Barrierefreies Bad

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    • Barrierefreies Bad

      Guten Tag!
      Wegen eines plötzlichen Schicksalsschlag in der Familie, müssen wir eine Wohnung barrierefrei gestalten. Im Bad stehen wir vor einem Problem. Alles umzubauen würde unser Budget sprengen, wir sind nun auf der Suche nach Alternativen. Im Badezimmer ist eine Badewanne eingebaut, für eine zusätzliche ebenerdige Dusche ist kein Platz. Wir stehen nun vor der Entscheidung mit Einstiegshilfen zu arbeiten oder auf die teurere Variante des Komplettumbaus zurückzugreifen. Haben Sie Erfahrung damit?
      Wir haben nächste Woche noch einen Termin mit einer Ergotherapeutin, die uns sicher auch ein paar Tips geben kann. Wollte mich vorab schon einmal erkundigen.
      Vielen Dank,
      Simon
    • Was verstehst Du unter "Einstiegshilfen"? Hintergrund meiner Frage, eine Einstiegshilfe kann eine Griffstange sein, oder eine Treppe, ein Hocker, eine Tür in der Wanne usw.

      Je nach Mobilität der Person würde ich über einen Badewannenlifter nachdenken. Evtl. ergänzt durch eine sogenannte "Transferhilfe (Dreh- und/oder Übersetzhilfe).
    • Was mich noch etwas stutzig macht:


      simonbrueckl schrieb:

      für eine zusätzliche ebenerdige Dusche ist kein Platz.

      Kann das Bad überhaupt ohne größeren Umbau genutzt werden? Ist eine Pflegekraft/Begleitperson nötig, und hat die ausreichend Platz im Badezimmer?
      Wenn sowieso ein Umbau ansteht, wäre es dann vielleicht denkbar, dass anstatt einer zusätzlichen Dusche einfach die Badewanne durch eine großzügige Dusche ersetzt wird?

      Noch zum Thema Dusche und barrierefrei, das wird in meinen Augen gerne überbewertet. Die Dusche wird deswegen als ideal betrachtet, weil man ohne Schwelle in die Dusche kommt. Wie sieht aber der praktische Ablauf aus? Für eine Person die noch so mobil ist, dass sie die Dusche alleine nutzen kann, mag das noch OK sein, was ist aber wenn eine Pflegekraft benötigt wird? Wo kann man die pflegebedürftige Person umsetzen? Wo soll die Pflegekraft stehen und beim Duschen helfen, ohne dass später das komplette Badezimmer unter Wasser steht? Wäre für die pflegebedürftige Person ein Wannenbad nicht angenehmer?
    • Die Bayerische Architektenkammer byak.de unterhält eine Beratungsstelle Barrierefreiheit, die in solchen Fällen konsultiert werden kann.
      Die wissen neben den technischen Möglichkeiten auch um die Förderfähigkeit der jeweiligen Maßnahmen.
      Es gibt zu viele unterschiedliche Alltagseinschränkungen, als dass man da ohne Detailkenntnisse raten könnte.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Bei meinen Großeltern haben wir das Problem mit einer Badewannentür (von Link entfernt) gelöst, die wird in die Badewanne geschnitten und danach abgedichtet. Mit einem Badewannenbrett kann man sich dann bequem in die Badewanne setzen.
      Das war bei uns sicher die kostengünstigere Lösung, aber ein Gespräch mit einem Fachmann solltet ihr auf jeden Fall in Anspruch nehmen.
      Es kommt auch sehr stark darauf an wie selbstständig die Person noch ist...
      Wünsche euch viel Glück!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JamesTKirk ()

    • Die Ergotherapeutin wäre meine erste Ansprechpartnerin,
      da Beratung zur Wohnungsanpassung und zugehörger Hilfsmittel zum Berufsbild gehören.
      wie

      Manfred Abt schrieb:

      Problem wird sein, die möglichen Quellen inmitten des kompliziert gewordenen Alltags zu finden
      Die Finazierungquellen sind gut verteilt

      Bei den Hilfsmitteln wird einiges von den Krankenkassen bezahlt. (Teilt meine pers. Ergotherapeutin mit).

      Tante G föderte eine Sprechstunde der Bayr . Archthektenkammer zu tage

      www.Rosenheim-Mobil.de - Ein Wegweiser für Menschen mit Behinderung im Stadt- und Landkreis Rosenheim

      Die Beratungsstelle Barrierefreiheit
      der Bayerischen Architektenkammer
      bietet Beratungstermine in Rosenheim an.


      Ort: Volkshochschule Rosenheim
      Uhr: 14.30 – 16.30 Uhr
      Jeden dritten Mittwoch im Monat

      Wenn der Bedarf abzuschätzen ist würde ich mich breit aufgestellt auf die Suche nach Fördermöglichkeiten machen.
      In der oben verlinkten Seite finden sich ja einige lokale Ansprechpartner, die kein Verkaufintresse haben, ansonsten die üblichen verdächtigen wie Caritas etc befragen.
    • Zu allererst müßte man wissen, welche Behinderung das Familienmitglied hat.
      Es ist ja ein Unterschied ob komplett an den Rollstuhl gefesselt oder nur eingeschränkt bewegungsfähig.

      Umbaumaßnahmen werden u.U. von Krankenkasse und/oder Pflegeversicherung bezuschusst.

      Eventuell reicht ja auch eine niedrige Duschtasse am Ort der Badwanne .......??
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • aaalsoo, es gibt vielfältige Möglichkeiten der Förderung und Beratung. Wenn man an einen zertifizierten Fachbetrieb für gerontotechnik Gerät, kann man schon viel Licht ins Dunkel bringen. Diese Betriebe beraten nicht nur gewinnorientiert, sondern auch fundiert. Sie kennen auch die Fördermöglichkeiten in der jeweiligen Region.
      Bei uns sind diese Betriebe z.b. bei der Handwerkskammer registriert und bieten eine Beratung diesbezüglich gern an.
      Schönen weiteren dritten Advent aus der Heide