Baustellendokumentation

  • planfix schrieb:

    ... jetzt wirds schn wieder kompliziert. ich hab auf so was einfach keinen bock. system zusammenstellen, einrichten usw, ist einfach nicht meins.
    Das kann man aber auch vergeben? Dann musst es nicht machen. Ich würde das an deiner Stelle so machen:

    Kleines PC-Case im Büro oder Keller aufstellen. Mainboard, Prozesser, Speicher und reichlich Speicherplatz (4TB oder so, je nach Datengrößen) darauf eine eigene Cloud und per NAT ins Internet einbinden. Zusätzliche Festplatte zum Spiegeln der Hauptplatte als Datensicherung ggf. packen und "verschicken" das Diebstahl oder Brand keine Rolle spielen. Im Büro n ganz einfachen, kleinen Desktop-PC mit einer kleinen SSD fürs Booten/ Betriebssystem ggf. Programme die in der Cloud keinen Verwendung finden.

    So hast du einen zentralen Ablageort, der von überall erreichbar ist. Maximale Datensicherheit - du hantierst ja mit personen bezogenen Daten ;). Und hast einen Ort der Datenerfassung, Büro bez. von Unterwegs.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • NAS und datensicherheit hab ich, mach ich aber nicht selbst. Externer zugriff ist sehr eng gehalten und soll so bleiben. Ablage mit zugriff dritter geht gar nicht!!! Das muß über cloud laufen, die habe und bezahle ich ja auch.
    meine kinder sind da schon beruflich viel weiter als ich, da beide mädels in IT unternehmen tätig sind, bzw als masterinnen permanent saftwaren entwicken und installieren haben die meine peripherie hier im griff.
    alles was ich neu, anders oder mehr haben will, muß ich aber erst mal selbst entscheiden. wenn ich das alles selbst machen kann, wäre mir das am liebsten. die zeit, zu der ich von meinen kindern abhängig bin, wird schon noch kommen. Jetzt so ezwas an eine firma vergeben würde verwunderung und unverständnis auslösen.
    Ich bin ja auch bloß faul geworden, weil es meine kinder gemacht haben, und irgendwann verliert man/frau den anschluß. Das würde ich gerne noch herauszögern.
    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
  • Wie gesagt muss das für jeden selber passen. Meins wäre es nicht A. Daten in irgendeine Drittanbietercloud zu laden und B. unterschiedlichste Ablageorte zu haben.
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  • Kann man nicht statt einer Cloud ein Verzeichnis auf dem eigenen Tab nehmen? SD-Karten sind heute ja auch nicht gerade klein und auf einem Tab hat man massig Platz. Muss es immer so eine blöde Cloud sein? Den Tab kann man ja dann Zuhause synchronisieren.
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Und wenn man ihn synchronisiert hat, wo legt man die Daten ab? Richtig... Dreischritte für einen. Kann man machen, wenn man sich dagegen sperrt seinen eh vorhanden Speicher als Cloudlösung zu benutzen. Ich mache gerne Dinge ein mal und nicht mehrfach. Time is Money. Ja, auch Büroprozesse lassen verschlanken zu Gunsten seiner Rendite.
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  • Die Struktur möchte ich aber überall verfügbar haben. Im Idealfalls so, dass auch Partner darauf zugriff haben, z. B. die FiBu sofern man es nicht selber macht. Wozu Papierrechnungen, mit meinen Lieferanten würde ich auf eRechnung pochen und bei öffentlichen Auftraggeber ebenfalls. Das was man digitalisieren lassen kann, würde ich konsequent umsetzen. So, dass ich eben nicht noch Daten hin und her schieben muss. Bei Einzelpersonen vielleicht nicht nötig aber bei mehreren Leuten? Ich als Chef wäre gerne über jeden Schritt informiert ohne erst Berge von Papier zu sichten.


