Einbautiefe Potentialausgleich Ringerder

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    • Einbautiefe Potentialausgleich Ringerder

      Ich habe bei einer BQÜ die Einbautiefe des Ringerders beanstandet. Liegt ca. 40 cm unter OK Fertig Gelände.

      "Jetzt" (nach einem halben Jahr) ist der BU mit dem Abnahme des Eltunternehmens ums Eck gekommen. Da ist unten draufgedruckt (in Rot), die Einbautiefe von 50 cm sei nach DIN 18014 und 62305 (hier irrelevant, da für Blitzschutz) ausreichend.
      In der 18014 finde ich nur >= 80 cm, an die 62305 komme ich nicht dran (ohne Kosten).

      Gibts da irgendwas, was ich nicht gefunden habe oder will sich da nur einer ums Tieferlegen drücken?
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Bis vor einigen Jahren galt die Faustregel 1m Abstand vom Gebaeude und 0,5m tief. Die DIN 18014 fordert in der derzeit gueltigen Fassung 0,8m (frueher stand da iirc 0,5m oder 0,6m drin).

      Die EN62305-3 bezieht sich auf Blitzschutzanlagen, und ist weit weniger restriktiv in Sachen Materialauswahl u.dgl. als die nationalen Normverbesserungsansaetze.
    • karo1170 schrieb:

      Bis vor einigen Jahren galt die Faustregel 1m Abstand vom Gebaeude und 0,5m tief. Die DIN 18014 fordert in der derzeit gueltigen Fassung 0,8m (frueher stand da iirc 0,5m oder 0,6m drin).
      Bitte exakt bleiben, in der DIN 18014:2014-03 steht nicht 0,8 m sondern 0,8 m. Das ist somit entgegen den 0,5 m nach Blitzschutznorm DIN EN 62305-3 keine Empfehlung, sondern die Mindesttiefe und in Deutschland bei alllen Neubauten mit und ohne Blitzschutzsystem verbindlich. Es kann also auch eine größere Frosttiefe nach DIN 1054 angebracht sein, an welche man die DIN 18014 angeglichen hat.

      Dann starte ich hier mal einen Wettbewerb wo die 0,8 m zu finden sind. Die stehen nicht in den Änderungsmitteilungen. Leider ist es seit DIN 18014:2007-09 Tradition wichtige Änderungen nicht in den Änderungsmitteilungen anzugeben und zum "Ausgleich" alte Hüte als Neuerung zu verkaufen. ;(




      karo1170 schrieb:

      Die EN62305-3 bezieht sich auf Blitzschutzanlagen, und ist weit weniger restriktiv in Sachen Materialauswahl u.dgl. als die nationalen Normverbesserungsansaetze.
      Nach dieser Norm darf ein nachgerüsteter Ringerder für Bestandsgebäude aus St/tZn bestehen und Ringerder müssen auch nur zu 80 % erdfühlig verlegt sein. Damit ist es mit der Großzügigkeit der Blitzschutznorm aber schon vorbei, denn bezüglich Blitzstromtragfähigkeit nach DIN EN 62561-1 und Erdungsanlagen ist diese Norm deutlich rigider als die DIN 18014, siehe DEHN Blitzplaner Kapitel 5.5.1.
    • Erstmal Danke für Eure Antworten.

      Ich habe vorhin mal mit dem Austeller des Prüfbnerichts (der Firma) telefoniert. Dort wusste man nichts von einer Verlegetiefe von >= 80 cm, sondern nur von 50 cm.
      Mein Hinweis auf die 18014 5.3 Bild 5c wurde immerhin damit quittiert, man wolle das mal prüfen.

      Die Firma ist kein Bauunternehmen und kein Dorfelektriker, sondern ein grösseres Unternehmen, dass auch an Trafoanlagen arbeitet, Blitzschutz macht usw.

      So viel zu elenden Debatte - Erder dürfen nur von Fachfirmen eingebaut werden, denn nur die können das. :lol:
      ---------- 17. Oktober 2016, 10:52 ----------
      Gerade kommt der Rückruf der Fa. (Wo ist der RESPEKT-Smilie)

      Ja, 80 cm wären richtig. Da hätten wohl viele Elis mitgewirkt an der Norm. 62305 weiterhin 50 cm.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Mein Hinweis auf die 18014 5.3 Bild 5c wurde immerhin damit quittiert, man wolle das mal prüfen.
      Womit die Frage wo die Mindest-Frosttiefe von 0,8 m steht, exakter wo sie versteckt wurde, beantwortet ist.

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Die Firma ist kein Bauunternehmen und kein Dorfelektriker, sondern ein grösseres Unternehmen, dass auch an Trafoanlagen arbeitet, Blitzschutz macht usw.So viel zu elenden Debatte - Erder dürfen nur von Fachfirmen eingebaut werden, denn nur die können das.
      ---------- 17. Oktober 2016, 10:52 ----------
      Gerade kommt der Rückruf der Fa. (Wo ist der RESPEKT-Smilie)
      Ja, 80 cm wären richtig.
      Ich erwähne oft genug, dass man sich bei Fragen zum Inneren Blitzschutz und Erdungsanlagen den Elektriker des geringsten Misstraues genau aussuchen muss und auch dass es keinen Handwerksberuf Blitzschutzbauer gibt. Sieht man sich die Ausbildungsordnungen der Dachdecker und Klempner an, versteht man warum die meisten Blitzschutzbauer noch immer reine Autodidakten mit unterschiedlicher Qualifikationstiefe sind.

      Die Kombination Elektrofachkraft + Blitzschutzbauer bietet eigentlich die besten Voraussetzungen für normkonformen Inneren und Äußeren Blitzschutz, sofern die Firma auch ein VDE-Auswahlabo vorweisen kann und eben nicht nur das macht, was man schon immer gemacht hat.

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Da hätten wohl viele Elis mitgewirkt an der Norm. 62305 weiterhin 50 cm.
      Die Empfehlung nach Blitzschutznorm, dass man den ersten Meter von Erdern als unwirksam betrachten soll, scheint in dieser Blitzschutzfirma unbekannt zu sein.

      Dass man wesentliche Norm-Änderungen nicht beschreibt und im Fall der Frosttiefe nicht ausdrücklich auf die Baunorm DIN 1054 verwiesen hat, ist zu kritisieren. Zu behaupten, dass sich in der zuständigen DIN-Kommission für diese Norm viele Elektriker tummeln, ist eine alberne Schutzbehauptung zur Kaschierung eigener Unkenntnis. Dass die Frosttiefe nicht davon abhängt ob sich im Boden ein Ringerder oder eine Frostschürze befindet, ist hoffentlich unstrittig?

      Ende des Monats tagt das DKE/K 735 für Antennensicherheit, aus dem Anlass werde ich mal als Gastteilnehmer um die Liste der NaBau-Mitglieder bitten.