S 10 Dachlatten

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    • S 10 Dachlatten

      Ich fühle mich jedesmal irgendwie veräppelt , wenn ich so ein Bund Latten aufschneide und mir gleich 4-5 Latten entgegenspringen mit Riesenästen .
      Obwohl bei Latten in Sortierqualität S10 auch die Astigkeit geregelt ist , scheint sich kein Hersteller dran zu halten oder bekommt es einfach nicht auf die Reihe das entsprechend zu sortieren.
      Mich würde es mal interressieren , wie die Dachdecker unter euch das so handhaben bei zu hoher astigkeit ?

      Das ganze ist ja durch die BG angestoßen wurden , weil ( vermutlich erhofft)bei Vollkantigen und Vollmaßigen Latten kein Dachdecker mehr durch´s Dach stürzt .Das Holz Äste hat, wurde vermutlich vergessen .

      Als verarbeitenden Handwerker , wird man ja nicht von der roten stirnseitigen Farbe und den halbwegs leserlichen Stempel von der Pflicht der Sichtkonntrolle , und dem aussortieren des Schrottes entbunden.

      Gibt es bei euch evtl eine bessere Qualität zu kaufen ?
      Reklamiert Ihr das bei eurem Händler, und wie reagiert er darauf ?
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • nur wenn du beim händler sofort reagierst und den ausschuß reklamierst, wird sich etwas verändern. ob der händler eine mitschuld trägt - wenn er die bunde zusammengestellt und gepackt hat - dann ja!
    • Wir haben relativ wenig Astigkeit. Die letzten 6x6 Latten waren sogar fast komplett frei von Ästen. Wenn mal Äste die Tragfähigkeit einschrenken wird gekürzt und der Rest kommt in Ofen.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Kalle schrieb:

      6x6 Latten
      wofür nehmt Ihr denn die Kaliber ?


      ---------- 20. Dezember 2016, 07:25 ----------

      HPF schrieb:

      Bei uns geht sowas alles zurück, da kann der Händler sofort neue Latten liefern. Und soll sich ja nicht wagen dafür noch mal irgendwelche Kosten geltend zu machen
      Ich unterstelle den Sägewerken Absicht, die packen das bewusst so das man die schlechten Äste nicht sieht
      Und akzeptieren die das ? oder Knurren die ordentlich ?
      Dann muss man sich aber auch mit der entspechenden DIN 4074 auskennen , am besten dem Händler unter die Nase reiben . DAs mit dem Verpacken , mag sicher bei den kleinen Krautern so sein , aber die großen , da packt keiner mehr was von Hand ein . Zumal das ja alles M (aschinell) S 10 ist .
      Recht habt Ihr , wenn man das nur mit einem Knurren hinnimmt , und nicht konseqent reklamiert, wird sich nix ändern , oder der Händler sagt dann , von mir bekommst du keine Latten mehr .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • AndyG schrieb:


      wofür nehmt Ihr denn die Kaliber ?
      Wenn wir Asbestdächer sanieren. Nicht selten Sparrenabstände >1,0m. Mit Ach und Krach gehen auch 4x6 Latten. 6X6 macht aber mehr Sinn. Insbesondere wenn die Giebelüberstände mehr wie 45cm rausgezogen werden.
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    • Ich kaufe die Latten immer Hubweise, das kann man vorher nicht kontrollieren, klar kann mal was schrottiges dabei sein ( wenn eine 4 m Latte nur durch das Eigengewicht beim hochheben bricht, hat sie halt kein S 10 verdient ). Das wird beim Händler reklamiert und ohne wenn und aber ausgetauscht. Der Händler nimmt die schlechten Latten mit und lässt die neuen da. Aber Mittlerweile geht es mit dem Ausschuß, ca. 40 - 60 m pro Hub. In Zeiten wo die Latten auch trocken sein sollen :eek: ( es gab schon Zeiten von S 10, da haben auf dem Hub vorgestern die Vögel noch gewohnt ) :cursing: , ging so ein Hub auch gleich wieder zurück, aber das mit der Feuchtigkeit geht mittlerweile.
    • klar - holz wird geprüft: beim einbau - oder auch nicht ;)

      wenn die maschinelle sortierung nur mittels biegeprüfung erfolgt, reicht das u.u. nicht, besser wäre dann auch noch us-prüfung. in der brettschichtholzherstellung wird, zumindest bei grossen herstellern, durchgängig geprüft. für jedes brett, das in die veredlung kommt, wird das untersuchungsergebnis gespeichert - immerhin rd. 30 mb. wenn ein vorlieferant schwächelt, gibts liebesentzug, weil im übermass kürzen/keilzinken nur begrenzt spass macht.
    • Gast1234 schrieb:

      prüfen musst du dennoch die bündel!
      das ist doch weltfremd.
      Ich kann doch nicht jede Lieferung vor Quittierung aufreißen und alles(!) prüfen..
      Extremes Beispiel Elektroleitung oder FBH-Rohr auf Trommel.. das wickelt ihr doch auch nicht ab und schaut, ob es irgendwo beschädigt ist??
      Oder nachzählen, ob wirklich 500 Schrauben in der Packung sind.

      (da fällt mir ein, das wollte ich noch reklamieren.. ich hatte 4Stück 250m Trommeln NYM-J 5x2,5, davon waren bei 2 Trommeln eine Beschädigung an der Leitung..)
    • SirSydom schrieb:

      Ich kann doch nicht jede Lieferung vor Quittierung aufreißen und alles(!) prüfen
      Eigentlich schon, nur macht das keiner. Ist jetzt etwas OT: Es gibt bspw. einen Hersteller von Flachdachbahnen, da kann man juhu schreien, wenn eine bestimmte Bahn genommen wird, hier sind bis zu 5 % Unterlängenanteil vorhanden. Es fällt niemandem auf, weil keiner die Bahn nachmisst, es sei denn, die benötigte Bahnenlänge muß z.b. 24,90 m sein und die Rolle wo 25 m drauf sein sollen und man auch die 25 m bezahlt, ist zu kurz, ohne dass irgendjemand vorher was abgeschnitten hat. :eek: :teufel: :wall: :nono:
    • mls schrieb:


      in der brettschichtholzherstellung wird, zumindest bei grossen herstellern, durchgängig geprüft. für jedes brett, das in die veredlung kommt, wird das untersuchungsergebnis gespeichert - immerhin rd. 30 mb.

      Aber bei einfachen Latten? Da kostet ja das Prüfen mehr als die Latte an Wert hat. :D

      Ich muss aber sagen, ich bin begeistert, durchgängige vollelektronische Überprüfung, ganz meine Welt. Wenn ich zurück denke, vor gefühlten einhundert Jahren, hat Klein Ralfi sein Taschengeld in einem Sägewerk verdient, und war dort für die Sortierung "zuständig". Schon damals war die Qualität der Sortierung vom Arbeitsaufkommen abhängig, und wenn ein Brett oder Latte erst einmal auf dem falschen Stapel lag, hat das niemand mehr korrigiert. Ja, und auch damals schon hat man beim Bündeln darauf geachtet, dass die schlechtesten Teile nicht gerade oben drauf lagen. ;)

      Wareneingangskontrolle ist in Großbetrieben gängige Praxis, bei Kleinbetrieben eher selten. Die haben auch nicht den Hebel bei ihrem Lieferanten um wegen jeder Kleinigkeit zu rügen.
    • Nu erfindet das Rad mal nicht neu. Jeder Unternehmer wird wohl nicht am Hungertuch nagen. Sollte das doch der Fall sein, dann sollte man an der Kalkulation feilen. Ob ich nun 1 Latten Stoß vorher abschneide mit dem Fichtenmoped macht den Bock auch nich fett. Geht doch in der Mischkalkulation unter.

      Im übrigen wer befestigt die Latten exakt nach Fachrgel? Mit der richtigen Einschusstiefe? Und am Stoß? Es nehmen natürlich alle breite Konterlatten... Übertreibt mal nicht. Bis so n regelwidrige Latte am Ast bricht segelst vorher ab weil das Befestigungsmittel regelwidrig verankert wurde.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Ich finde es hat hier nichts mehr mit Übertreibung zu tun. Die Preise für Dachlatten sind recht hoch. Jetzt kommen zu der S10 Sortierung noch andere erforderliche Siegel dazu und die Qualität nimmt ab. Der Kampf der Sägewerke ist kein Geheimnis mehr, auch der Holzhandel unterliegt einem sehr starkem Preiskampf, der aber sollte nicht dazu führen, das Sortierkriterien und Vorschriften nur noch als grobe Richlinie angesehen werden.
      In einer S10 Latte hat ein Durchgangsast von 5 cm nichts zu suchen, auch die Maßhaltigkeit variiert manchmal bis zu 4-5 mm. Das darf nicht sein.
      Dieses Problem besteht übrigens nicht nur bei Latten, sondern ist auch immer öfter bei KVH zu finden.
      Ich lasse das Holz auch konsequent wieder abholen, aber es kostet mich meine Arbeitszeit, weil ich dort stehe und auf die Ersatzlieferung warten muß.
      Aus Zeitdruck wird von fast allen Betrieben minderwertiges Material verbaut und das auf Kosten der Sicherheit
    • Kalle schrieb:

      [..]

      Im übrigen wer befestigt die Latten exakt nach Fachrgel? Mit der richtigen Einschusstiefe? Und am Stoß? Es nehmen natürlich alle breite Konterlatten... Übertreibt mal nicht. Bis so n regelwidrige Latte am Ast bricht segelst vorher ab weil das Befestigungsmittel regelwidrig verankert wurde.
      ... ich verstehe das jetzt mal nicht als Pladoyer dafür, die entprechenden Fachregeln in der Praxis dann doch nicht so genau zu nehmen. Je nach Planer und/oder Bauherr kann man als Handwerker mit so einer Vorgehensweise auch ordentlich auf die Nase fallen.
    • wuselklaus schrieb:

      Je nach Planer und/oder Bauherr kann man als Handwerker mit so einer Vorgehensweise auch ordentlich auf die Nase fallen.
      Wenn du mir den Gesellen zeigst, der dann mit 5d, 7d usw. hantiert und jeden Schuss sorgfältig platzierst - dann sicherlich. Vorher dann noch prüfen ob ja kein Ast irgendwo ist der den Nagel vermutlich ablenken kann. Jetzt mal budder bei de Fische: Wenn das MAL passiert who cares? Wenn natürlich das gesamte Dach regelwidrig befestigt wird mag das was anderes sein. Runter gebrochen auf die Häufigkeit ist dass dann ähnlich wie mit einer Latte, die einen Ast hat, abzuschmieren.

      Im übrigen was hilft dir die richtige Verankerung, wenn am Ende falsch/unzureichend geklammert wird? Die Wahrscheinlichkeit da Mängel zu finden ist höher als die Annahme eine S10 Latte reicht nicht im Sinne der BG .


      flocke schrieb:

      n einer S10 Latte hat ein Durchgangsast von 5 cm nichts zu suchen, auch die Maßhaltigkeit variiert manchmal bis zu 4-5 mm.
      Aber ist das wirklich so oft bei Dir? So weit liegen wir ja nicht auseinander und mir fällt das relativ selten auf. Da sind Baumkanten schon mal häufiger. Deckt Ihr nur Glattziegel mit tiefliegender Falz? :freaky: Der Maurer ist froh wenn er aufm Grundstück bleibt :bier:


      S10 als Kredo für standsichere Latten kann man ja nachvollziehen, wer zu viel hat nimmt halt S13... :D Wo ich mir viel mehr Gedanken hinsichtlich meiner Gesundheit mache sind die alten Latten bei in Pappdocken gedeckten und ausgebauten Dachgeschossen. AndyG kennt das vermutlich nicht aber flocke weiß bestimmt was ich meine. Wenn die Latte wie Blätterteig aussieht, dann macht man sich schon so seine Gedanken :D Im übrigen, was lernt man im 1ten Lehrjahr? ;) Niemals ins Feld treten, nur auf dem Sparren. Hab ich auch mal nicht beachtet, da gabs dann auch eine Latte mit Ast - Ende vom Lied der Kalle ist aus Omas Badezimmer gekrabbelt :freaky:
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    • Wir machen derzeit viel SChieferfassaden auf Lattung, da bekommste die Krise wenn du ständig Äste, Baumkanten oder krumme Hunde dazwischen hast.
      Wir bestellen S10 weil wir gerade Latten in hoher Qualität haben wollen.
      Den Scheiß den die Lieferanten uns teilweise liefern kannst du da schlicht nicht für gebrauchen. Das ist bei einem Dach etwas Anderes, da kannst du mehr Vertuschen...
    • Kalle schrieb:

      Im übrigen was hilft dir die richtige Verankerung, wenn am Ende falsch/unzureichend geklammert wird? Die Wahrscheinlichkeit da Mängel zu finden ist höher als die Annahme eine S10 Latte reicht nicht im Sinne der BG .
      ... wie kommst Du auf die Idee, dass bei Planern/Bauherren, die eine regelwidrige Lattung nicht abnehmen würden, diesen eine mangelnde Verklammerung nicht auffällt?

      Ansonsten: Ok - hier und da einen Ast, der einen Nagel ablenk, kann man vermutlich wirklich nicht vermeiden, aber an Lattenstößen sollte dann aber immer regelgerecht ausgeführt werden.
    • wuselklaus schrieb:

      ... wie kommst Du auf die Idee, dass bei Planern/Bauherren, die eine regelwidrige Lattung nicht abnehmen würden, diesen eine mangelnde Verklammerung nicht auffällt?
      Ich kenne keinen Planer, der eine eingelattete Fläche abnimmt. Das durch Untersuchungen eines SV Mangel sichtbar werden - keine Frage. Dann ist aber schon im voraus was in dutt gegangen. Der Bauherr dürfte nicht mal die Formalitäten einer regelgerechten Arbeit kennen, wissen und anwenden können. Zu gegeben, ich wäre äußerst verwundert, wenn mich ein Laie darüber aufklären wollen würde.

      Früher hat man noch mit handgeschmiedeten Vierkant-Nägeln genagelt. Schon mal so einen mit der Brechstange versucht heraus zu bekommen? Oder wenn der Kopf weg ist, den mal versucht mit Schlägen nach links und rechts zum Brechen zu bewegen? Mach das mal heute, an einem regelgerechten Befestigungsmittel. Heute muss es gerillt sein, nix blankes mehr usw. Hat alles seine Berechtigung keine Frage.

      Es mag in der Fachregel drin stehen, wie die Abstände zu sein haben und natürlich hat der Kunde recht auf a.R.d.T . deswegen aber gleich anzunehmen das Dach bricht zusammen? Da mag ich es wohl etwas zu praktisch sehen. Aber darf ich auch, hab ja kein "Experte" unterm Avatar :freaky: :yeah:


      ---------- 20. Dezember 2016, 19:04 ----------

      AndyG schrieb:

      Zumal das ja alles M (aschinell) S 10 ist
      Ist S10 nicht nur eine visuelle Prüfung?


      ---------- 20. Dezember 2016, 19:11 ----------

      Off-Topic:


      HPF schrieb:

      Wir machen derzeit viel SChieferfassaden auf Lattung,
      Gezogen/Doppeldeckung? Waagerechte Deckung? Aber ja, da ist es natürlich etwas anderes (Lochst halt neben dem Ast :p ) *duckundwech* :D
      Bei uns kommst meist nur in den Genuss, 20x20 in Wabe...
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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