Notwendige Leistungen für Neubau ohne KfW

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  • Notwendige Leistungen für Neubau ohne KfW

    Hi,
    Hab heute für unser Haus ( in bw) das erste Angebot für ENEV-Ingenieursdienstleistungen bekommen (über meinen Architekten )

    Frage - was ist bei einem Bau wirklich notwendig.

    Im Angebot ist :
    1) Mithilfe bei Entwicklung energetisches Gebäudekontext 4h 340€
    2) Energetische Bilanzierung enev2014 und eewärmeg, Erstellung Gebäudepass, Nachweis sommerlicher Wärmeschutz. 950€
    3) 12x Gleichwertigkeitsnachweis. 720€

    -- alles Nettopreise hab ich grad noch gesehen...


    1) verstehe ich
    2) brauch ich wohl - ist der Preis angemessen?
    3) brau ich doch nur bei kfw? Wir planen eh gute Dämmung und damit kommen wir unter enev-Mindestwert womit der Pauschale wärmebrückenzusschlag passen sollte?

    Fehlt was?
  • AndreR schrieb:

    Bilanzierung enev2014

    gunther1948 schrieb:

    AndreR schrieb:

    Bilanzierung enev2014
    hallobiste sicher.

    gruss aus de palz

    Das ist schon richtig. Die EnEV 2014 ist auch heute noch die geltende und anzuwendende Verordnung.
    Schon in der 2013 erlassenen und 2014 in Kraft getretenen EnEV waren in Anhang 1 und 2 jeweils in einer Tabelle ein Satz enthalten, dass am 01.01.2016 einzelne Grenzwerte mit dem Faktor 0,75 zu multiplizieren wären. Dies ist die ganze Verschärfung der Anforderungen.
    Eine EnEV 2016 gibt es formal gar nicht, es gab nämlich zum 01.01.2016 keine neue EnEV. Die "EnEV 2016" ist nur im "üblichen Sprachgebrauch" vorhanden.

    Thomas T. schrieb:

    erscheint mir für ein EFH happig
    solche Sätze wären hier bei Weitem nicht durchsetzbar. Aber für Anbieter aus dem Dunstkreis um Stuttgart dürfte man schon mal mit solchen Preisen rechnen müssen.
    Für solche würden wir hier weit fahren... ;)
  • Baumal schrieb:

    AndreR schrieb:

    Baugenehmigung haben wir am 22.12.2015 beantragt - geht also um wirkliche enev2014

    Weit fahren - soll er ja gar nicht. Keine baubegleitung da kein kfw
    85-€/die stunde kommt dir jetzt unverschämt viel vor?
    :pop: :corn:
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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  • AndreR schrieb:

    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] für dich als Experte sind die 85€ also zu hoch?
    Wie kommst Du auf das schmale Brett? Abzgl. Mwst. wird's bei einem solch doch eher kleinen Auftrag recht knapp!
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker

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  • Hallo,

    für eine Baugenehmigung ist ein Wärmeschutznachweis erforderlich, der nach EnEV 2014 erstellt wird. Das wäre es auch schon öffentlich - rechtlich für ein EFH ohne weitere Anforderungen nach privatrechtlichen Verträgen ( KfW , Passivhaus etc.).

    Im Planungsbereich sind Stundensätze von 70 - 90 € üblich, wenn ordentlich gearbeitet wird. Das mag regional etwas unterschiedlich sein, aber machen Sie sich als Bauherr nichts vor. Wer für 30 - 50 € anbietet, liefert dementsprechend. Und wer billig plant, baut teuer.
    Ein Beispiel: Nach meiner Erfahrung sagen einige Architekten zu Beginn des Vorhabens, wenn man am Ende nicht hinkommt, kann man am Dach immer noch was machen. Das wäre dann eine Aufsparrendämmung, bei der man sicherlich mit 50 € / m² zusätzlich rechnen muss. Eher mehr.
    Was darüber hinaus momentan kritisch ist: Die Anforderungen an den Primäreneriebedarf sind mit 1.1.2016 um 25 % verschärft worden. Viele argumentieren aber noch nach den alten Anforderungen, nach denen man EnEV vom Primärenergiebedarf ja immer irgendwie hinbekommt. Heute ist öffentlich rechtliche Anforderung beinahe, was vorletztes Jahr noch ein KfW 70 Haus war. Konsequenz: Es wird am Ende eine deutlich teurere Anlagentechnik eingebaut als bei einer ordentlichen Planung zu Beginn notwendig gewesen wäre.

