Badezimmer, Trockenbauwand an Außenmauer vorstellen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Badezimmer, Trockenbauwand an Außenmauer vorstellen?

      Hallo zusammen,

      mir stellt sich momentan folgendes Problem: Wir renovieren aktuell unser erworbenes Haus (Baujahr 1960, letzter großer Umbau 1980).
      Im Badezimmer waren ganz alte Holzfenster verbaut, welche auch eine sehr geringe "Dicke" hatten. Innenwand schloss bündig mit den Fenstern ab. Die Außenwand ist ungedämmt.

      Die Fenster mussten wir austauschen lassen, die alten waren komplett undicht. Bei der neuen Situation ergibt sich folgendes Problem:

      Die Fenster ragen nun weiter in den Innenraum, d.h. ich möchte dort wieder eine ebene Fläche schaffen. Grundsätzlich kein großes Ding, aber ich glaube es ist doch nicht so einfach, da es sich ja um eine Außenwand handelt?

      Mir stellen sich folgende Lösungsansätze:

      - Neue Wand mit Metall-Ständer Profilen und Gipsfaserplatten vorstellen (nur neben den Fenstern). Ist es günstig hier einen Hohlraum zu erzeugen? Den Hohlraum mit einem Dämmstoff auffüllen oder lieber gar nicht? Styropor oder Mineralwolle?
      Muss man mit Dampfsperre / Dampfbremse arbeiten?

      - Den Hohlraum komplett auffüttern? Neu Vormauern? Evtl komplett mit Gipsfaseplatten auffüttern (Wären ca. 5 Lagen GFP).

      Viele Grüße,Duriel
    • du hättest bereits vor dem einbau der fenster gedanken machen müssen. die fenster sitzen meiner ansicht nach falsch, die gehören aus bauphysikalischen gründen weiter nach außen positioniert.

      wieviel cm soll denn jetzt aufgedoppelt werden? ich würde mich auf eine aufdoppelung als rahmen um das fenster beschränken und diesen rahmen auch gestalterisch hervorheben - für mich ist diese variante nur die notlösung!
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • leider jetzt zu spät, mir war nicht bewusst, wie weit die Fenster nun in den Innenraum ragt.

      50mm habe ich aufzufüttern. Zur Verdeutlichung habe mal ein Bild & eine Skizze angefügt.
      Bilder
      • Badezimmer_Fenster.jpg

        100,19 kB, 1.152×648, 55 mal angesehen
      • Badezimmer_Skizze_Grundriss.JPG

        50,16 kB, 1.152×274, 24 mal angesehen
    • es handelt sich um eine dachgaube mit relativ dünner außenwand.

      zunächst muss der fensterbauer die fenster korrekt einbauen, innen fehlt die dampfbrems- oder dampfsperrfolie zwischen rahmen und bauwerk, der überstehende schaum gehört abgeschnitten. wenn die innere folie fehlt, dann gibt es bestimmt auch keinen niederschlagsbeständigen folienanschluss außen.

      wahrscheinlich hast du eine holzbalkendecke als boden des badezimmers. das kann den vorsatz einer massiven schale erschweren. bei einer leichten vorsatzschale sollte der bestandsaufbau der außenwand genau aufgenommen werden und ein passender vorsatz als leichte vorsatzschale mit der dazu passenden dämmung sowie dampfbrems- oder dampfsperrfolie geplant werden.

      du solltest einen fachmann oder eine fachfrau unbedingt einschalten - bei dem wandaufbau ist hirnschmalz zu verwenden!
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Am besten wird wohl sein das ganze mit aufgeklebten PU Schaumplatten auszugleichen und zu überputzen, aber du hast ja zwei Ebenen unten eine dickere Außenwand unten dünner, das könnte ein Problem werden. Der Wandaufbau muss auf jeden Fall genau analysiert werden.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • Ich bin nur Laie, kann daher sein dass ich Grütze erzähle.

      Aber das schaut echt übel aus.
      Ich sehe da schon einige massive Probleme:
      Anschluss der Fenster schaut echt böse aus, wer bitte baut denn sowas ein?
      Ich hoffe sehr dass es DIY war, einer Firma würde ich dafür die Wasserwaage um den Hals wickeln :haue:

      Im Bad fällt ja immer viel Feuchtigkeit an,
      du hast da scheinbar mehr Wärmebrücken als Wandfläche.
      Das ganze würde ich mir nochmal sehr detailiert und mit Hilfe vom Fach anschauen.
      Nicht dass du da demnächst eine Schimmelsanierug durchführen darfst.

      Grüße
    • Da hat mal wieder einer die Trense unter den Schweif geschoben - sprich den Gaul von hinten aufgezäumt.

      Die Wandaufdoppelung MIT einer Dampbremse hätte VOR der Fenstermontage hergestellt sein müssen, damit der Fensterbauer mit SEINER Dampfsperre an diese hätte anschliessen können.
      Dampfsperre gleichzeitig als luftdichte Ebene!

