KfW 55 so möglich?

  • natürlich wurden Äpfel mit Birnen verglichen. hab ich ja geschrieben, dass im EnEV-Standard nicht für das komplette Gebäude eine Lüftungsanlage gerechnet wurde, sondern nur für Teilflächen mit absolut notwendigem Bedarf. In den übrigen Bereichen kann man nutzungsbedingt durchaus mit einer Fensterlüftung zurechtkommen.
    Für den Passivstandard mussten dann aber alle konditionierten Bereiche mit einer Lüftungstechnik berechnet werden.
  • R.B. schrieb:

    Selbst 50W mehr oder weniger machen sich dann am Jahresende schon ganz ordentlich bemerkbar.
    öhm...das ist jetzt aber schon viel diese 50W.
    Um die Leistungsaufnahme vergleichen zu können, muss man von gleicher Nutzung ausgehen und da sind 50W dauerhaft mehr/weniger bei gleichem Volumenstrom mMn für die üblichen am Markt erhältlichen Geräte deutlich zuviel.
    "Meine" Comf..Air 350 läuft 98% des Jahres auf Stufe 1 = ca.0,3 Luchtwechsel/h oder ca. 175m³/h = ~ 35W
    Wenn ich das noch richtig im Kopf habe von damals, waren die für ein EFH geigneten alle so um den Dreh in dem Leistungsbereich...50W mehr (weniger geht ja nicht ;) ) kann ich mir da nur bei i-welchen völligen Exoten vorstellen.
    Oder evtl. in der Spitze unter Maximallast...aber die fährt man ja nur sehr sporadisch.

    Ich würde jetzt eher auf die 10W Schwankung tippen bei den üblichen Verdächtigen die 95% des Marktes abdecken und dann reden wir über 20€/a Unterschied (das ist nicht mal ein halber Filtersatz bei meiner Mühle :D )
  • Zellstoff schrieb:

    R.B. schrieb:

    Selbst 50W mehr oder weniger machen sich dann am Jahresende schon ganz ordentlich bemerkbar.
    "Meine" Comf..Air 350 läuft 98% des Jahres auf Stufe 1 = ca.0,3 Luchtwechsel/h oder ca. 175m³/h = ~ 35W

    und es gibt Geräte die sich bei 200m³/h auch deutlich mehr gönnen, je nach Druckverlust den sie überwinden sollen.

    Ich habe ja nicht behauptet, dass es nicht besser ginge, sondern dass es bei den verschiedenen Anbietern teils große Unterschiede gibt. Abgesehen davon gibt es nicht nur EFH, und nicht nur Gebäude die mit 0,25/h gefahren werden. Gerade deswegen ist es ja wichtig, dass man genau plant, und dann die Anbieter vergleicht.
  • R.B. schrieb:

    Es wird immer wieder vergessen, dass solche Förderprogramme nicht dazu dienen "Gewinn" zu machen, sondern sie sind ein politisches Instrument zur Steuerung von Investitionen. Man könnte auch sagen, die Bürger sollen dazu animiert werden, Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren. Gleichzeitig sind die Programme auch einer Art Wirtsschaftsförderung.
    so schaut es aus.

    für die umwelt oder sogar den eigenen geldbeutel dient
    die sache nicht. u.a. werden zich tausende arbeitsplätze
    damit am leben erhalten.

    immer wieder schön bauherren zu betrachten, die KfW
    fördermittel beantragen und morgens den nachwuchs
    mit dem SUW in den kindergarten transportieren.
  • R.B. schrieb:

    Zellstoff schrieb:

    R.B. schrieb:

    Selbst 50W mehr oder weniger machen sich dann am Jahresende schon ganz ordentlich bemerkbar.
    "Meine" Comf..Air 350 läuft 98% des Jahres auf Stufe 1 = ca.0,3 Luchtwechsel/h oder ca. 175m³/h = ~ 35W
    und es gibt Geräte die sich bei 200m³/h auch deutlich mehr gönnen, je nach Druckverlust den sie überwinden sollen.

    Ich habe ja nicht behauptet, dass es nicht besser ginge, sondern dass es bei den verschiedenen Anbietern teils große Unterschiede gibt. Abgesehen davon gibt es nicht nur EFH, und nicht nur Gebäude die mit 0,25/h gefahren werden. Gerade deswegen ist es ja wichtig, dass man genau plant, und dann die Anbieter vergleicht.

    wir zwei sprachen aber schon über Wohngebäude bei den 50W, Du sagtest ja auch "Verbrauch einer KWL"
    Und ja, natürlich verbraucht ein Gerät bei mehr Volumenstrom und/oder höheren Widerständen mehr Strom, aber das macht das andere Gerät bei diesen Bedingungen auch.

    Deine 50W Unterschied bzw. die Unterschiedsbetrachtung müssen sich doch immer auf gleiche Bedingungen beziehen, sonst macht es ja keinen Sinn Geräte zu vergleichen.
    Und am sinnvollsten nimmt man dann die Bedingungen, die zum Großteil übers Jahr vorherrschen.
    Und bei gleichen Bedingungen, sind 50W Unterschied in der übers Jahr gemittelten Leistungsaufnahme für Wohngebäude für die üblichen Geräte zu viel, da bleib ich dabei. Irgendein Exot aus irgendwo mag bei den Bedingungen 50W mehr als die üblichen brauchen, die hier in D zum ganz überwiegenden Teil verkauften KWL´s der paar großen Hersteller nehmen sich da bis auf ein paar W rauf oder runter nicht viel. Ich hab das damals vor 5 Jahren gemacht...am Ende sind die Unterschiede für die Wartungskosten (Filter) größer als die paar 10€/a für Strom. So meine damalige Aufstellung...
  • Jetzt ziehe dich doch nicht an den 50W hoch. Ich hätte auch 30W oder 70W schreiben können.

    Und ja, es gibt auch heute noch Geräte die bei 200m³/h und entsprechendem Druckverlust eine el. Leistungsaufnahme von 100W haben, und andere, die Dank BLDC etc. das gleiche mit 50W schaffen.

    Ob Deine KWL nun 10W oder 30W benötigt ist doch irrelevant. Man könnte auch den Luftwechsel von 0,25/h in Frage stellen, obwohl ich auch der Meinung bin, dass dieser in den meisten Fällen ausreicht. Aber noch einmal, das sind Daten für Deine Anlage und somit genau so wenig repräsentativ wie ich die Daten meiner Heizung oder mein Heizverhalten auf alle Heizungen übertragen kann.

    Letztendlich ging es nur darum, dass man den Stromverbrauch der KWL nicht unter den Tisch fallen lassen kann.

    So, und wie kriege ich jetzt wieder die Kurve zum PH? Ach ja, Lüftung, Luftwechsel und Energie. Also, es wäre gut möglich, dass beim obigen Vergleich für das PH die KWL nicht nur für die Lüftung zuständig ist, sondern dass darüber auch zugeheizt wird. Das kann, neben dem Energieaufwand für die Lufterwärmung, auch einen höheren Luftwechsel erforderlich machen, um die Räume mit ausreichend Heizenergie versorgen zu können. Allein schon der höhere Luftwechsel sorgt dann für eine höhere el. Leistungsaufnahme, und über das Jahr gesehen zu einem höheren Stromverbrauch.
  • Mal ein Update:
    Unsere Architektin hat sich das ganze angeschaut und ist sehr zuversichtlich die 30.000€ auffangen zu können.
    Somit können wir ab sofort hoffentlich wieder etwas ruhiger schlafen.

    Wobei "ruhig" und "schlafen" die perfekte Überleitung zum nächsten Thema wäre:
    Wir haben Post vom Tiefbauer erhalten; Unsere Straße wird fast pünktlich fertig.
    Nach einer leichten Verschiebung von Juli auf September und einer weiteren Verschiebung auf Januar;
    "wegen der schlechten Witterung im September und Oktober" ?( :thumbsup: wird jetzt mit der Erschließung
    bis Ende März gerechnet, 2017 wohl gemerkt.

    Also wenn nichts unvorhergesehenes wie Schnee, Eis, Sturm, Regen, Nebel, Dunkelheit oder gar Sonnenschein dazwischen kommt ...

    So long,
    Thomas


    ---------- 2. Februar 2017, 16:30 ----------

    Nochmal ein Feedback von mir:

    Energieberater ist jetzt richtig gut.
    Nach einem freundlichen, aber sehr zurückhaltenden Tipp hier aus dem Forum haben wir wohl das richtige getan.
    (danke an dieser Stelle nochmal für den Beistand, wir waren echt am Verzweifeln)

    Da wir keinen Vertrag mit dem Energieberater unterschrieben hatten haben wir uns nun für einen anderen Berater entschieden.
    Der erste Energieberater hatte auch keine Zeit mehr ab dem 12 Dezember und wollte sich dann im neuen Jahr sofort melden.
    Auf diese Rückmeldung warten wir immer noch und werden das jetzt aussitzen.

    Der neue Berater hat uns innerhalb 5 Tagen die unterlagen gecheckt und ein Angebot gemacht.
    Nach Zusage des Auftrags hat er dann 2 Wochen Zeit zum Rechnen erbeten, daraus wurden dann 4 Tage.
    Das Ergebnis ist auch sehr vielversprechend und erstmal gut umsetzbar.
    Jetzt bekommen wir noch 2 Varianten nach unseren Wünschen.
    Also bisher sind wir mit der Entscheidung sehr zufrieden.


    Dafür hatten wir die Tage mal wieder ein Thema mit unserer Architektin.
    Die Angebotseinholung erfolgte sehr schleppend und ich habe ihr nett, aber sehr deutlich, zu verstehen gegeben das wir nicht zufrieden sind.
    Wenn wir nicht schon so weit wären und es sich früher gezeigt hätte wie es läuft wären wir wohl nicht bei ihr ||
    Habe mich dann die tage noch selbst um weitere Angebote gekümmert und langsam sehen wir Land.
    Aber die Kosten sind jetzt schon ziemlich aus dem Ruder gelaufen und wir sind echt knapp mit dem Geld.
    Ich glaube vor baubeginn ist das nicht die allerbeste Situation, aber nicht zu ändern.

    Höhepunkt war als sie sagte dass sie beim Rohbauer noch 10.000€ einsparen könne durch andere Angebote.
    Angebot 2 und 3 waren dann aber 20.000 bzw. 25000€ teurer ...
    hat dann berichtet dass es doch mit der Einsparung geklappt hat;
    Sie hat beim Dachdecker/Zimmermann 14.000€ raus geholt.
    ... dzu sollte man wissen dass wir auf unser Metalldach verzichten und die Ersparnis daraus stammte.

    Als dann noch das Angebot vom Elektriker kam dass sie uns ohne die Hinweise auf die offensichtlichen Fehler übergab
    war das Maß dann voll. Ich denke ich habe ihr nun sehr deutlich gemacht dass wir so nicht weiter machen wollen.

    Mal schauen wie lange es anhält, gefühlt muss da in regelmäßigen Abständen mal darauf hingewiesen werden || ||

    Grüße
  • Die Beschreibung der Kollegin liest sich etwas speziell. Aber seid ihr Euch wirklich sicher, dass sie mit der Ausschreibung / Angebotseinholung von Elektroarbeiten beauftragt ist? Dies ist nämlich nach HOAI keine Grundleistung bei der Gebäudeplanung, sondern eine separat zu beauftragende Leistung zur technischen Gebäudeausstattung.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • gunther1948 schrieb:

    Skeptiker schrieb:

    Aber seid ihr Euch wirklich sicher, dass sie mit der Ausschreibung / Angebotseinholung von Elektroarbeiten beauftragt ist?
    die methode -- mach mal angebot -- geht doch immer. :sarkasmus:
    Natürlich beauftragt kaum ein privater Auftraggeber für ein EFH eine TGA-Planung. Aber damit gibt's eben auch keine Ausschreibungen, Angebotsauswertung und Bauleitung für die TGA. Leider wird diese Leistung aber immer wieder von Kollegen aus Good-Will oder Dummheit, man weiß es nicht, ohne Berechnung, aber auch nur bestenfalls halbherzig, irgendwie mitgemacht. Und diese geschenkte Leistung wird dann von AG auch noch reklamiert.

