Loch in die Wand bohren

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    • Loch in die Wand bohren

      Damals, im Grünen, hatte ich schon so einen Thread begonnen und mir wurde gut geholfen, allerdings ging es da um eine Bruchsteinmauer.

      Heute geht es um folgenden Sachverhalt:
      Ich würde gern in der Küche einen Hängeschrank aufhängen und müsste dafür mindestens 2 Löcher in die Wand bohren. Jetzt ist es aber so, dass wir ein altes Haus haben und die Wand, um die es geht, ist eine Fachwerk-Wand. Die Ausfachung besteht aus Holzstaken und einem Lehm/Stroh-Gemisch und dürfte in etwa so alt sein, wie das Gebäude selbst (ca. 170 Jahre).

      Jetzt frage ich mich 2 Sachen: kann man an so einer Wand überhaupt einen Hängeschrank aufhängen (ich habe schon hier ziemliche Zweifel) und wenn ja: wie?
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      An den ausgeworfenen Weidenruten kannst bestenfalls nen Klopapierhalter dauerhaft befestigen.
      Ich ahnte es schon :(

      Also die Leisten/Brett-Konstruktion sieht vor meinem geistigen Auge wirklich unschön auf, da stellt sich für uns wohl eher die Frage, ob man nicht lieber die Küche gründlich aufräumt und die selten gebrauchten Teile (Fondue, Sandwichmaker etc.) in andere Läger auslagert.
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    • Der Bauamateur schrieb:

      Also die Leisten/Brett-Konstruktion sieht vor meinem geistigen Auge wirklich unschön auf,
      Kommt drauf an. Kann auch - gut gemacht - auch als Designelement wirken.

      Ist halt die Frage, wie die Küche gestaltet ist und wie man es machen kann. Ich hab bei uns für zwei parallele Vorhangseile Buchenholzplatten zugeschnitten, die an der Wand angedübelt und daran die Seilsysteme befestigt. Sieht aus, als solle das so sein.

      Die Wände sind Hochlochziegel und da hätte ich mit den kleinen Abständen der Seilfußbefestigung nie Halt reinbekommen. So kann auf den Seilen auch ein (kleiner) Elefant tanzen. ;)

      Wenn Du z.B. die Bretter (natürlich kein Fichte Rauhspund) so montierst, dass es wie ein Rahmen um die Hängeschränke wirkt, dann musst Du Deiner Göttergattin nicht erklären, dass sie von Stund an Tupperparty-Verbot hat. ;(


      ---------- 23. Januar 2017, 11:15 ----------

      Skeptiker schrieb:

      Die Metallprofile oder Platten verschwinden natürlich komplett hinter den Oberschränken.
      Das hängt aber davon ab, wie breit der Oberschrank und wie groß der Abstand der Ständer/Streben ist. Wenn die 90 cm Achsmaß haben und der Oberschrank bloß 60 cm breit ist, dann :S
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Alternativ...
      ach neee, kann man ja nicht mehr nutzen

      also: Zweitvorschlag
      2 ausreichend dicke und breite Dielenbretter senkrecht auf den Fußboden stellen und in Fußbodennähe, an Riegeln und oben im Deckenbereich befestigen. Daran den Hängeschrank befestigen. Zwischen den beiden Brettern kann damit auch die Luft zirkulieren und die Vertikallasten werden auf die Decke abgetragen.
      Somit wird das Fachwerk weniger belastet.
      Zwischen die beiden "Bretter" kommt in Schrankhöhe noch eine Queraussteifung, die man nicht sieht.
      Bei mehreren Hängeschränken werden es dann 2 oder 3 Paare.

      Nun muss das Ganze nur noch gestalterisch durchgeplant werden: Farben, Maserung, Strukturen, Farbabstufungen...
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Der Bauamateur schrieb:

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      An den ausgeworfenen Weidenruten kannst bestenfalls nen Klopapierhalter dauerhaft befestigen.
      ob man nicht lieber die Küche gründlich aufräumt und die selten gebrauchten Teile (Fondue, Sandwichmaker etc.) in andere Läger auslagert.
      damit bist du auf dem richtigen für eine küche, die zum historischen gebälk passt!
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass die Küche schon eingebaut ist und daher große Umbauarbeiten nicht mehr geplant sind. Den Platz hatten wir eigentlich auch aus ästhetischen Gründen frei gelassen, weil ich finde, dass diese Arbeitsplatten mit Hängeschrank drüber beengend wirken, außerdem stoße ich mir an so etwas mal gerne den Kopf.
      Aber wie das eben so passiert: man hat (eigentlich) deutlich mehr Stauraum als vorher in der Küche - aber irgendwie kriegt man den doch ganz schnell voll... naja, ich denke mal, dass wir an ein paar Stellen etwas ökonomischer mit dem Platz umgehen können und dann wird es auch ohne die Hängeschränke gehen.
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    • Aus Holzstaken , bedeutet für mich aus gespaltenen Hölzern , nebeneinander ,eingespannt in Nuten der Ständer oder Riegel!
      Es gibt Montageschienen für Hängeschränke ,

