Wiedererrichtung OG und DG

  • Wiedererrichtung OG und DG

    Guten morgen ,
    Ich habe , den Gedanken mein Nebengelass , wo vor ca 20 Jahren das Satteldach runtergenommen wurde , und das OG zum Pultdach umgebaut wurde, eventuell wieder herzustellen .
    Da jetzt demnächst die Neueindeckung des Nebengelasses ansteht , habe ich überlegt das Pultdach abzureissen , und die Wände auf eine normale Raumhöhe aufzumauern , evtl die jetzt traufseitig fehlende Wand in HRB erstellen , und dann wieder ein Satteldach drauf .
    Das soll nur als Lägerfläche genutzt werden , also Imho keine Anforderungen an Wärmeschutz . Es handelt sich um eine Grenzbebauung .
    Meine Frage ist nun, was ist denn alles an Genehmigungen/ Plänen notwendig .
    Es ist Dorf und Mischgebiet , wie gesagt , das Nebengelass hatte bis vor ca 20 Jahren 2 Vollgeschosse und ein ca 45 Grad Satteldach -
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • AndyG schrieb:

    Ersatzneubau
    Gibts nicht!

    Baurecht funzt nach dem Motto: Weggegangen, Platz vergangen.

    Durch den Abriss ist alles, was da baurechtlich vielleicht mal ging oder legal war, untergegangen.
    Du musst jetzt nach heutigem Baurecht neu planen und beantragen.

    Stell Dir einfach vor, Du kaufst ein schnuckeliges Häusel, neben dem vor 25 Jahren mal ein Hochhaus stand, das abgerissen wurde. Nu kommt einer und will das Hochhaus nach dem Motto - War da mal - wieder aufbauen.
    Noch Fragen ;)
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Das leuchtet ein .
    Mit welchen kosten muss ich denn ca für die Planungsunterlagen rechnen , so über den Daumen ?
    Ersatzneubau , heisst dann alles in Sack und Tüten haben, abreissen und sofrt wieder neu hinbauen ?
    Sonst wäre sanieren damals wohl sinnvoller gewesen ?
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • Ersatzneubau ist zwar ein gebräuchliches Wort, das Baurecht kennt aber diesen Begriff nicht.

    Was da geleistet werden muss, kann man nur in Kenntnis der Örtlichkeit und des landeseigenen Baurechts beurteilen. Mit dem Umbau vor 20 Jahren ist der [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] aus DDR-Zeiten erloschen, d.h., wenn das Nebengebäude ohne Baugenehmigung errichtet wurde, ist es ein kompletter Schwarzbau, und zwar auch die Teile, die vom alten Gebäude noch stehen. Im schlimmsten Fall bekommst Du dafür eine Nutzungsuntersagung mit Abrissverfügung, wahrscheinlicher stößt es irgendwann mal jemandem auf, im besten Fall stört sich keiner dran.

    Ich habe öfters schon mal den Job gehabt, solche Schwarzbauten als Grenzbebauung nachträglich zu heilen, d.h. eine nachträgliche Baugenehmigung zu erreichen. Bis auf einen noch nicht endgültig entschiedenen Fall ist mir das bis jetzt gelungen.

    Falls die Nachbarn nicht mitspielen, sieht es allerdings schlecht aus, Stichworte Nachbarzustimmung, Baulast, Grunddienstbarkeit. Such Dir also jemanden vor Ort, der auch weiß, wie die Bearbeiter auf den Ämtern ticken und die möglichst persönlich kennt. Nicht, dass da was in den falschen Hals gerät, an Bestechungsversuche solltest Du noch nicht mal denken.

    Wenn geklärt ist, welcher planerische Aufwand (viele Gänge zu den Ämtern kosten viel Zeit) dahintersteckt, kann man über Preise oder Kosten reden. Vorher ist nur Glaskugel.
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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas
  • Also Bebauungsplan holen und gucken. Diesen mit dem Ist-Zustand vergleichen. Falls alles im grünen Bereich, gucken wie es mit den Abstandsflächen wird, ob die noch passen wenn aufgestockt wird. Wenn der Ist-Zustand nicht mit dem Bebauungsplan übereinstimmt, dann eher die Füße still halten und unschuldig aus der Wäsche gucken und hoffen, dass es zu deinen Lebzeiten keinem auffällt.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Frau Maier schrieb:

    Also Bebauungsplan holen und gucken.
    Auf dem Dorf in Thüringen wird es in der Regel keinen B-Plan geben. Und über Abstandsflächen kann man sich unterhalten, wenn die grundsätzliche Genehmigungsfreiheit gegeben ist.

    AndyG schrieb:

    das Nebengelass steht da schon seit ca 100 Jahren? nur jetzt niedriger und mit Pultdach.
    Der letzte Satz ist wichtig. Mit dem Umbau sind die letzten 100 Jahre erledigt. Bestandsschutz gilt nur, so lange es den Bestand gibt. Und Bestand ist eben nicht mehr, wenn tragende Teile und/oder die äußere Gestalt verändert wurden.

    Und glaube mir, die Ämter haben nach der Wende regelmäßig Luftbilder machen lassen und haben heute Satellitenbilder, dagegen ist Gockel maps wie der Blick durchs Milchglas. Da muss keiner mehr aufs Grundstück gucken kommen.

    Die 3 möglichen Szenarien habe ich oben genannt.
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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas
  • wie bereits beschrieben - ersatzneubau ist ein kunstwort. wenn du ohne veränderungen an kubatur auskommen kannst, dann must du soviel wie möglich erhalten, nur einzelne nicht nicht mehr tragfähige bauteile kannst du ersetzen.
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