Rohbetontreppe ausgleichen

    • Rohbetontreppe ausgleichen

      Guten Tag Zusammen,

      ich bin neu hier im Forum, habe allerdings gleich eine Frage und hoffe hier eine Hilfestellung zu erhalten.
      In unserem Neubau wurde durch unsere Baufirma eine Rohbetontreppe gegossen. Das Steigungsmaß sollte lt. Auftrag 19/26 cm sein.
      Es war von Anfang an geplant diese Treppe mit Fliesen zu belegen.
      Allerdings sitzt die Treppe vom Fertigbodenmaß oben und unten ca. 2,5 cm zu niedrig. Außerdem haben wir Stufenhöhen zwischen 18 und 21 cm.
      Um die Stufenhöhen auf ein gleiches Maß ausgleichen zu können müssen je nach Stufe zwischen 2 und 4,5 cm aufgebaut werden.

      Wir hatten nun 2 Fliesenleger bei uns. Einer hat uns angeboten die einzelnen Treppenstufen anzuschleifen, zu grundieren und mit Betonestrich auszugleichen. Im Anschluss würde er die Fliesen verlegen.

      Ein anderer Fliesenleger hat uns angeboten für den Boden geeignete Fermacell Platten mit Fliesenkleber auf die Stufen zu kleben und danach zu fliesen.

      Welches ist Ihrer Meinung nach die bessere Vorgehensweise auch in Bezug auf die Haltbarkeit?

      Danke für die Antworten.
    • stufen sauber machen, vollflächig aufrauen, haftgrund auftragen, in den frischen haftgrund quarzsand einstreuen und anschließend eine kunstharzspachtelschicht bei dünnem auftrag oder einen kunstharvergüteten mörtel bei dickerer schicht als ausgleich auftragen.

      machen sollte das aber der rohbauer, der die treppe mangelhaft gebaut hatte. extra geld bekommt er dafür nicht!
    • eben: war denn Dünnbettverlegung von Fliesen vereinbart, direkt auf die Rohbetontreppe (halte ich für eine Ortbetontreppe für ungewöhnlich). Oder war von einem anderen Belag (Naturstein, Holz etc.) ausgegangen worden. Oder war das etwa gar nicht kommuniziert worden?

      ok, die unterschiedlichen Steigungshöhen könnte man ihm vielleicht ankreiden...
    • die mörteldicke sollte in einem gewissen verhältnis zur fliesendicke stehen. 45 mm mörtel wäre mir zu viel für eine fliese auf treppen!

      was vertraglich vereinbart ist, wissen die götter, aber 45 mm passen bei einer eingeschossigen treppe in kein zulässiges toleranzraster.
    • Vielen Dank für die Antworten.

      Das Bauunternehmen war informiert, dass die Treppe nur mit Fliesen belegt werden soll. Das bei einer auf der Baustelle gegossenen Treppe gewisse Unebenheiten bzw Unterschiede in den Stufenhöhen auftreten können war uns bekannt. Jedoch sind diese Unterschiede deutlich zu hoch.
      Wir haben diesen Mangel auch beim Bauunternehmer angezeigt jedoch hat er nach mehrfachen Fristsetzungen sein Mängelbeseitungsrecht verstreichen lassen.
      Wir möchten nun die Treppe fachmännisch ausgleichen lassen.

      Der Ausgleich mit Kunstharzmörtel hört sich für mich nach einem guten Weg an. Sollten Ihnen noch weitere mögliche Vorgehensweisen einfallen würde ich mich über weitere Beiträge freuen.
    • Tatsächlich plane ich auch (fast) immer 4cm tiefere Stufen. Da kann man was ausgleichen und man kann bei der Wahl des Belages noch ändern (in der Rohbauphase wissen viele BH noch nicht was da später drauf kommen soll). Fliesen direkt auf Betontreppe legen halte ich für kühn. Da muss schon sehr präzise gearbeitet werden. Bei Ferigteiltreppenlauf wohl möglich (aber auch schwierig, da Rohbautoleranzen berücksichtigt werden müssten), aber immerhin denkbar. Bei Ortbeton...never ever.
    • Skeptiker schrieb:

      Wirklich soooo aufwändig?
      Naja, aufwendiger als eine normale Treppe jedenfalls, die man mit etwas "Spiel" plant. Antritt und Austritt (!!!), der dann ja höhengleich in den späteren Belag übergehen muss (und es auch tut!) mussten halt passen.


      Skeptiker schrieb:

      Verglasung nach DIN 18008-4 oder nach TRAV?
      Eigenleistung des BH bzw. er hatte dies einer Glaserei übergeben. Ist jedenfalls zwei Lagen ESG + dicke Folie dazwischen.