Grüner Beton

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    • R.B. schrieb:

      ...es zeigt, dass auch hier noch Potenzial vorhanden ist.
      Mit Sicherheit.

      Stutzig hat mich aber dieses Zitat gemacht:

      Den entscheidenden Schub für das neue Verfahren sieht Ludwig jedoch ganz woanders: im Handel mit CO2-Zertifikaten. Im Moment liege der Preis bei 5 bis 7 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß. "Das ist keine Größenordnung, bei der die Industrie nervös wird. Wenn er aber auf 30 bis 40 Euro steigt, werden die Zementwerke reagieren."
      Wieder mal ein Produkt, das anscheinend nur durch Subventionierung auf der einen oder Bestrafung auf der anderen Seite als "markt"fähig eingeschätzt wird.

      Die Zementindustrie wird sicher reagieren, z.B. durch Abwanderung. Dann kaufen wir eben asiatischen oder afrikanischen Zement. Falls wir noch ausreichend Geld haben zum Kaufen, wenn die einheimische Industrie von der feelgreen-Lobby erst mal ruiniert wurde.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      ...es zeigt, dass auch hier noch Potenzial vorhanden ist.
      Dann kaufen wir eben asiatischen oder afrikanischen Zement. Falls wir noch ausreichend Geld haben zum Kaufen, wenn die einheimische Industrie von der feelgreen-Lobby erst mal ruiniert wurde.
      ...... :thumbup:

      immer wieder schön, ein gesundes grünen gewissen zu haben
      und die produktion für den täglichen gebrauch, in die letzte
      ecke des planeten zu verbannen.
    • Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      ...es zeigt, dass auch hier noch Potenzial vorhanden ist.
      Mit Sicherheit.
      Stutzig hat mich aber dieses Zitat gemacht:

      Den entscheidenden Schub für das neue Verfahren sieht Ludwig jedoch ganz woanders: im Handel mit CO2-Zertifikaten. Im Moment liege der Preis bei 5 bis 7 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß. "Das ist keine Größenordnung, bei der die Industrie nervös wird. Wenn er aber auf 30 bis 40 Euro steigt, werden die Zementwerke reagieren."
      Wieder mal ein Produkt, das anscheinend nur durch Subventionierung auf der einen oder Bestrafung auf der anderen Seite als "markt"fähig eingeschätzt wird.
      Die Zementindustrie wird sicher reagieren, z.B. durch Abwanderung. Dann kaufen wir eben asiatischen oder afrikanischen Zement. Falls wir noch ausreichend Geld haben zum Kaufen, wenn die einheimische Industrie von der feelgreen-Lobby erst mal ruiniert wurde.
      Der hohe Preis ist sicherlich noch der Kleinproduktion geschuldet. Ob die Zementindustrie durch Abwanderung reagieren wird? Ich weiß nicht. Evtl. stellt sie auch die Produktion um, denn durch den deutlich geringeren Energieaufwand wird auch eine Produktion in DE wieder attraktiver.

      Neue Produkte haben es immer schwer. Ob sie sich durchsetzen können, das weiß man erst in x Jahren.
    • Deutschland rangiert bei der Zementhersteller im Ländervergleich so um den 20. Platz.
      China produziert ca. 70mal so viel wie wir, Indien immerhin knapp 9x und der Iran 2x so viel Zement wie wir. Insofern kann eine Globalisierung durchaus vorstellbar sein.
      Ein großes österreichisches Bauunternehmen hatte mal die Vision, Zementwerke in Russland zu kaufen und dort den Zement für einen Großteil der Bautätigkeit produzieren zu lassen. Wurde nicht umgesetzt schlußendlich.

      Ausländische Zemente aus ferneren Regionen dieser Welt müssen nicht schlecht sein. Als der hochfeste Beton Anfang der 2000er Mode wurde, haben wir in Frankfurt ein Gebäude gebaut, bei dem ein B95 im Bereich der Stützen und Durchstanzkegel verwendet wurde.
      Und der Zement, der dafür am besten funktioniert hat, kam (nach langem Suchen und probieren) aus Thailand - war ein gutes Stöffchen ... :D
    • Es ist ja nicht so, dass nur in Deutschland Koryphäen arbeiten.

      Als die ersten PKW "Made in China" nach Deutschland kamen, und mit wehenden Fahnen untergingen, habe ich schon gesagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis China den Markt aufmischen wird. Das geht natürlich nicht über Nacht, aber wer mal in die Vergangenheit schaut....wer hätte 1970 gedacht, dass Toyota zum weltgrößten Automobilkonzern wird, und dass japanische Autos in Europa solche Zulassungszahlen erreichen?

      Wer Zement produziert wie alle anderen auch, der wird es in Zukunft schwer haben, wenn nur der Preis bestimmt. Vielleicht ist so ein "grüner Beton" mal wieder eine Chance einen Vorsprung zu erreichen.
    • R.B. schrieb:

      ... Vielleicht ist so ein "grüner Beton" mal wieder eine Chance einen Vorsprung zu erreichen.

      Aber wen geht es denn in der Bauwirtschaft um Ökologie bei der Stoffherstellung?
      In einem Land, wo das Bauen fast ausschließlich vom Preis bestimmt wird, hat "veganer Zement" keine Zukunft - außer er ist billiger als herkömmlicher.
    • Mag für heute zutreffen, evtl. auch für morgen, aber was ist mit Übermorgen?

      Auf konventionellem Weg, mit immer steigendem Preisdruck, werden die Hersteller in DE nicht mehr lange durchhalten. Dann wird tatsächlich im großen Stil importiert.
      Man muss sich doch nur mal die Entwicklung der Strompreise anschauen, und irgendwann wird es auch die bisher freigestellten Hersteller treffen.
    • JamesTKirk schrieb:

      R.B. schrieb:

      ... Vielleicht ist so ein "grüner Beton" mal wieder eine Chance einen Vorsprung zu erreichen.
      Aber wen geht es denn in der Bauwirtschaft um Ökologie bei der Stoffherstellung?
      In einem Land, wo das Bauen fast ausschließlich vom Preis bestimmt wird, hat "veganer Zement" keine Zukunft - außer er ist billiger als herkömmlicher.
      zustimmung.
      der vegane gedanke, auch in der bauindustrie, mag vielleicht mal erörtert werden.
      dabei bleibt es aber auch. wird es , wie auch immer etwas zu teurer, importieren wir.

      so funktioniert es. ich wüsste nicht, weshalb sich daran, die nächsten
      jahrzehnte/generationen etwas änderen sollte.

      wir beuten den planten aus, alles andere ist momentan augenwischerrei.

      die größte ingenieurleistung, seit menschengedenken:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      na prima, super gemacht!
      ---------- 18. November 2016, 17:10 ----------
      vielen dank! meine urenkel haben auch noch etwas davon.
    • Thomas T. schrieb:

      Richtig! Nur werden wir die Welt nicht retten, indem wir aufhören zu exportieren oder uns freiwillig die Wirtschaft ruinieren.
      Das wäre der größte Fehler den wir machen könnten. Ich wollte damit auch darlegen, dass es wichtig ist, dass es Unterschiede gibt. Gleichschalten hat noch nie funktioniert.

      Die schnelle wirtschaftliche Erholung nach 1945 war in Westdeutschland nur möglich, weil es auf der anderen Seite des Atlantiks ein wirtschaftlich starkes Land gab. Man könnte sagen, wir waren für die USA damals das was China heute für uns ist. Erst mit der Zeit hat DE auch in anderen Ländern/Absatzmärkten richtig Fuß fassen können. Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt. Das wird immer wieder vergessen, vor allen von denjenigen, die meinen man müsste wieder zurück, Grenzen dicht, und dann ginge es uns allen gut.

      Würde Deutschland heute so eine Politik verfolgen, wie von eingen gewünscht, dann hätten wir in absehbarer Zeit echte Probleme. Wir sind auf fremde Märkte angewiesen und politische Stabilität, und es gibt Länder die sind halt auf Unterstützung angewiesen.
    • R.B. schrieb:

      Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt.
      Richtig! Nur zerlegt sich die EU gerade, und daran hat Deutschland in meinen Augen die Hauptschuld. Die Geisterfahrer sind nicht quasi alle anderen europ. Länder, sondern D ist dabei, sich zu isolieren.

      Die Bundesregierung setzt nach vermeintlicher Tageserfordernis beliebige Abkommen und deutsche Gesetze außer Kraft. Das hat auch einen Teil zum Brexit beigetragen und wird auf Dauer nicht funktionieren. Es brodelt in allen EU-Ländern mehr oder weniger, und die Leute fühlen sich verarscht. Gnade der EU, falls Le Pen nächstes Jahr in F gewählt wird.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt.
      Die Bundesregierung setzt nach vermeintlicher Tageserfordernis beliebige Abkommen und deutsche Gesetze außer Kraft.

      Ganz so krass ist es nun auch wieder nicht.


      Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt.
      Es brodelt in allen EU-Ländern mehr oder weniger, und die Leute fühlen sich verarscht.

      und warum ist das so? Weil teilweise Hoffnungen geweckt wurden die nicht zu erfüllen waren, schon gar nicht in so kurzer Zeit. Welche Gründe gab es für eine Mitgliedschaft in der EU? Natürlich ausschließlich wirtschaftliche Gründe, alles andere war bestenfalls schmückendes Beiwerk. Jetzt ist man in der Realtität angekommen und enttäuscht, denn es gibt nicht nur Rechte sondern plötzlich auch noch Pflichten.