      Wenn du die so lang nimmst , wie die Schränke sind , zb 2*60cm , also 1,20m nimmst , wirst Du wenn du das mit normalen sagen wir mal 6*100mm Spanplattenschrauben befestigst , irgendwo diese Staken treffen und das ganze auch fest bekommen . Wenn du pech hast , dann gibt es eben auch fehltreffer , aber das ist imho nicht schlimm, ist ja hinter den Schränken und sieht ja keiner .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • @ Andy, das mit den Fachbegriffen ist so eine Sache. Ich hatte in der Lehre einen Polier aus Schwaben. Da flogen öfter mal die Fetzen, weil er seine (regionalen) Fachbegriffe verwendet hat, die hier oben keiner kannte, was ihn wieder sauer machte, weil wir Lehrlinge nicht das machten, was er anordnete.
      Deswegen war ich bei Montage am Fachwerk und nicht in den Ausfachungen.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • DAs war aber nicht böse gemeint!
      Sicher ist das Regional abhängig , auch die Baustoffe sind Regional abhängig , wenn es viele Wälder gab , dann vermutlich gespaltene Holzlatten , Bei viele Flüssen /Bächen /Gräben vermutlich Weidenruten .
      Aber vlt kann ja das der TE näher erläutern was bei Ihm verbaut wurde .
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    • Die Rede war von Holzstaken ! Zumindest hat der TE Das so erörtert !
      Hast Du schon mal versucht , so eine Wand mit dem Vorschlaghammer einzureissen ?
      Die Staken stecken nämlich, in dem Stander eingeschlagenen Nuten .
      Die Lacht da nur müde drüber !
      Zu Not kann man ja auch noch einen Auszugsversuch machen !
      Als erfahrener Handwerker kann man das abschätzen .
      Am Ende muss er es ja selber entscheiden .
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    • AndyG schrieb:

      Aus Holzstaken , bedeutet für mich aus gespaltenen Hölzern , nebeneinander ,eingespannt in Nuten der Ständer oder Riegel!
      Es gibt Montageschienen für Hängeschränke ,

      Wenn du die so lang nimmst , wie die Schränke sind , zb 2*60cm , also 1,20m nimmst , wirst Du wenn du das mit normalen sagen wir mal 6*100mm Spanplattenschrauben befestigst , irgendwo diese Staken treffen und das ganze auch fest bekommen . Wenn du pech hast , dann gibt es eben auch fehltreffer , aber das ist imho nicht schlimm, ist ja hinter den Schränken und sieht ja keiner .

      Ja, genau das ist auch gemeint, allerdings sind die halt nicht sehr dick und teilweise auch nicht sehr fest eingespannt

      AndyG schrieb:

      Die Rede war von Holzstaken ! Zumindest hat der TE Das so erörtert !
      Hast Du schon mal versucht , so eine Wand mit dem Vorschlaghammer einzureissen ?
      Die Staken stecken nämlich, in dem Stander eingeschlagenen Nuten .
      Die Lacht da nur müde drüber !
      Zu Not kann man ja auch noch einen Auszugsversuch machen !
      Als erfahrener Handwerker kann man das abschätzen .
      Am Ende muss er es ja selber entscheiden .

      Also ich hab' das schon versucht und gleich vorweg: Spitzhacke geht viel besser als Vorschlaghammer, das ist völlig richtig. Die Wand widersteht einem Vorschlaghammer deswegen so gut, weil das Lehm-Stroh-Gemisch den Aufprall stumpfer Objekte extrem gut abfedert. Da bröckelt höchstens ein bisschen Putz ab. Ansonsten gibt's ein dumpfes Geräusch und das war's, da muss man schon sehr lange klopfen... Aber mit einem spitzen Gegenstand (Spitzhacke) kommt man gut rein und kann das Füllmaterial rausreißen, bis fast nur noch die Holzstaken drin stehen. Wenn die dann "ungeschützt" einen kräftigen Hieb mit dem Vorschlaghammer in die Mitte bekommen, brechen die auch.

      Zuletzt: ich denke nicht, dass ich Lust habe auf gut Glück viele Löcher in die Wand zu bohren und auch noch Auszugsversuche machen werde. Denn ist da erstmal ein offenes Loch einmal drin, rieselt dort ständig der Lehm. Ich habe mir die Wand gestern Abend noch mal angeschaut: die Lage ist so, dass wir genau in der Mitte eines Gefachs landen würden, also denkbar ungünstig. Daher werde ich die Idee wohl beerdigen.
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