PKV, Beitragsrückerstattung, Versteuerung

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    • PKV, Beitragsrückerstattung, Versteuerung

      Tach,

      passt eigtl. nicht hier her, aber bevor ich mir wieder ein neues Forum suche.. hier im Forum gibts mit den vielen Selbstständigen sicher auch viele PKVler.

      In vielen Tarifen bekommt man ja bei Leistungsfreiheit eine Beitragsrückerstattung.
      Die dann jedoch wieder versteuert werden muss, bzw. von dem absetzbaren Beiträgen abgezogen wird.

      Nehmen wir an:
      500€ Beitragsrückerstattung
      400€ Arztrechnungen

      Müsste man meinen, man fährt besser, wenn man nicht einreicht, denn schließlich zaht man 400€ und bekommt 500€.
      Dann kann man jedoch in diesem Jahr 500€ weniger Sonderausgaben absetzen und zahlt dann bis zu 44,3% davon (Spitzensteuersatz mit Soli) also 221€ an Hr. Schäuble.

      Aus +100€ werden dann - weil man die selbst gezahlten Arztrechnung ja nicht absetzen kann - -121€.

      Ist das so grob richtig oder hab ich hier nen Denkfehler drin???
    • Ich würde dabei bedenken, dass bei den meisten Tarifen die BRE mit jedem Jahr steigt. Reichst du dieses Jahr ein, fängst du wieder von Vorn an (z.B. 1 Monatsbeitrag). Reichst du nicht ein, können es nächstes Jahr schon 750 Euro (3 Monatsbeiträge) sein. Außerdem ist für die Steuer eher der Durchschnittssteuersatz anzusetzen und der sollte bedeutend niedriger liegen.
      Selbst nicht ganz sicher bin ich mir bei der "vollen Anrechenbarkeit" der BRE. Normalerweise wird ja lediglich der Anteil der "Basisabsicherung" anerkannt. Darüber hinausgehende versicherte Leistungen (z.B. Chefarzt oder 1-Bett-Zimmer) zählen nicht. Eine BRE von "1 Monatsbeitrag" beinhaltet aber nach meinem Verständnis beide Bestandteile.

      In dem Zusammenhang vielleicht auch für euch von Interesse: Google mal nach "Vorauszahlung PKV Steuer".
    • Rekham schrieb:

      Außerdem ist für die Steuer eher der Durchschnittssteuersatz anzusetzen und der sollte bedeutend niedriger liegen.
      Nein. Die Frage ist doch, wieviel Steuer zahlst du, wenn du a) die 500€ bekommst und b) nicht bekommst.
      Also einmal (z.B.) ein zu versteuerendes Einkommen von 75.500€, und einmal von 75.000€.
      Die "letzten" 500€ werden mit dem Spitzensteuersatz versteuert.

      Rekham schrieb:

      Selbst nicht ganz sicher bin ich mir bei der "vollen Anrechenbarkeit" der BRE. Normalerweise wird ja lediglich der Anteil der "Basisabsicherung" anerkannt. Darüber hinausgehende versicherte Leistungen (z.B. Chefarzt oder 1-Bett-Zimmer) zählen nicht. Eine BRE von "1 Monatsbeitrag" beinhaltet aber nach meinem Verständnis beide Bestandteile.
      Da hast du Recht. Dann gehen wir mal davon aus, dass 400€ Basisabsicherung und 100€ Chefarzt&Co ist.
      Dann müssen nur 400€ versteuert werden, also rund 180€.

      Rekham schrieb:

      In dem Zusammenhang vielleicht auch für euch von Interesse: Google mal nach "Vorauszahlung PKV Steuer".
      interessanter Punkt.. !

      alfred1 schrieb:

      steuerberater?
      ja, gibts hier auch.
    • SirSydom schrieb:

      Rekham schrieb:

      Außerdem ist für die Steuer eher der Durchschnittssteuersatz anzusetzen und der sollte bedeutend niedriger liegen.
      Nein. Die Frage ist doch, wieviel Steuer zahlst du, wenn du a) die 500€ bekommst und b) nicht bekommst.Also einmal (z.B.) ein zu versteuerendes Einkommen von 75.500€, und einmal von 75.000€.
      Die "letzten" 500€ werden mit dem Spitzensteuersatz versteuert.