      Man könnte sich ja einmal die Mühe machen, und die Situation in den Ländern vor dem EU Beitritt analysieren. Dann wird man feststellen, dass die Entwicklung positiv war, auch wenn es in den Augen mancher nicht so aussieht. Wenn sich die EU zerlegt, dann werden vor allen Dingen diese Länder ganz schnell wieder in´s "Mittelalter" zurückfallen, und Deutschland würde es auch ganz heftig treffen.
    • R.B. schrieb:

      Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt.
      Die Bundesregierung setzt nach vermeintlicher Tageserfordernis beliebige Abkommen und deutsche Gesetze außer Kraft.
      Weil teilweise Hoffnungen geweckt wurden die nicht zu erfüllen waren, schon gar nicht in so kurzer Zeit.
      und das ist nicht fair!

      z.B. bulgarien.

      ich habe nix gegen bulgaren, aber dort z.B. wird
      eine hoffnung geweckt, ohne sinn und verstand.

      das ist nicht fair, den menschen vorzugaukeln, die
      europäische union wäre das seelenheil. das stimmt so nicht!

      viel mehr könnte man die menschen, auch finanziell, nicht
      nur in europa unterstützen. aber auf mich hört ja keiner...
    • R.B. schrieb:

      und warum ist das so? Weil teilweise Hoffnungen geweckt wurden die nicht zu erfüllen waren, schon gar nicht in so kurzer Zeit.
      Das ist zu einfach, aber um mal darauf einzugehen: Wer hat die nicht zu erfüllenden Hoffnungen geweckt? Doch wohl genau der gleiche Apparat, der jetzt bröckelnd, aber immer noch relativ mächtig und zum Teil außerhalb parlamentarischer Kontrolle existiert. Zitat [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]:

      Das [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] spricht dem Europäischen Parlament in seinem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] vom 30. Juni 2009 nur eine eingeschränkte demokratische Legitimation zu und sieht seine Entscheidungskompetenzen bezüglich weiterer Schritte einer europäischen Integration dadurch begrenzt.[Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      R.B. schrieb:

      Ganz so krass ist es nun auch wieder nicht.
      Dublin wurde [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] gesetzt, das Bundesamt für Migration akzeptiert [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], usw. Ich finde das schon krass.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Baumal schrieb:

      R.B. schrieb:

      Thomas T. schrieb:

      R.B. schrieb:

      Heute ist DE auch ein Stabilitätsfaktor in Europa, und damit ist Europa ein Stabilitätsfaktor in weiten Bereichen dieser Welt.
      Die Bundesregierung setzt nach vermeintlicher Tageserfordernis beliebige Abkommen und deutsche Gesetze außer Kraft.
      Weil teilweise Hoffnungen geweckt wurden die nicht zu erfüllen waren, schon gar nicht in so kurzer Zeit.
      und das ist nicht fair!

      Richtig, aber mahnende Worte hätte auch niemand hören wollen.
    • Thomas T. schrieb:

      Nur werden wir die Welt nicht retten, indem wir aufhören zu exportieren oder uns freiwillig die Wirtschaft ruinieren
      wer im "inner circle" in D hat vor, die welt zu retten? niemand. es geht nicht um die welt, es geht um´s grosse geld.

      warum sollten "wir" (naja..) aufhören, zu exportieren? is doch ganz einfach: D lässt in Z produzieren und verkauft an S.
      schon läuft der export.

      wirtschaftlicher ruin sieht anders aus. gesellschaftliche folgen sind bis eben nicht thematisiert ..
    • die welt retten???

      solche gedanken hatte ich vielleicht mal vor 30 jahren.
      ich werde die welt nicht retten, dafür bin ich eine
      zu kleine leuchte.

      um schadensbegrenzung, darum geht es nur noch.
      für meine kinder und den kindeskinder.
    • mls schrieb:

      D lässt in Z produzieren und verkauft an S.
      schon läuft der export.
      "Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein!". Wenn es mal so einfach wäre!

      D. als Land lässt erst mal gar nichts produzieren, das machen die Unternehmen. Das Land, und damit meine ich Staat und Bevölkerung, lebt vom geschaffenen Mehrwert, der in Form von Nettoeinkommen oder Steuern die verfügbare Geldmenge darstellt (ich weiß, stark vereinfacht). Um nur Handel treiben zu können, müsste man sowas wie Bodenschätze besitzen, die mit relativ kleinem Aufwand zu viel Geld zu machen sind. Das trifft auf D. leider nicht zu.

      Uns hat die Industrie wohlhabend gemacht. Die aufs Spiel zu setzen, halte ich für Harakiri.
      ---------- 18. November 2016, 18:59 ----------

      Baumal schrieb:

      um schadensbegrenzung, darum geht es nur noch.
      für meine kinder und den kindeskinder.
      Um diese Weltsicht beneide ich Dich nicht.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas