:


      Die Grafik ist eigenartig, da wird in der Y-Achse die Einheit "GW" verwendet, oben steht, dass 10GW an Gaskraftwerken in Betrieb waren, also wurde der Strom während dieser Zeit überwiegend durch die Gaskraftwerke sichergestellt. Die GW an der Y-Achse ergeben trotzdem keinen Sinn, weil man hier eher die GWh betrachten müsste.

      Selbstverständlich wird es in DE so schnell nicht dunkel, bei dem Preis der für den el. Strom aufgerufen wird, könnte man auch Hamster im Laufrad rennen lassen, und die mit Kaviar füttern.