Wie Luftdurchlassgehäuse am besten in Rohdecke einbauen?

    • Wie Luftdurchlassgehäuse am besten in Rohdecke einbauen?

      Hallo zusammen!

      Ich frage mich gerade wie die Luftdurchlassgehäuse meiner KWL am besten in die Rohdecke eingebaut werden sollten. In der Rohdecke hat der Architekt hierfür Durchbrüche 20x20 vorgesehen (um etwas Spiel beim Einbau zu haben falls die Filigrandecken nicht genau gelegt werden---was auch der Fall ist).

      Drei Möglichkeiten für den Einbau scheinen mir plausibel:
      1. Schalplatte von unten anbringen und Loch für Luftdurchlassgehäuse herstellen. Luftdurchlassgehäuse einsetzen und Loch betonieren.
      2. Schalplatte von unten anbringen und Loch für Luftdurchlassgehäuse herstellen. Luftdurchlassgehäuse einsetzen und vor dem betonieren mit Estrichrandstreifen umwickeln.
      3. Schalplatte von unten anbringen und Loch für Luftdurchlassgehäuse herstellen. Platzhalter für Luftdurchlassgehäuse auf Schalplatte befestigen. Betonieren. Luftdurchlassgehäuse einsetzen und mit Montagekleber, etc befestigen.
      Spricht irgendetwas gegen 1. ? Wie sieht es mit Schallübertragung aus? Kann es hier Probleme an den Luftdurchlassgehäusen geben, so dass Geräusche an die Rohdecke abgegeben werden?

      Gruß, J.
    • für die unterschiedlichen einbausituationen haben einige hersteller auch unterschiedliche einbaurahmen.

      welches system soll bei dir verwendet werden und welche einbauelemente bietet der hersteller an?
    • Laut Montageanleitung sehe ich, das ein Loch von 135mm benötigt wird :D
      Warum also ein Loch von 20x20 vorsehen. Um wieviel Meter kann denn schon eine Filigrandecke 'falsch' versetzt werden.
      Ist es schlecht / störend wenn das Loch evtl. einen Zentimeter abweicht ?

      Also ich hätte entweder das 135mm Loch in der Filigrandecke eingeplant wie der Hersteller schreibt und damit gelebt evt. 1 Zentimeter abweichung zu haben (wem würde das auffallen. Oder Variante 2, nach Herstellung eine Kernbohrung an der Stelle und vorher schon drauf achten das dort keine / kaum Bewehrung ist.

      @ Gast1234
      So wie ich das verstehe, ist die Decke schon fertig, zumindest verlegt. (Zitat: falls die Filigrandecken nicht genau gelegt werden---was auch der Fall ist)
    • Der Rohbauer wird sich bedanken wenn ihm die Schalung löcherst :) und er nachher alles wieder Kunststopfen darf.
      Der Aufwand zur Herstellung der Aussparungen einschl. dem Wiederverschliesen dürfte in der selben Größenordnung liegen wie eine nachträgliche Kernlochbohrung in passender Größe.

      Der Nachteil bei ner Aussparung 20/20 ist das Problem, dass die Plastiklaschen zur Befestigung der Durchführung CLRF (auf der Anleitung 21343 nicht dargestellt) dann in der Luft hängen. Folge : Man fängt wieder an *irgendwas* zu Basteln, damit das Gerödel hält bis ausbetoniert ist.

      Die rationellste Montageart ist : Decke fertigstellen. Anschliesend Kernlochbohrungen und alles kann wie vorgesehen montiert werden.

      Wenn der Archi das mit Aussparungen konzipiert hat, dann kann man auch mit dem Rohbauer reden ob er nicht bohren kann.
      Wenn der Rohbauer rechnen kann, dann bohrt er lieber als beim Aussparungen basteln und späteren ausbetonieren Geld zu verbrennen ...

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Die mir geläufige Lösung für runde Durchbrüche ist der Einbau von unten bündigen Faserzementplatten in die Filigrandecke und darüber EPS . In die Platte können dann vom Installateur punktgenau die Bohrungen gesetzt werden.

      Falls die Decke schon liegt, kann man vielleicht die Platten noch auf der Baustelle einsetzen. Ansonsten später die Kernbohrung.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Der Rohbau ist leider schon fertig. Dh. die Decken sind betoniert und in den 20x20 Aussparungen ist Styropor drin (das Kind ist also schon im Brunnen). Der Einbau ist leider etwas nervig wie Achim ja schon erläutert hat. Deshalb werde ich mich selber drum kümmern.

      Die Lösung von Thomas T. hatte ich auch erwägt (und scheint mir im Nachhinein die beste Lösung). Hab allerdings aus Zeitgründen den Archi machen lassen...

      Wie mach ich es nun am besten:
      Direkt einbetonieren?
      Oder erst ein 135 bzw. 140 Loch betonieren und dann einsetzen.
    • Thomas schrieb:

      Optimal wäre demnach;
      Die Filigrandecken vor dem Ortbeton mit entsprechenden Löchern zu versehen
      und die Lüftungsöffnungen direkt in die Decke betonieren?

      Oder spricht hier etwas dagegen?
      optimal...?
      kommt immer noch drauf an, wer das macht.
      ich lasse löcher in filigrandecke machen und in ortbeton styropor einlegen.
      nur eben in passender größe zum durchmesser. für 100-er auslaß gibts ein loch mit 12/12cm.

      die auslassanschlüsse würde ich erst nachträglich setzen lassen.
      wenn so eine decke betoniert wird, haben die leute mit beton und rüttler schon genug aufzupassen, die latschen über die bewehrung und gucken zu kran, betonpumpe und was sonst noch nötig ist. ich würde da keine weiteren stolperfallen einbauen, wenn das vermeidbar ist.

      ein unvermeidbarer abluftkanal für einen dunstabzug wurde auch schon mal beim betonieren beschädigt. der aufwand für die ausbesserung war recht hoch. daher vermeide ich das wenn wenn möglich.

      kernbohrungen sind immer kostenfragen. wenn man hier pro bohrung umme 100€ zahlt, rentiert es sich die löcher vorher in den ortbeton zu bringen.

      genauigkeit im ortbeton... ich setz die öffnungen immer ein stück aus den ecken raus. ob die dann 60cm, 62 oder 58cm abstand haben, ist selten ausgenscheinlich zu erkennen.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Das Prob bei den Dingern ist die mechanische Festigkeit der Befestigungsflügelchen ....
      Zudem sind die so genial angeordnet dass sie in ner 20/20 Aussparung im Niemandsland hängen.
      Dann kannste ne Hilfkonstruktion basteln, die das Gerödel so lange in Position hält bis der Beton abgebunden hat .... erst dann kannste das Bauteil festbohren.

      Zudem schaut das Teil aus der Decke raus und wird später (nach dem Verputz) erst auf- bzw. auf Maß abgeschnitten, heisst man muss auch noch ne Schalung mit Loch fürs Verfüllen herstellen. Ich würde die Dinger auch nie direkt einbetonieren sondern immer min ne 4 mm Dämmung zur Körperschalltrennung vorsehen ....

      Es ist und bleibt einfach ne Spielerei ... und wenn man die nach Aufwand zu bezahlen hat stellt sich ganz schnell die Frage obs nicht billiger ist das Loch zuzubetonieren und dann "Kernlochbohrgerät" anstelle Zeitverbrennen mit Bastelkonstruktionen ....

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Ok, für uns zusammengefasst;
      Wir werden wohl die Bohrungen in die Filigrandecken machen und dann direkt die Lüftungskästen mit einbauen.
      Anders macht es ja auch gar keinen Sinn wenn die Verrohrung auch mit in die Decke kommt.
      Und die paar Kästen werden dann, denke ich mal, auch nicht weiter stören, wenn da schon die ganzen Rohre liegen.

      Ob die Öffnungen nun 2 cm näher oder weiter entfernt von der Wand entfernt

      Danke für die Hilfe!

      Grüße Thomas
    • Thomas schrieb:

      Die Filigrandecken vor dem Ortbeton mit entsprechenden Löchern zu versehen
      und die Lüftungsöffnungen direkt in die Decke betonieren?
      Ich bin kein Freund von Leitungen in der Betondecke. Machbar ist es...keine Frage (wenn der Statiker dies auch mit eingerechnet hat!!!!!!). Daher bitte nicht nach eigenem Ermessen und ohne Absprache mit dem Statiker dies machen. Lüftungsleitungen kann man nicht mit ein paar E-Leerohren vergleichen.

      Warum bin ich kein Freund von mit einbetonieren?

      Was ist wenn beim verlegen etwas falsch gemacht wird, wenn einer beim Betonieren drauftrampelt und das Rohr beschädigt, wenn ein Produktions-/ Materialfehler vorliegt, und und und...
      Später kommt man da einfach nicht mehr ran.

      Besser wäre es auf der fertigen Rohdecke zu verlegen ("kostet" aber einen höheren Fußbodenaufbau) oder -noch besser- man verlegt die Leitung unter der Decke. Diese müsste dann natürlich noch abgehängt werden ("kostet" Raumhöhe bzw. man muss den raum höher mauern als eigentlich notwendig).
    • Ovale Flachkanäle IN die Decke ?????
      Wer kommt denn auf so nen Quark ??

      Das System ist dafür gedacht AUF der Decke montiert zu werden.
      Ich halte das Flachkanalmaterial nicht fürs einbetonieren geeignet.
      Ich wüsste auch nicht dass es vom Hersteller dafür freigegeben wurde.
      Für solche Fälle kenne ich nur das runde Rohr oftmals mit 90 mm Durchmesser ...

      Gruß
      Achim Kaiser