      Heizkörper ab, Leitungen weg, Fenster raus, Vorwand mit ALLSEITIGEM Anschluß der Dampfsperre (Decke/Dach, Wand, Boden) herstellen, Fenster fachgerecht einbauen und Heizkörper samt Leitungen wieder montieren.
      Das ganze vorher einmal bauphysikalisch druchrechnen und die Details planen lassen, sonst baust Du die Gaueb in max. 10 Jahren komplett neu!

      Ich sehe an den Fenstern auch keine Tragklötze!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Die Position der Fenster in der Leibung ist wirklich nicht geschickt gewählt, vermutlich war außen noch der Rolladen bzw. die Schienen im Weg. Da war es natürlich bequemer die Fenster an die alte Position zu setzen (was es aber nicht besser macht).


      Rudolf R. schrieb:

      Am besten wird wohl sein das ganze mit aufgeklebten PU Schaumplatten auszugleichen und zu überputzen, aber du hast ja zwei Ebenen unten eine dickere Außenwand unten dünner, das könnte ein Problem werden. Der Wandaufbau muss auf jeden Fall genau analysiert werden.
      Dem schließe ich mich an. Denkbar wäre auch eine 40er Dämmplatte mit einer 9,5er GK drauf. Bei den relativ schmalen Streifen könnte man alles kleben. Vorher muss aber der korrekte Einbau der Fenster überprüft werden. Die Dachschräge sieht auch nicht vertrauenserweckend aus, insgesamt hat man das Thema luftdicht, dampfdicht, wohl einfach ignoriert.
    • Thomas schrieb:

      Minus + Minus ist doch Plus, oder?
      Willst Du mich vergageiern oder was?

      1. heisst es Minus*Minus = +
      2. Hebt ein Baumangel den anderen nicht auf, sondern die beiden addieren sich höchstens!

      @ Ralf & Rudi
      System "Raumklang" (H***er) oder wie? Da fehlt nicht nur die Dampfsperre, da fehlt vor allem die luftdichte Ebene. Das bei den konstruktiven Verhältnissen geht ganz schnell inne Buchs.
      Oder man hofft wie Raumklang auf die dauerhafte luftdichte Wirkung von Spachtelmassen. Wers mag. :/
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Thomas schrieb:

      Minus + Minus ist doch Plus, oder?
      Willst Du mich vergageiern oder was?
      1. heisst es Minus*Minus = +
      2. Hebt ein Baumangel den anderen nicht auf, sondern die beiden addieren sich höchstens!
      Entschuldige, natürlich will ich dich verkackeiern! ^^
      Ich dachte es wäre klar dass das nicht ernst gemeint sein kann.

      Also nochmals Klartext;
      Das das nix werden kann erschließt sich sogar mir als im Büro sitzenden Laien :freaky:

      Grüße
    • Ich hatte doch geschrieben, dass man sich das vorher anschauen muss, weil dampf- und luftdicht anscheinend völlig ignoriert wurde.

      Wenn er die Gaube richtig ausführen möchte, dann kann er sie zuerst komplett abreißen und dann neu aufbauen. Typischer Fall von planloser Sanierung. Ich halte aber jede Wette, am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass das Teil irgendwie wieder zu gemacht wird, und dann wird gehofft, dass es weitere 50 Jahre irgendwie funktioniert. Bei einem Badezimmer und der dort üblicherweise hohen Belastung durch Luftfeuchtigkeit, würde ich darauf tippen, dass wir dann in 2-3 Jahren (je nach Lüftungsverhalten) ein neues Thema für´s Forum haben.

      Was wäre also die Alternative? Siehe mein obiger Beitrag. Zuerst mal Wand, Fenster etc. untersuchen, schauen ob und wie man das luftdicht hinbekommt, und dann die schmalen Streifen neu verkleiden. Aus einem VW Käfer wird kein Ferrari, nur weil man ihn rot lackiert. Ist nun mal so.
    • Thomas schrieb:

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Die Wandaufdoppelung MIT einer Dampbremse hätte VOR der Fenstermontage hergestellt sein müssen, damit der Fensterbauer mit SEINER Dampfsperre an diese hätte anschliessen können.

      Dampfsperre gleichzeitig als luftdichte Ebene!
      Minus + Minus ist doch Plus, oder? :pfusch:
      falsch: minus * minus ergibt plus!

      hilft dem TE jedoch überhaupt nicht, denn hier werden negativwerte mit negativwerten wirklich addiert!
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • ich schätze mal wenn du einen Fähigen erwischst sollten es beide können.
      Gefühlt würde ich aber eher zu einem Architekten tendieren,
      da es nicht so einfach sein dürfte einen wirklich fähigen Trockenbauer zu erkennen.
      Für einen nicht völlig talentfreien Architekten sollte das jedoch kein Problem darstellen.

      Grüße
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Oder man hofft wie Raumklang auf die dauerhafte luftdichte Wirkung von Spachtelmassen. Wers mag. :/
      Da rufe ich meine alte Bude ins Gedächtnis. 60er Jahre Dach gedämmt, die Luftdiche Ebene war und ist Putz auf Spagettiplatten.
      Ich bin mir ziemlich sicher keine Folienkonstruktion ist dauerhafter.

      Und wenn PU geklebt ist kann da auch keine Feuchtigkeit durch.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.