Dusch-Thermostat spinnt

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    • Dusch-Thermostat spinnt

      Hallo zusammen,

      Ich habe ein recht spezielles Problem mit meinem Dusch-Thermostat dass auch mein Sanilöter nicht in den Griff bekommt.

      Situation: Neubau aus 2015 (EFH), Gewerke in Einzelvergabe, Warmwasseraufbereitung mit Wärmepumpe (Sohle); Sanilöter ist auch mit seinem Latein am Ende. Habe schon 2 befreundete TGA Spezies befragt, aber die wissen auch nicht weiter. Laut meinem Sanilöter haben wir auch keine besonder installation, alles Standard bis auf die Wärmepumpe. Mit Wärmepumpen hat mein Sanilöter allerdings keine Erfahrung (war seine erste), aber er hat direkt Kontakt mit dem Hersteller aufgenommen und die kennen diese Problem auch nicht.

      Folgendes Szenario (reproduzierbar):
      Dusche an und auf Temperatur eingestellt, es dauert ein paar Sekunden und das Wasser ist warm, alles gut. Dann wird das Wasser abgedreht um sich einzuseifen und nach einer Minute wieder angedreht. Jetzt kommt erst ein kurzer Schwall heißes Wasser (wirklich unanagenehm) und dann hat das Wasser wieder die voreingestellte Temperatur. Dies passiert an beiden Duschen (EG und OG). Ein Defekt der Armaturen wäre dann ein großer Zufall.

      1. Lösungsansatz des Lieferanten der Armatur: Kartusche in Thermostat austauschen: Ergebniss: null Effekt

      2. Versuch: Vor-Ort-Termin mit Vertreter des Lieferanten. Erklärung des Lieferanten: Druckunterschiede in der Warm- und Kaltwasserleitung. Dieses wurde getestet und bestätigt. Ein 10l Eimer Wasser wird mit Kaltwasser in ca. 60s befüllt und mit Warmwasser in ca. 65s. Laut Aussage meines Sanilöters wäre das auch normal, da es in der Warmwasserleitung Wiederstände gibt durch Ventile usw. Zur Erklärung: durch den höheren Druck der Kaltwasserleitung fließt erst Kaltwasser in die Kartusche worauf diese "dichtmacht" und nur warmes Wasser durchlässt. Allerdings reagiert die Kartusche dann nicht schnell genug um wieder kaltes Wasser dazu zu mischen.
      Lösungsansatz: Es wurde ein zusätzliches Bauteil in dem Thermostat verbaut welches das Problem lösen soll. Das hätte bei einem ähnlichen Fall funktionert. Leider kann ich nichts genaueres über dieses Bauteil berichten, aber es soll irgendwie den Kaltwasserdruck herunterregeln, wobei ich das nicht genau weiß.
      Ergebnis: Problem bleibt, allerdings nicht mehr ganz so intensiv. Neues Problem: Wenn jetzt während des Duschens die Temperatur (leicht) geändert wird gibt es erst einen kurzen Schwall zu kühles Wasser (wenn man etwas kühler dreht) oder einen kurzen Schwall heißes Wasser (wenn man wärmer dreht)

      Noch zur Info:
      Der oben beschriebene Effekt ist entweder mit der Zeit stärker geworden oder ist nicht direkt nach Inbetriebnahme aufgetreten sondern später. ca. ein halbes Jahr nach Einzug wurde noch ein Kühlelement für die Fußbodenheizung nachgerüstet, da mein Sanilöter leider eine Wärmepumpe ohne Kühlfunktion eingebaut hatte. (Dies resultiert aus einem nicht eindeutigen LV , aber das ist hier jetz nicht Thema). Dieses Kühlelement ist vom selben Hersteller wie die WP und auch speziell für meine Wärmepumpe gedacht. Eventuell tritt der oben beschrieben Effekt seit der Montage der Kühleinheit auf, das können wir allerdings nicht mit Sicherheit sagen.

      Hat hier irgendjemand schon mal so ein Problem gehabt oder hat sogar eine Lösung?

      Wenn ihr noch mehr Infos braucht: fragen, fragen, frage

      Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

      Es grüßt:
      Onkel Dagobert
      ---------- 21. Oktober 2016, 08:35 ----------
      Nachtrag: Es handelt sich um ein Markenthermostat von einem der Brüder, ich weiß nur grad nicht welcher. (H...G.... oder G....)
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • Wieviel Zeit vergeht für den genannten Regelvorgang?
      Wie hoch ist die WW Temperatur?

      Meine erste Vermutung wäre, dass aufgrund niedriger WW Temperatur das einregeln etwas länger dauert. Das wäre also Sache der Armatur. Die Druckunterschiede sind in meinen Augen zu gering, als dass sich das so stark auswirken dürfte.
    • Also wenn ich das Wasser ausdrehe zum einseifen und dann wieder an, dann kommt ganz kurz normal temperiertes Wasser (warscheinlich das was noch im Schlauch war) dann für ca. 1-2 Sekunden zu heißes und dann ist es wieder normal.

      Warmwasser steht glaube ich auf max 50°C und min 40°C. Allerdings wird das Wasser im Speicher beim aufheizen bis 55°C warm, da die Temperatur nicht oben am Speicher gemessen wird.

      Ob die Leitungen anständig gespült worden sind weiß ich nicht, aber ansonsten funktioniert alles und mein Sanilöter ist zwar eine kleine Bude, aber einer von der Sorte der durchaus Gewissenhaft arbeitet. Er lebt von seinem Ruf im Ort, also ich denke dass er schon gut arbeitet und es so macht wie es sich gehört, was natürlich keine Garantie ist.

      Was wäre denn wenn nicht anständig gespült wurde?
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    • hmmm, das wäre noch ein Ansatz:

      wie gesagt wurde ja diese Kühleinheit nachgerüstet. Als das fertig war war auf einmal in der Küche der Perlator ziemlich zu. Habe ich gereinigt und alles war wieder gut. Allerdings auch nur in der Küche und nicht im Bad (OG). Werde ich mal mit meinem Sanilöter besprechen. Allerdings haben die ja schon 2mal daran herumgebastelt. Dann hätten die doch eine Verschmutzung feststellen müssen/sollen, oder?
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    • Also, bei 1-2 Sekunden könnte es sich um die Regelzeit der Armatur handeln, viel schneller sind die normalerweise nicht, und das auch nur unter Idealbedingungen. Dazu muss man sich nur mal vorstellen, wie so ein "Thermostat" funktioniert. Unter Idealbedingungen mag der auch mal schneller sein, aber wer hat die schon bei sich zuhause.
    • Könnte es evtl. auch sein, dass in der Zwischenzeit vom abdrehen bis andrehen das gemischte wasser im Thermostat abkühlt, daher der regler schon wieder den Durchfluss heiss öffnet. Damit meine ich das Wasser in der mischkammer wo der Regler sitzt.

      wird nun wieder geöffnet, kommt sofort heiss in die kammer und durch, und der regler braucht kurz zum einregeln.

      zu prüfen, wenn man nur für 5sec mal abschaltet, oder die zeit danach mal erhöht bis zur normslen Einseifdauer.
      ist es nicht bei kurzer Unterbrechung, dann liegt es evtl an der Trägheit.
    • Termostat ist Unterputz.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Wenn das die normale Regelzeit wäre dann müssten sich ja schon mehrere Kunden beschwert haben. Aber mein Sanilöter hatte diesen Fall noch nie und auch der Vertreter vom Hersteller kannte nur einen Fall. Sogar mein Sanilöter hat bestätigt dass das Phänomen unangenehm ist.

      Ich kann mir nicht vorstellen dass sich keiner beschwert wenn das normal sein sollte.

      In unserer Ferienwohnung im Sommer (auch Unterputz-Thermostat, aber no-name) war dieser Effekt absolut nicht vorhanden.
      ---------- 21. Oktober 2016, 09:17 ----------
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: kann ich gerne mal prüfen, aber ich glaube nicht dass sich das Wasser in einer Minuter nennenswert abkühlt. Und wenn dem so wäre müsste diese Beschwerde ja von vielen Kunden kommen, da mein Duschverhalten denke ich nicht unnormal ist.
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    • :lol: kann natürlich sein, allerdings drehe ich das Wasser eher aus praktischen Gründen ab. Meine Dusche ist halt nicht überdimensioniert und wenn ich komplett aus dem Wasserstrahl heraustrete stehe ich schon halb auf dem Duschvorleger und bekomme dann wieder Ärger mit der Regierung warum schon wieder alles nass ist... :motz:
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    • Onkel Dagobert schrieb:


      In unserer Ferienwohnung im Sommer (auch Unterputz-Thermostat, aber no-name) war dieser Effekt absolut nicht vorhanden.

      Sind dort die gleichen Armaturen verbaut?

      Wie gesagt, solche Thermostatarmaturen sind keine Präzisionsinstrumente, und je nach Aufbau kann es ein wenig dauern, bis sich das Dehnstoffelement angepasst hat. Bei mehreren Sekunden hätte ich Bauchschmerzen gehabt, aber Du sprichst von 1-2 Sekunden, das wäre tatsächlich noch im "normalen" Bereich. Es gibt aber auch Armaturen die noch langsamer regeln.
    • Nein nicht die gleichen. Also nicht dasselbe Fabrikat. Ich wollte damit nur sagen dass es in der FeWo auch mit einem no-name Thermostat perfekt funktioniert und bei mir immerhin mit einem Thermostat eines namhaften Herstellers nicht.

      Die 1-2 Sekunden sind jetzt geschätzt, aber wie gesagt auch mein Sanilöter bestätigt dass das unangenehm ist, und das erwarte ich natürlich nicht bei einer neuen Installation
      ---------- 21. Oktober 2016, 09:25 ----------

      Kater432 schrieb:

      evtl. ist es ja wirklich die niedrige WW temperatur. dadurch das die nicht so hoch ist, kühlt durch das kalte anliegende die Armatur schneller runter.
      Sind meine Einstellungen für Warmwasser denn so außergewöhnlich niedrig?

