alte Mauer mit Beton glätten/festigen

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    • alte Mauer mit Beton glätten/festigen

      Hallo,
      Nachdem wir mittlerweile bei uns ein Feuchtigkeitsproblem festgestellt haben bin ich aktuell am entkernen des Schlafzimmers. Laut Gutachter handelt es sich um aufsteigende Feuchtigkeit. Den Boden habe ich abgetragen und auch die Wände haben zum Teil schon einiges an Putz verloren (Laut anraten des Bausachverständigen).
      Dabei musste ich feststellen, dass die Wände tatsächlich (wie es hier in der Gegend nach dem Krieg offenbar üblich war) mit großen hellen Steinen verschiedenster Formen hochgezogen wurden. Die darauf befindlichen Putzschichten kommen mir beim abtragen regelrecht entgegen, weshalb ich eigentlich so viel wie möglich davon entfernen möchte. Die Fugen und Zwischenräume zwischen den Steinen sind ebenfalls teilweise sehr porös, natürlich mache ich mir daher auch etwas sorgen wegen der Statik (die Wände sind allerdings sehr dick, ca. 60-80cm ohne Putz denke ich).
      Da ich nun teilweise 5-10cm tiefe und breite Abstände zwischen den Steinen habe weiß ich nicht wie ich am besten vorgehen soll. Meine letzte Idee wäre die Wand stück für Stück zu verschalen und mit Beton eine schlüssige und Stabile Fläche zu schaffen. Dann wäre die Wand gerade und alles zwischen den Steinen und Fugen wieder stabil.
      Wäre das denkbar?
      Hat jemand andere/bessere Vorschläge für einen sinnvollen wiederaufbau/begradigung?

      Vielen Dank für eure Hilfe!
    • Wurde die Ursache für die Feuchtigkeit schon beseitigt?
      Handelt es sich tatsächlich um aufsteigende Feuchtigkeit? Du schreibst, dass Dir der Putz entgegen kommt. Das lässt mich vermuten, dass der Putz großflächig, also auch im oberen Bereich der Wand, nicht mehr hält. Aufsteigende Feuchtigkeit würde ich im EG eher im unteren Bereich einer Wand vermuten, nicht über die komplette Höhe.

      Die Ursache sollte geklärt und beseitigt sein, bevor man an die Sanierung geht. Sonst läufst Du Gefahr, dass der Putz in kürzester Zeit wieder von der Wand fällt.

      Die Schlitze kann man mit Mörtel verschließen, dann Untergrund vorbereiten, und am Ende verputzen. Aber wie gesagt, Standfestigkeit muss geklärt, die Ursache muss vorher abgestellt sein, sonst hast Du keine lange Freude an Deinem Putz.
    • Die Ursachen wurden gefunden. Es gab ein undichtes Heizungsrohr über dem Raum, dieses wunde instandgesetzt. Die Frage ist eher, was ist für ein langfristig gutes Ergebis die beste/stabilste Lösung? Alten Mörtel so weit wie möglich (oder nur nötig?) entfernen und durch neuen ersetzen, dann unterputz, dann oberputz oder verschalen, Wand "Nachbetonieren" und dann verputzen?
    • Will ich nicht, ich möchte einfach einen möglichst stabilen, sinnvollen Wandaufbau der die Möglichkeit bietet das die Wand langfristig trocken bleibt bzw. Feuchtigkeit sauber reguliert. Sicher gibt es Schalungen, die Bauweise des Hauses begünstigt aber meiner Meinung nach Feuchtigkeit generell (allein schon wegen der nicht vorhandenen Bodenplatte) weshalb ich keine Hohlräume in der Wand haben will, egal was davor ist. Ausserdem möchte ich den Verlust der Nutzfläche möglichst gering halten.
      Vielleicht auf Anfang: Wie wäre Fugen bestmöglich gegen frischen sauber eingebrachten Mörtel tauschen, Unterputz, Oberputz, Farbe, fertig?
    • Könntest Du vielleicht mal ein Foto einstellen?

      Die Vorwand baut sicherlich nicht mehr auf als die Betonvariante. Ansonsten, wenn die Ursache beseitigt ist, alle losen Stücke runter, grobe Fehlstellen mit Mörtel ausbessern, und dann verputzen. Ob man mehrlagig arbeiten muss, das kann man aus der Ferne nicht sagen. Ob man die Putzoberfläche noch mit einem Edelputz versieht, das ist Geschmacksache.
    • So dick wie nötig, so dünn wie möglich. Also an manchen Stellen 10cm, an anderen nur 1 (wenn das überhaupt geht)
      ---------- 29. Oktober 2016, 08:28 ----------
      Ich habe mich aber eh schon ziemlich sicher für die Putzvariante entschieden. Gibt es eine Empfehlung wie lange ich mit dem Verputzen nach dem verfugen warten sollte?
    • Entscheidend wird aber auch die Frage sein, ob überhaupt und was für eine Art von Putz dort zum Einsatz kommen kann.
      Wir kennen ja nichtmal die Einsatzart der Wand. Normale Außenwand oder erdberührt/Lage des Geländes außen? Oder vielleicht eine Wand zu einem Nebenraum/Schuppen/Scheune?

      Ggf ist die Wand ja nicht nur durchfeuchtet, sondern auch versalzt?
      ggf. könnte das Feuchteproblem auch durch Kondensatbildung hervorgerufen worden sein?
      ggf. könnte auch ein Schlagregenproblem vorliegen?
      ggf. liegt wirklich ein statisches Problem vor?

      Aus diesen (uns) noch unklaren Punkten gefolgert, können wir leider keine Empfehlung aussprechen. Außer die, die Ursache und die Sanierungsmöglichkeiten vor Ort und fachgerecht ergründen und planen zu lassen.