Wie Schallübertragung bei Holzdecke ohne Dämmung im OG reduzieren

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    • Wie Schallübertragung bei Holzdecke ohne Dämmung im OG reduzieren

      Hallo,

      in unserem Neubau (1,5 Geschosse) wird das Dach voll gedämmt.
      Hintergrund: wir möchten gerne die Balken im OG sichtbar haben.
      Auf die Balken kommt ein einfach Holzboden, das Dachgeschoss ist ein einfacher Speicher.

      Unser Bauunternehmer wies uns darauf hin, dass wir mit diesem Aufbau allerdings eine erhöhte Schallübertragung haben, als wenn wir die Dämmung zwischen den Balken im OG anbringen würden.

      Habt ihr Vorschläge, wie wir die Schallübertragung reduzieren könnten?

      Gruß Thomas :hammer:
    • Es gibt einfache, und begehbare Systeme zum auflagen auf die Holzschalung, die erheblich den Schall reduzieren.
      Warum der einfache Speicher nun innerhalb der Wärmegedämmten Ebene liegt, das weiß ich nicht und finde es auch unlogisch.
      Da der Speicher in der Regel sowieso kaum genutzt wird, würde ich mir hier um das Thema Schall keine Sorgen machen
    • Ja, das sind die ungenutzten Zwickel... Weil man einfach nicht auf die Idee kommt, diese in ein Zimmer zu integrieren, wie z.B. Das Bett im Schlafzimmer dort oben zu machen usw... Es wird Platz regelrecht verschwendet um ja keine traditionellen Pfade zu verlassen...
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • keine ahnung, wer auf diese unsinnige bezeichnung 1,5 geschosse kam....?

      entweder ich habe ein vollgeschoss, oder eben keines.
      wenn das "halbe geschoss" als speicher fungiert, würde ich mir
      um schallschutz, nüsse gedanken machen.
    • Definiere mal 1,5 Geschosse. Was ist bei Dir OG?
      Ich verstehe darunter ein EG, darüber ein ausgebautes DG, und dann bleibt da noch der Spitzboden unter' m First, maximal zum Abstellen von ein paar Kartons geeignet. Somit wird auch in Zukunft eine Nutzungsänderung fast unmöglich. In diesem Fall wäre mir eine Schalldämmung an dieser Stelle ziemlich egal, da sich dort sowieso nie Personen aufhalten werden. Eine Schalldämmung gegen Außenlärm bringt hier auch nichts.
    • naja - der schallnebenweg von einem raum über die ungedämmte decke zum nachbarraum wird wohl nicht unerheblich sein. der schallschutz zwischen dem lagerraum unter dem dach und den wohnraum darunter wird keine rolle spielen, es sei denn im speicher ist ne party.
    • Gast1234 schrieb:

      naja - der schallnebenweg von einem raum über die ungedämmte decke zum nachbarraum wird wohl nicht unerheblich sein. der schallschutz zwischen dem lagerraum unter dem dach und den wohnraum darunter wird keine rolle spielen, ...
      Genau das ist es, was mir etwas Sorgen bereitet.

      Das Dach ist komplett gedämmt, weil man in der einen Hälfte des Hauses vom EG bis in den Dachgibel schauen kann.
      In dem anderen Teil soll im Obergeschoss oberhalb der Kehlbalken Lagerraum entstehen.

      Dadurch das das Dach komplett gedämmt ist, erfolgt keine Dämmung zischen den Kehlbalken.

      Und klar die Schallübertragung in den Lagerraum (-bereich) ist egal, es geht lediglich um die Schallübertragung zum Nachbarraum.

      Hat da jmd eine Idee.

      Gruß Thomas
    • was kommt in den "speicher" für ein fußbodenaufbau?
      ggf. kann man die wand ein stück höher ziehen als bis zur OK deckenbalken.
      dann ist die übertragung über die fuge weg.

      meines erachtens sind die größten schallbrücken immer noch die türen und abgeshen davon sollte es in einem efh möglich sein, rücksicht zu nehmen.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • t_heinrich schrieb:

      Habt ihr Vorschläge, wie wir die Schallübertragung reduzieren könnten?
      klar, jede menge - die werden nur nicht zielführend sein, weil nicht alle randbedingungen bekannt sind.
      der grundsätzliche lösungsweg würde jedenfalls in einer rel. einfachen, rechn. schallschutzbewertung unter berücksichtigung der flankenübertragung (über die decke) und einer bewertung der anschlussqualität wand-decke bestehen.
    • planfix schrieb:

      was kommt in den "speicher" für ein fußbodenaufbau?

      Der Bauunternehmer hat hier eine 3-Schicht-Platte vorgeschlagen, aber hier können wir natürlich ändern, wenn es einen besseren Aufbau gibt.


      Da es im privaten Hausbau keine Schallschutzverordnung gibt, meinte er, dass wir das so machen können, wies aber auf die Schallübertragung hin.


      Klar soll man gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen, es betrifft aber u.a. zwei Kinderzimmer und da fände ich es schon unpraktisch, wenn zB Kind 1 TV schaut und Kind 2 sich beschwert, dass es nicht schlafen kann.


      Wenn ihr weitere Info's benötigt, lasst es mich wissen.


      Vielen Dank schon mal im Voraus.


      Gruß Thomas
    • t_heinrich schrieb:

      Da es im privaten Hausbau keine Schallschutzverordnung gibt, meinte er, dass wir das so machen können, wies aber auf die Schallübertragung hin.
      Das ist etwas vereinfacht dargestellt.

      Es stimmt, dass der Schallschutz im eigenen Wohnbereich keinen bauordnungsrechtlichen Anforderungen unterliegt. Das hat mit privat nichts zu tun.
      Ich denke du meinst in einem Einfamilienhaus (EFH)?
      Im Bereich des EFH gibt es "nur" bauordnungsrechtliche Anforderungen für den Schutz vor Außenlärm.

      Bauordnungsrechtlich schreibe ich extra, denn zivilrechtlich ist das deutlich komplizierter. hier hängt es z.B. auch von dem Standard ab, der Umgesetzt wird. Hier gibt es div. Urteile und es ist im einzelnen zu prüfen, was der Bauherr/Kunde bei vorliegender Bauweise für einen Schallschutz erwarten kann /hätte können ;) .

      Wenn ich es richtig verstehe geht es hier ja um zwei Kinderzimmer die innerhalb eines Wohnbereiches liegen und das im Bestand.
      Somit müsste der Schallschutz zwischen den betreffenden Räumen im Vorfeld gesondert vereinbart werden (z.B. auf Grundlage/in Anlehnung der DIN 4109 BB.2).
      Aus eigener Erfahrung mit drei Kindern würde ich auf den Schallschutz zwischen Kinderzimmern größeren Wert legen ;) .

      Mit der Arbeit, solche Details auszuarbeiten und den rechnerischen Schallschutz zu ermitteln verdien ich, unter anderem, meine Brötchen. Deshalb werde ich, mit der Bitte um Verständnis, nicht weiter auf mögliche Ausführungen eingehen.
    • Hallo,

      es handelt sich um den Neubau eines EFH, der Bau hat gerade begonnen.

      Die gelb schraffierte Fläche soll oberhalb der Kehlbalken als Lagerfläche dienen.
      In dem anderen Bereich kann man bis ins Dach schauen.
      Bei der roten Umrandung gehen die Wände bis unters Dach.

      Meine Vermutung ist, dass ich maximal mit der Art des Bodenaufbaues oberhalb der Kehlbalken etwas bewirken kann
      (unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet).

      Gruß
      Thomas
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    • Rose24 schrieb:

      sh. Nr. 10 - warum nicht berechnen lassen?
      Hallo,

      nun mir ist nicht so ganz klar, was ich da berechnen lassen soll.

      Es ist klar, dass die Schallübertragung größer ist, wenn ich die Dämmung statt zwischen den Kehlbalken ins Dach einbringe.

      Von daher suche ich hier noch Input, welche technischen Maßnahmen ich ergreifen kann, um die Schallübertragung zu reduzieren.

      Ein Vorschlag war ja eine Steinreihe mehr zu nehmen,

      Das stelle ich mir dann im "Speicher" etwas unpraktisch vor, werde aber die Idee mal besprechen.

      Evtl. gibt es ja weitere technische Maßnahmen/ Ideen?

      Gruß Thomas