      Rekham schrieb:

      Selbst nicht ganz sicher bin ich mir bei der "vollen Anrechenbarkeit" der BRE. Normalerweise wird ja lediglich der Anteil der "Basisabsicherung" anerkannt. Darüber hinausgehende versicherte Leistungen (z.B. Chefarzt oder 1-Bett-Zimmer) zählen nicht. Eine BRE von "1 Monatsbeitrag" beinhaltet aber nach meinem Verständnis beide Bestandteile.

      Das ist schon korrekt, aber die Frage wäre was sind die "letzten" 500? Ist das die BRE, oder die "Pendlerpauschale", oder das Arbeitszimmer? Du kannst ja nicht jede Position deiner Steuererklärung mit deinem "a) & b) Vergleich" mit dem Spitzensteuersatz abrechnen. Es sei denn, ihr verdient so hoffnungslos gut, dass ihr diesen ohnehin niemals unterschreitet. Davon bin ich aber erstmal nicht ausgegangen ;)

      Edit: Aber natürlich ist das mit dem "Durchschnittsteuersatz" dennoch Quatsch, wenn, dann geht es wohl um den Grenzsteuersatz. Sorry
    • Rekham schrieb:

      aber die Frage wäre was sind die "letzten" 500? Ist das die BRE, oder die "Pendlerpauschale", oder das Arbeitszimmer?
      Hast du auch recht. Das ist dann schwierig, wenn es mehrere "Steuereinsparungen" gibt, z.B. Riester und KV und .. und sich dabei dann der Steuersatz verändert.
      Nun ist es bei mir aber tatsächlich so, dass ich nix zum Abziehen mehr habe..
      Riester ist gekündigt (Wohnriester), mache auch keinen Neuen mehr, Pendlepauschale ist auch wenig geworden (schön!), Doppelte Haushaltsführung ist auch Geschichte, Arbeitszimmer wird eh nicht anerkannt, ...
      Die 2 Fachbücher und Berufsverbände im Jahr mit den Wegekosten füllen nicht mal die Werbungskostenpauschale. Kapitaleinkünfte hab ich auch keine mehr :P
      Wäre die PKV nicht, bräuchte ich gar keine Erklärung..

      Da fällt mir grad auf, ich könnte ja meinen Garagenbau nach 35a absetzen.. :thumbup:
    • R.B. schrieb:

      Beachte noch die zumutbare Belastung bei den Sonderausgaben. Die liegt bei 75.000,- € Bruttoeinkommen bei ca. 5.200,- €. Eine Arztrechnung für 400,- € würde somit im Rauschen untergehen.
      Das meinte ich mit, "weil man die selbst gezahlte Arztrechnung nicht absetzen kann".
      Aber gut zu wissen, dass man es könnte, wenn es eine gewisse Grenze überschreitet. Auch wenn ich dann def. nicht mehr selbst zahle, weil dafür ist ja die Versicherung da.

      Elster-Formular bestätigt meine Vermutung.
    • SirSydom schrieb:

      R.B. schrieb:

      Beachte noch die zumutbare Belastung bei den Sonderausgaben. Die liegt bei 75.000,- € Bruttoeinkommen bei ca. 5.200,- €. Eine Arztrechnung für 400,- € würde somit im Rauschen untergehen.
      Aber gut zu wissen, dass man es könnte, wenn es eine gewisse Grenze überschreitet. Auch wenn ich dann def. nicht mehr selbst zahle, weil dafür ist ja die Versicherung da.

      Hängt vom Tarif ab. Wenn es sich um medizinisch notwendige Leistungen handelt die der Tarif nicht abdeckt, dann kann man die entstehenden Kosten über die Sonderausgaben geltend machen, sofern man die Grenze mit der zumutbaren Belastung überschreitet. Handelt es sich um Leistungen die medizinisch nicht notwendig waren dann können diese auch nicht als Sonderausgaben angesetzt werden. Ob diese nicht notwendigen Leistungen über die Versicherung reguliert werden hängt wiederum vom Tarif ab.

      Wie genau das FA die medizinische Notwendigkeit überprüft, das kann ich nicht sagen.

      Es kann sich tatsächlich lohnen solche Arztrechnungen bei der Steuererklärung mit aufzunehmen, vor allen Dingen wenn man weitere Sonderausgaben hat. Ein Wegfall der BRE kann sich gerade bei kleineren Arztrechnungen schnell negativ bemerkbar machen.
      Was man aber auch noch beachten sollte, die BRE ist meist keine im Tarif zugesicherte Leistung des Versicherers. d.h. es kann Jahre geben, da wird trotz Leistungsfreiheit des Versicherten keine BRE ausgeschüttet.
      Momentan stehen die Versicherer gewaltig unter Druck und nutzen solche Möglichkeiten rigoros aus damit die Beiträge nicht explodieren.
    • Also ich würde als Maßstab den Grenzsteuersatz befürworten, also den Steuersatz, der auf die "letzten" 500" EUR gezahlt wird, denn um die geht es ja auch tatsächlich.

      Beim Thema BRE ist derzeit auch etwas Bewegung drin, so hat der BFH entschieden, dass Bonuszahlungen für gesundheitsbewusstes Verhalten durch die GKVen eine eigene Leistung der Krankenversicherung darstellen und nicht die Sonderausgaben mindern.

      Das Problem hat aber viele Facetten: so kommt es nicht selten vor, dass durch die Deckelung des Sonderausgabenabzugs eine BRE dann sinnvoll sein kann, wenn man dadurch die sonstigen Vorsorgeaufwendungen absetzen kann, die vorher durch den Deckel herausgefallen sind. Die allerdings selbst auch wiederum gedeckelt sind und je nach Art auch nicht voll ansetzbar sind. Die etwas komplizierte Aufdröselung von PKV-Beiträgen in abziehbare, nicht abziehbare und teilweise abziehbare Sonderausgaben kommt noch hinzu. Zu beachten ist auch der pauschale Kürzungssatz von 4% wenn mit den Beiträgen auch Leistungen wie Krankengeld finanziert werden. Allerdings bietet die PKV mit den Beitragsvorauszahlungen ein interessantes Instrument um die Steuerlast zu mindern, auch da gibt es verschiedene Ansätze (Einzahlung in die Altersrücklagen, Vorauszahlung für künftige Beiträge).
      Selbst als Steuerberater muss ich an der Stelle sagen: ich kratze hier auch nur an der Oberfläche und für solche Fälle habe ich eine Angestellte, die sich in dem Bereich Einkommensteuer spezialisiert hat. Am Ende ist es so, dass man eigentlich die Steuererklärung komplett machen muss und dann anfängt zu simulieren, in dem an einzelne Teile verändert.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • SirSydom schrieb:

      R.B. schrieb:

      Beachte noch die zumutbare Belastung bei den Sonderausgaben. Die liegt bei 75.000,- € Bruttoeinkommen bei ca. 5.200,- €. Eine Arztrechnung für 400,- € würde somit im Rauschen untergehen.
      Elster-Formular bestätigt meine Vermutung.
      nur mal so am rande....

      ein steuerberater kostet überschaubare hunderte euro.

      schlau wie ich mal war, habe ich gedacht, in jenem jahr
      setzt der steuerberater aus, das mach ich locker selbst,
      via Elster.

      was soll ich sagen? es war ein disaster.
      3 steuerberater hätte ich finanzieren können, von
      der kohle, dass das finanzamt von mir forderte.

      seither sind Elster und ich, feind. :D
    • @ R.B. die zumutbare Belastung bezieht sich in diesem Falle nicht auf die Vorsorgeaufwendungen, sondern auf die außergewöhnlichen Belastungen i.S. der §§ 33 EStG ff., hier konkret Krankheitskosten. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt eine außergewöhnliche Belastung ist, wenn ich bewusst auf meinen Erstattungsanspruch gegenüber der KV verzichte um einen höheren Steuervorteil zu erzielen. Denn im Gesetz geht es bei den außergewöhnlichen Belastungen immer um die Zwangsläufigkeit der Aufwendung, die hier ja nicht gegeben ist. Also da wäre ich so auf den ersten Blick etwas vorsichtig.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Der Bauamateur schrieb:

      Allerdings bietet die PKV mit den Beitragsvorauszahlungen ein interessantes Instrument um die Steuerlast zu mindern, auch da gibt es verschiedene Ansätze (Einzahlung in die Altersrücklagen, Vorauszahlung für künftige Beiträge).

      Das mit der Einzahlung in die Altersrückstellung höre ich gerade zum ersten Mal. Hast du da mehr Infos zu?

      Die Beitragsvorauszahlung ist nicht zuletzt auch wegen der üblicherweise gewährten Rabatte bei "jährlicher Zahlung" attraktiv. Unser Versicherer gewährt hier beispielsweise 4%.
    • Rekham schrieb:

      Der Bauamateur schrieb:

      Allerdings bietet die PKV mit den Beitragsvorauszahlungen ein interessantes Instrument um die Steuerlast zu mindern, auch da gibt es verschiedene Ansätze (Einzahlung in die Altersrücklagen, Vorauszahlung für künftige Beiträge).
      Die Beitragsvorauszahlung ist nicht zuletzt auch wegen der üblicherweise gewährten Rabatte bei "jährlicher Zahlung" attraktiv. Unser Versicherer gewährt hier beispielsweise 4%.

      Bei Angestellten muss dann aber auch die Firma mitspielen. Bei Selbständigen ist das sicherlich interessant, da muss nur die Liquidität mitspielen, schließlich beläuft sich so ein Jahresbeitrag auf viele Tausend Euro.
    • Ist ne interessante Überlegung wie das bei Angestellten läuft. Ob man dann aus eigener Tasche den kompletten Betrag zahlt und dann den AG-Anteil weiter erhält!? Möglich ist die Vorauszahlung allerdings auch bei "freiwillig gesetzlich Versicherten", dort muss es folglich so laufen. Und ja, das Geld muss man verfügbar haben. In Anbetracht der Steuerersparnis und des Rabattes dürfte sich dafür aber notfalls sogar ein Darlehen rechnen.
    • Rekham schrieb:

      Möglich ist die Vorauszahlung allerdings auch bei "freiwillig gesetzlich Versicherten", dort muss es folglich so laufen. Und ja, das Geld muss man verfügbar haben. In Anbetracht der Steuerersparnis und des Rabattes dürfte sich dafür aber notfalls sogar ein Darlehen rechnen.
      Gibt es gesetzliche Krankenkassen, die das so anbieten?
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Rekham schrieb:

      Der Bauamateur schrieb:

      Allerdings bietet die PKV mit den Beitragsvorauszahlungen ein interessantes Instrument um die Steuerlast zu mindern, auch da gibt es verschiedene Ansätze (Einzahlung in die Altersrücklagen, Vorauszahlung für künftige Beiträge).
      Das mit der Einzahlung in die Altersrückstellung höre ich gerade zum ersten Mal. Hast du da mehr Infos zu?

      Die Beitragsvorauszahlung ist nicht zuletzt auch wegen der üblicherweise gewährten Rabatte bei "jährlicher Zahlung" attraktiv. Unser Versicherer gewährt hier beispielsweise 4%.
      Grundsätzlich war es so, dass die Beiträge - egal wofür und in welcher Höhe - immer im Jahr der Zahlung abziehbar waren. Um Gestaltungsmissbrauch zu verhindern, hat der Gesetzgeber folgendes eingefügt:

      § 10 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe b Satz 4 des Einkommensteuergesetz:

      Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden; dies gilt nicht für Beiträge, soweit sie der unbefristeten Beitragsminderung nach Vollendung des 62. Lebensjahrs dienen;

