Bauvertragsrecht - Reform

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    Moin Moin,

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    Was meint Ihr, im Sinne des Verbraucherschutzes? Benachteiligung der Unternehmer? Alles Kokolores? Schreibt mal eure Meinung.

    Hier weitere Quellen:

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    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot
  • Es wird wohl wie immer sein, der gewollte Hintergrund ist etwas zu verbessern , raus kommt nur was komplizierters und aufwendigeres .
    Das die Hersteller für ein und ausbaukosten mit haften , finde ich gut , aber nur wenn sie es nicht selber durch ihre AGB´s aushebeln können, was sie natürlich machen werden.
    Da wird der ein oder andere Schrott , dann hoffentlich vom Markt verschwinden.
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • Kalle, ich hab damals schon gesagt, daß das völliger Schwachsinn ist, was der Maas da vorhat und bin, weil GU , verprügelt worden. Teils wurde darüber ja auch schon im grünen diskutiert.

    Jetzt kommts im Handwerk an, bzw. begreift das Handwerk, was das bedeutet. Da haben sich Beamte (mein Gott, daß ich das mal sagen würde :D ) irgendeinen Blödsinn ausgedacht den man versucht umzusetzen. Dabei denkt man ungefähr vom Schreibtischstuhl bis zum Schreibtisch.

    Allein dieses Widerrufsrecht :blond:
    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet
  • Ich frage mich eher, wofür wir VOB , Werkvertrag - jetzt Verbrauchervertrag - und für den Bestand/Sanierung zusätzliche Regelungen benötigen. Wer will denn durch diese ganzen Dinge denn noch durch steigen? Mir scheint, als hätte der "Verbraucherschutz" sehr gute Lobbyarbeit betrieben und sich entsprechend in diesen "Verträgen" verewigt. Das hat er damals mit der VOB ja schon erfolgreich betrieben...


    AndyG schrieb:

    Da wird der ein oder andere Schrott , dann hoffentlich vom Markt verschwinden.
    Da glaube ich nicht dran. Siehe Diskussionen zu der neuen EU-Einheitsbrei-Regelung. Der "Schrott" im Sinne unserer nationalen Normen wird wohl eher noch zu nehmen. Da ändert eine "Haftung" nicht viel, ich glaube auch dass die in Zukunft nicht viel helfen wird.
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  • Kalle, der Oberknüller ist doch dieser Satz:

    Der Gesetzentwurf regelt u.a., dass Bauunternehmer künftig verpflichtet sind, Verbrauchern vor Vertragsschluss eine Baubeschreibung zur Verfügung zu stellen, die bestimmten Mindestanforderungen genügt. Dies ermöglicht Verbrauchern einen genauen Überblick über die angebotene Leistung, und sie können die Angebote verschiedener Unternehmer besser vergleichen.

    Bedeutet, das hab ich damals schon gesagt, daß eine komplette Planung vor(!!!) Vertragsschluß vorliegen muß.

    Wir sind uns hier doch alle darüber einig, daß der Kunde eigentlich zu blöd ist und nicht vergleichen kann. (Tschuldige, ist jetzt mal drastisch ausgedrückt). Aber, daß er jetzt einen komplette Planung in die Hand gedrückt bekommt und dann anschließend damit hausieren gehen kann, daß ist doch der Sch... an der Sache. Und dann ist er noch so dankbar und kündigt einen Tag vor Ablauf der Frist.

    Und das wird euch in der Sanierung genauso betreffen.

    Wie stand da neulich:

    Die teuerste Maas(s) aller Zeiten... :wall:
    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet
  • Ich habe bis jetzt noch nicht in Erfahrung bringen können welche Mindestanforderungen damit gemeint sind. Ich halte das vom Gesetzentwurf eh nicht für Durchführbar, denn wo will man den Punkt hin legen. Aber ja, ich sehe auch die Gefahr dass hier Planungsleistungen erschlichen werden sollen und dafür gerade Platz gemacht worden ist.

    Das alle nach a.R.d.T . anbieten müssten ist ja schon heute so, dass sich niemand dran hält wird wohl auch das Gesetz nicht ändern. Die Pfuscher wird es auch weiter nicht interessieren. Der doofe ist am Ende wieder der, der versucht etwas davon umzusetzen.
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  • MoRüBe schrieb:

    Wir sind uns hier doch alle darüber einig, daß der Kunde ... nicht vergleichen kann
    da sind wir uns nicht einig. egal, was man für ein elend zu sehen bekommt: der kunde hat vorher mit sicherheit verglichen, nicht schlechter jedenfalls, als es das (von wem, hrn. maas?) jetzige/künftige möchtegernbaubeschreibungswunschdenken ermöglicht ;)

    der ganz grosse erfolg der gesteigerten regelungsdichte: die "systemischen" grossanbieter werden profitieren. die anderen - eher nicht. bauherren? auch nicht. wieder ein schritt auf dem irrweg, ein haus wie ein auto bauen zu wollen.
  • wenn das eintritt, was der ZDB beschreibt, wird eine preissteigerung die folge sein, da risikoaufschläge der bieter die folge sein werden.

    ob ein vergleich unterschiedlicher angebote von GU , und BT möglich ist, wenn ein standardwerk vorgegeben ist, bleibt offen. den zuschlag erhält dann immer noch derjenige, der das meiste im angebote vergessen hat. es bleibt weiter das entscheidungskriterium nach unten rechts.

    haus mit auto vergleichen? ist keine basis, ein automobil durchläuft verschiedene prüfungen und zulassungen, bevor ein neues modell auf den markt kommt. ein haus bleibt nach wie vor nur dem baugenehmigungsverfahren in unterschiedlichen bearbeitungsdichten unterzogen. vertragliche leistungsinhalte mir preishinterlegung bleiben unberücksichtigt.

    das problem wird für den laien auch nach der reform bleiben. fachlicher beistand ist trotzdem erforderlich, um im dschungel von a.R.d.T , DIN , VOB und BGB ohne nachteile überleben zu können!
  • da gier hirn frisst ,hilft das erweiterte beschreiben vor vertragsabschluss nur denen ,die eine eigene verarschungstextverfassabteilung unterhalten .

    Die kleineren verden eher benachteiligt . Wobei die jetzt schon (un-)freiwillig auf die sparfüchse verzichten(müssen?),die meinen eine baubeschreibung ohne jegliches wissen richtig deuten zu können .
    Jetzt wird das ding nur noch umfangreicher ,so dass die fallstricke noch besser versteckt werden können .

    Und so wird weiterhin jeder das bekommen ,was er verdient .oder bestellt
  • MoRüBe schrieb:

    Diesen hier stellt er sich vor:
    Da waren wohl keine "Experten" beschäftigt. Relativ gesehen geht es ja nicht nichtssagender als in diesem PDF. Das kann doch am Ende wieder alles und nichts sein. Man könnte ja mal prognostizieren, dass Bauen Gefahren birgt und man diese durch kein Regelwerk/ Norm verhindern kann. Egal wie Regelwütig man an das "Problem" heran geht. Das Ding ist n Witz...
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  • wasweissich schrieb:

    Skeptiker schrieb:

    die auch nur die Hälfte der aufgeführten Definitionen enthielt noch nie gesehen.
    nur muss diese jetzt vor der unterschrift ausgehändigt werden .....
    hiesse teilweise aufwändige planung für nothing ....
    äh, mein Honorarangebot setzt auch immer eine vorvertragliche Kostenschätzung und diese eine ebenfalls vorerst nicht abrechenbare Grundlagenermittlung voraus. Ich weine dicke Tränen mit den armen GUs!
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • wasweissich schrieb:

    da gier hirn frisst ,hilft das erweiterte beschreiben vor vertragsabschluss nur denen ,die eine eigene verarschungstextverfassabteilung unterhalten .
    Die Moeglichkeit, mit einer realistisch verfassten BLB fruehzeitig den Umfang der Bauleistung zu beschreiben (nicht zu planen!), gibt es in deinem Bau-Universum anscheinend nicht...

    wasweissich schrieb:

    Wobei die jetzt schon (un-)freiwillig auf die sparfüchse verzichten(müssen?),die meinen eine baubeschreibung ohne jegliches wissen richtig deuten zu können .
    Das ist eine recht bezeichnende Einschaetzung, das man eine Bauleistungsbeschreibung "deuten" koennen muss. Vielleicht moechte der Gesetzgeber genau dem "Deuten" und dem daraus entstehenden Problemen fruehzeitig einen Riegel vorschieben? Schliesslich soll eine BLB als Grundlage eines Vertrages zwischen 2 Parteien dienen. Und nicht im Stile einer Prophezeiung des Nostradamus kommendes Unheil vorankuendigen.
  • Skeptiker schrieb:

    einer reicht (mir) hier
    es gibt deren schon 2 .

    ich wäre der ungläubige ( [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]) )

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    Vielleicht moechte der Gesetzgeber genau dem "Deuten" und dem daraus entstehenden Problemen fruehzeitig einen Riegel vorschieben?
    was beabsichtigt wird , ist (mir) klar . nur ist es eine tatsache , dass ordentlpch und gewissenhaft erstellte BLB (die gibt es schon längs , frag rübe oder fuchs oder... ) in den meisten fällen trotz kostenlos geleistetem aufwand eben nicht zum vertrag führen , gerade wegen
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    Das ist eine recht bezeichnende Einschaetzung, das man eine Bauleistungsbeschreibung "deuten" koennen muss.
    wobei deuten können durch verstehen wollen zu ersetzen wäre .
    und genau hier setzt
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    da gier hirn frisst ........
    also wird dadurch , dass es anders wird , ausser zusatzaufwand alles beim alten bleiben .

    die , die verstehen wollen und können hätten es nicht gebraucht , die anderen weden wieder grund(gründe) zum jammern haben
  • karo1170 schrieb:

    wasweissich schrieb:

    da gier hirn frisst ,hilft das erweiterte beschreiben vor vertragsabschluss nur denen ,die eine eigene verarschungstextverfassabteilung unterhalten .
    Die Moeglichkeit, mit einer realistisch verfassten BLB fruehzeitig den Umfang der Bauleistung zu beschreiben (nicht zu planen!), gibt es in deinem Bau-Universum anscheinend nicht...

    wasweissich schrieb:

    Wobei die jetzt schon (un-)freiwillig auf die sparfüchse verzichten(müssen?),die meinen eine baubeschreibung ohne jegliches wissen richtig deuten zu können .
    Das ist eine recht bezeichnende Einschaetzung, das man eine Bauleistungsbeschreibung "deuten" koennen muss. Vielleicht moechte der Gesetzgeber genau dem "Deuten" und dem daraus entstehenden Problemen fruehzeitig einen Riegel vorschieben? Schliesslich soll eine BLB als Grundlage eines Vertrages zwischen 2 Parteien dienen. Und nicht im Stile einer Prophezeiung des Nostradamus kommendes Unheil vorankuendigen.
    wenn die BLB vor vertragsabschluss und vor dem planen festgemeißelt wird, dann ist es für beide seiten fair, wenn die BLB nach dem baugesuch noch einmal durchleuchtet und ggf. angepasst wird. das müssen aber beide wollen und das ergebnis akzeptieren oder noch einmal verhandeln.

    ich kenne leistungsbeschreibungen, die haben passagenweise nichts mit dem bauvorhaben zu tun, welches gemeint!
  • Wenn!! der Bauherr zu seinem Angebot für sein Bauvorhaben eine individuelle Planung und Beschreibung bekommt, dann ist es mehr als fair, wenn er diese Ausarbeitung auch bezahlt. Genauso wie für den KV in der Autowerkstatt.

    Und genau das wird nämlich nicht passieren, weil die Erwartungshaltung dermaßen groß ist, das alles kostenlos und unverbindlich ist. Darüber hinaus hat er ja selbst dann noch das 14-tägige Rücktrittsrecht, selbst wenn er unterschrieben hat. Also wird nichts anderes übrig bleiben, als das gegen Kohle rauszugeben. Zug um Zug.

    Ich rede jetzt nicht vom Standard 08-15 Haus, sondern von halbwegs individueller Planung. Alternativ nimmt er das, und wird, nachdem alle Fristen abgelaufen sind, dann bei den Nachträgen so richtig abgekocht. Und das soll Verbraucherschutz sein? :lol:
    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet
  • MoRüBe schrieb:


    dann bei den Nachträgen so richtig abgekocht.
    Nein - es wird doch der §650b dafür eingeführt - Änderung des Vertrags; Anordnungsrecht des Bestellers - da ist mit Abhocke nicht mehr so leicht.

    Aus dem verlinkten Artikel:



    Das oben beschriebene Szenario könnte nach Ansicht von Philipp Mesenburg, Leiter der Hauptabteilung Recht beim ZDB, durchaus Realität werden. Das Problem liegt darin, dass der Gesetzesentwurf dem Bauherrn erstmals das Recht einräumt, eine von den Vertragspartnern vereinbarte Bauleistung nachträglich einseitig zu verändern. Damit werde dem Bauunternehmer jegliche Planungssicherheit genommen.
    "Wenn er Folgeaufträge hat, kann er dabei in Verzug geraten, wenn er länger als geplant auf einer Baustelle gebunden ist", sagt Mesenburg und weist auch auf die Kostenseite hin: So habe der Unternehmer nach dem Gesetzesentwurf keine Sicherheit, dass er für die zusätzlichen Arbeiten die Mehrkosten abrechnen kann.