      Werde ich heute abend bzw. morgen früh mal testen
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    • Onkel Dagobert schrieb:


      Die 1-2 Sekunden sind jetzt geschätzt, aber wie gesagt auch mein Sanilöter bestätigt dass das unangenehm ist, und das erwarte ich natürlich nicht bei einer neuen Installation

      Dann würde ich mal nach anderen Armaturen schauen. Leider liefern die Hersteller kaum Infos über das Regelverhalten, es soll aber Armaturen geben, die mit einem Wachselement o.ä. arbeiten und deutlich unter 1 Sekunde einregeln. Evtl. könnte es auch helfen, wenn man den Druck KW und WW etwas zurück nimmt.
    • Das ist schon mal ok.

      Die beiden G.... - Brüder gehören zu den führenden Herstellern von Thermostatarmaturen. Ich glaube nicht, das es an dem Produkt selbst liegt (Der Kd war ja offensichtlich auch schon draußen).

      Die Hersteller haben im Regelfall schon ein Interesse daran, dass die Produkte funktionieren. Ich tippe weiterhin auf Schmutz X(
    • Ich würde die Ursache bei den Armaturen und weniger der vorgeschalteten Anlage suchen.
      Verschmutzung könnte eine vage Möglichkeit sein.
      Ansonsten werden die Thermostate mit Druckschwankungen gut fertig.

      Die Diskussion kommt mir gerade Recht. Wir sind hier in der Entscheidungsfindung für ein BVH mit 60 WE und beraten die grundsätzliche Herstellerlinie.
      In unserem bisherigen Haus haben wir Armaturen des Herstellers, der im Namen eines Rostocker Fußballvereins vorkommt, im Einsatz.
      In der 6. Etage kommt es zu merkbaren Druckschwankungen, die in Sekundenbruchteilen weggeregelt werden, ohne dass man es an der Mischtemperatur merkt.
      Wir wollten eigentlich für den Neubau aus Proportsgründen mal den Hersteller wechseln, ohne mit dem alten unzufrieden zu sein.
      Ich werde jetzt einfach mal meine Armatur wechseln und das Verhalten austesten.
      Meckereien unserer Neubaumieter wegen schwankender Temperaturen kann ich gar nicht gebrauchen.

      Du hast natürlich mit den UP-Thermostaten nicht die Möglichkeit, mal eben zu wechseln. Deshalb würde ich die Armaturen komplett zerlegen und reinigen lassen. Vielleicht auch mal eine neue Kartusche ausprobieren.

      Wir haben uns bei den Duscharmaturen übrigens bewusst für AP-Armaturen entschieden, um diese gleich als Haltegriff anzubieten. Wir bauen alle Neubauten weitgehend barrierefrei, weil sich auch junge Leute damit nicht unwohl fühlen und ohne Umzug bis ins hohe Alter bei uns bleiben können. Da sehen wir es als sinnlos an, UP-Duscharmaturen einzubauen und daneben vielleicht einen HEWI-Griff anzubringen. Das nur mal als Denkanstoß für Entscheider.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Google mal, da gibt es einen Hersteller der garantiert eine Regelgeschwindigkeit von 0,3sec. Normale Armaturen liegen irgendwo um die 0,8+-0,2 Sekunden, ältere Modelle, bzw. Modelle mit älterer Technik liegen über 1 Sekunde. Die Hersteller "garantieren" dann meist nur irgendwas zwischen 1 und 2 Sekunden, wenn sie überhaupt etwas "garantieren". Was solche Daten betrifft, halten sich viele Hersteller bedeckt.
    • Ich habe eben geduscht und Dagoberts Prozedere mal ausprobiert und siehe da, auch bei mir kommt nach dem kurzzeitigen Abstellen der Dusche zuerst für ein paar Sekundenbruchteile ziemlich heißes Wasser, bevor es sich wieder eingeregelt hat. Scheint also herstellerunabhängig zu sein.
      Ich stelle gewöhnlich zwischendurch nicht ab.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Der Effekt ist normal. Nach dem Abschalten kühlt das Wasser am Thermostat ab, er stellt sich auf max. WW, wenn dann wieder eingeschaltet wird, muss er erst wieder regeln, sprich weniger WW und mehr KW. Das dauert ein wenig, siehe mein Beitrag oben zu den Zeiten.

      Wie stark das Regeln auffällt, hängt von der WW Temperatur ab, sprich dem Delta das ausgeregelt werden muss.
    • Ah, dann werden wohl die wenigsten zwischendurch abschalten und daher keine Beschwerden.

      Allerdings gibt es auch Armaturen so das funktioniert. Siehe oben bei der FeWo.

      Kalkgehalt weiß ich jetzt nicht genau, aber auf jeden Fall nicht sehr stark.

      Werden morgen mal wieder meinem Sanilöter Nerven, mal schauen...

      Danke schon mal für alle Antworten
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!