    ---------- 22. November 2017, 17:19 ----------

    Ich hab mir das jetzt mal angesehen, du kannst die Synchronisierung wie folgt machen:

    Die App bietet die Möglichkeit per Dropbox die Daten hochzuladen. Nun muss nur noch dein NAS mit Dropbox eine Sprache sprechen. Soll meinen, dass dein NAS sich automatisch mit den Daten aus der Dropbox synchronisiert.

    Solche NAS-Systeme gibt es für "Plug and Play" für um die 400-500 Euro, je nach dem welche Festplatten man da verbaut.
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  • Es gibt noch eine Software von msoft, ein Kollege arbeitet damit und ist zufrieden. Die kann eigentlich als >Modul in die Branchensoftware des selben Anbieters eingebunden werden, funktioniert aber auch eigenständig.
    Ich habe nun schon eine Weile gesucht, aber das was ich mir vorstelle ist irgendwie nicht so richtig dabei.
  • Bei Bürosoftware in Kombination mit Cloudlösungen würde ich auf ein paar Dinge achten:
    1. Sobald FiBu-Daten in der Cloud gespeichert werden: wo steht der Server? Steht dieser außerhalb Deutschlands, handelt es sich um eine vollständige oder teilweise Verlagerung der FiBu ins Ausland nach § 146 Abs. 2a AO, d.h. geht nicht ohne schriftliche Erlaubnis des Finanzamtes.
    2. Vorsicht bei jungen Start-Ups: Die meisten Start-Ups sind nach 5 Jahren wieder Pleite, das dürfte mit den Start-Ups im Bereich FiBu/Bürosoftware nicht so viel anders sein. Wenn der Fall eintritt möchte man (a) nicht seine Daten verlieren, weil das Start-Up seine Rechnung beim Cloudbetreiber nicht zahlen kann und (b) in irgendwelchen proprietären Dateiformaten hängen, die den Systemwechsel erschweren.

    Das ideale Programm ist mir noch nicht untergekommen: Im Besten aller Leben kann die Software automatisch ein elektronisches LV übernehmen und für die eigene Angebotserstellung die Daten bereit stellen, und bspw. für Material automatisch den Großhandelskatalog abrufen und daraus entsprechenden EK-Preise ziehen. Daneben können Stundensätze automatisiert übergeben werden und man kann anhand eines finalen LVs den Baufortschritt dokumentieren, Lieferungen und Aufmaße digital verarbeiten und den LV-Positionen zuordnen, woraus dann am Ende eine elektronische Rechnung im XML-Format wird, die wiederum der Architekt in sein Programm zwecks Rechnungskontrolle einspielt. Gleichzeitig werden die relevanten XML-Daten an die Buchhaltung übergeben und es wird daraus der Zahlungsprozess angestoßen durch automatischen Abgleich mit dem elektronischen Bankauszug, bzw. der Mahnprozess, wenn kein Geld eingeht.
    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -
  • butter bei die fische!!!

    ich habe gesucht / gefunden ein bautagebuch. mehr wollte ich nicht.
    da ich weder planung, ausschreibung, werkplanung oder so was gemacht habe, habe ich die relevanten daten eh nur in pdf (in dropbox) oder auf papier.

    gesucht einen elektronischen zettel, der wetter und fotos automatisch zuordnet, wo ich beteiligte firmen per häkchen aktivieren kann und dem ich per spracherkennung ditieren kann was die helden machen, weil handytippen nur bescheuert ist auf baustelle und das ganz sofort per mail abschicken, wenn nötig. diktieren kann ich im auto, wenn der lärmpegel zu hoch, oder später im büro am PC nachbearbeiten und tippen, wenns ned pressiert.

    jetzte muß ich mir nur noch alle bedienvideos auf youtoube reinziehen, dann klapps sicherlich auch ohne besser mit der datenberabeitung teils per schmartfön teils am bürogombjuder.


