Sat-Schüssel an Wand oder Dach befestigen? Holzständerhaus

    • Sat-Schüssel an Wand oder Dach befestigen? Holzständerhaus

      Hallo zusammen,

      mich würden Meinungen interessieren bezüglich des Installationsorts einer Sat-Schüssel. Das Hauseck zwischen Trauf- und Giebelseite zeigt ziemlich genau nach Süden. Also die Giebelseite nach Südwest und die Traufseite nach Südost. Das Haus wird ein Satteldach mit 2 Vollgeschossen und 25° Dachneigung in Holzständerbauweise. Würdet ihr die Sat-Schüssel eher aufs Dach oder an die Wand befestigen? Wenn die Schüssel an dem Giebel befestigt würde, wären die Wärmebrücken vermutlich vernachlässigbar, da es sich um ein ungedämmtes Dach handelt. Bei einer Dachmontage wäre sie schwerer zugänglich.
      Variante A stößt bei meiner Freundin nicht gerade auf Begeisterung, da die Sat-Schüssel dann von der Terasse aus zu stark sichtbar ist. Das gleiche Problem wäre dann wohl auch bei Variante D. Vielleicht Wäre dann doch eine Variante B besser. Oder auf der Garage, aber da wird es wieder Abdichtungsprobleme geben, wenn die Sat-Schüssel auf dem Flachdach steht und es wären auch längere Kabelwege.
      Vielen Dank
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      • sat.jpg

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    • Ich würde die Erreichbarkeit nicht unterschätzen. In den letzten 25 Jahren habe ich an meiner Antenne schon mehrfach den LNB getauscht, nachjustiert. Zudem schätze ich es, wenn ich bei starkem Schnee die Antenne einfach von Schnee säubern kann (na gut, das mit dem Schnee war in den letzten Jahren nicht so wichtig).

      Vielleicht als Kompromiss eine Flachantenne aufbauen? Die fällt nicht so sehr auf, und auf der Giebelseite, unterhalb des Dachüberstands, dürfte sie nur wenig stören. Sie muss auch nicht zwangsläufig direkt unter dem First angebracht werden, und wäre somit leicht zu erreichen. Abdicht etc. ist alles kein Problem, da keine Kabel oder Mast durch die Dachhaut geführt werden müssen.

      An der Garagenecke würde ich sie, wenn überhaupt, dann an der Seitenwand anbringen, anstatt an einem Mast auf dem Garagendach. Dort fällt sie aufgrund der geringeren Höhe aber eher auf als am Hausgiebel, und erst Recht wenn sie die Garage auch noch überragt.
    • Danke für die Infos.
      Eine andere Überlegung ist, ob man die Sat-Schüssel an der Nordseite der Garage (lange Seite) an der Wand befestigt, damit sie von der Terasse nicht sichtbar ist. Da sind aber die Kabelwege noch länger. Über eine flache Sat-Antenne muss ich mich erst noch informieren, wie gut die vom Empfang etc sind. Oder meine Freundin überzeugen.....
    • Die HF Dämpfung von Koaxkabeln ist sicherlich ein Thema, doch andererseits sind die Entfernungen überschaubar. ich würde mir da über 2dB mehr oder weniger keine Sorgen machen. Wenn ich einmal unterstelle, dass das Wohnzimmer im Bereich der Terrasse ist, dann dürfte die Entfernung von Punkt C bis zum Wohnzimmer wohl kaum kürzer sein als vom Giebel oder der Garage bis zum Wohnzimmer.

      Wenn es um die "Empfangsleistung" geht, geht es ja meist um den Antennengewinn. Da gilt erst einmal, je größer die Antenne, um so höher der Antennengewinn (bei gleicher Frequenz, korrekte Anpassung vorausgesetzt). Dieser Mehrgewinn geht mit einer Verkleinerung der Öffnungswinkel einher, so dass oftmals durch eine nicht exakte Ausrichtung, der Mehrgewinn wieder aufgebraucht wird. Zudem hält sich im EFH Bereich, aufgrund der moderaten Leistungslängen, die o.g. HF-Dämpfung der Antennenkabel in Grenzen. Man kann also auch mit relativ kleinen Antennen eine ausreichende "Empfangsleistung" erreichen. Die meist genutzten Astra Transponder liefern in DE ausreichend Feldstärke um auch mit relativ kleinen Antennen arbeiten zu können.

      Der Unterschied zwischen einer Flachantenne und einer Sat-"Schüssel" liegt in der Arbeitsweise. Während bei der Parabolantenne ein großer Reflektor die HF auf einen Punkt bündelt, an dem der LNB sitzt, besteht eine Flachantenne aus vielen Gruppen einzelner kleiner Antennen, deren HF-Energie zusammengeführt und dann dem LNB zugeführt wird. Konzeptbedingt wird eine Flachantenne bei gleicher Größe eine etwas geringere Empfangsleistung liefern. Das liegt allein schon daran, weil es kaum möglich ist, die große Anzahl an Antennen wirklich sauber anzupassen und die Energie verlustarm an den LNB zu führen. Dafür ist die Flachantenne nicht ganz so kritisch wenn es um die Ausrichtung auf den Satelliten geht.

      d.h. man muss konzeptbedingt mit vielleicht 3-4dB an zusätzlichem Verlust rechnen, und wenn die Flachantenne kleiner ist als ein vergleichbarer Spiegel, kommen auch da noch 2-3dB hinzu. Achtung, die hier genannten Zahlen hängen von sehr vielen Details ab, man sollte sie wirklich nur als grobe Angaben verstehen.

      Nebenbei bemerkt, ein schlecht montierter F-Stecker erzeugt auch Verluste, die in der Praxis gerne mal ignoriert werden. Wenn man dann noch bedenkt, wie oft irgendwelche "Kupplungen" genutzt werden, muss man sich wundern, dass überhaupt noch etwas am receiver ankommt. HIer greift aber das was ich oben geschrieben habe, dass die von den Astra transpondern erzeugte Feldstärke relativ üppig ist.

      Muss das Sat-Signal auf x Teilnehmer verteilt werden, vielleicht auch noch in einem MFH über weite Strecken, dann sieht die Sache wieder etwas anders aus, aber im EFH Bereich ist so eine Anlage ziemlich tolerant. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man alle Vorsichtsmaßnahmen ignorieren kann. Verluste sollte man, wenn immer möglich, vermeiden.
    • Ich würde gleich nach der 'Platzierung für besten Empfang' an die Montage, an Nachjustierungen und ggf. Teiletausch denken und deshalb einen gut zugänglichen Montageort wählen. oder den Montageort gut zugänglich gestalten (Dachfenster, Securant, Gitterrostdachstufen, etc. ). Früher hatte man 'sowas sowieso, wegen des Schornsteines.

      Für die Dachdurchführung gibt es Formteile für Eindeckungen, diese - wie soll ich die produktneutral nennen - beklöppten Teile da. Dazu ein gebogenes Rohr mit Abdichtungen, auch innen und der Öffnung nach unten...
      Denk bei der Schüssel auch an den Blitzschutz und an den passenden Querschnitt der BS-Leitung.

      Schüssel auf der Garage, heißt Leitungen auf dem Garagendach. Liegend. Ungünstig. Sonne, UV-Licht, Regen, Eis, Moos, ... .

      Wenn gleich im ersten Raum hinter der Wand- oder Dachdurchführung der Multischalter platziert wird, sollte die Leitungslänge kein Problem sein.

      Wo stehen "verspätete" Hindernisse, also kleine Bäume, noch nicht gebaute Häuser, ... ?
      Kommen später eventuell eigene Solar- oder Photovoltaikmodule dazu ? (wg. Platzkollision, Zugänglichkeit, Blitzschutz, Montagemöglichkeit, gemeinsamer Laufsteg, gemeinsamer Zugang durch ein Dachfenster, ... also alles was miteinander oder gegeneinander sein kann).

      Wo kann man am besten schnell ein Gerüst aufstellen, falls man mal eines braucht um an die Antenne zu kommen - wenn es keinen Dachausstieg gibt ?
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • OLger MD schrieb:

      Schüssel auf der Garage, heißt Leitungen auf dem Garagendach. Liegend. Ungünstig. Sonne, UV-Licht, Regen, Eis, Moos, ... .
      Das muss ja nicht unbedingt sein, wenn die Schüssel an der nördlichen langen Wand der Garage installiert wird. Dann könnte man die Kabel innerhalb der Garage führen. Und dann von dort ins Haus.


      Auf der südlichen Dachseite könnte es problematisch werden, falls irgendwann PV aufs Dach soll. Beste Zugänglichkeit am Haus ist natürlich auf der Giebelseite, da dort eine Leiter/kleines Gerüst auf die Terasse gestellt werden kann.
      Das Problem ist eben der weibliche Part im Haus, die meiner Wunschposition im Wege stehen könnte. Deswegen muss ich Argumente hervorbringen :)
      Danke
    • world-e schrieb:

      OLger MD schrieb:

      Schüssel auf der Garage, heißt Leitungen auf dem Garagendach. Liegend. Ungünstig. Sonne, UV-Licht, Regen, Eis, Moos, ... .
      Deswegen muss ich Argumente hervorbringen :)

      a.) Auf dem Dach sind die Durchdringungen schwerer dauerhaft dicht zu bekommen (Schwachstelle)
      b.) Die Antenne auf dem Dach, frei dem Wind ausgesetzt, kann Geräusche produzieren, die man in den darunter liegenden Räumen hört
      c.) Mit der Antenne auf dem Dach gibt es bei Schnee für mehrere Tage kein TV (und auch keine Lieblingsprogramme)

      Wenn diese Argumente nicht ausreichen....
    • OLger MD schrieb:

      oder den Montageort gut zugänglich gestalten (Dachfenster, Securant, Gitterrostdachstufen, etc. ). Früher hatte man 'sowas sowieso, wegen des Schornsteines.
      Die sollte es heute auch noch geben, wenn man in die LBO 's blickt. Es hält sich nur keiner daran. Aber Achtung! Trittroste/stufen dürfen nicht ohne Absturzsicherung (Fallgeschirr) verwendet werden. Nicht vom Bauher, nicht vom Zimmermann, nicht vom Dachdecker. Der einzige der da so rauf darf ist der Schornsteinfeger nach Gefährdungsbeurteilung. Es braucht also, wenn man das so nutzen will zwingend einen zugelassenen Leiterhaken der gleichwohl als Anschlagspunkt dient.


      OLger MD schrieb:

      Für die Dachdurchführung gibt es Formteile für Eindeckungen, diese - wie soll ich die produktneutral nennen - beklöppten Teile da. Dazu ein gebogenes Rohr mit Abdichtungen, auch innen und der Öffnung nach unten...
      Systemzubehör der Ziegel/Steinhersteller, System-Solar-Durchgangsziegel/stein, Universal-Durchgangsziegel.


      R.B. schrieb:

      a.) Auf dem Dach sind die Durchdringungen schwerer dauerhaft dicht zu bekommen (Schwachstelle)
      :P Natürlich gibt es Helden, die das nicht hinbekommen aber es werden ganz andere Dinge ab- und eingedichtet. Man sollte nicht die Ausnahme zur Regel machen oder wegen Negativfällen von einer Art und Weise absehen. Und nun dürft Ihr Euch wieder beratschlagen :freaky: :bier:
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    • Habe in letzter Zeit einige Male gehört, dass die Sat-Schüssel auf dem Garagendach ohne Durchdringung aufgestellt wurde, Basis war ein Schirmständer, stabilisiert mit 4 Gehwegplatten.
      Nach Aussage der Monteure gab es noch keine Schwierigkeiten mit ausreichender Stabilität bzw. Verrutschen. Die Kabel wurden über die Dachkante geführt und dann an geeigneter Stelle ins Gebäude.
      Wäre vielleicht auch ne Variante für Dich ...
    • Warum nicht? Es gibt Absturzsicherungen die funktionieren ähnlich. Ich glaub nicht das die Schüssel 1,5 kN aushält :freaky: Obs a.R.d.T . ist ist ja nebensächlich sofern sich die Parteien darauf einigen ;)
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    • Ihr überseht einen sehr wichtigen Punkt:

      Die notwendige Erdung bei Montage im ungeschützten Bereich! Normgerecht ausgeführt ist diese ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

      Ich hab meinen Spiegel auf dem Dach (siehe Avatar) aber NUR deshalb, weil ich sowieso einen Mast auf dem Dach brauchte für Wetterstation und Richtantenne.

      Die Montage im geschützten Bereich am Giebel ist auf jeden Fall zu bevorzugen. 6mm² PA dazu, fertig.

      Auf dem Dach wird eine separate Fangstange fällig, Ableitung das Dach runter und an der Wand entlang, Anschluss an den dann blitzstromtragfähig ausgeführten Erder..
      Alles durch eine qualifizierte Blitzschutzfachkraft zu planen und zu errichten.
      Dann sollten auch noch die Coax-Leitungen mit entsprechenden Blitzstromableitern versehen werden (nein, "normale" Überspannungsableiter sind nicht ausreichend).

      Nen Tausi darfste rechnen.

      Dann doch lieber einen weißen Spiegel an der Fasade, oder?!
    • Off-Topic:
      Bei einem Bitumenflachdach behilft man sich dann zusätzlich einiger Streifen Bitumenbahn und verschweißt den Halter - zusätzlich zu den Platten. Dann kannst es auf Sylt auch in den Wind drehen ;) Aber Auchtung, die Lastabtragung in die Abdichtung muss konstruktiv bei der Erstellung berücksichtigt worden sein. Sonst wehts die Abdichtung in Garten...
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    • R.B. schrieb:

      Da gilt erst einmal, je größer die Antenne, um so höher der Antennengewinn (bei gleicher Frequenz, korrekte Anpassung vorausgesetzt). Dieser Mehrgewinn geht mit einer Verkleinerung der Öffnungswinkel einher, so dass oftmals durch eine nicht exakte Ausrichtung, der Mehrgewinn wieder aufgebraucht wird.
      Da sich die Physik nicht überlisten lässt, haben ASTRA und EUTELSAT zur Interferenzentkopplung von Nachbarsatelliten mit 3° Orbitabstand in den Recommendations Reflektordurchmesser von 0,55 m für Digitalempfang empfohlen, für Analogübertragung waren es noch 0,60 m.

      Kleine Antennen sind durch den größeren Öffnungswinkel leichter auszurichten. Antennengewinne geben den Maximalwert bei optimaler Ausrichtung an. Wird falsch ausgerichtet fallen der LNB-Pegel und das C/N ab. Was R.B. meint ist klar, aber einen Mehrgewinn kleiner Antennen bei ungenauer Ausrichtung gibt es nicht.

      R.B. schrieb:

      Der Unterschied zwischen einer Flachantenne und einer Sat-"Schüssel" liegt in der Arbeitsweise. Während bei der Parabolantenne ein großer Reflektor die HF auf einen Punkt bündelt, an dem der LNB sitzt, besteht eine Flachantenne aus vielen Gruppen einzelner kleiner Antennen, deren HF-Energie zusammengeführt und dann dem LNB zugeführt wird. Konzeptbedingt wird eine Flachantenne bei gleicher Größe eine etwas geringere Empfangsleistung liefern.f
      Als Gegener von Puppenstubenantennen widerspreche ich ungern, aber Planarantennen bis 0,5 m haben nun mal eine deutlich bessere Effizienz als Offsetantennen gleicher Aperturfläche haben. Die Aperturfläche von Offset- und PFA-Reflektoren ist stets größer als die Schnittfläche durch den Strahlengang, was den Wirkungsgrad begrenzt. Bei rechtwinklig zum Strahlengang stehenden Planarantennen ist sie gleich und es gibt auch keinen Abfall der Energieaufnahme nach außen.

      Früher wurde der Wirkungsgrad von Offset- und Prime-Fokus-Antennen in den Formeln mit 60 % gerechnet, heute werden in den Katalogen bis zu 75 % angegeben. Dass muss man mangels Vergleichsantenne einfach glauben und ninnehmen.

      Ab 0,5 m Kantenlänge nehmen die Verluste der Zusammenschaltung stark zu, sodaß größere Planarantennen keinen Sinn machen. Da Anfragen an SELFSAT und OEM-Nehmer bezüglich der Öffnungswinkel grundsätzlich ignoriert werden, nachstehend eine Folie, als solche Daten noch publiziert wurden. Damals ging es konkret um die Vorteile von auf der Spitze stehenhend Planarantennen.

      Als Zugabe noch drei Altfolien zu Basics, die heute vermutlich nur noch an Unis vermittelt werden.

    • Dipol schrieb:

      R.B. schrieb:

      Da gilt erst einmal, je größer die Antenne, um so höher der Antennengewinn (bei gleicher Frequenz, korrekte Anpassung vorausgesetzt). Dieser Mehrgewinn geht mit einer Verkleinerung der Öffnungswinkel einher, so dass oftmals durch eine nicht exakte Ausrichtung, der Mehrgewinn wieder aufgebraucht wird.
      .... aber einen Mehrgewinn kleiner Antennen bei ungenauer Ausrichtung gibt es nicht.

      R.B. schrieb:

      Der Unterschied zwischen einer Flachantenne und einer Sat-"Schüssel" liegt in der Arbeitsweise. Während bei der Parabolantenne ein großer Reflektor die HF auf einen Punkt bündelt, an dem der LNB sitzt, besteht eine Flachantenne aus vielen Gruppen einzelner kleiner Antennen, deren HF-Energie zusammengeführt und dann dem LNB zugeführt wird. Konzeptbedingt wird eine Flachantenne bei gleicher Größe eine etwas geringere Empfangsleistung liefern.f

      habe ich nie geschrieben. Es ging darum, dass man bei großen Antennen durch nicht exakte Ausrichtung letztendlich eine geringere "Empfangsleistung" hat als bei einer kleineren Antenne die genau ausgerichtet ist.
      Aber selbst wenn ich eine kleine Antenne mit größerem Öffnungswinkel um beispielsweise x° verdrehe, kann es sein, dass ich am Ende einen besseren Empfang habe als bei einer grö´ßeren Antenne die um den gleichen Winkel aus der idealen Richtung gedreht ist.

      Dipol schrieb:

      R.B. schrieb:

      Da gilt erst einmal, je größer die Antenne, um so höher der Antennengewinn (bei gleicher Frequenz, korrekte Anpassung vorausgesetzt). Dieser Mehrgewinn geht mit einer Verkleinerung der Öffnungswinkel einher, so dass oftmals durch eine nicht exakte Ausrichtung, der Mehrgewinn wieder aufgebraucht wird.

      R.B. schrieb:

      Der Unterschied zwischen einer Flachantenne und einer Sat-"Schüssel" liegt in der Arbeitsweise. Während bei der Parabolantenne ein großer Reflektor die HF auf einen Punkt bündelt, an dem der LNB sitzt, besteht eine Flachantenne aus vielen Gruppen einzelner kleiner Antennen, deren HF-Energie zusammengeführt und dann dem LNB zugeführt wird. Konzeptbedingt wird eine Flachantenne bei gleicher Größe eine etwas geringere Empfangsleistung liefern.f
      Als Gegener von Puppenstubenantennen widerspreche ich ungern, aber Planarantennen bis 0,5 m haben nun mal eine deutlich bessere Effizienz als Offsetantennen gleicher Aperturfläche haben. Die Aperturfläche von Offset- und PFA-Reflektoren ist stets größer als die Schnittfläche durch den Strahlengang, was den Wirkungsgrad begrenzt. Bei rechtwinklig zum Strahlengang stehenden Planarantennen ist sie gleich und es gibt auch keinen Abfall der Energieaufnahme nach außen.


      Richtig. Die Vorteile werden aber durch das Zusammenschalten der Gruppen wieder zunichte gemacht. Das fängt bei den Abständen der einzelnen Antennen an und hört bei den "Leitungen" für die Verschaltung nicht auf. Erschwert wird das Ganze noch dadurch, dass beide Polarisationen in der Fläche untergebracht werden müssen, was wiederum zu Kompromissen zwingt. Das zeigt schon die Tatsache, dass die theoretischen Gewinne bei solchen Gruppen in der Praxis nicht erreicht werden. Wie Du ja richtig geschrieben hast, ergibt eine Vergrößerung ab einer Kantenlänge von 0,5m keinen Sinn mehr. Das zeigt sich dann in eigenartigen Effekten wie Schielen, Nebenzipfel usw.

      Aber das alles spielt für den o.g. Fall keinen große Rolle, denn er wird auch mit einer Flachantenne ausreichend Empfangsleistung erreichen. Ich hatte die Dinger testweise auch schon hinter Fenster, Dachfenstern usw. in Betrieb, für normalen TV Betrieb ausreichend.
    • Kalle schrieb:

      Ich glaub nicht das die Schüssel 1,5 kN aushält :freaky: Obs a.R.d.T .
      1,5 kN wäre bei 800 Pa die Windlast einer "Schüssel" > 1,2 m. Die Windlast ergibt sich mathematisch primär aus der Reflektorgröße und besagt über die Stabilität: Nichts! Die Windlastangaben lassen somit nur Rückschlüsse auf die Antennengröße aber nicht die Stabilität zu. Die muss der Hersteller im Windkanal testen und angeben. Z. B. die CAS 90 ist für max. 190 km/h und die CAS 120 nur noch 157 km/h Windgeschwindigkeit zugelassen.

      Die olle Windlastberechnung ist zwar noch immer in der IEC 60728-11 drin, aber in Zeiten von EUROCODE, mit der Dachdecker besser als RFT oder IT-ler vertraut sein dürften, mittelschwer antiquiert. Wer die Norm nicht hat, kann sich ansatzweise im KATHREIN-Katalog auf Seite 63 schlau machen, dort wird darauf noch Bezug genommen.

      Bei einem Staudruck von 800 bzw. 1.100 N/m² (Montage kleiner oder größer 20 m Höhe) hat die CAS 90 eine Windlast von 730 bzw. 1.004 N, die CAS 120 von 1.290 bzw. 1.782 N. Ob auch der Antennenträger und der Dachstuhl diese Windlasten aushalten, ergibt sich aus der statischen Berechnung der Biegemomente aller Antennen einschließlich dem Mast-Eigenmoment.

      DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) schrieb:

      12.2 Biegemoment

      Bei Antennenanlagen mit Masten bis zu einer freien Länge von maximal 6 m (siehe Bild 20) darf das Biegemoment an der Einspannspelle 1650 Nm nicht übersteigen. Die Windlast des Mastes muss einbezogen werden. Der eingespannte Teil des Mastes muss wenigstens ein Sechstel der gesamten Länge betragen.
    • Es ging um die Halterung und die Frage ob es möglich wäre diese ohne Durchdringung aufzustellen. Das bejahte ich, weil es folglich Absturzsicherungen gibt - zugelassen - die nach selben Prinzip funktionieren (die definieren sich über eine Belastung von 1,5kN). Ansonsten versagt das schwächste Glied in der Kette. Das kann wahlweise die "Schüssel" sein, der Tragarm oder die Befestigung.

      Wenn es also das Flachdach auf die Seite legt, ist es irrelevant ob die Sat-Schüssel noch stehen bleibt. Irgendwas hat dann wohl nicht gepasst. Man erinnere sich an Kyrill. Oder die Tornados oben in Meckpom.
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    • Ich würde die Antenne lieber an den gut erreichbaren Giebel machen ,
      Auf dem DAch , braucht es wieder einen Blitzschutz , ne Formziegel und ein entsprechenden Antennemast , das geht alles zu machen, aber ich würde es vermeiden , wenn es geht .

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      ich wusste gar nicht , das man sich als Dach-Handwerker mit PSA ausrüsten muss zum begehen von Laufrosten.
      Wieder was gelernt.
      Wie oft habt Ihr denn deswegen einen Dachhaken eingebaut?
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Off-Topic:


      AndyG schrieb:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      ich wusste gar nicht , das man sich als Dach-Handwerker mit PSA ausrüsten muss zum begehen von Laufrosten.
      Wie oft habt Ihr denn deswegen einen Dachhaken eingebaut?
      Wenn man der BG in Berlin glauben schenken darf, dann ist selbst das Betreten nicht gestattet. Ob mit oder ohne PSA, den dazugehörigen Passus habe ich in den Bausteinen aber nicht herauslesen können. Leiterhaken sind ja nach LBO so oder so einzubauen, sofern Teile vom Dach zu warten sind. Wir persönlich? Keinen, weil ich da gegen eine Wand renne ;) Man als Geselle darfst das eh nicht, erst wenn der Meister dir die Stelle zur Montage gezeigt hat und dich unterrichtet hat welche Befestigungsmittel. Die sind sogar noch eine Spur weiter gegangen, fehlt am Gerüst die Schutznetze, dann ist auf der gelatteten Fläche PSA gegen Absturz zu tragen.
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    • Kalle schrieb:

      Man als Geselle darfst das eh nicht, erst wenn der Meister dir die Stelle zur Montage gezeigt hat und dich unterrichtet hat welche Befestigungsmittel. Die sind sogar noch eine Spur weiter gegangen, fehlt am Gerüst die Schutznetze, dann ist auf der gelatteten Fläche PSA gegen Absturz zu tragen.
      Ich wusste auch nicht , das man nur als Meister Dachhaken montieren darf. Naja , klar muss wer festlegen wo der hinsoll, bzw sinnvoll ist einen hinzubauen .
      Bevor ich auf dem DAch mit PSA rumlaufen würde, da wäre doch das Nachrüsten der Fangnetzte einfacher . Wobei wenn der Gerüstbauer so eine Trantüte ist ,und meint das Dachfanggerüst muss nicht verankert werden , dann doch lieber PSA
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • nochmals Danke für die Beiträge. Ich muss nun leider nochmals was hinzufügen, was nicht direkt zum Thema passt. Aber ein neues Thema ist evtl. auch nicht richtig:
      wie sieht es aus, wenn ich zusätzlich eine Wetterstation (Regen, Wind, Licht aus 3 Richtungen) ins Spiel bringe? Auf dem Dach würde sie die genauesten Werte liefern, was für eine Dachmontage der Sat-Schüssel und Wetterstation spricht. Aber wie sieht es aus, wenn ich die Wetterstation an der Wand installiere, sodass sie an dem Eck montiert wird, welches nach Süden zeigt? Regen wurde zwar teilweise durch den Dachvorsprung abgehalten, aber mir geht es um die Steuerung (Wind, Licht) von Raffstores, die nur im EG in südwestlicher und südöstlicher Richtung vorhanden sind. Somit wird Licht und Wind dort gemessen, wo die Raffstores sind. Oder ist dies totaler Quatsch?
    • Die Wetterstation am Dach kann ja die Helligkeit aus mehreren Richtungen gtrennt erfassen. Meine z.B. kann das.
      Beim Wind ist es so ne Sache.. klar kann es am Dach kritischen Wind geben, und an der Fassade nicht.

      Umgekehrt auch möglich, aber viel unwahrscheinlicher.
      Ich finde, der Windmesser auf dem Dach ist der beste Kompromiss. Sonst bräuchte man auf jeder Seite einen Windmesser.