Umbau Garage zu Wohnraum

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  • Umbau Garage zu Wohnraum

    Hallo zusammen!

    Wir würden gerne an unserem Freistehenden Einfamilienhaus anbauen. Geplant ist, die angrenzende Garage zu erweitern und daraus Wohnraum/Flachbau zu schaffen. Nun ist meine Frage, da die Garage direkt an das Grundstück zu den Nachbarn steht, ob generell dann daraus kein Wohnraum geschaffen werden darf bzw. ob eine Baugenhemigung aussichtslos ist. Hintergrund ist, dass wir gerne für meinen behinderten Bruder eigenen Wohnraum , jedoch selbsständig und integriert auf unserem Grundstück , schaffen möchten.

    Auch wenn die Anfrage erstmal sehr allgemein gehalten ist, wären wir für Tipps, Anregungen und HIlfestellungen sehr dankbar!
  • Schwierig zu beantworten ohne Kenntnis der Randbedingungen.

    Falls eine Baulast für die Abstandsflächen möglich ist, wäre so etwas denkbar. Die Nachbarn müssen auf jeden Fall mitspielen, weil ohne deren Einverständnis nichts geht. Eine Baulast auf deren Grundstück bedeutet auch eine Wertminderung für sie. Es müssen auch Brandschutzabstände zur Nachbarbebauung eingehalten werden, alternativ muss eine Brandwand errichtet werden.

    Ich würde mal Kontakt zu einem ortskundigen Planer suchen.
    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas
  • Andres schrieb:

    ob generell dann daraus kein Wohnraum geschaffen werden darf bzw. ob eine Baugenhemigung aussichtslos ist.
    In BY wäre dies grundsätzlich nicht möglich. Jedes Haus benötigt gem. LBO einen gewissen Grenzabstand. Dieser hat nachbarschützende Wirkung. Man will von Gesetzgeberseite also sicherstellen, dass sich Nachbarn nicht zu nahe auf die pelle rücken.

    Ausnahmen gibt es, eine sogenannte Privilegierung, für Garagen & Co. Klar, in denen wohnt Niemand, also stört sich daran auch Niemand.

    Weitere Ausnahmen gibt es für planmäßig grenzständige Bauwerke wie DHH oder Reihenhaus.

    Eine Grenzbebauung mit Wohnräumen ist von daher grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen mag es geben, ist aber etwas komplexer das zu ergründen.
  • Eine Nutzungsänderung einer Garage in einen WOhnraum ist per se schon mal schwierig, da eine Garage ja keine Anforderungen an DÄmmung zu erfüllen hat, ein Wohnraum, der heute geschaffen wird jedoch alle heutigen Dämmvorschriften einzuhalten hat.

    Eine Nutzung einer grenzständigen Garage als Aufenthaltsraum ist nur dann möglich, wenn auf dem Nachbargrundstück dort im doppelten Maß des erfoderlichen Grenzabstands nichts gebaut ist und der Nachbar einer Baulast zustimmt, die für ihn bedeutet, dort so lange nichts bauen zu können, wie die Baulast besteht.
    Meist ist das ein KO-Kriterium.

    Ausnahmen/Befreiungen unter Verweis auf die Lage des Bruders wird es auch zu 99,999% nicht geben.
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    Der einfachste weg die passende Antwort zu finden,wäre ein Termin beim Bauamt zu vereinbaren.

    Der Herr vom Bauamt wird dir dann genau sagen was du darfst und was nicht.

    Hier wirst du keine passende Antwort finden.

    In unseren Fall durften wir unsere Terasse höchstens 1,1m überdachen.

    Aber in Richtung Garten wäre auch 3 Meter machbar gewesen.

    Das kann dir das Bauamt kostenlos sagen,bevor man was beantragen sollte.
  • Pincho schrieb:

    Das kann dir das Bauamt kostenlos sagen,bevor man was beantragen sollte.
    Das stimmt so grundsätzlich nicht, denn viele Bauämter sind dazu übergegangen, genau solche Beratungen, die nicht originäre Aufgabe eines Bauordnungsamts sind und die jeder BauIng und jeder Architekt ebensogut geben kann, nur noch gegen eine Gebühr zu erteilen.