    die übergreifenden programme machen bei der eingabe mehr arbeit, als sie zeit sparen. CAD 3 D ist noch vertretbar zu eigenkontrolle, aber das ganze weitere bim, bam, borium muß ja erst mal angelegt werden, damit es was bringt. das ist im individuellen hausbau fast sinnlos, weil es anders gebaut wird.
    die rohbaumassen für eine ausschreibung aus dem CAD ermitteln und die passenden textbausteine dazusortieren ist um welten schneller als im CAD die bauteile mit genauen materialdaten zu füttern. besonders einfach ist das mit einem ausgedruckten plan, in dem man zur selbstkontrolle die bauteile markiert.
    oftmals sind cpoy paste leichter zu handeln als eins software, die neben der lizenz auch noch regelmäßiger schulungen bedarf.
    Ich will ja nicht zum rechenschieber zurück, aber versuch mal einem gebrochen deutsch sprechendem Betonarbeiter zu erklären, daß die kosole um 2cm zu breit ist. dann weißt du, dass es softwarlösungen gibt, die keinen nutzen haben.
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  • Der Bauamateur schrieb:

    Das ideale Programm ist mir noch nicht untergekommen: Im Besten aller Leben kann die Software automatisch ein elektronisches LV übernehmen und für die eigene Angebotserstellung die Daten bereit stellen, und bspw. für Material automatisch den Großhandelskatalog abrufen und daraus entsprechenden EK-Preise ziehen. Daneben können Stundensätze automatisiert übergeben werden und man kann anhand eines finalen LVs den Baufortschritt dokumentieren, Lieferungen und Aufmaße digital verarbeiten und den LV-Positionen zuordnen, woraus dann am Ende eine elektronische Rechnung im XML-Format wird, die wiederum der Architekt in sein Programm zwecks Rechnungskontrolle einspielt. Gleichzeitig werden die relevanten XML-Daten an die Buchhaltung übergeben und es wird daraus der Zahlungsprozess angestoßen durch automatischen Abgleich mit dem elektronischen Bankauszug, bzw. der Mahnprozess, wenn kein Geld eingeht.
    Das können doch die meisten Handwerksoftwares? Nur sind die Schnittstellen in den Programmen das Problem.
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  • Die meisten funktionieren auch nur mit den firmeninternen Lösungen/Programmen zufriedenstellend. Sobald Daten aus Fremdanwendungen importiert werden müssen, gibt es meist Probleme. Den Firmen ist weiterhin wichtiger, dass durchgängig die eigenen Produkte verwendet werden, als dass man Standards einhält und somit Fremdprodukten Tür und Tor öffnet...

    Kleinbüros müssen eh nach althergebrachter Art arbeiten, weil all diese Lösungen zu teuer sind für die Einzelkämpfer...
    -

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • Kalle schrieb:

    Der Bauamateur schrieb:

    Das ideale Programm ist mir noch nicht untergekommen: Im Besten aller Leben kann die Software automatisch ein elektronisches LV übernehmen und für die eigene Angebotserstellung die Daten bereit stellen, und bspw. für Material automatisch den Großhandelskatalog abrufen und daraus entsprechenden EK-Preise ziehen. Daneben können Stundensätze automatisiert übergeben werden und man kann anhand eines finalen LVs den Baufortschritt dokumentieren, Lieferungen und Aufmaße digital verarbeiten und den LV-Positionen zuordnen, woraus dann am Ende eine elektronische Rechnung im XML-Format wird, die wiederum der Architekt in sein Programm zwecks Rechnungskontrolle einspielt. Gleichzeitig werden die relevanten XML-Daten an die Buchhaltung übergeben und es wird daraus der Zahlungsprozess angestoßen durch automatischen Abgleich mit dem elektronischen Bankauszug, bzw. der Mahnprozess, wenn kein Geld eingeht.
    Das können doch die meisten Handwerksoftwares? Nur sind die Schnittstellen in den Programmen das Problem.
    Nenne mir eines, wo der Prozess so durchgängig funktioniert und du es auch bezahlen kannst.
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    - John Maynard Keynes -
  • Der Bauamateur schrieb:

