Schlussrechnung, Fälligkeit, Mängel, Abnahme

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    • Schlussrechnung, Fälligkeit, Mängel, Abnahme

      Hallo zusammen,

      vor 2 Wochen habe ich die Schlussrechnung mit der letzten Rate + einige Nachträge von unserem bekommen. Ca. 8000€.
      Nachdem ich beim Prüfen der Rechnung einige falsche Posten gefunden hatte, hab ich diese reklamiert.
      Weiterhin wurden einige Mängel aus dem Abnahmeprotokoll noch nicht behoben:
      • APU-Leisten „locker“ (siehe anderes Thema)
      • Kratzer in Nebeneingangstür
      • Falsch montierte Dichtung an Innentür mit dadurch verkratzter Zarge
      • Übergabe Dokumentation der Erdungsanlage gem. der vereinbarten DIN18014
      • Fachunternehmererklärung der Fa. XXX bzgl. Einbau RC1 aller Elemente sowie Tragfähigkeitsnachweis gemäß DIN 18008-1 für das absturzsichere Fenster im Flur OG.
      • Übergabe der Gewährleistungsbürgschaftsurkunde
      • Nicht schließende Innentür aufgrund falsch eingebauter Zarge
      • Gebrochene Glasleiste an einer Innentür
      Weiterhin stehen aus, ohne dass dies im Abnahmeprotokoll festgehalten wurde:

      Bzgl. der Dokumente ist vereinbart im Vertrag „dass für die Ausführung erforderlichen Unterlagen durch den AN gefertigt werden“ sowie „„Alle gefertigten Pläne und Berechnungen werden per Mail an Sie weitergegeben“.

      Die Schlussrechnung ist laut Vertrag fällig nach „Fertigstellung und Abnahme“.

      Ich hab daraufhin die Fälligkeit der Schlussrechnung in Abrede gestellt und erstmal nicht bezahlt, sowie die Übergabe der Dokumente und Mangelbehebung bis Mitte Dezember gefordert.

      sagt, Rechnung ist fällig, für die noch zu beseitigen Mängel (seiner Meinung nach i.H.v. max. 300€) könnte ich das doppelte einbehalten sowie die strittigen Positionen der Rechnung.

      Da zum Ende des BV die Motivation des stark gesunken ist, und seit Abnahme fast nichts mehr passiert ist, möchte ich natürlich möglichst viel zurückbehalten, um ein wenig Druck auf den Kessel zu bringen. Ich will das endlich mal erledigt haben.

      Frage:

      • (1) Wie setze ich die Mängelbeseitigungskosten für die Dokumentation der Erdungsanlage und des Tragfähigkeitsnachweises an? Könnte ja sein, dass z.B. der Fundamenterder falsch erstellt wurde, und nur mit sehr hohen Kosten nachgebessert werden kann. Ebenso beim Fenster. Beim Fundamenterder befürchte ich stark, dass gar nicht fotografisch dokumentiert wurde, und dass zuwenig Anschlussfahnen vom PA in der BoPla zum Ringerder erstellt wurden. Sind aber Vermutungen.
      • (2) Wie interpretiert ihr die Fälligkeit der Schlussrechnung? Nach „Fertigstellung“ interpretiere ich mit „alles fertig“, also auch alle Mängel.
      • (3) Welche „für die Ausführung erforderlichen Unterlagen“ sollte ich noch anfordern? Habe ich überhaupt noch eine Anrecht darauf, nach Abnahme ohne Rüge derselben? Eine Rohrnetzberechnung der FBH z.B. habe ich nie erhalten. Oder Statik – bis auf die Deckenstatik vom Betonwerk. Alle Unterlagen die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder ardt erstellt werden müssen, müsste ich dann ja eigentlich bekommen. Hat da jemand einen Überblick?
      • (4) Hat die Übergabe der Gewährleistungsbürgschaft Auswirkung auf die Fälligkeit der Schlussrechnung?
    • SirSydom schrieb:

      2) Wie interpretiert ihr die Fälligkeit der Schlussrechnung? Nach „Fertigstellung“ interpretiere ich mit „alles fertig“, also auch alle Mängel.
      Nein. Fertig ist fertig. Abnahme ist ja erfolgt. Wenn nicht fertig, dann keine Abnahme oder Abnahme = fertig.

      Da dürfen noch ein Restarbeiten und ein paar Mängel da sein. Für die kann man dann eben etwas einbehalten.

      Einbeahlt zur Mängelbehebung:
      Max. dad doppelte der ortsüblichen Kosten für die Mangelbehebung durch einen anderen Unternehmer.

      Nicht das, was der erträumt oder er seinen Subs aufs Auge drücken kann!


      So gefühlt ist da von den 8 k€ GAR NICHTS fällig bei der Liste - selbst wenn ich die Erdung rausnehme.

      Innentüren tauschen, Nebeneingangstür tauschen, ggf. absturzsicheres Fenster wechseln, Apu-Leisten (= Putz beschädigt)

      Lass Dir das grob ausrechnen und schick ihm das mit dem Verweis auf Faktor 2, dann soll er mal sehen...
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • das, was du aufführst ist in der behebung keine 300 € wert. die kosten sind höher, die müssen aber sauber berechnet sein - nicht geschätzt, mit faktor 2 versehen und fertig.

      die differenz musst du zahlen - beschleunigt!
    • und wer rechnet mir das aus?

      Und nochmal auf (1) zurückzukommen. Wie bewertet man die fehlende Doku der Erdungsanlage? Kann sein, das alles i.O. ist, dann isses nur die Doku.
      Ist der PA in der BoPla mangelhaft, ist der Schaden riesig.

      beschleunigt zahlen.. Verzugszinsen 5% bringen mich nicht um. Kosten des Mahnverfahrens auch nicht. Großes finanzielles Risiko sehe ich jetzt da nicht. Übersehe ich was?
    • SirSydom schrieb:

      Und nochmal auf (1) zurückzukommen. Wie bewertet man die fehlende Doku der Erdungsanlage? Kann sein, das alles i.O. ist, dann isses nur die Doku.
      Wie man das genau bewertet, vermag Dir nur ein Jurist zu verraten. Ich würde den worst case annehmen (taugt nicht) und den zur Grundlage machen, bis das Gegenteil bewiesen ist.
      Ich hab grad in der BQÜ einen Erder mit < 50 cm überdeckung im Endzustand! Da muss "nur" geschachte, der Ring tiedergelegt und wieder zugebuddelt und verdichtet werden, aber trotzdem. Sind nicht bloß 2,50 €

      Norbert - mit grob schätzen meinte ich Kostenermittlung ab Basis der ortsüblichen Preise. Angebote brauchts dafür (erstmal) nicht. Aber da sollte auf dem Briefkopf natürlich nicht "Sir Sydom, Burgstr. 9 3/4" stehen, sondern schon ein Kollege oder ein SV oder so. DAS ist richtig.

      SirSydom schrieb:

      Übersehe ich was?
      Ja. Das Du Deine Position verschlechterst, wenn Du die Berechnungen und Forderungen nachschiebst, wenn Du bis zum Mahnbescheid oder noch länger wartest.
      Nicht nur bei Deinem , sondern auch bei den Juristen ALLER Seiten, auch denen hinter der Bank drei Stufen höher!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • SirSydom schrieb:

      und wer rechnet mir das aus?
      wenn du meine PN gelesen hast, dann kannst du das!


      ---------- 23. November 2016, 19:13 ----------

      Ralf - wenn das ganze mit nachvollziehbaren zeiten, üblichen stundensätzen und materialanteil sauber aufgelistet ist, dann kann im briefkopf auch

      SirSydom
      Burgstraße 9 3/4
      00815 bimbeldorf

      stehen.
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Ich hab grad in der BQÜ einen Erder mit < 50 cm überdeckung im Endzustand!
      Seit der letzten Änderung der entsprechenden Norm ist übrigens eine frostfreie Verlegung in mind. 80cm Tiefe gefordert.
      Die 50cm sind Geschichte. Das nur so am Rande. ;)

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Ja. Das Du Deine Position verschlechterst, wenn Du die Berechnungen und Forderungen nachschiebst, wenn Du bis zum Mahnbescheid oder noch länger wartest.
      soweit will ich es eh nicht kommen lassen.

      Gast1234 schrieb:

      wenn du meine PN gelesen hast, dann kannst du das!
      hab ich. Danke.
    • SirSydom schrieb:

      Seit der letzten Änderung der entsprechenden Norm ist übrigens eine frostfreie Verlegung in mind. 80cm Tiefe gefordert.
      Die 50cm sind Geschichte. Das nur so am Rande.
      Ich weiß. Darum gehts ja. Der BT dort beruft sich aber stumpf auf die Dokumentation des Prüfunternehmens und sagt, alles sei gut. Auch wenn nix gut ist.
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