    Ausserdem sind Bauordnungsamtsmitarbeiter anders als Mitarbeiter eines Finanzamts nicht verpflichtet, Schlupflöcher aufzuzeigen. Wenn der Person Dein Anliegen also nicht passt, wird sie Dir nicht sagen, wie Du doch eine Genehmigung bekommen kannst.
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  • Ralf Dühlmeyer schrieb:

    Eine Nutzung einer grenzständigen Garage als Aufenthaltsraum ist nur dann möglich, wenn auf dem Nachbargrundstück dort im doppelten Maß des erfoderlichen Grenzabstands nichts gebaut ist und der Nachbar einer Baulast zustimmt, die für ihn bedeutet, dort so lange nichts bauen zu können, wie die Baulast besteht.
    Das meinte ich mit einer der Ausnahmen. Es bedarf hier aber der tätigen Mitwirkung des Nachbarn und einem tatsächlichen Wertverlust seines Grundstücks.
  • R.B. schrieb:

    Frage in die Runde: Besteht für das Eintragen einer Baulast Notarpflicht?
    Baulasten werden im Baulastenverzeichnis der Bauordnungsämter geführt und nicht ins Grundbuch eingetragen, daher besteht keine Notarpflicht. Die Eintragung nimmt ein Behördenmitarbeiter vor und eine Austragung ist nur nach bewiesenem Entfall des Lastgrundes möglich und erfolgt wieder durch das Amt.
    Also z.B. wenn das baulastbegünstigte Gebäude ersatzlos abgerissen wird.


    ---------- 13. Januar 2017, 16:47 ----------

    Ins Grundbuch und damit nur mit Notar eingetragen werden Dienstbarkeiten. Es gibt Dinge, da besteht die Wahlmöglichkeit. Z.B. bei Wegerechten.
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    ok dann muss ich das anders schreiben.

    Unser Bauamt verlangt für solche Informationen keine Gebühr.

    In unseren Beispiel lässt das Bebauungsfenster ...
    a) Keine so grosse Terasse zu(aber genehmigt)
    b) Die Überdachung zum jetzigen Zeitpunkt abgeleht wird.

    Also sparen sie sich das Geld für den ....
  • Pincho schrieb:

    Der einfachste weg die passende Antwort zu finden,wäre ein Termin beim Bauamt zu vereinbaren. Der Herr vom Bauamt wird dir dann genau sagen was du darfst und was nicht.
    Das stimmt so nicht. Das wird der Herr nur dann verbindlich und schriftlich das zulässige mitteilen, wenn Du eine schriftliche und gebührenpflichtige Bauvoranfrage stellt. Deren Beantwortung ist in den gestellten Fragen verbindlich - aaaaaber auch im Negativen, also bspw. auch bei ungünstig formulierten Fragen.

    Die Empfehlung ist daher eher eine Architekten-Kollegin oder einen -Kollegen anzufragen. Der kann meistens schon in der kostenlosen Erstberatung sagen, was zulässig oder kritisch ist. Und sie oder er sollte auch in der Lage sein, Fragen so zu formulieren, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit einer positiven Beantwortung besteht. Das kostet dann aber meistens schon ein paar Euro.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • R.B. schrieb:

    Frage in die Runde: Besteht für das Eintragen einer Baulast Notarpflicht?
    hallo
    in rlp nicht ,wird in das baulastenverzeichnis eigetragen, kosten 500- 800 € plus grundbuchauszug, lageplan mit eintragung der baulast durch das vermessungsamt.

    gruss aus de palz

    wenn da angrenzend freies feld, wiese, acker, wald oder sonst was in der richtung ist geht das hier mit einer vereinigungsbaulast.

    gruss aus de palz


    ---------- 13. Januar 2017, 19:03 ----------

    Pincho schrieb:

    Hier wirst du keine passende Antwort finden.
    hallo
    was soll der billige seitenhieb? kleiner wadenbeisser wie?

    gruss aus de palz
  • War nicht so gemeint wie es für sie vieleicht rübergekommen ist.

    Nach den vom TE hier genannten Frage oder weitere Information,werden hier wieder Glaskugeln aus dem Keller geholt.

    Meine erste anlaufstelle war immer das Bauamt.Die haben mir schon gesagt,das ich mir alles andere sparen kann.


    ---------- 13. Januar 2017, 20:08 ----------

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    Wenn man such auf einen fixiert hat,kann man alles falsch verstehen.
  • Pincho schrieb:

    Meine erste anlaufstelle war immer das Bauamt.Die haben mir schon gesagt,das ich mir alles andere sparen kann.


    ---------- 13. Januar 2017, 20:08 ----------
    vielleicht hast du deine fragen auch völligst falsch formuliert?
    bauämtler sind eigentlich nicht dafür da, um mal eben höflich mit dem kopf zu nicken,
    wenn einer auftaucht und diese oder jenes bauen möchte.....