Hausland

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    • Ich weis zwar nicht so recht ob das Thema hier rein passt , aber warscheinlich besser als wo anders .
      Folgendes :
      Ich weis nicht ob der Begriff Hausland euch etwas sagt,
      Wir haben aber welches , das ist Quasie ein Stück Land , bei uns halt Streuobswiese, was nicht direkt am Grundstück dran ist aber doch irgendwie dazugehört .
      Es ist nun wie folgt , dieses besagte Hausland , gab es irgendwann mal nach dem Krieg als Abfindung von der Gemeinde(?).
      Dummerweise wurde das nicht im Grundbuch vermerkt / geändert, und vermutlich alle , die darüber detailiert Auskunft geben können sind verstorben.
      Wie stehen denn da meine rechtlichen Chancen, jetzt nicht enteignet zu werden , oder schlimmer noch , Pacht zahlen zu müssen .
      Unsere Bürgermeisterin , möchte jetzt diese Flächen verpachten , unser alter Bürgermeister , hat sogar gemeindeeigene Feldwege verkauft, jetzt wird wohl irgendwie versucht an Geld zu kommen
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Roth schrieb:

      Betrifft das nur dich oder auch andere Bürger?
      Es betrifft mehrere Leute , aber viele sagen eben, "ist mir doch egal , ich bin so alt , ich will und kann nicht mehr".
      einige Grundstücke wurden auch verkauft , und der neue Eigentümer oder auch Erbe weis es vielleicht auch gar nicht .

      ThomasMD schrieb:

      Als Abfindung wofür soll es das denn gegeben haben?
      Sorry, das weis ich auch nicht , ich bin ja nun die 3. Generation , und die erste nun auch schon lange verstorben.
      Ich kenne leider auch nicht wirklich die genauen zusammenhänge . Vielleicht hat das auch was mit den ehemaligen LPG´s zu tun , das ist nämlich Gelände am Hang , und nicht sehr gut beackerbar und wie alt der Baumbestand ist, kann ich leider nur gaaaaaaannnnnnz grob abschätzen.
      Das ganze Areal,lag jetzt auch viele Jahre brach , und ist mehr oder weniger verwildert. Es gab ja auch nicht unbedingt nach der Wende die Notwendigkeit Äpfel zu Pflücken und in die Mosterei zu schaffen , wie eben vor der Wende möglich, und auch notwendig, wenn man nicht nur Leitungswasser und Fassbrause trinken wollte .( In der Stadt sicher anders)

      Und die "alten" waren eben nicht immer nach dem Motto gegegangen "Wer schreibt , der bleibt", da wurde eben vielles mündlich vereinbart, und es hat sich aber auch jeder dran gehalten.( über Generationen)

      Ich weis , ja das meine Chancen recht mau aussehen, wenn ich nix schriftliches finden kann , und erst Recht wenn ich der einzige sein sollte der sich kümmert und allen anderen das egal ist.
      Aber ich bin eben der Meinung , wer Kämpft- der hat eine Chance , wer aufgibt -der hat schon verloren .
      Ich bin aber nicht so blöd , um jeden Preis einen Streit zu entfachen, den ich nie gewinnen kann .

      Heute Abend , hat unsere Bürgermeisterin Sprechstunde
      ( Natürlich ein" Ziehkind"von unserem EX Bürgermeisters , der jetzt Ihr Übergeordneter Bürgermeister ist .

      Wir waren bis vor 3 Jahren eine eigenständige Gemeinde , unser EX hatte damals schon eine Eingemeindung zur Stadt vorrangetrieben und verreinbart, und plötzlich als neue Bürgermeisterwahlen anstanden, hat er sich aufgestellt und wurde auch gewählt, und ups , jetzt ist er es Hauptamtlich . Das war eine Regelrechte Wahlkampfschlacht , da sind dann eben Dinge ans Licht gekommen , die eher nicht schön waren. Wie bei Trump und Clinton .
      Er hat sich eben immer damit gebrüstet, das unsere Gemeinde durch Ihn Schuldenfrei wurde , ja aber er hat das Gemeindeeigene " Tafelsilber " verscheuert. Feld , Wald , Immobilien ,und eben auch Feldwege .
      Wir brauchten aber eben auch keine KITA _Gebüren zahlen bis Eingemeindung , und auch keine Straßenausbaubeiträge , aber das dürfen wir jetz nachholen, und ordentlich . Ein kleiner "Trost", der Gemeinderat hat es mit abgenickt.)

      Ich werde heute Abend mal versuchen da noch etwas Klärung reinzubringen
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • AndyG schrieb:

      Ich weis zwar nicht so recht ob das Thema hier rein passt , aber warscheinlich besser als wo anders .
      Folgendes :
      Ich weis nicht ob der Begriff Hausland euch etwas sagt,
      Wir haben aber welches , das ist Quasie ein Stück Land , bei uns halt Streuobswiese, was nicht direkt am Grundstück dran ist aber doch irgendwie dazugehört .
      Es ist nun wie folgt , dieses besagte Hausland , gab es irgendwann mal nach dem Krieg als Abfindung von der Gemeinde(?).
      Als "Abfindung" kenne ich das nicht. Was mir bekannt ist, nach dem Krieg gab es in einigen Gemeinden zu einem Baugrundstück eine landwirtschaftliche Nutzfläche mit xxxx m² hinzu. Hintergrund war, die Selbstversorgung zu sichern. Diese landwirtschaftliche Fläche war im Grundbuch mit dem Baugrundstück gekoppelt, stand also mit eigener Flurstücknummer im Grundbuch des Baugrundstückes. Die Eigentumsverhältnisse waren somit klar geregelt. Ob eine Abtrennung bzw. getrennter Verkauf für einen Zeitraum x ausgeschlossen war, das kann ich nicht sagen. Was ich aber sagen kann, dass nach 50 Jahren eine Abtrennung möglich war, denn genau das haben wir praktiziert. Haus mit Grundstück wurde verkauft, während die "Wiese" in unserem Eigentum blieb.

      Was mich in Deinem Fall wundert, dass es keinerlei Nachweise gibt. Wer hat bisher die Grundsteuer für diese "Wiese" bezahlt?

      Was ich mir vorstellen könnte, dass die Wiese zusammen mit dem "zugehörigen" Baugrundstück irgendwann in der Vergangenheit verkauft wurde, oder dass damals nur eine stillschweigende Nutzung geduldet wurde, aber kein echter Eigentumsübergang stattfand. Im zweiten Fall gäbe es also einen anderen Eigentümer, evtl. die Gemeinde, oder wer auch immer.

      Schwachstelle meiner obigen Einschätzung ist, dass diese natürlich ziemlich "West-lastig" ist. Ich kann nicht ausschließen, dass es nach dem Krieg in der ehemaligen DDR auch andere Möglichkeiten gab. Genaueres könnte man wohl über das Grundbuchamt in Erfahrung bringen, und evtl. wäre es sogar erforderlich, für klare Verhältnisse zu sorgen.
    • Ich würde es nicht Abfindung nennen, sondern Kungelei.

      Das mit der LPG kann ich mir schon gut vorstellen. Die hatte die Streuobstwiese, die Bewohner hatten besser zu beackerndes Land und um nicht zu enteignen, wurde ein "Tausch" vereinbart.
      LPG Acker, Ihr Wiese.

      Du wirst wenig Chancen haben, selbst wenn sich da noch alte Zeugen fänden, Deine "Ansprüche" bindend zu verschriftlichen. Bestenfalls bekommt Ihr ein Angebot, für rel. wenige Kopeken den Teil der Wiese zu kaufen. Schlimmstenfalls ist das bebaubares Gelände und hinter Euch und gefühlt auf "Eurem" Land entsteht ein Baugebiet.

      Wenn Du DIr das Land sichern willst, klär mit der Gemeinde, ob Du das kaufen kannst.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Bauerwartungsland , kann ich mir schwer vorstellen, aber wer weis ?
      Ich kenne auch einen Fall , da hat einer aus dem Gemeinderat ( übrigens ein Bauträger) , Ackerland gekauft , dann selber in einer Sitzung mitbeschlossen , das das Baugebiet wird. Und bums haben wir aus 0,50€ /Qm für Ackerland 50€/Qm für Bauland gemacht .
      Nun sitzt er im Knast , weil er wegen Insolvenzverschleppung und Betrug und weiteres verurteilt wurde .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Ich kenne aus DDR-Zeiten einen evtl. ähnlichen Fall. Dort wurde auch Land getauscht, Da wurde Fläche abgetreten und dafür ein Weiher abgegeben - nur leider nicht ins Grundbuch eingetragen. Es gab aber einen schriftlichen Vertrag. Leider hat all das nichts genützt. Jetzt hat die Mühle keinen Weiherzugang mehr.

      Ich würde dennoch kämpfen, wenns nicht zuviel Geld verbrennt. Aufstehen ist wichtig.
      Nothing is forever, except death, taxes and bad design
    • Ich weiß nicht, ob man mit einer "Streuobstwiese" viel Geld machen kann. Meist lagen diese Flächen im Außenbereich, und sind vermutlich die nächsten 100 Jahre nicht anders nutzbar.
      Es mag auch Ausnahmen geben, aber die hier zutreffen? Keine Ahnung.

      Meine "Wiese" kostet nur Geld (Grundsteuern), nutzen kann ich sie nicht. Bei einem Acker, auch noch im Familienbesitz, sind wir froh, dass der Nachbar diesen mit bewirtschaftet, kostenlos natürlich. Ein Verkauf macht keinen Sinn, da Notar etc. teurer wäre als das Grundstück an Wert hat.
    • ich würde erst mal nach einem Grundbucheintrag suchen.

      Ich kenne das zum Beispiel am Modell "Rechtlerwald". Da wird einem Gehöft ein Nutzungsanteil am gemeinschaftlichen Güterwald zugeordnet, entsprechend bekommt er einen 1/x ten Teil des jährlichen Holzertrags (Laube). Muss aber im Gegenzug auch den 1/x ten Teil der Bewirtschaftungskosten (Holz machen, Wegebau etc.) tragen. Unter'm Strich bleibt aber bisher immer was übrig.

      Dieses Recht ruht "auf dem Haus", ist also quasi untrennbar mit dem Hof verbunden.
    • So nun nach dem Gespräch mit Frau Bürgermeisterin :
      Das besagte Areal , gehört wohl der Gemeinde , wurde aber kostenfrei den Hauseigentümern zur verfügung gestellt ,
      das kann auch so bleiben , es wird aber jetzt einen offiziellen Pachtvertrag geben müssen , für 0 € .
      Dieses Recht wird auch enden, mit Aufgabe der Bewirtschaftung , bzw bei Hausverkauf , so die Aussage von Ihr .
      Damit kann und muss ich jetzt auch leben , aber ich werde weiterforschen nach den genauen Eigentumsverhältnissen .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • AndyG schrieb:


      Damit kann und muss ich jetzt auch leben , aber ich werde weiterforschen nach den genauen Eigentumsverhältnissen .

      Aha, dann habt Ihr also bisher auch keine Grundsteuern dafür bezahlt? Das wäre ja ein Indiz dafür, dass Ihr auch nicht Eigentümer seid. Deswegen hatte ich oben auch danach gefragt. Nach meiner Erfahrung gibt es immer einen Grundsteuerbescheid, egal wie "wertlos" das Gelände ist, und wenn sich die jährliche Grundsteuer auch nur auf 1,- € beläuft.

      Gibt es keine Grundbucheintragung zu Deinen Gunsten, dann hast Du schon einmal schlechte Karten. Evtl. könnte man durch Vorlage eines Kaufvertrages oder einem ähnlichen Vertrag (Übetragung oder was auch immer) einen Nachweis führen. Merke, man kann viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte, der Besitzer eines Grundstücks sein, man ist aber nicht der Eigentümer.
      Üblicherweise unterliegen Grundstücksgeschäfte immer der Notarpflicht, aber wie das nach dem Krieg im Osten war, das kann ich nicht sagen.

      Oben hast Du geschrieben, dass Du das Grundstück "geerbt" hast. Wie soll das funktionieren ohne Grundbucheintragung? Es ist also wahrscheinlicher, dass Du nicht das Grundstück geerbt hast, sondern das Recht zur Nutzung (also die Nutzung weiterführen kannst). Dem entspricht auch die Aussage der Bürgermeisterin, dass nun ein Pachtvertrag gemacht werden soll.
    • Alfons Fischer schrieb:

      ch kenne das zum Beispiel am Modell "Rechtlerwald". Da wird einem Gehöft ein Nutzungsanteil am gemeinschaftlichen Güterwald zugeordnet, entsprechend bekommt er einen 1/x ten Teil des jährlichen Holzertrags (Laube). Muss aber im Gegenzug auch den 1/x ten Teil der Bewirtschaftungskosten (Holz machen, Wegebau etc.) tragen. Unter'm Strich bleibt aber bisher immer was übrig.
      ich hab auf meinen Grundstück so ein Gemeinderecht eingetragen, das blöde ist nur, das besteht nur dann fort, wenn es regelmäßig ausgeübt wird..
      daran scheitert es oft.