      Die Formulierung hier ist als doppelte Verneinung zu lesen (keiner hat Anspruch auf einfach formulierte Gesetzestexte, wo kämen wir denn da hin!), d.h. nur wenn die Beiträge für zukünftige Jahre weniger als das 2,5fache der aktuellen Zahlung betragen, können sie im Veranlagungszeitraum der Zahlung angesetzt werden, sonst erst in dem VZ für den sie bestimmt sind. (=Abweichung von der Regel zur Vermeidung von Missbrauch)
      Dies (diese Einschränkung) gilt nicht für die Beiträge, die einer unbefristeten Beitragsminderung nach Vollendung des 62. LJ dienen (und das sind die Beiträge, die in die Altersrücklagen gehen).
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Rekham schrieb:

      Ist ne interessante Überlegung wie das bei Angestellten läuft. Ob man dann aus eigener Tasche den kompletten Betrag zahlt und dann den AG-Anteil weiter erhält!?
      Wenn dann würde es wohl so laufen.
      Ich lege meinen AG lediglich eine Bestätigung der PKV vor, wie hoch mein Beitrag/bezahlte Beträge ist und erhalte dann monatlich den AG-Anteil mit aufs Gehalt.
    • SirSydom schrieb:

      Rekham schrieb:

      aber die Frage wäre was sind die "letzten" 500? Ist das die BRE, oder die "Pendlerpauschale", oder das Arbeitszimmer?
      Die 2 Fachbücher und Berufsverbände im Jahr mit den Wegekosten füllen nicht mal die Werbungskostenpauschale. Kapitaleinkünfte hab ich auch keine mehr :P Wäre die PKV nicht, bräuchte ich gar keine Erklärung..
      Du kannst aber jedes Jahr 110 EUR für Arbeitsmittel absetzen.... es gibt dort eine Nichtbeanstandungsgrenze bei sehr sehr vielen Finanzämtern die bis zu diesem Betrag keine weiteren Nachforschungen wie "wo ist die Rechnung dazu" anstellen. Das ist aber von FA zu FA unterschiedlich. Kannst ja mal danach googlen.... Arbeitsmittel 110 Nichtbeanstandungsgrenze

      Ist nicht viel, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ;)

      Wenn du darüber hinaus als ITler natürlich auch PC usw. hast kannst du das via Abschreibungen bis zu einem gewissen Prozentsatz (ich glaube max. 50% da das FA dvon ausgeht, dass du den privaten PC auch noch anderweitig nutzt) natürlich auch in den Arbeitsmittelangaben berücksichtigen - da gibt es ja auch Beträge ab wann man das direkt komplett anrechnen lassen kann und ab wann man das auf 5 Jahre umlegen muss.
      Teilweise macht es daher dann Sinn Computerkomponenten im Dezember und Januar zu kaufen um diese dann eben nicht über 5 Jahre abschreiben zu müssen ;)
    • Rekham schrieb:

      Das wäre also quasi eine Art "Joker", den ich beispielsweise im Jahr einer hohen Abfindung ziehen könnte, indem ich davon einfach meine Altersrückstellungen auf einen Schlag/zu einem Großteil zahle und das zusätzlich zu einer etwaigen Vorauszahlung von 30 Monatsbeiträgen?!
      In den Monatsbeiträgen ist ja in der Regel auch ein Anteil für die Altersrückstellungen drin. Also hier aufpassen. Grundsätzlich kann man aber hier ein bisschen "spielen" um die Progressionsspitzen rauszunehmen. Man sollte halt beachten:

      1. Die Altersrückstellungen "leiden" wie jede andere Form der Altersvorsorge unter extrem niedrigen Zinsen. Ob es also wirklich sinnvoll ist, in diese zu investieren, weiß man erst, wenn man die Alternativen kennt.
      2. Wenn das Geld da einmal drin ist, kann man die nur in Höhe des Basistarifs mitnehmen, wenn man die PK-Versicherungsgesellschaft wechselt. Ganz bitter wird es, wenn man - aus welchen Gründen auch immer - in die GKV wechselt... Perspektivisch bindet man sich also an eine KV, was u.U. riskant sein kann.
      3. Die niedrigeren Beiträge führen zu niedrigeren Sonderausgaben, d.h. der Steuereffekt dreht sich dann wieder um (ist meist aber geringer, da mit Renteneintritt i.d.R. das Einkommen sinkt).
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -