Hausbau, 2 Wohneinheiten auf 2 Stockwerken - Tipps?

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  • Hausbau, 2 Wohneinheiten auf 2 Stockwerken - Tipps?

    So, nun bin ich auch hier gelandet.
    Geplant ist der Bau eines Miethauses mit 2 separaten Wohneinheiten. Lt. Bebaungsplan dürfen wir nur ein Einzelhaus bauen, kein Doppelhaus.
    Wir würden selbst nicht mit arbeiten, sondern alles aus einer Hand machen lassen.
    Die Finanzierung ist soweit geregelt, ist also im Moment nicht das Thema.

    Wir haben leider so gar keine Ahung von der Materie und stecken schon bei den Grundlagen fest.
    Fertighaus oder Architektenhaus?
    Im Moment tendieren wir mehr zum Fertighaus (ist aber noch keine endgültige Entscheidung).
    Ziegelbauweise besser als Holzständerbauweise?

    Wie wählen wir eine zuverlässige Firma für unser Vorhaben aus?
    Was müssen wir beachten?
    Was vorher wissen?

    Wäre über Hilfe sehr dankbar.
  • Kelda schrieb:

    Auch für ein Fertighaus?
    Bzw. bevor ich überhaupt weiß, ob ich besser ein Fertighaus oder ein Architektenhaus bauen lasse?
    was verstehst du unter fertighaus?

    fertige häuser gibts auch beim architekten. :D
    und irgendein architekt muß sowieso immer
    seine unterschrift leisten, auch bei einer fertighausfirma.

    planerisch bist du jedenfalls besser aufgehoben, bei einem
    freien architekten, wie bei einem hausverkäufer, der gelernter
    schuhverkäufer, metzger, oder schuhmacher ist.
  • War unklar geschrieben.
    Ich darf ein Haus mit 2 Wohnungen bauen (Bauplan), aber kein Doppelhaus, sondern nur ein Einzelhaus. (Sprich die Wohnungen übereinander, nicht nebeneinander.)

    Eben wegen dem "Verkäufer", "Vertreter",.... woll ich gern nach Tipps und Erfahrungen fragen und nicht einfach irgendeine Fa. nehmen.
    Ich frag mich halt bei einem einfach gestalteten Haus zum Vermieten, ob ich da wirklich ein frei geplantes Haus brauche..... ich weiss es nicht...
  • Kelda schrieb:

    Auch für ein Fertighaus?
    Bzw. bevor ich überhaupt weiß, ob ich besser ein Fertighaus oder ein Architektenhaus bauen lasse?
    Irgendwie muss man doch zuerst einmal festlegen, was überhaupt gebaut werden darf. Eine Einschränkung (B Plan) hast Du ja schon genannt, evtl. gibt es noch weitere Hindernisse?. Habt Ihr das Grundstück schon? Dann muss man prüfen, wie das mit Euren Wünschen umsetzbar ist. Unter Umständen kommt man zu dem Ergebnis, dass Eure Wünsche nicht umsetzbar sind, oder aber das Ergebnis später kaum zu vermieten ist, was Eure Kalkulation auf den Kopf stellen könnte. Da wäre es doch hilfreich, wenn man das möglichst früh wüsste, bevor die Maschinerie bereits auf Hochtouren läuft und jeden Tag Geld verbrennt.

    d.h. Ihr braucht jetzt jemanden, der Grundstück , B-Plan, Eure Wünsche überprüft und Euch sagt, ja das geht, oder nein das geht nicht, oder ja das geht, aber nur unter den und den Voraussetzungen/Änderungen.

    Klar, das kostet jetzt ein paar Euro, wird aber sicherlich günstiger als ein Baustop oder die (zu) späte Erkenntnis, dass das Haus nicht so genutzt werden kann wie geplant.

    Ich würde mich auch von dem Begriff "Fertighaus" verabschieden. Was ist ein Fertighaus? Jeder versteht darunter etwas anderes. Ihr könntet das Haus auch planen lassen und dann die Ausführung komplett an eine Firma übergeben. Ob das Haus dann in Holzrahmenbauweise, oder Ziegel, oder was weiß ich gefertigt ist, steht auf einem anderen Blatt. Da sucht Ihr Euch dann die passende Firma aus.

    Wichtig ist, dass Ihr Euch jetzt nicht von irgendwelchen Verkäufern bequatschen lässt. Wenn die Anforderungen (B-Plan etc.) etwas kompliziert sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Haus von der Stange, Modell xyz, nicht passt. Ein Verkäufer muss aber verkaufen, und da wird halt schnell mal ein Schuh Größe 40 auch für einen Fuß Größe 45 passend gemacht.


    ---------- 24. November 2016, 12:34 ----------

    Kelda schrieb:

    Ich frag mich halt bei einem einfach gestalteten Haus zum Vermieten, ob ich da wirklich ein frei geplantes Haus brauche..... ich weiss es nicht...

    Du musst die Küche ja nicht planen lassen, obwohl es schon sinnvoll sein kann, zumindest die ganzen Anschlüsse, Fenster etc. zu planen. Wenn die Mieter die Küche umbauen müssen, damit sie ihre Küchenmöbel aufstellen können, ist Dir als Vermieter ja auch nicht gedient.
    Stelle Dir mal vor, neue Wohnung wird vermietet, und die Mieter fangen gleich mal an, Leitungen an die Wand zu tackern. Da kommt Freude auf.
  • Danke für den hilfreichen, ausführlichen Beitrag R.B.

    Fertighaus ist für mich als Laie ein Haus das nicht Stein für Stein bei uns in monatelanger Arbeit erbaut wird, sondern eines, das aus Fertigteilen gemacht ist (sorry wegen der sehr laienhaften Erklärung). Also kein Massivhaus. Wobei ich momentan mehr zu Ziegel tendiere, als zu Holzständer.

    Das Grundstück haben wir schon, auch den Bebauungsplan. Es gibt natürlich Einschränkungen bei der Größe der Fläche, die bebaut werden darf usw.
    Da dachte ich schon, dass ich damit zum Fachmenschen gehen muss, egal ob zum Architekten oder Fertigbauer.
    Wobei mich das jetzt sehr erschreckt, dass die evtl. etwas "passend machen", was dann so gar nicht gebaut werden darf. :-o

    Frage dazu: der Bauplan muss doch eh zur Genehmigung eingereicht werden und wir können erst starten, wenn er genehmigt ist? Da würde doch auffallen, wenn das geplante Haus nicht den Vorgaben entspricht?

    Was hab ich denn für Alternativen für "jemanden, der Grundstück , B-Plan, unsere Wünsche überprüft und uns sagt, ja das geht, oder nein das geht nicht, oder ja das geht, aber nur unter den und den Voraussetzungen/Änderungen."?
    Architekt?
    Bauträger?
    Und die Leute von den Fertighausfirmen machen das nicht regelkonform?

    Einwand dazu: Wenn ich dafür jetzt einen Architekten nehme... dann kann ich dem danach sagen "aber das Haus planst du nicht, ich will von dir nur die Vorgaben was ich darf und was nicht"? Klar bekommt er die Leistung bezahlt, aber das finde ich schon heftig und irgendwie macht's auch nicht so richtig Sinn, weil ich mich danach ja wieder nicht auskenne was ganz genau noch geht und was nicht...

    Hm.. grübel.. wie die Mieter dann die Küche wollen bzw. welche Möbel sie wie stellen wollen... das weiß ich ja vorher nie?
  • der wunsch nach "fertig" kann von allen möglichen konstrukten erfüllt werden, wenn nicht von einem eigenen (d.h., stück für stück beauftragte fachleute, die frei von herstellerinteressen planen) planerteam, dann von einer der unzähligen "general"-arten ( GU +bauherrenfremde planung, inkl. bauherrenfremde planung, die grenzen zum totalübernehmer loten wir hier erstmal nicht aus).

    ob mineralisch oder organisch hängt von nahezu unendlich vielen bauherrenanforderungen ab - ich finde, da trennt sich schon beim "planer" die spreu vom weizen, weil individuell kriterien für die richtige bauweise zu finden, scheint immer mehr aus der mode zu kommen.

    was passieren kann, wenn man einem "schlauen" verkäufer erliegt, kann man hier in einem inzwischen endloslangen faden (dem von "pincho") nachlesen. ähnliches kann aber auch mit eigener, fachunkundiger, planung passieren.
  • Kelda schrieb:

    War unklar geschrieben.
    Ich darf ein Haus mit 2 Wohnungen bauen (Bauplan), aber kein Doppelhaus, sondern nur ein Einzelhaus. (Sprich die Wohnungen übereinander, nicht nebeneinander.)

    Eben wegen dem "Verkäufer", "Vertreter",.... woll ich gern nach Tipps und Erfahrungen fragen und nicht einfach irgendeine Fa. nehmen.
    Ich frag mich halt bei einem einfach gestalteten Haus zum Vermieten, ob ich da wirklich ein frei geplantes Haus brauche..... ich weiss es nicht...
    das ist ja kein hexenwerk.

    nur verabschiede dich von irgendwelchen verkäufern,
    die dir haus veronika aufs auge drücken möchten,
    und ihr rasierwasser so gut duftet.
  • *lach.. ich bin kein Fan von aufdringlich duftenden Rasierwassern...


    Konkrete Frage: gibt es hier im Forum eine Möglicheit herauzulesen welche Fertighaus-Firmen seriös sind - und von welchen man besser die Finger lassen sollte?
    Ich hab tatsächlich Angst, dass ich mir was aufschwatzen lasse. Nicht wegen dem Rasierwasser, sondern wegen keine Ahnung von der ganzen Materie....

    Und ja.. sowas kann mir auch mit einem schlechten eigenen Planer passieren. Auch da fehlt ja das Fachwissen von meiner Seite und damit schrumpft die Chance zu erkennen, wenn etwas nicht ok ist... :-/

    Weitere Grundsatzfrage: Keller ja oder nein? (Gibt es evtl. hier im Forum schon einen Beitrag dazu?)
  • Kelda schrieb:


    Wobei mich das jetzt sehr erschreckt, dass die evtl. etwas "passend machen", was dann so gar nicht gebaut werden darf. :-o

    Nicht passend machen was nicht gebaut werden darf, sondern passend machen, so dass es verkauft werden kann, (aber das muss nicht zwangsläufig zu Deinen Wünschen passen). Als Laie weiß man vorher selten auf welche Details es ankommt, man sieht ein paar bunte Bilder, und denkt, das passt schon. Ist dann die Tinte unter dem Vertrag erst einmal trocken, dann........."ja wenn Sie das so wollten, das können wir natürlich auch machen, aber das kostet extra".
    Wichtig, so muss es nicht laufen, aber es kann so laufen. Man darf halt nicht vergessen, dass hier der Verkauf im Vordergrund steht, denn damit verdient die Firma ihr Geld.

    In einem anderen thread geht es gerade darum, dass ein Haus "tiefergelegt" wurde, und nun wird ein Schuldiger gesucht, und natürlich jemand der den Mehraufwand bezahlt. Haus ist OK, Grundstück ist OK, aber beides zusammen.....hätte man besser machen können.

    Wenn ich zum (beliebige Automarke einsetzen) Händler gehe, dann wird der mir kaum einen (andere beliebige Automarke einsetzen) empfehlen, auch wenn der besser zu meinen Wünschen passen würde. Gut wenn ich dann jemanden habe, der mir gleich von vornherein sagt, gehe zum (Automarke einsetzen) Händler. Beim Hausbau ist es ähnlich. Jeder wird versuchen das zu verkaufen was er auch liefern kann. Ein Planer eines Hausanbieters in Hamburg wird sich nicht in´s Auto setzen um nach Bayern zu fahren, um alle Details zu klären. Seine Aufgabe ist es, Standard Haus xy passend zu machen damit eine Genehmigung erteilt wird. Dafür kriegt er ein Zeitbudget x, und dann muss es los gehen.

    Ob man auf Dein Grundstück ein Haus Typ "Standard " setzen kann, das kann ich nicht sagen (ist auch gar nicht mein Revier). Immer daran denken, nur weil ein Haus genehmigt wird, muss das noch lange nicht bedeuten, dass man es auch so nutzen kann wie man es sich einmal gedacht hat. Man wird mir auch eine Garage mit 2m Höhe genehmigen, selbst wenn mein Auto höher sein sollte.
  • Kelda schrieb:



    Weitere Grundsatzfrage: Keller ja oder nein? (Gibt es evtl. hier im Forum schon einen Beitrag dazu?)

    Eröffne dazu ein neues Thema. Keller ja/nein wurde schon heiß diskutiert, da kommen sicherlich einige Beiträge zusammen.
    Ich bin für einen Keller, aber das schreibe ich Dir gerne in einem neuen Thema, damit das hier nicht zu sehr durcheinander geht.
  • Kelda schrieb:

    Wie erkenne ich als Laie wer gut ist
    garnicht. du bist kauffrau, kannst also rechnen: dann rechne mit dem schlimmsten.
    i bin jezz da beese: alle guten baufirmen sind ausgelastet ohne ende, sogar krattler haben jede menge arbeit - und wenn einer sagt, "alles easy": dann weisst du hoffentlich, was es geschlagen hat. hauskauf (oder -bau) ist anders als autokauf.

    der erste und elementarste rat (und ich hoffe, ein paar bauherren werden dazu noch mehr schreiben): lesen. nachfragen. viel.
  • Motivationsgrundlagen:

    Architekt:

    Tritt als Planer auf, versucht deine Wünsche und Ansprüche plus Gegebenheiten aus dem Baugrund zu Papier zu bringen und in einem gewissen Kostenrahmen umzusetzen.

    Vorteil: Seine Intention ist die Beratung, an der er natürlich verdient, er handelt aber in deinem Interesse

    Nachteil: Keine abschließende Kostensicherheit, da es lediglich Schätzungen sind. Eine schlaue Finanzierung mit Rücklagen kann diesen Punkt relativ gesehen entkräften.

    Fertighaus-Anbieter:

    Verkauft vordergründig Häuser aus dem Katalog. Seine Basis ist sein Geschäftsmodell (Häuser) er kann weniger individuell bauen.

    Vorteile: relative Preissicherheit, wenn Haus wie ausgestattet gekauft und gebraucht wird.

    Nachteil: relativ geringer individueller Planungsbedarf, Verkäuferargumente, hohe Aufpreise für alles außerhalb des Standards, Beratung liegt im Verkauf von Produkten

    Größter Problemfaktor auf dem Bau:

    Naivität und Gutgläubigkeit der Kunden. Zu wenig Zeit zur Informationssammlung in Anbetracht der investierten Summen. Zu hohes Anspruchsdenken, alles für kleines Geld zu bekommen. Streichen von Kosten ohne Hintergrundwissen "das brauchen wir nicht".

    Egal mit welcher Art der Hauserstellung, fällt man in obiges Schema geht es in ungünstiger Konstellation böse baden. Die Frage sollte also eher anders lauten, die man sich am Anfang stellen sollte. Aneignen eines soliden Grundwissens um anderen nicht bedingungslos zu vertrauen. Mit "ich habe keine Ahnung" seid ihr der kleinste Fisch im Haifischbecken derer die nun um Euer Geld buhlen.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot
  • Ich weiß nicht wie ich mir wenigstens ein solides Grundwissen aneignen kann.
    Es erschlägt einen fast, was es alles an Infos gibt. Wie sortiere ich aus was wichtig ist (und was ich nicht unbedingt wissen muss) und wie/wo finde ich vernünftige Informationen dazu, die auch für einen Laien verständlich aufgearbeitet sind?
    Man fängt an sich einzulesen - und steigt irgendwann aus, weil es zu kompliziert ist/wird... :-/
  • Um das Thema vielleicht mal von der anderen Seite zu beleuchten:

    Ihr plant ein reines Mietshaus, möchtet damit also Geld verdienen.
    Mal davon abgesehen, dass man sich ohnehin schon trefflich darüber streiten kann, ob ein solches Objekt im Idealfall überhaupt eine nennenswerte Rendite abwirft, begebt ihr euch von Anfang an und in jeder Hinsicht in Abhängigkeit von "Fremden", deren Engagement und Wissen am Ende maßgeblich darüber mitentscheidet, wie die Geschichte für euch ausgeht.

    Frei nach Warren Buffet: "Stick to what you know" - "Investiere nie in ein Geschäft, welches du nicht verstehst"
  • Tja.. ich verstehe auch von den anderen halbwegs rentablen Möglichkeiten Geld anzulegen nicht wirklich was.

    Dann dürften sehr viele Menschen kein Haus bauen, behaupte ich jetzt einfach mal so.
    In die Abhängigkeit von Fremden begibt sich ja jeder "Häuslebauer", der nicht vom Fach ist. Da spielt es doch keine Rolle, ob selbst beziehen oder vemieten?
  • Dann ist also keine Zeit mehr für 4 oder 5 Semester Studium. ;)

    Wie kann die Finanzierung gesichert sein wenn noch nicht einmal klar ist, wie groß das Haus wird?

    Ich würde mich an Deiner Stelle jetzt zuerst einmal hinsetzen und überlegen, wie groß das Haus werden soll, was alles in jede Wohnung soll, Garagen, Stellplätze, Garten, Thema Keller, usw. Dann würde ich eine Liste machen mit meinen Wünschen.
    Bsp.: 120m² Grundfläche, 2 Etagen (Vollgeschosse? Wohnungen), je 4 Zimmer, Küche, Bad, Dach ausgebaut, je 1 Garage pro Wohnung, gegeneinander getrennt, usw.

    (Flächen sind deswegen interessant weil diese ja auch den Mietertrag bestimmen)

    Dann mit B-Plan, Infos zum Grundstück , budget, und Deiner Wunschliste zu einem Architekten gehen, und fragen, was es kostet wenn er mal abklärt was möglich ist, und vielleicht schon mal einen Entwurf anfertigt.
    Da muss man miteinander reden, vor allen Dingen was die Kosten betrifft. Nicht dass später die böse Überraschung kommt-

    Vielleicht findest Du jemanden und die Chemie stimmt. Oder aber ihr könnt nicht miteinander, dann wäre der Schaden gering.
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