Oberfläche flügelgeglättete Garagen-Bodenplatte

    • Oberfläche flügelgeglättete Garagen-Bodenplatte

      Servus,

      mit der Bodenplatte der Garage bin ich nicht 100%ig zufrieden.

      In einem ca. 4-5m² großen Bereich (der sich auch gerade mittig am Tor befindet) ist die Oberfläche ganz anders.

      Zuerst dachte ich, dass das Mörtelreste seien. Denn in dem Bereich stand bei den Mauerarbeiten die Mörtelmaschine. Und es wurde schon etwas rumgesaut.
      Aber wenn ich mir die kreisförmigen Rillen anschaue.. und zurück denke, dass dies auch der Bereich war, an dem der Beton wohl sehr langsam angezogen hat und sich zuerst nicht glätten lies.
      Hab ein Foto vom Zwischenstand, später war dann Folie drüber, daher keine Ahnung wie es danach ausgesehen hat.

      "schlechter Bereich"
      hier war alles gut.


      Vereinbart ist:

      Vertrag schrieb:

      2. Beton-Stahlbetonarbeiten
      Frostschürze Beton C 20/25
      Unterbau Bodenplatte Mineralschotter d= ca. 20cm
      Stahlbetonbodenplatte Beton C30/37 XM1
      Ebenheit gemäß Din 18202 Tabelle 3 Zeile 3 abziehen
      Zwischennachbehandeln nach DIN13670
      Flügelglätten in mehreren Übergängen
      Nachbehandlung mittels geschlossener PE-Folie ca. 10Tage

      Fragen:
      Mangel?
      Optisch oder auch technisch? Haltbarkeit etc.. die "Kratzer" in dem Bereich (und nur da!) deuten auf geringere Festigkeit.
      Was kann man tun?


      Riefen
      Überblick
      da ist die Oberfläche ok

      Nahaufnahme
      Hier der Versuch etwas zu schleifen?!
      Spuren vom Glätter?!
      "Hubbel"
    • Da sind wir wieder mal bei "Wunsch und Wirklichkeit".

      1) Ich kenne solche Betonplatten deutlich besser. ( [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] @ mark)
      2) Ob die Oberflächenunterschiede als Mangel gelten können - keine Ahnung.

      A B E R:
      3) kann die Oberfläche so sowieso nicht bleiben, da ein Schutz gegen die Tausalzeinwirkung vorhanden sein muss und ein Porenbildner nicht zusammen mit einer Flügelglättung funzt.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Hartkorneinstreuung beim Flügelglätten wäre keine schlechte Idee gewesen. O.K. ist jetzt keine Industrieanlage mit Staplerbetrieb...aber dennoch....

      Die rauhen Bereiche entsprechen jedenfalls nicht meiner (!) Vorstellung von einer flügelgeglätteten Oberfläche.

      Sach' mal Dominik: Bild 1 ist ja noch während des Glättens...also noch gar nicht fertig. Ist das auch der Endzustand?????

      Und: Flügelglätten geschieht ja erst Stunden nach dem Betonieren, wenn der Beton schon angezogen hat. Dann dürfte ein derartiger "Abrieb" sich gar nicht mehr einstellen. Zu früh angefangen?
    • Thomas B schrieb:

      Sach' mal Dominik: Bild 1 ist ja noch während des Glättens...also noch gar nicht fertig. Ist das auch der Endzustand?????

      Und: Flügelglätten geschieht ja erst Stunden nach dem Betonieren, wenn der Beton schon angezogen hat. Dann dürfte ein derartiger "Abrieb" sich gar nicht mehr einstellen. Zu früh angefangen?
      Bild 1 ist nicht der Endzustand. Die haben morgens angefangen als ich auf die Arbeit bin, und das Bild ist entstanden, als ich heimgekommen bin (17:30).

      Cheffe meinte dann, an der Stelle wäre wenig Sonne hingekommen und daher muss er da nochmal drüber.. ist dann nochmal wiedergekommen, hat etwas geglättet und dann war alles abgedeckt.

      Der Plan war ja eigentlich nur Wasserglas draufzurollen, bin aber aktuell am überlegen ob es doch was besseres sein darf.. jetzt hab ich schon so viel Geld ausgegeben, vielleicht sollte ich nicht auf den letzten Metern stehen bleiben..


      ---------- 13. Dezember 2016, 12:53 ----------

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      3) kann die Oberfläche so sowieso nicht bleiben, da ein Schutz gegen die Tausalzeinwirkung vorhanden sein muss und ein Porenbildner nicht zusammen mit einer Flügelglättung funzt.
      und was wäre deine Empfehlung bzgl der Oberfläche? diffusionsoffene 2k-Beschichtung?

      Viel Luft nach oben hab ich nicht, sonst würde ich über Gußasphalt nachdenken.. dann hätte ich mir aber die Glätterei gleich sparen können.
    • gunther1948 schrieb:

      für 2k muss die oberfläche abgefräst oder kugelgestrahlt werden, dann grundierung, kratzspachtelung und endbeschichtung
      jawoll :)

      ohne die bopl und deren entstehung selbst zu sehen, kann man gut orakeln, aber etwas ungleichmässige feinteilansammlungen durch bspw. mehrfachbefahrung einer spur, speziell einer kurve, mit dem flügelglätten hab ich schon gesehen. was gunther beschreibt, ist eh unverzichtbar .. ausser vielleicht 2k-epoxi: vielleicht geht auch was anderes (wasserglas), weil für häusliche kleingaragen gibts keine ö-r. schutzbeschichtungspflicht. z-r. kann man´s natürlich vereinbaren.
    • SirSydom schrieb:

      deuten auf geringere Festigkeit.
      Was kann man tun?
      hallo
      bei einer beschichtung stirbt die hoffnungg zuletzt. zugversuch an der oberfläche machen nach dem fräsen / strahlen.

      gruss aus de palz

      mls schrieb:

      durch bspw. mehrfachbefahrung einer spur, speziell einer kurve,
      wird in einer garage von der grösse her nicht ausbleiben.
      bei den hallen die ich flügelglätten liess waren die auch nicht in 4 h fertig sondern erst am nächsten morgen.
    • gunther1948 schrieb:

      für 2k muss die oberfläche abgefräst oder kugelgestrahlt werden, dann grundierung, kratzspachtelung und endbeschichtung.

      mls schrieb:

      was gunther beschreibt, ist eh unverzichtbar

      was muss ich für den Spaß einkalkulieren?

      Was passiert wenn ich nix mache, oder einfach Wasserglas draufpinsle?

      Wenn sowieso eine Oberflächenbehandlung notwendig ist, dann kann ich doch auch einen Winter die Garage ohne Beschichtung nutzen, oder?
      Weil um die Beschichtung jetzt zu machen ist es sicher zu kalt.
    • wohnst du in fränkisch-sibirien?
      ok, wenn die bauteil-temp. unter 5° liegen (glaub ich) wird´s bleed.
      ob und wieviel chlorid eingeschleppt wird oder werden soll .. geschmackssache.
      i mog soiz, aber beton und stahl mögen sicher kein chlorid.
      was erstmal im beton drin ist, bleibt drin - und wird bei jedem bissi feuchte aktiviert.
      die nutzungsadäquate aufklärung lass ich mir von meinen bauherren unterschreiben,
      ausser bei verbundpflaster - best ever :D
    • mls schrieb:

      wohnst du in fränkisch-sibirien?
      ok, wenn die bauteil-temp. unter 5° liegen (glaub ich) wird´s bleed.
      Oberpfalz, aber kalt isses.
      Unbenannt.JPG
      nicht ideal, oder?
      Zudem müsste der Betrieb auch Zeit haben.. so kurz vor xmas.

      Und ich arme Sau muss meiner schwangeren Frau nun erklären, dass das nix wird mit Garage diesen Winter.. und 2 Autos freikratzen. Na gut, 1, meins hat Standheizung.
    • Skeptiker schrieb:

      Bei Dir ist wie bei jedem Stahlbetonbauten mit NaCl-Eintrag ein geprüftes Oberflächenschutzsystem "OS" angezeigt, konkret ein OS9, wenn ich Deine Garage richtig in Erinnerung habe.
      Mileb hatte mir eine [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] empfohlen, als kostengünstige, für Privatgarage ausreichende Lösung.

      Es gab keine Zustimmung, aber auch keinen Aufschrei, daher war ich der Meinung, so schlecht kanns nicht sein.


      Daher war das eigtl. mein Plan bis vor kurzem...
    • Bitte nicht fräsen, wenn es nicht sein muss. Beim Fräsen können Mikrorisse entstehen, die einem dann richtig auf die Füße fallen können.
      Und von der Betondeckung was wegzunehmen ist bei Chloridbeanspruchung kontraproduktiv.

      Wenn es meine Garage wäre, würde ich das ganze erstmal kugelstrahlen und dann die Oberflächenzugfestigkeit prüfen. Ist die okay (mind. 1,5 N/mm2), würde ich eine OS8 draufmachen (wenn nicht, Oberfläche ggfs. schleifen). Diffusionsoffen kannst Du Dir klemmen, außer Du bist im Bereich Weiße Wanne im 37. Untergeschoss. Diffusionsoffene, befahrbare Beschichtungen würde ich nicht empfehlen.
      An den Wandbereichen die Beschichtung entsprechend hochziehen.

      Die Wasserglaslösung ist auch okay - ich würde aber FÜR MICH die OS8 propagieren und präferieren.


      ---------- 13. Dezember 2016, 20:57 ----------

      Skeptiker schrieb:

      SirSydom schrieb:

      Ich war der Meinung, die Einstreung wäre nur für den Verschleiß - nicht für die Tausalzbeständigkeit.
      Das stimmt auch!
      Bei Dir ist wie bei jedem Stahlbetonbauten mit NaCl-Eintrag ein geprüftes Oberflächenschutzsystem "OS" angezeigt, konkret ein OS9, wenn ich Deine Garage richtig in Erinnerung habe.

      OS9 ist eine Beschichtung für NICHT begeh- und befahrbare Flächen, also ne Wandfarbe.
      Aktuell gibt es auch kein gelistetes Produkt, daher fliegt sie in der neuen Instandhaltungsrichtlinie raus, weil sie kein Mensch braucht.
      "Klugscheissereiaus"
      Betontechnologie ist die Kunst, Steine in Wasser schweben zu lassen ... :)
    • JamesTKirk schrieb:

      Diffusionsoffen kannst Du Dir klemmen, außer Du bist im Bereich Weiße Wanne im 37. Untergeschoss. Diffusionsoffene, befahrbare Beschichtungen würde ich nicht empfehlen.
      Was meinst du damit? Dass eine diffusionsoffene Beschichtung nicht notwendig, ja sogar nicht zu empfehlen ist?

      Die Bodenplatte steht auf ca. 20cm Schotter (kapillarbrechende Schicht?!), man sagte mir immer ohne Schutz gegen aufsteigende Bodenfeuchte bräuchte ich eine diffusionsoffene Beschichtung da es sonst durch den Dampfdruck zum Abplatzen der Beschichtung kommen kann.