Wie lange sollte die Frist zu Mängelbeseitigung sein? Neubau - Frischwasser mit unangenehmem Geschmack

    • Wie lange sollte die Frist zu Mängelbeseitigung sein? Neubau - Frischwasser mit unangenehmem Geschmack

      Hallo,
      ich bereite im Moment eine Mängelanzeige vor, die ich unserem BT zustellen werde. Konkret geht es darum, dass unser Wasser sehr unangenehm schmeckt, das wurde auch vom Bauleiter so gesehen.
      Nun frage ich mich, wie lange die Frist hier zu setzen ist. Im Netz finde ich, dass sie in Abhängigkeit zu den zu erwartenden Arbeiten gewählt werden sollte - nur kann ich das als Laie schwer einschätzen.
      Ergo: Welche Frist haltet ihr hier für angemessen? Sind 14 Tage zu wenig?

      Danke und viele Grüße!
      interessierter (Bau-) Laie
    • :freaky: :freaky:

      Ich würde erstmal feststellen lassen, WAS das Wasser so "unangenehm" schmecken lässt. Und nach der Analyse die Frist bemessen.

      Wenns ungesund ist, wäre ja wohl Gefahr im Verzuge und sofort zu handeln. Anders, wenn es NUR der Geschmack ist!

      Vielleicht kann der BT ja auch gar nix dafür sondern der Wasserlieferant.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ist es richtig, dass es sich hier um eine "Mängelanzeige nach Abnahme" handelt?

      Dann seid Ihr in der Beweispflicht, dass es sich
      a, um einen Mangel handelt,
      b, dieser vom BT verursacht wurde,
      c, der Mangel bereits zum Abnahmetermin bestand oder dort bereits die Ursache gesetzt wurde.

      Ich würde also erstmal kleinere Brötchen backen und wie von Ralf Dühlmeyer geschrieben, nach der Ursache und dem Verursacher suchen.
      Hat der Bauträger vor der Inbetriebnahme der Trinkwasseranlage die vorgeschriebene Trinkwasserprüfung bei der örtlichen Behörde machen lassen? Lasst Euch doch mal das Protokoll mit den Prüfergebnissen vorlegen.
      Wenn er sich hartleibig zeigt, fragt selbst beim Gesundheitsamt nach.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • leitungs- trinkwasser ist eines der wichtigsten lebensmittel in deutschland.

      "unangenehm schmecken" sollte das nicht.

      da liegt etwas anderes im argen, am trink- oder brauchwasser kann
      es nicht liegen. eher an der ausführung, wie es dort hingelangt.

      das "schmecken" ist auch relativ.
      - im weglassen des nicht notwendigen erkennt man das wesentliche -
    • Vielen Dank für die Antworten.
      Es ist so, dass das Wasser einen unangenehmenden Geschmack hat, irgendwie nach Kunststoff/Plastik. Es betrifft alle Auslässe, tritt aber nur auf, wenn warmes Wasser dazugemischt wird und nach meinem Empfinden lässt der Geschmack nach, so länger das Wasser läuft.
      Ein Mitarbeiter der Sanitärfirma war wegen eines anderen Problems hier, da habe ich das angesprochen, er hat dann den Warmwasserspeicher einmal komplett geleert. Hat allerdings nichts gebracht leider.
      Ich habe gestern das Leitungswasser unseres Nachbarn gekostet - alles normal.
      Heute habe ich mit dem Bauleiter telefoniert, er meinte, wir sollen es "richtig" machen und den Mangel anzeigen (mit Frist).

      Die Frage nach der Ursache wird ja hoffentlich im Rahmen der Mängelbeseitigung geklärt, daher kann ich dazu jetzt natürlich keine Angaben machen.

      Ich habe nur Sorge einen Formfehler zu begehen, wenn ich nun eine möglicherweise zu kurze Frist angebe, daher meine Nachfrage.
      interessierter (Bau-) Laie
    • wenn du eine zu kurze frist setzt, dann wird sich der auftragnehmer dazu äussern und dir mitteilen: schaffe ich bis dahin nicht.

      eine woche ab zugang des schreibens sollte in anbetracht der beeinträchtigung angemessen sein. mach bitte ein einwurfeinschreiben davon.
    • An den Speicher als Ursache glaube ich nicht, vorausgesetzt darin befanden sich keine Rückstände.
      Das Verschwinden des Geschmacks nachdem einige Liter gezapft wurden, deutet in Richtung Verrohrung.
      Aus welchem Material bestehen die Rohre?
      Gibt es Werte einer Wasseranalyse? (Härte etc.)

      Um das Problem zu lokalisieren, müsste man den Hydraulikplan anschauen. Meine Glaskugel sagt, es könnte sich lohnen die Verrohrung genauer anzuschauen.

      Es gab schon Kunststoffrohre von denen die Benutzer berichteten, dass diese einen Geschmack des Wassers verursachen,vor allem bei Warmwasser. Dabei handelte es sich meist nicht um ein dauerhaftes Phänomen.

      Trotz sollte man der Sache auf den Grund gehen.
    • Wie hoch ist die WW Temperatur? Vielleicht mal testweise die Temperatur absenken und dann beobachten.

      Ich bin ja bekanntermaßen kein guter Chemiker, aber wenn ich mich richtig erinnere, dann gaben manche Kunststoffrohre einen Geschmack ab, vor allen Dingen bei höheren Temperaturen. Das war zwar nicht bedenklich, sprich gesundheitsgefährdend, aber unangenehm.

      Auch wenn der Effekt nicht von Dauer sein sollte, in meinen Augen ist das ein Mangel. Trinkwasser darf durch die Installation nicht negativ verändert werden.
    • R.B. schrieb:

      ... Trinkwasser darf durch die Installation nicht negativ verändert werden.
      Das unterschreibe ich vorbehaltlos.

      Ich war nur auf den Speicher gekommen, weil es auch kunststoffinnenbeschichtete Speicher gab. Ob die noch auf dem Markt sind, weiß ich nicht. Von da wurden häufig Geschmacks- und Geruchsprobleme berichtet.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Gibt es eine Zapfstelle / Auslassventil / Ablassventil gleich hinter der Heizung, aus dem man warmes Wasser zapfen und "verkosten" kann?

      Wäre hier alles OK, dürfte es nicht am Warmwasserbereiter liegen, sondern eher an der Verrohrung.
      Schmeckt das Wasser hier genauso wie in der Küche müsste es der WW-Bereiter sein.

      Wenn der Geschmack nach wenigen Litern nachlässt ist es vermutlich die Verrohrung, denn im Warmwasserbereiter müsste ja mehr "verseuchtes" Wasser vorrätig sein. Grob abschätzen mit: Leitungsquerschnitt mal Leitungslänge und Umrechnung in Liter Leitungsinhalt zwischen Kessel und Zapfstelle - verglichen mit ablaufender Wassermenge bis zur Geschmachsneutralität.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)