Dämmung zwischen den Kehlbalken

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    • Dämmung zwischen den Kehlbalken

      Hallo Community,

      wir möchten uns dem Thema Innenausbau und Trockenbau widmen. Der Trockenbauer legt in 2 Wochen los und wir Fragen uns ob wir noch die Zwischenräume der Kehlbalken noch dämmen lassen sollten.

      Folgender Aufbau liegt vor:
      Dachschrägen sind gedämmt und die Dampfsperre reicht vom First bis ins 1 OG.
      Bedeutet die Kehlbalken befinden sich innerhalb der thermischen Hülle. Die Dämmung soll lediglich zum Schallschutz beitragen.
      Auf den Kehlbalken befinden sich 25mm OSB Platten + 30mm Estrichplatte inkl. 10mm Mineralwolle
      Zwischen den Räumen ist das Mauerwerk nicht bis OK Kehlbalken gemauert worden, sondern schließt mit UK Kehlbalken ab.


      Dieser Hohlraum gilt es nun zu schließen, um Geräusche im Bad nicht ins Schlafzimmer zu übertragen :)) Nun hat der Trockenbauer vorgeschlagen 120mm 035 Klemmfilz einzubauen. Auf eine Dampfbremse kann laut ihm verzichtet werden, da man sich innerhalb der thermischen Hülle befindet.

      Ist diese Vorgehensweise in Ordnung?

      Vielen Dank im voraus

      grüße Steve
    • Stevie82 schrieb:


      Nun hat der Trockenbauer vorgeschlagen 120mm 035 Klemmfilz einzubauen.

      Mit einfachem "Klemmfilz" habe ich so meine Probleme. Ich vermute mal, er meinte damit das was man auch als Zwischensparrendämmuing nutzt und als "Glaswolle" bezeichnet. Diese ist in meinen Augen zu leicht um eine deutliche Schalldämmung zu erreichen. Ich würde zu einem "dichteren" Material greifen.

      Um hier ein Detail auszuarbeiten, könnte man einen Schnitt zeichen, und sich dann überlegen, welchen Weg der Schall nehmen könnte. Da geht es dann auch um Beplankung usw.
    • Hallo R.B.

      Danke für die Rückmeldung. Ich werde Ihm mal bezüglich dichterem Material ansprechen. Der Trockenbauer hätte is***r Material verbaut. Ich glaube dies ist Glaswolle, ja.
      Eventuell kann er auch Steinwolle (falls das dichter ist) verbauen.

      @ Gunther: Sorry! :( Wusste im ersten Moment nicht ob dies entscheidend ist.
    • Die Schwierigkeit bei Deiner Konstruktion wird sein, dass irgendwo zwischen 200Hz und 500Hz die Schalldämmung unterirdisch wird. Bei einer normalen Unterhaltung überwiegen aber Frequenzen in diesem Bereich.

      Aus was besteht das Mauerwerk und wie dick ist es?
      Wie sieht es zwischen den Kehlbalken aus? Soll das sichtbar bleiben oder kommt da auch noch Dämmung rein? Wie wird raumseits beplankt?
      Du hast zwar den Aufbau auf den Kehlbalken beschrieben, aber nicht wie es zwischen bzw. darunter aussieht.
    • Die Mauer sind allesamt 17,5cm Poroton. Zwischen den Kehlbalken befindet sich nichts. Dieser Bereich soll ja nun mit Dämmung gefüllt werden.
      Unter den Kehlbalken wird der Trockenbauer 1 x 12,5mm GK Platte montieren.

      Im Grunde genommen geht es darum die Geräusche zws. den einzelnen Räume soweit es geht einzudämmen.
    • Stevie82 schrieb:

      Die Mauer sind allesamt 17,5cm Poroton. Zwischen den Kehlbalken befindet sich nichts. Dieser Bereich soll ja nun mit Dämmung gefüllt werden.

      Oben hatte ich das so verstanden, dass nur die Mauerkrone, also der Abstand zwischen Mauer und Kehlbalken gedämmt werden soll. Wenn nun auch alle Zwischenräume zwischen den Kehlbalken gedämmt werden sollen, dann ist das gut, denn man verbaut dem Schall einen weiteren Weg (über den Spitzboden) zwischen den Räumen.

      Wie hoch sind die Kehlbalken? Abstand ist vermutlich 60-70cm. Es kann von VOrteil sein, wenn die Kehlbalkenlage nicht über die komplette Höhe schallgedämmt wird.

      Dann bleibt nur noch die Schallübertragung über die GKP und die Kehlbalken oben auf die OSB Platten.
    • Die Kehlbalken sind 18cm hoch. Der Trockenbauer möchte 12cm Dämmung bis UK OSB Platte drücken um noch genügend Abstand zur GK Platte (zwecks Einbauleuchte) zu schaffen. Laut Ihm müsste man dennoch spezielle Untertöpfe für die Einbauleuchten nehmen, auch wenn die Dämmung nicht Brennbar ist.

      Abstand zws. den Kehlbalken beträgt 56cm.
    • Das sieht nach einem guten Plan aus. Was ich im moment noch nicht richtig greifen kann, ob es sinnvoll ist die Dämmlage "nach oben" zu verlagern, sprich nur im oberen Bereich zwischen den Kehlbalken. Ich hätte eher gesagt, entweder über die komplette Höhe, oder halt nur im "unteren" Bereich, sprich nahe zur raumseitigen Deckenbeplankung. Das würde dann mit den Einbauleuchten kollidieren.

      Man könnte auch darüber nachdenken, die Beplankung mit Federbügeln auszuführen. Dadurch wird die Schallübertragung über die Kehlbalken noch einmal reduziert.

      Über den ganz dicken Daumen gepeilt, würde ich für die erste Variante eine Luftschalldämmung > 40dB prognostizieren. Das wäre vergleichbar mit einem ungefüllten Ziegel in 175mm, die erreichen ja auch > 40dB, auch wenn deren Verlauf der Schalldämmung etwas anders ist als bei der o.g. Konstruktion.
      Wenn man ein bisschen tüftelt, könnte man die Kehlbalkenlage sicherlich in den Bereich um die 50dB bekommen.
    • Stevie82 schrieb:

      Du meinst garnet erst vollflächig, sondern nur ringsum im Wandbereich?

      Vorsicht, ganz so einfach ist es nicht. Der Spitzboden wird bei Dir zwar nicht für Wohnzwecke genutzt, man muss also nicht damit rechnen, dass dort Leute durch die Gegend marschieren, aber der Aufbau auf der Kehlbalkenlage wäre hinsichtlich Luftschalldämmung unzureichend. Es könnte also Schall in den Spitzboden gelangen, und sich dort ausbreiten wie in einem (Resonanz)raum. Wieviel davon dann in einem anderen Raum wieder "nach unten" abgegeben wird, das ist schwierig zu sagen.
      Du könntest aber die Dämmung in den restlichen Zwischenräumen geringer wählen, somit hättest Du auch keine Probleme mit den Einbauleuchten.
    • Stevie82 schrieb:

      Hmm, ok das klingt alles...wie soll ich sagen...komplex an.

      Ich bin für Trockenbauer einfach alles Dämmen lassen und im Wandbereich anstelle von 120mm, 180mm? Würde ich somit das "Maximum" rausholen?

      könnte ausreichen. Wie gesagt, die Wand hat auch nur 4x dB (je nach Ziegel).

      Frage mal den Trockenbauer was er davon hält, Federbügel zu verwenden. Das kann noch einmal eine deutliche Verbesserung bringen. Die Dinger sind nicht teuer und entkoppeln die GKP vom Rest. So riesig ist die Fläche ja nicht.