    Für ihren Fall:

    - Mithilfe beim Gebäudekonzept: 340 € ist für mich nachvollziehbar. Achten Sie anstatt auf den Preis lieber darauf, wie schlüssig das ist, was der Planer ihnen sagt. Besonders wenn es um die Planung von einer preislich ausgewogenen Gebäudehülle geht, von Wärmebrücken und einer Anlagentechnik, die wirtschaftlich ist (Investition gegenüber Einsparungen). Hier können sie Zahlen einfordern. Und die helfen ihenen im späteren Verlauf.
    - Berechnung nach EnEV 2014 für 940 € hier: Hier könnte noch moderat nachverhandelt werden, wenn etwas weniger Zeit eingeplant werden kann. Wenn der Planer ihnen aber seine Zeit gut begründen kann, verhandeln Sie eher Qualität, als den Preis.
    - 12 x Gleichwertigkeitsnachweis für 720 €: Hier kann nachverhandelt werden. Gleichwertigkeitsnachweise sind pro Wärmebrücke eher günstiger.
    Grundsätzlich aber unbedingt zu empfehlen: Wärmebrücken müssen nach anerkannten Regeln der Technik ausgeführt werden (EnEV), die mit dem Gleichwertigkeitsnachweis als erfüllt gelten. Eine gute Dämmung in Kombination mit einem Zuschlag von 0,1 ist nicht vertetbar. Und ein Verlustgeschäft für sie. Bitte bedenken Sie, dass die EnEV 2014 für die gesamte Gebäudehülle 0,4 W/m²K zulässt (durch Referenzhaus immer etwas darunter). 0,1 W/m²K sind dann 25 % oder mehr nur durch die Wärmebrücken. Da pfeift es nur so.


    Ihre Fage:

    "Was bringt die Beauftragung der Leistung mir und dem Architekten?"

    Die Leistung muss nur ihnen was bringen, nicht dem Architekten. Ihnen soll sie ein solides, komfortables und wirtschaftliches Gebäude bringen.
    • Solide: Guter Wärmeschutz ist Grundlage eines guten Feuchteschutzes. Guter Feuchtschutz ist nach der Bauwerksabdichtung (Erdreich, Flachdach) der wichtigste Aspekt für den Gebäudeschutz.
    • Komfortabel: Hängt natürlich von ihnen persönlich ab, aber guter Wärmeschutz bringt mehr Komfort in der kalten Jahreszeit aufgrund der höheren Wandtemperaturen (machen etwa 50% des Temperaturempfindens des Menschen aus), was ihr Heizverhalten sehr wahrscheinlich so ändern wird, dass sie weniger Kosten haben. Dazu sollten die Oberflächentemperaturen gleichmäßig sein.
    • Wirtschaftlich: Man kann Wirtschaftlichkeit am effektivsten von vorne herein planen. Sie sagen dem Planenden, was ihnen wichtig ist. Basierend darauf und den Anforderungen (EnEV) wird ein ausgewogenes Gesamtkonzept geplant. Die Kosten müssen gut auf die Bauteile verteilt werden. Es bringt einfach nichts, die Bodenplatte irgendwie hinzusetzen und dafür teure Fenster einzubauen.


    Mit freundlichen Grüßen
  • Carl77 schrieb:

    Die Leistung muss nur ihnen was bringen, nicht dem Architekten.
    Und woher soll der Architekt wissen, was Energieberater und Bauherr ausklamüsert haben?

    Eine VERNÜNFTIGE Planung erolgt in Zusammenarbeit von Bauherr, Architekt und Energieberater! Nicht jeder in seinem Kemenate.

    Sonst muss einer die Spinken der anderen ausbaden.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen