Dichtschlämme oder Polyurethan

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    • Dichtschlämme oder Polyurethan

      Was eignet sich besser und was ist langlebiger?
      Ich kenne von früher noch Schweißbahn.
      Irgendwie behagt mir diese graue Pampe nicht. Es geht um ein Badezimmer, welches neu aufgebaut werden soll. Ein Fliesenleger sagt Dichtschlämme wäre besser, nimmt allerdings Polyurethan. Könnt ihr mir sagen, was ich fordern sollte ?
    • Du fragst nach einer Verbundabdichtung ;) Bauwerksabdichtung in einem häuslichen "Bad" gibt es theoretisch nicht.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Willst du mit Abdichtungswerkstoffen aus dem Dachbereich abdichten, wirst du um eine Quarzeinstereuung für das Fliesen nicht drum herum kommen. Ob du ähnliche Maßnahmen bei MDS ergreifen musst? Ich würde mir mal die Datenblätter der einschlägigen Hersteller ansehen. Ob nun Verbundabdichtung oder MDS.

      Mit "Verbundabdichtung" im Bad habe ich mich nie wirklich beschäftigt, braucht man da auch Vlieseinlagen? Ich vermute ja, dass die Produkte für das Dach in deinem Fall over the Top sind = viel zu teuer.
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    • Off-Topic:
      Ein Fliesenleger sagt Dichtschlämme wäre besser, nimmt allerdings Polyurethan. Könnt ihr mir sagen, was ich fordern sollte ?


      wenn der fliesör, ein fliesör ist, dann kennt er seine möglichkeiten der abdichtung.
      das feld der bauchemie gerade für bäder ist groß.
      auch wenn es im häuslichen badezimmer nicht vollumfänglich notwendig ist, so versuchen doch die hersteller dieser produkte ihren absatz zu generieren in dem sie viele möglichkeitren ausweisen.
      nicht alle davon sind falsch, meistens eher overstylt, aber zu viel schadet eher dem geldbeutel der kunden und nützt dem lieferanten.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Das Bad soll FBH erhalten, also dazu Adhydritestrich. Dementsprechend Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Allerdings halte ich nicht allzuviel von dieser grauen aufzurollenden Paste. Deshalb kam ich auf Schweißbahn wie früher. Allerdings weiss ich nicht, ob Dichtschlämme eine Alternative ist.
      Ich weiss das in meiner Firma mehr nach Überzeugung für eine Art und Weise entschieden wird, aber etwas anderes nicht in Betracht gezogen wird. Dem will ich nicht folgen.
    • Auf Schweißbahn wird keine Fliese haften. Wat machst in der Überlappung? Keinesfalls tauglich. Unter dem Estrich machts kein Sinn.
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    • Unterm Estrich kann es eben doch manchmal sinn machen, wenn es sich zb um eine Holzbalkendecke mit sehr hoher frequentierung des Bades handelt . Dann aber sicher auch nicht als Einzelmaßname . Das wird aber vermutlich sehr selten notwendig sein,und es ist wohl dann auch sehr schwierig die Abflussleitung da entsprechend einzubinden.
      Was nützt ne tolle abdichtung wenn es dann am Abfluss scheitert.
      Ich habe da letztens was in einer Fachzeitschrift gelesen, da wurde zu diesen Problem ,
      ein Detail von der Fa mit Schirmchen ausgearbeitet als Lösungsvorschlag.
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Früher wurde noch eine Art Karnickeldraht aufgebracht und dann geputzt.
      Von der Sache her kann sich der Fliesenleger gedanken machen, aber unsere Mietwohnung wurde auch erst vor 10 Jahren im Bad gefliest und vorher isoliert, mit dieser grauen Paste. Ergebnis nach 5 Jahren war, das sich der Untermieter gemeldet hat, weil die Decke nass wurde. Ursache war ein undichter Badewannenabfluss. Der wurde repariert und fertig. Das heist die nicht korrekt verarbeitete Stelle unter der Wanne existiert immer noch. Ich kann aber auch nicht stundenlang daneben stehen.
    • SG3 schrieb:

      Das Bad soll FBH erhalten, also dazu Adhydritestrich. Dementsprechend Abdichtung gegen Feuchtigkeit.
      mach einen ordentlichen zementestrich in das bad und verwende eines der produkte, die für die abdichtung unter fliesen geschaffen und zugelassen wurden.

      abdichtungen mit schweißbahn kann man bei dickbettverlegung machen, die sind weder FBH geeignet noch anhydritestrich tauglich.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • AndyG schrieb:

      Unterm Estrich kann es eben doch manchmal sinn machen, wenn es sich zb um eine Holzbalkendecke mit sehr hoher frequentierung des Bades handelt .
      Weil?

      Wenn das vollflächige Abdichten nach Merkblatt erforderlich wird (Bodengleichedusche z. B.) dann bringt das Abdichten unter dem Estrich wenig. Die Wasser beaufschlagten Flächen müssen so oder so abgedichtet werden (Dusche, Wanne - Wand/Boden) In einem häuslichen Badezimmer wird es nicht zu so hohen Wasserbeanspruchungen kommen (inkl. stehendem Wasser was einwirken kann) dass sich ein Abdichten nach DIN 18195 empfiehlt. Bei Sschwingungsanfälligen Konstruktionen so oder so nicht.

      Die streichbaren Dichtstoffe sind vollkommen ausreichend und Zeitgemäß.
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    • Nimms mir nicht übel aber die ewige Diskussion "Nasszelle" will ich nich führen. ;)
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    • Sorry, ich schrieb doch schon , das ich da etwas übers ziel hinaus geschossen bin.
      Aber in" Der Zimmermann" 09/2016, ist ein Artikel über Bauwerksabdichtungen in Nassräumen mit eben gefährdeten Holzdecken , deswegen habe ich eben einen Nutzen/Sinnhaftigkeit mal unterstellt.
      #Vermutlich Gürtel und Hosenträger gleichzeitig
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Sagen wir es mal so:

      Wenn ein Abdichten aus der Nutzung (wichtig!) erforderlich wird - im häuslichen Badezimmer - kann man davon ausgehen, dass hier mit vermehrten Wassereintrag zu rechnen ist. Was macht das Wasser wenn es auf der Abdichtung angekommen ist? Ist ja eine wasserdichte Wanne. Wenn es darum geht im Falle eines Rohbruches die Decke zu erhalten (Schadensminimierung) kann man das auch machen aber auch da ist wieder die Frage wohin mit dem Wasser?

      Bei der BoPla wird ja eh abgedichtet - nach DIN 18195-4 ob man insofern also auf das Produkt zurück greifen muss? Ist halt nicht uneigennützig geschrieben. Nimmst du einen FSK, mit Vlies hat sich auch das Argument contra Epoxi-Abdichtung. Im Endeffekt liegt es am Planer was er will und für richtig erachtet. Toll wäre halt gewesen, wenn in dem Artikel auch Erwähnung gefunden hätte - dass Nasszellen in Wohngebäuden (sofern kein Schwinnbad) nicht vorliegen. Es also auch nicht nach DIN abgedichtet werden muss.

      Das Produkt tackerst ja auch nicht an die Wand, da gehört auch eine Abdichtung. Klar mit Warmgasgeräten birgt deutlich weniger Gefahren für den Brandfall. Bei Sinnen sollte man auch nicht auf die Idee kommen eine Holzdecke mit Bitumen abdichten zu wollen. Das wäre wie, lösemittelhaltigen Voranstrich im Innenraum verwenden zu wollen. Hilft nur bei der Warmsanierung :D
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    • Kalle schrieb:


      Das Produkt tackerst ja auch nicht an die Wand, da gehört auch eine Abdichtung.
      Hmmm, wirklich?

      Das Produkt bzw. genau genommen dessen "Verbundblech" tackerst Du schon an die Wand, jedenfalls im weiteren Sinne, wird nämlich angeschraubt. Und nein, man kann die Wand - zumindest in bestimmten Fällen - auch einfach nur aus zementgebundenen Trockenbauplatten bauen, die dafür zugelassen sind. Das wird's mir jetzt aber zu kompliziert.
      Off-Topic:
      (Und zumindest die Bodenbelagsausschreibung muss heute auch noch fertig werden, oh, schon spät ...)
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Off-Topic:
      Wir waren bei Bitumen! Lass das Verbundblech mal im Süden. Die mögen da lieber einlagige Abdichtungen. Verzeih mir den Definitionsfehler :rulez:
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    • Kalle schrieb:

      In einem häuslichen Badezimmer wird es nicht zu so hohen Wasserbeanspruchungen kommen (inkl. stehendem Wasser was einwirken kann) dass sich ein Abdichten nach DIN 18195 empfiehlt.
      Aber nur, wenn kein Bodenablauf vorhanden ist.

      Cziesielski, Bonk - Schäden an Abdichtungen in Innenräumen schrieb:

      "Nassraum ist ein Innenraum, in dem nutzungsbedingt Wasser in solchen Mengen anfällt, dass zu seiner Ableitung eine Fußbodenentwässerung erforderlich ist"
      Befindet sich zum Beispiel im Wohnungsbad ein Bodeneinlauf, so wird dieser auch als Ausguss benutzt und erzeut somit eine Beanspruchung, die auch eine Abdichtung im Sinne der DIN 18195 ... erforderlich macht. Nach [Oswald, R., Abdichtung von Kellern und Nassräumen] ist ein Badezimmer mit niveaugleicher Dusche gemäß der nach DIN 18195 vorgenommenen Definition also ein Nassraum, ein Wohnungsbadezimmer mit Duschtasse ohne getrennten Bodeneinlauf jedoch nicht.

      Unmittelbar spritzwasserbelastete Fußboden- und Wandflächen in Nassräumen des Wohnungsbaus (also Bäder mit Bodeneinlauf) gelten somit als mäßig beanspruchte Flächen, die normgemäß abgedichtet werden müssen, soweit sie nicht durch andere Maßnahmen, deren Eignung nachzuweisen ist, hinreichend gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt sind.
      muss, insbesondere bei feuchteempfindlichen Untergründen und Bodenablauf, damit der Planer bei Wahl einer so genannten "alternativen Abdichtung" , wie z.B. einer Verbundabdichtung, nicht den Bauherrn über eine Abweichung von den a. a.R.d.T aufklären?
    • Wer sagt denn dass das Merkblatt zu den Verbundabdichtungen nicht a.R.d.T . ist? Eine Abweichung sehe ich nicht. Ich bleibe dabei, das Abdichten unterhalb des Estrichs macht nur in Ausnahmen Sinn.
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    • Kalle schrieb:

      Nimms mir nicht übel aber die ewige Diskussion "Nasszelle" will ich nich führen.
      Brauchst Du auch nicht. Das ist alles definiert. Da nicht klar ist, wie der Duschbereich ausgebildet wird (Duschtasse aus Metall oder Kunststoff oberhalb des Estrichs vs. bodengleich), kann es sehr wohl sein, dass eine Flächenabdichtung der gesamten Bodenfläche erforderlich ist.
      Und selbst bei den nicht bodengleichen wird mittlerweile, wenn die Duschtasse nicht dauerhaft in die übrige Abdichtung sicher eingebunden ist (Wannenanschlußbänder), die Flächenabdichtung UNTER der Duschwanne als ardt angesehen.


      Kalle schrieb:

      Wenn ein Abdichten aus der Nutzung (wichtig!) erforderlich wird - im häuslichen Badezimmer - kann man davon ausgehen, dass hier mit vermehrten Wassereintrag zu rechnen ist. Was macht das Wasser wenn es auf der Abdichtung angekommen ist? Ist ja eine wasserdichte Wanne. Wenn es darum geht im Falle eines Rohbruches die Decke zu erhalten (Schadensminimierung) kann man das auch machen aber auch da ist wieder die Frage wohin mit dem Wasser?
      Wenn denn auf der Rohbodenebene abgedichtet wird, dann macht das NATÜRLICH nur mit einem zweistöckigen Einlauf SInn!

      Was Holzbalkendecken angeht, bin ich Andy G. Wenn man nicht Andreas(?) berühmtes Loch in der Decke baut, das qua Wasserfleck im Raum darunter die Leckage anzeigt, dann muss man die Holzdecke anderweitig vor schädlicher Feuchte schützen.

      Kalle schrieb:

      Wir waren bei Bitumen! Lass das Verbundblech mal im Süden. Die mögen da lieber einlagige Abdichtungen. Verzeih mir den Definitionsfehler
      DU warst bei Bitumen ;) So viel weiter südlich als Du bin ich nun nicht und auch ich liebe einlagige Abdichtungen.


      Kalle schrieb:

      Klar mit Warmgasgeräten birgt deutlich weniger Gefahren für den Brandfall.
      Den einzigen (Schwel)Brand auf einer Baustelle von mir haben DD mit der Heißluftpistole beim Schweissen einlagiger Abdichtung hinbekommen. ;)
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen