Luftentfeuchter für kleines Bad - sinnvoll ?

    • Luftentfeuchter für kleines Bad - sinnvoll ?

      Wir haben hier ein winziges Bad im Dachgeschoss mit einem Volumen von ca 10 m3
      Die KInder baden gerne in der Mini Badewanne und wie Kinder so sind vergessen sie den Ablüfter einzuschalten.
      Selbst wenn er angeschaltet ist bringt er es nicht so wirklich. Resulat : überall Kondeswasser.
      Nun könnten wir dort einen 190 Watt Enfeuchter aufstellen, der sich bei sagen wir mal 65 % rel h automatisch einschaltet.
      Ich habs mal grob überschlagen. Sättigung bei 30 Grad 31 g und bei 60 Grad 100 g / m3
      Da dürften nach einem Bad so ca 500 bis 700 ml in den Entfeuchter wandern.
      Der hat einen 2l Behälter. Da reicht also von der Menge, aber macht das Ganze Sinn ? Wie sind euere Erfahrungen ?
    • man könnte auch am Abluftventilator versuchen, eine Feuchtesteuerung nachzurüsten. Bei eingebauten Abluftventilatoren kann man oft einfach den Einsatz austauschen, die gibt es nämlich auch mit integriertem Feuchtefühler. Oder ein Teil mit Grundlüftungsstufe (läuft dauernd) und Bedarfslüftungsstufe, sowas könnte ich mir auch vorstellen und bringt ggf. auch für die gesamte Wohnung was. Kostet auch nicht die Welt.
      Muss man sich halt mal vor Ort anschauen (lassen).

      Am Rande:
      Solche Probleme kenne ich fast ausschließlich von Bädern, welche überwiegend gefliest sind. Also keine Oberflächen, die Feuchtespitzen abpuffern können.
      Und von solchen Bädern, welche nur zum Baden aufgeheizt werden und sonst kalt sind. Da gibt es natürlich ebenfalls massives Kondensat, weil ja dann extrem kalte Oberflächentemperaturen vorliegen. Bäder sollte man aus meiner Sicht möglichst konstant auf einer vernünftigen Grundtemperatur durchheizen.
    • Das mit der Steuerung des Abluftventilators über die rel Luftfeuchte wäre durchaus möglich.
      Wenn ich es aber mit einem bereits vor dem Bad eingeschalteten Ventilator nicht schaffe, die Feuchte vernünftig raus zu bekommen liegt hier ein grundsätzliches Problem mit der Luftleistung des Ventilators oder dem Querschnitt des Abluftrohrs vor.
      Ich vermute dass es ist ein 80er Rohr ist und so ein gammeliger 20 Watt Ventilator eingebaut ist, der mehr Lärm als Luftleistung bringt.
      Vielleicht sollte ich den mal zuerst tauschen lassen.

      Das mit den großen Flächen die gefliest sind trifft zu. Gutes Argument.
      Das kommt davon, wenn man sich nicht vorher mit dem Thema beschäftigt und den Handwerker drauf los werkeln lässt.
      Nach dem Motto: Dann ziehen wir die Fliesen über dem Bad ein wenig höher das schützt vor Spritzwasser an der Wand.
      Außerdem kannte ich damals noch nicht die Vorzüge von Kalkputz. Man lernt dazu (auch bei jedem Beitrag den es sonst hier so gibt)
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]MD
      ok - dann ist zumondest die Dimensionierung mit d=80 und 20 W im grünen Erfahrungsbereich.
      Wir werden den Lüfter aber mal kurz ausbauen und reinigen. Der sieht aus wie unterm Sofa.

      @Alfons:
      Dein Tip mit "Bäder sollte man aus meiner Sicht möglichst konstant auf einer vernünftigen Grundtemperatur durchheizen"
      wird nun konsequenter umgesetzt. Lange vor den Bad die Heizung aufdrehen.

      So wie ich es sehe, erreicht man dadurch schon mal, dass die warme Raumluft mehr "Wasser" aufnehmen kann.
      Vorgewärme Fliesen bringe auch was, da sich dann dort weniger Kondensat bildet - vermute ich.

      Nach dem Baden werden wir die Heizung auch erst mal weiter rennen lassen, damit der Lüfter auch eine Chance hat die feuchte Luft raus zu schaffen, bevor die Raumluft wieder abkühlt und das Auskondensieren beginnt.

      Zusätzlich werden wir bei der nächsten Renovierung die zwei oberen Fliesenreihen entfernen und die Wand oben im Bad mit Kalkputz verpuzten lassen.

      Und wenn das alles nichts hilft, kann man ja immer noch an den Entfeuchter denken
      Mich würde mal interessieren, wie diese Raumentfeuchter arbeiten. Haben die einen kleinen Kompressor und Kondensator?
      Sozusagen wie ein kleiner offener Kühlschrank ?
    • Bernd_Baumeister schrieb:

      @Alfons:
      Dein Tip mit "Bäder sollte man aus meiner Sicht möglichst konstant auf einer vernünftigen Grundtemperatur durchheizen"
      wird nun konsequenter umgesetzt. Lange vor den Bad die Heizung aufdrehen.

      So wie ich es sehe, erreicht man dadurch schon mal, dass die warme Raumluft mehr "Wasser" aufnehmen kann.
      Vorgewärme Fliesen bringe auch was, da sich dann dort weniger Kondensat bildet - vermute ich.

      Nach dem Baden werden wir die Heizung auch erst mal weiter rennen lassen, damit der Lüfter auch eine Chance hat die feuchte Luft raus zu schaffen, bevor die Raumluft wieder abkühlt und das Auskondensieren beginnt.
      hört sich so an, als sei das Bad tatsächlich nicht durchgeheizt. Ich meine wirklich durchheizen.
      Die Umfassungsbauteile brauchen (je nach Konstruktion und Wärmeschutzniveau) schon nennenswert Energie, um ausreichend hohe Oberflächentemperaturen aufzuweisen. Damit erstens weniger kondensiert und zweitens aufgetretenes Kondensat schnell genug wieder abtrocknet.
      Ist die Oberflächentemperatur zu niedrig, bringt der beste Lüfter wenig.
    • Och mein Anspruch ist berufsbedingt schon ziemlich hoch, was Abluftleistung und Geräuschbelästigung angeht.

      Da gibt es von einem der großen Hersteller, der nach der griechischen Sonne benannt ist, eine Serie Einzelraumlüfter die mit jedem herkömmlichen Badezimmer fertigwerden, mit d=80 mm auskommen und nur einen Schalldruck von 35 dB(A) in 1 m Abstand erzeugen.

      Den darfst Du allerdings nicht im Baumarkt suchen und den gibt's auch nicht für 24,99.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Mein Lüfter sieht nach erstem reinschauen in etwa so aus.
      Demnächst werde ich ihn komplett ausbauen und gründlich putzen.




      Irgendwie muss er sich nach seinen 145er Auslass dann aber doch in ein 80er Rohr verjüngen.
      Denn das Rohr kommt oben im Dachstuhl raus.
      Wer weiss, welches Grauen sich da im Lüfter-Kasten dahinter verbirgt.

      Wenn der Lüfter es aber trotz Putzen nicht immer noch nicht bringt, wird er gegen so was Vernünftiges ausgetauscht:

      Volumenstrom bei 0 Pa 180 m3/h
      Max. Druckerhöhung: 18 Pa
      Fördermitteldichte: 1.2 Kg/m3
      Fördermitteltemperatur: 40 Grad C
      Drehzahl: 1300 1/min
      aufgenomm. Leistung: 24 W
      Schalleistung: 53 dB(A)
      Schalldruck in 1 m: 46 dB(A)
      Spannung: 230 Volt
      Isolierklasse: B
      SchutzartIP: 44
      Explosionsschutz: N
      Preis: ca 180 €

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      >>>...hört sich so an, als sei das Bad tatsächlich nicht durchgeheizt. Ich meine wirklich durchheizen.

      Tja - die hessische Hausfraus steht der schäbischen Hausfrau in nichts nach.
      Wenn keiner im Raum ist wird nach jedem Kontrollgang der Termostat auf 1 gedeht und die Fenster zugemacht ;)
    • Bernd_Baumeister schrieb:

      Tja - die hessische Hausfraus steht der schäbischen Hausfrau in nichts nach.

      Wenn keiner im Raum ist wird nach jedem Kontrollgang der Termostat auf 1 gedeht und die Fenster zugemacht ;)
      ...dies halte ich, insbesondere, wenn von solchen Problemen berichtet wird, für kontraproduktiv.

      Erläuterung: Was Bedeutet "Stufe 1" bei solch einem Thermostat? Geht man von Stufe 3 aus, welche bei üblichen Thermostaten für ein Erreichen von ca. 21°C sorgt, bedeutet jede Stufe von 21°C ausgehend ca. 3 Kelvin (°C) mehr bzw. weniger. Stufe 1 bedeutet also (mal abgesehen, von einem kleinen Regelbereich), dass erst bei Erreichen von 15°C wieder geheizt wird. Faktisch ist das also nichts anderes, als die Heizung komplett abzudrehen.
      Folge: die Umfassungsbauteile kühlen aus. Damit, ich erwähnte es bereits, entsteht einerseits mehr Kondensat und es wird andererseits dem Abtrocknen entgegengewirkt.

      Ich würde also nach wie vor nicht ausschließen, dass nicht ein unzureichend funktionierender Lüfter die Ursache ist, sondern vielmehr das Heizverhalten. Zumindest anteilig.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      >>>... Ich würde also nach wie vor nicht ausschließen, dass nicht ein unzureichend funktionierender Lüfter die Ursache ist, sondern vielmehr das Heizverhalten. Zumindest anteilig.

      Tja - das werden wir hier mal familienintern ausdiskutierem müssen.
      Gott sei Dank haben in der Etage unten drunter einen schönen schweren warmen Speckstein-Holzofen.
      Der wirkt quasi wie eine Mini-Fussbodenheizung. Sonst wäre die Sache vermutlich noch viel dramatischer.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      >>>...Lüfter auch nicht im Bad, sondern im Dachstuhl an das Rohr anschließen

      Gute Idee. Das funktioniert aber nur, wenn das 80er Rohr nicht schon von unten aus den Bädern unten drunter kommt,
      sondern exklusiv für dieses kleine Bad da wäre. Leider habe ich keine Bestandspläne.
      Erst nach dem Öffnen des großen Versorgungskanals wird sich das zeigen.

      Schließlich:
      Mich würde immer noch interessieren, wie diese Raumentfeuchter arbeiten.
      Haben die einen kleinen Kompressor und Kondensator?
    • Alfons Fischer schrieb:

      häufig sind das tatsächlich Kältemaschinen.
      kleine Ergänzung:
      Die am Wärmetauscher entzogene Wärme wird vom Gerät wieder an die Raumluft abgegeben, i.d.R. mit der getrockneten Luft. Der Raum wird mit der "Kältemaschine" nicht gekühlt, da die Wärme aus dem Wärmetauscher nicht nach außen abgegeben wird, sondern im Raum verbleibt.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Nein, vom feuchtegesteuerten Betrieb, wenn es nur um die Entfeuchtung des Bades geht.
      Sehr gut eignen sich diese Lüfter aber auch zur nutzerunabhängigen Grundlüftung der gesamten Wohnung in Verbindung mit einer Schaltuhr und Sicherstellung von Zuluftelementen.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Du meinst vermutlich einen Hgrostat für feuchtigkeitsabhängige Steuerung einzelner oder mehrerer Lüfter.
      Stufenlos von 25 bis 95 % rel. Feuchte einstellbar.
      Aufputzgehäuse weiß in Schutzart IP 20.
      Mit Umschaltungskontakt für Be- oder Entfeuchtung.
      Schaltleistung: induktive Last bis 3 A oder ohmsche Last bis 5 A.
      ca 75 €
    • Nein, solch unintelligente Technik meine ich nicht. Was soll mir auch ein fest eingestellter Feuchtewert bringen?
      Der Feuchtesensor in meinem Lüfter reagiert auf einen schnellen Anstieg der rel. Luftfeuchte, wie sie beim Duschen, Baden und Wäschetrocknen entsteht.
      Bei Interesse sende ich Dir gern den Typ.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • ThomasMD schrieb:

      Nein, vom feuchtegesteuerten Betrieb, wenn es nur um die Entfeuchtung des Bades geht.
      Sehr gut eignen sich diese Lüfter aber auch zur nutzerunabhängigen Grundlüftung der gesamten Wohnung in Verbindung mit einer Schaltuhr und Sicherstellung von Zuluftelementen.
      Das geht dann wohl in Richtung Fensterfalzluefter und Unterschnitte in den Wohnungsinnentueren, also eine extrem "sparsame" Variante der KWL...
    • karo1170 schrieb:

      ThomasMD schrieb:

      Nein, vom feuchtegesteuerten Betrieb, wenn es nur um die Entfeuchtung des Bades geht.
      Sehr gut eignen sich diese Lüfter aber auch zur nutzerunabhängigen Grundlüftung der gesamten Wohnung in Verbindung mit einer Schaltuhr und Sicherstellung von Zuluftelementen.
      Das geht dann wohl in Richtung Fensterfalzluefter und Unterschnitte in den Wohnungsinnentueren, also eine extrem "sparsame" Variante der KWL...
      Sparsam aber äußerst wirkungsvoll.

      Wir haben es hier mit einem Bestandshaus zu tun, wo sicher nicht mal so eben Kanäle unter die Zimmerdecken geschraubt und Zuluftelemente in die Außenwand gebohrt werden können.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • SirSydom schrieb:

      Du könntest den Lüfter auch nicht im Bad, sondern im Dachstuhl an das Rohr anschließen.
      Dann wäre der Krawallmacher an einer Stelle, wo er weniger stört.

      Im Bad dann nur eine Abdeckung mit Staubfilter drauf, die regelmäßig reinigen.
      jo so haben wir das auch gemacht => hatte zuvor auf (Link mit Produktvergleichen gelöscht) mir die verschiedene Tankvolumina angesehen und festgestellt, dass man aber verschiedene Filter braucht. Bis zu 5l geht aber alles easy :)

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