    Jetzt mal ehrlich Kollegen, wie handhabt ihr das? (Meine vorläufige Lösung verrate ich erst später auch, Hand drauf!)
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Thomas schrieb:

    Höhepunkt war als sie sagte dass sie beim Rohbauer noch 10.000€ einsparen könne durch andere Angebote.
    Angebot 2 und 3 waren dann aber 20.000 bzw. 25000€ teurer ...
    hat dann berichtet dass es doch mit der Einsparung geklappt hat;
    Sie hat beim Dachdecker/Zimmermann 14.000€ raus geholt.
    ... dzu sollte man wissen dass wir auf unser Metalldach verzichten und die Ersparnis daraus stammte.
    Wenn da Geld eingespart wird , dann wird sicher auch (Überwiegend ) an der Qualität oder Quantität des Materiales Gespart .
    Irgendwo sind Grenzen erreicht !
    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
  • Ich hatte zu diesem Thema mal einen thread eröffnet. Bei privaten Bauherrn ist Thema Energie ganz groß, Trinkwasserverordnung, nun ja, muss ja nicht sein... Und wenn hinterher alles nicht funktioniert... Hmm, wer hat Schuld?
    Bei uns Neubau nur mit entsprechender Planung. Ob von uns oder sonst einem fachkundigen ist wurscht. Ohne wird nix gebaut.!!!
  • Das Elektro und der Rest der TGA nicht dazu gehört war mir gar nicht bewusst.
    Leider ist es nicht nur bei dem Thema Elektro so.
    Es wurde ein Angebot eingeholt und dann nur gesagt "zu teuer, weitere frag ich noch an"

    Nur leider hat sich da recht wenig getan.

    Und zum Finanziellen vs. Qualität.
    Wir haben einfach nur auf den Stehfalzzink verzichtet und bekommen nun Tegalit.
    Da sehe ich keine absolute Einbuße in der Qualität, obwohl ich den Zink wertiger fand.

    Hier geht es auch nicht um "Sparen, koste es was es wolle"
    Aber uns wurde ein Wert von 280€/m³ genannt, mittlerweile sind wir bei fast 360€m³.
    Da sind natürlich keine Nebenkosten wie Architekt oder sonstige Baunebenkosten drin.
    Irgendwann geht uns da auch mal die Luft aus wenn nur nach oben korrigiert wird.

    Mal sehen wie es nun weiter geht, aktuell bin ich wieder ganz guter Dinge und hoffe mal...



    Zum Thema zurück;
    Der Energieberater hat heute Morgen Änderungswünsche von mir erhalten.
    Aus dem KfW 55 geht gar nicht mit diesem Stein wurde bei ihm eine Berechnung
    in der wir Energetisch sogar knapp die KfW40 schaffen.

    Nur mit den Wärmebrücken liegen wir zu hoch, da hab ich aber wenig Hoffnung.
    Er hat sie mit 0,05 nach DIN berechnet und liegt damit 0,055 über dem für die KfW40 nötigen Wert.

    Wenn das so weiter geht haben wir uns wohl richtig entschieden den alten Energieberater in die Wüste zu schicken.

    Grüße


    ---------- 2. Februar 2017, 23:16 ----------

    Wegen dem HT habe ich falsch geschaut, es sind 0,026, nicht 0,055.
    Morgen mal telefonieren :D
  • Der hat sich leider nicht gemeldet.
    Hatte dann noch fast eine Woche versucht ihn telefonisch zu erreichen.
    Aufgrund dessen musste ich davon ausgehen dass er kein Interesse hat.

    Jetzt ist es ein sicherlich weniger guter Berater geworden.
    Aber der gibt aktuell ziemlich Gas und schaut bisher recht gut aus.
    Daher hoffen wir mal dass es jetzt mal ausnahmsweise glatt läuft ;)

    Grüße Thomas