Balkonabdichtung - oder wie man es nicht machen sollte!

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    • Balkonabdichtung - oder wie man es nicht machen sollte!

      Moin,

      damit die Sektion auch mal ein wenig Leben bekommt, dachte ich mir, ich lasse Euch mal an meinem heutigen Arbeitstag teilhaben. Der war mal wieder so richtig von Fehlerfreien und fachgerechtem Bauen geprägt. Aber seht selber:

      Begonnen hat es mit dem Entfernen der "dollen" WPC-Dielen und brachte das zum Vorschein



      Der geneigte Leser könnte sich jetzt fragen ob das so richtig ist? Dem muss ich mit einem eindringlichen Nein entgegnen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welches "Highlight" mir mehr gefällt? Das "Speichervlies" im Volksmund auch als Malervlies bekannt. Naja vielleicht war der Belag-Ersteller zu schnell? :eek: Die Spiegelung ist eine amtliche "Pfütze". Wasserstand im Mittel 5cm... aber da kommen wir später noch zu.

      Aber immerhin haben sie den Mörtel aka Betong nicht direkt auf die Abdichtung gekippt. Als Kaufmann frage ich mich gerade was günstiger ist? Früstücksbeutel oder vollflächiges Malervlies? Naja mit ersterem macht man das eigentlich aber der Dialog könnte so ausgesehen haben:

      Dieter: "Hartmut, wat sollen wa denn machen, die Beutel sind doch alle!"
      Hartmut: "Ja scheiße noch eins! Dann nimm halt dat Malervlies."
      Dieter: "Aber wat erzählen wa denn dem Kunden?"
      Hartmut: "Dem erzählen wir einfach - Dat muss so! - ham wa schon immer so gemacht. Das zusätzliche Hitzeschutz, weil immer nass."

      So oder ähnlich könnte sich das sicher abgespielt haben. Machen wir weiter im Text um kommen zum Übel des Wasserstandes. Manch einer würde es Gully nennen, ich habe da noch keine Bezeichnung für



      Der Auslass bestand aus einem selbst gedrehtem "Rohr" aus EPDM-Resten, zu dem ist er gut 5 cm überhöht eingebaut. Wie war das noch mit Entwässerung sind die tiefsten Punkte? Schwamm drüber, kommt ja Plaste drüber das gammelt nicht so schnell :hammer: Aber auch hier haben wir den Klassiker, bekannt aus den 70igern - DIE ENTWÄSSERUNG MUSS ZUM HAUS HIN. Denn was sonst sollen die Versicherung nur machen, wenn es keine provozierten Leckagen gibt? Wäre ja langweilig, nur kassieren und nicht leisten. :freaky:

      Nun stehen wir da mit unserem Glück, die Situation bescheiden, das Werkzeug bescheiden, die Infos bescheiden - naaa, wer vermutet hier, dass sich die Sache wiederholen könnte? - öffnen wir einen neuen Dialog:

      Kalle: "Joa, dat ja geil hier! Wat machen wa jetzt?"
      Harry: "Na fertig machen!"
      Kalle: "Dann mütt wa wat aus Zink bauen"
      Harry: "Wir haben doch nix - mit Blick auf das Metallwerkzeug"
      Kalle: "Stimmt aber was willst machen - aus *piep* kannst halt kein Gold machen"

      Kalle und Harry bauen munter weiter drauf los - mit dem vagen Plan irgendwie eine Lösung für die Entwässerung zu finden



      Man könnte jetzt sagen "sieht *piep* aus, ging aber nicht besser" und vermutlich hätte man damit recht. Es wirkt schon etwas "abenteuerlich" mit der nachträglichen Abdichtung mittels Flüssigkunststoff. Harry und Kalle haben aber die Hoffnung das Beste aus der Situation gemacht zu haben - denn es warten noch ganz andere Kriegsplätze auf sie.

      Wir war das noch mit den Führungsschienen von Fensterrolläden? Genau! Die baut man so, dass man dahinter nicht abdichten kann. Und wie es sich im Norden gebührt, wird alles brav verklinkert - der Dachdecker wird es schon richten. Ob er das kann - minimal invasiv - ist egal, Hauptsache kost net so viel!

      Wie war das noch mit der Abdichtungshöhe im Türbereich ?( War da nicht wat mit 15cm? Joa! Naja passt nicht, gibt ja noch Ausnahmen. Nu wie war die gleich noch mal? Unterschreitung bis auf 5 cm mit Rinne? Jau! Aber wat machst, wenn du die 5 cm nicht hast? :whistling: Man könnte hier jetzt was von Ratio****m empfehlen gegen Kopfschmerzen und so oder den Sprung in die Tiefe wählen. Der eine oder andere könnte nachfühlen wie einem zumute ist.

      Auf der einen Seite der Wille alles richtig zu machen. Auf der anderen Seite die Kosten. Wat also machen? Genau! Das Beste!

      Ich hoffe Ihr hattet ein wenig Spaß beim Lesen, auch wenn das Thema ernst und vielfach in die Hose geht :pfusch:
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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