    Nenne mir eines, wo der Prozess so durchgängig funktioniert und du es auch bezahlen kannst.
    Was verstehst Du unter durchgängig? Für PC-Dummies, also per Klick alles automatisiert ohne große Kenntnis? Mir würden da auf Anhieb 3 Programme einfallen, 2 davon habe ich jedoch nie ausgiebig testen können. Eines von den 2 unbekannten werde ich noch kennen lernen, dann kann ich dir da vermutlich mehr sagen. Ich gehe mal auf deine Punkt ein und beantworte das mit meiner Erfahrung aus einem der Produkte:


    Der Bauamateur schrieb:

    Im Besten aller Leben kann die Software automatisch ein elektronisches LV übernehmen und für die eigene Angebotserstellung die Daten bereit stellen,
    Per GEAB-Datei ist das wohl alles sehr unproblematisch und schon vor 8 Jahre innerhalb meiner Lehre Praxis. Hat nur kein Meister genutzt, weil Technik affine nicht das Kredo eines Handwerker ist.



    Der Bauamateur schrieb:

    und bspw. für Material automatisch den Großhandelskatalog abrufen und daraus entsprechenden EK-Preise ziehen.
    Das war kein Thema. Früher war die Lieferanten nur noch nicht soo weit, dass die Schnittstelle serverseitig bestand. In der Praxis war es dann so, dass die Datensätze ein mal pro Monat aktualisiert wurden oder bei Preisveränderung. Die Daten mussten dann "eingelesen" werden. Heute sollte das aber kein Thema sein, dass man in der Software eine Schnittstelle hat die über Zugriffsberechtigung automatisch synchronisieren kann. Damals als heute waren "Jumbo-Positionen" aber kein Thema. Dort konnte man dem Material eine Stammkalkulation zuweisen. Die griff auf einen errechneten Stundenverrechnungssatz zurück. Diesen koppelte man dann nur noch mit den Zeitwerten. Ging in das Dokument, wählte die Jumbo-Position und zack, brauchtest du nur noch die Mengen eingeben.

    Kommen wir zu den zwei spezifischen Problemen:

    Einer sitzt direkt vor dem Bildschirm - der Meister! Datenpflege ist alles und wer dies nicht akribisch macht, der wird dabei nur verlieren!

    Sind kalkulierte Zeitwerte gerade bei individuellen Berücksichtigungen lediglich eine grobe Richtschnur. Es ist also nötig Zeitwerte ggf. anzupassen. Beispiel: Baustelle ist schwer zugänglich - da kann ich nicht die gleichen Zeitwerte nehmen. Ergo ist die Zeitersparung nur marginal. Ich spare mir lediglich das Tippen des Textes.

    Beziehen wir das nun auf ein eingelesenes LV , kann es manchmal effektiver sein, die Positionen gleich so durch zu kalkulieren. Als erst die Jumbos zu "verbinden" und diese dann noch mal zu überarbeiten. Kommt also auf den Einzelfall an. Noch ein Problem ist: Man muss die Suchkriterien des Großhandels kennen. Sonst suchst du dir in der Datenbank einen Wolf, wenn du ein spezielles Material benötigst.


    Der Bauamateur schrieb:

    Daneben können Stundensätze automatisiert übergeben werden und man kann anhand eines finalen LVs den Baufortschritt dokumentieren
    Siehe oben. Ein Einladen der Zeitwerte ist für die Baustellen/Personalplanung ebenfalls möglich. Aber auch hier ist Datenpflege das A. und O. Hinsichtlich der Schnittstelle der mobilen Zeiterfassung auf der Baustelle muss ich passen - das war "damals" noch nicht so im kommen. Aber auch hier denke ich, dass die Hersteller Schnittstellen geschaffen haben.


    Der Bauamateur schrieb:

    Lieferungen und Aufmaße digital verarbeiten und den LV-Positionen zuordnen,
    Wenn man sich an die Bestellmasken der Programme hält und LF auch mal manuell einpflegt war das auch damals schon kein Thema. Aufmaße digital zu verarbeiten wird aber wohl noch nicht so gut funktionieren. Also das einladen der Daten von einem Laser z. B. Das müsste man noch manuell über LxBxH machen, kann dies aber Positionen zuordnen.


    Der Bauamateur schrieb:

    woraus dann am Ende eine elektronische Rechnung im XML-Format wird, die wiederum der Architekt in sein Programm zwecks Rechnungskontrolle einspielt.
    XML weiß ich nicht. FeRD hingegen schon. Gut ob der Architekt das nutzt, keine Ahnung. Dafür wird wohl auch einfach der Standard fehlen. Ist die Software daran schuld? Ich denke nicht.


    Der Bauamateur schrieb:

    Gleichzeitig werden die relevanten XML-Daten an die Buchhaltung übergeben und es wird daraus der Zahlungsprozess angestoßen durch automatischen Abgleich mit dem elektronischen Bankauszug, bzw. der Mahnprozess,
    DATEV war damals die vorgebende Datensprache, mit noch einigen anderen. XML war da wohl nicht drunter. Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, wären zusätzliche Schnittstellen aber möglich gewesen - gegen Geld logischerweise.

    Wir haben damals, glaube ich 3 Lizenz gehabt und zirka 50% der Erweiterungen zum Grundprogramm. Kosten lagen glaube ich irgendwo bei 5-6000 Euros. Bei Versionsaktualisierung gab es Preisnachlass. Ob das heute auch noch so ist, kann ich nicht sagen.

    Ich denke schon dass es einige Software gibt, die ziemlich viel kann - nur nutzt das nach meiner Erfahrung der normalo Handwerker nicht. Schon gar nicht der Meister als Alleinunterhalter. Irgendwann brauchst halt jemand, der Datenpflege betreibt und das regelmäßig. Sonst kannst du das restriktive System in die Tonne werfen. Wenn ich auf meine Lehre zurück blicke, dann waren die Meister i. d. R. sehr "oldschool" unterwegs. Wo ich mir nur an den Kopf gelangt hab. Man hätte damals deutlich mehr raus holen können.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot
  • Was verstehst Du unter durchgängig? Für PC-Dummies, also per Klick alles automatisiert ohne große Kenntnis? Mir würden da auf Anhieb 3 Programme einfallen, 2 davon habe ich jedoch nie ausgiebig testen können. Eines von den 2 unbekannten werde ich noch kennen lernen, dann kann ich dir da vermutlich mehr sagen. Ich gehe mal auf deine Punkt ein und beantworte das mit meiner Erfahrung aus einem der Produkte:
    Schade, dass wir hier keine Produkte nennen können, aber ich melde trotzdem Bedenken an. ;) Viele Programme können Teilaspekte gut, aber den ganzen Prozess?
    Also ja, das einlesen von Leistungsverzeichnissen funktioniert (eingeschränkt) schon, beim Erkennen der Leistungsparameter (Stück, m², Stunden, lfd. m, Pauschale, m³ etc.) wird es teilweise schon holperig. Aber gut, mit ein bisschen gepfriemel kriegt man das hin. Man kann auch die Großhandelskataloge abrufen, wobei auch hier die Großhandel und Großhandel zu unterscheiden sind. Willst Du bspw. Preise vergleichen, wird es schon hakelig, zudem stellen auch nicht alle Ihre Preis zur Verfügung oder nicht aktuell - aber das kann man der Software kaum zum Vorwurf machen.
    Also gut, ich habe mit viel Aufwand das Angebot soweit fertig und meine Bürokosten sind immer noch nicht so hoch und ich kriege den Auftrag. Dann mache ich das Aufmaß und mein teurer Laser mit Handyapp schafft es nicht die Daten an die Software zu liefern und wenn er es schafft, kann diese wiederum die Datensätze nicht einlesen. Das Problem sind hier die Schnittstellen bzw. das fehlende einheitliche Datenformat.
    Elektronische Rechnung wird dann auch lustig: ZUGFeRD gibt ja nur einen Bruchteil der Daten weiter. Eigentlich bräuchte man eine XML-Datei, die sämtliche Rechnungsdaten beinhaltet, damit der Architekt die nur noch einlesen muss um den automatischen Abgleich mit dem LV machen zu können. Gibt's aber leider nicht (Schnittstellen, einheitliches Datenformat...), obwohl es solche EDI-SChnittstellen bspw. in der Automobil-Branche schon seit Jahren gibt. Da laufen die Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen etc. schon seit mindestens 10 Jahren voll elektronisch um den ganzen Globus.

    Also das Programm, dass die Abläufe ohne Probleme von vorne bis hinten durchgängig löst, habe ich noch nicht gesehen. Unter "gelöst" verstehe ich funktionierende Schnittstellen, die keiner manuellen Pflege bedürfen, so dass ich manuell nur noch das anfasse, was mich selbst betrifft, und nicht das was schon an anderer Seite an Daten erfasst oder verarbeitet wurde.

    Das Problem beim Bau sind zwei Aspekte:
    1. Dominiert von vielen kleinen und mittleren Unternehmen, damit eine starke Zersplitterung und viele Software-Lösungen ohne einen echten Platzhirsch, der Kraft Marktmacht einheitliche Formate vorgeben kann (das SAP unter den Bauprogrammen).
    2. Wenig Kooperation zu Entwicklung eigener Programme: bei Steuerberatern ist die Branche ähnlich kleinteilig und zersplittert. Trotzdem hat man es geschafft, mit der Gründung einer eigenen Genossenschaft zur Entwicklung von Softwarelösungen (DATEV e.G.) einen eigenen Platzhirsch zu schaffen, der einheitliche Entwicklungen, Datenstandards etc vorgibt. Da haben m.E. die Kammern verpennt, dort eine gewisse Kooperation zu fördern.
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    - John Maynard Keynes -
  • Der Bauamateur schrieb:

    Produkte nennen können
    Das könnte ja bald ein Ende haben ;)

    Der Bauamateur schrieb:

    Willst Du bspw. Preise vergleichen, wird es schon hakelig, zudem stellen auch nicht alle Ihre Preis zur Verfügung oder nicht aktuell - aber das kann man der Software kaum zum Vorwurf machen.
    Das liegt aber auch daran, dass der Zwischenhandel bei der Industrie anfragen muss. Bei großen Ausschreibungen kommst du eh nicht umhin die anzufragen. Das könnte man aber digitalisieren, als vom FAX/Email Modell abhängig zu sein.

    Der Bauamateur schrieb:

    damit der Architekt die nur noch einlesen muss um den automatischen Abgleich mit dem LV machen zu können.
    Wieso der Architekt? Der Kunde ist es doch, der die Rechnung bekommt. Ich mag vielleicht n Kopie an den Archi leiten, müsste es aber nicht. Wenn die Datenübernahme aus der GEAB entsprechend ist, sind die "Fehler" gering - was will man abgleichen? Maßen müssen beide eh zu Fuß erledigen - nämlich aufmessen.

    Der Bauamateur schrieb:

    so dass ich manuell nur noch das anfasse, was mich selbst betrifft, und nicht das was schon an anderer Seite an Daten erfasst oder verarbeitet wurde.
    Ja aber wo kommen die Daten denn her? Irgendwo muss sie ja zuvor erhoben haben.

    Der Bauamateur schrieb:

    der Kraft Marktmacht einheitliche Formate vorgeben kann (das SAP unter den Bauprogrammen).
    Tja, wo für gäbe es die Handwerkskammer? Man könnte hier längst einen Datenstandard erreicht haben. Verkannt wird nur, dass am Bau nicht nur Handwerker sind. Also kommen alle anderen Institutionen hin zu. Warum sollten die ein Interesse er Zusammenarbeit haben? Die Handwerkskammer ist doch schon mit sich selber überfordert...
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    * Administrative oder moderative Beiträge in rot