Planung: neue Steigetrasse

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    • Planung: neue Steigetrasse

      Hallo zusammen,

      Bin neu hier im Forum und hoffe, dass meine Fragestellung eingermaßen verständlich ist.
      Wir wohnen seit zwei Jahren in einer Doppelhaushälfte aus dem Jahre 1955, die allerdings ab 1977 bis 2005 zahlreiche Umbauten erfahren hat.
      Die Verkabelung und Sanitärinstallationen sind entsprechend chaotisch. Ich bin ständig dabei, die Kabel Stück für Stück zu beschriften.
      Gleichzeitig erstelle ich einen Bestandsplan und CAD Zeichnungen. Dabei habe ich mich unter anderem der Steigetrassen angenommen.
      Momentan sind diese noch zum größten Teil als Bündel ausgeführt. Das ist aber ungünstig wenn ich bei den Cu-Rohren mit Presszangen arbeiten möchte.
      Es müssen einige Rohre getauscht werden. Ich habe im Anhang mal zusammengestellt, was ich da so alles im Haus vorgefunden habe.
      Habe ich da noch was vergessen, was man in einem aktuell geplanten Gebäude vorsieht ?

      Bernd
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    • Keine Angst wegen der Gasleitungen. Ich arbeite mit einem zugelassenen Installateur zusammen.
      Manches darf ich selber machen. Dann kommt er - checkt das durch und gibt sein ok. Gas ist nicht dabei.
      @Ralf : Der Tip mit der Belüftung bei einer Gasleitung ist gut und wichtig.
      Es scheint mir allerdings, dass das früher nicht beachtet worden ist.
      In einer früheren Mietwohnung kam die Gasleitung einfach so aus der Wand.
      Dann war da die Schnellkupplung und fertig war der Anschluß zum Gasofen/herd.
      im Moment verzichten wir auf unseren geliebten Gasherd. Die Gasleitung endet im Keller.
      Nur die Heizung nutzt Gas.

      Es geht mir momentan um die Planung und Überlegungen, was ich wo umlege, um das übersichtlicher
      und technisch sinnvoller hinzubekommen und dass ich nichts vergesse.

      Was mir noch eingefallen ist: Ablüftleitungen. Das muss ich noch ergänzen.
      Im Moment habe ich da nur 80 mm PVC Rohre. Das ist definitiv zu wenig. Bringt nicht genug Luft weg.

      zu der Frage von "alfred1" warum DN50 und DN110 zusammen sind.
      Im Moment habe ich drei Steigetrassen vom Keller bis zum 2.OG. Zwei davon im Treppenhaus und eine hinter den Toiletten.
      Nur in einer habe ich das DN110 Ablussrohr wegen der Toiletten.
      An der zweiten Steigtrasse sind nur Waschbecken, Spüle, Dusche.. Hier ist ein DN50 Rohr.
      In der dritten Steigetrasse tummelt sich schwerpunktmäßig Elektro, SAT und LAN
      Die Zeichnung habe ich nun ergänzt und fasst alles zusammen was es bei mir so gibt.
      Die Steigetrassen sind - wie in so alten Häusern üblich - hinter "dekorativen" Holzpaneelen versteckt.

      Wenn dann klar ist, was in Zukunft wo hin kommt, setzt die Planung der neuen Trassenführung an.
      Das gibt dann Stemmarbeiten. Hierzu muss ich erst mal den Statiker hinzuziehen.
      Oder ich setze YTONG Vorbaumauern und grabe mich dort ein.
      Viele der in Zeichnung genannten Cu Leitungen sind momentan gar nicht wäremeisoliert.
      Dreht man im 1.OG den Heizkörper auf wird die im EG frei und offen verlegte Leitung warm :)
      Da gibt es die nächsten Jahre noch viel Spielraum zur Optimierung.

      Bernd
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    • Ralf,

      >>>Und warum bitte hat der Dir das mit der Gasleitung nicht gesagt?

      weil ich ihn das noch gar nicht gefragt habe. Die Gasleitung dient momentan ausschließlich zur Versorgung der Zentralheizung.
      Dort geht sie direkt vom Gaszähler im Keller zum Heizkessel. Natürlich offen. Zusätzlich hängen da die gelben Warnzettel dran: "Bei Gasgeruch melden Sie sich umgehend ..."

      Deswegen habe ich ja diesen thread eröffnet. Erst muss ich Informationen sammeln und planen.
      Der Gasherd aus der früheren Mietwohnung ist verschrottet. Leider. Wir trauern dem Gas in unserer alten Küche nach.
      Die jetzige Küche liegt im ersten OG. Die 1 Zoll Stahl-Gasleitung ist im Keller. Soweit so gut. Ein Loch dafür nach oben ließe sich sicher herstellen. Aber ich will ja kein Stahlrohr mitten durch das EG vom Boden zur Decke laufen lassen. Wie sieht denn das aus.
      Nun könnte die Gasleitung in einen belüfteten Schacht. Wie belüftet? Der Schacht könnte zu Keller hin offen sein.
      Genügt das ? Im 1. OG endet der Schacht und das Gasrohr geht eingeputzt durch die Wand zur Küche ? Wäre ein 60mm PVC Rohr als "Schacht" ausreichend ?

      Bernd
    • das

      Bernd_Baumeister schrieb:

      Es geht mir momentan um die Planung und Überlegungen, was ich wo umlege, um das übersichtlicher
      und technisch sinnvoller hinzubekommen und dass ich nichts vergesse.
      und das

      Bernd_Baumeister schrieb:

      Ich arbeite mit einem zugelassenen Installateur zusammen.
      passt nicht zusammen .

      in einem forum sind ja nur fachidioten angemeldet , die auf fragen zu antworten haben . denken sollen die gefälligst nicht . und deswegen kann man denen jeden blödsinn auftischen , die merken ja nix . :freaky:

      und wenn tatsächlich ein zugelassener Installateur zugegen sein sollte und man trotzdem sowas in einem forum planen lassen muss , dann stimmt mit dem zugelassenen Installateur etwas nicht , oder mit dem TE :eek:
    • @SG3
      >>>Wenn das Rohr eingeputzt ist, ist eine Belüftung nicht erforderlich. Wenn das Rohr nur verkleidet ist, dann schon.

      Na das ist dann doch schon mal eine hilfreiche Antwort.
      Eine Gasleitung kann als im Keller im Putz verschwinden und taucht dann im 1. OG wieder aus dem Putz auf.
      Das macht die Planung schon mal wesentlich einfacher. Vielen Dank.

      @waswiesich
      >>>...passt nicht zusammen .
      Doch das passt prima zusammen. Als Bauherr informiere ich mich erst mal in alle Richtungen bevor ich etwas verändere.
      Es ging mir ja hier nicht nur um eine Gasleitung. Die Steigeleitung- und Installationsplanung läuft schon eine Weile.
      Einige Leitungen habe ich mit dem Installateur schon umgelegt. Warmwasserkessel getauscht. Heizpumpen getauscht.
      Es gab schon zwei Wasserrohrbrüche, die wir schnell und effektive beseitigt haben.
      Erst müssen in diesem Haus die schlimmsten Sünden aus der Vergagenheit beseitigt werden, dann geht es an die Steigetrassen.
      Schließlich wohnen in dem Haus ein paar Leute. Die wollen immer warmes Wasser, Heizung und Strom.

      Erst mal muss ich überlegen, was ich in welcher Steigetrasse zusammenfasse und wie ich durch die vorhanden Durchbrüche komme.
    • Bernd_Baumeister schrieb:


      Ich habe im Anhang mal zusammengestellt, was ich da so alles im Haus vorgefunden habe.
      Habe ich da noch was vergessen, was man in einem aktuell geplanten Gebäude vorsieht ?
      Naja. ein paar Punkte waeren:

      - sind Brandschottungen zwischen den Geschossen erforderlich? Wenn ja, Abstand zwischen den einzelnen Rohr- und Elt-Leitungen bedacht?
      - sind Steigleitungen von der ZV zu den UV der Etagen vorgesehen oder fuer die Zukunft geplant?
      - was ist mit Leerrohren zwischen den Etagen (Nachbelegung, Reserve?)
      - gibt es neben den Schwachstromanwendungen Daten-/TV auch noch Tuersprechanlagenverkabelung?
      - wird PA mitgefuehrt?

      und wie soll das ganze perspektivisch mal verkleidet/verkoffert werden, Revi-klappen...
    • @karo1170
      danke für die konstruktiven Anmerkungen.
      Das mit den Brandschottungen ist ein wichtiger Punkt.
      Es gilt bei mir die Hessische Bauordnung. Die oberste Bodenfläche liegt unter 7m. Dopeelhaushälfte. Gebäudeklasse 2.
      Hier gilt § 13 Brandschutz und im besonderen § 36 Leitungen, Lüftungsanlagen, Installationsschächte, Installationskanäle.

      Hier steht: Leitungen dürfen durch trennende Wände und Decken, für die eine Feuerwiderstandsfähigkeit
      vorgeschrieben ist, nur hindurchgeführt werden, wenn eine Übertragung von Feuer und Rauch ausreichend
      lang nicht zu befürchten ist oder Vorkehrungen hiergegen getroffen sind; dies gilt nicht für Decken in den Gebäudeklassen 1 und 2.

      Also bei mir ist das offensich nicht vorgeschrieben. Aber aus Eigeninteresse werde ich Brand und Rauchschutz in den Steigetrassen vorsehen.
      Da gibt es so eine Pampe mit der man die Löcher um die Kabel und E-Leitungen verschließen kann.

      Zur zweiten Frage:
      Es gibt schon jede Menge Steigleitungen, aber halt chaotisch verlegt. Nach dem Motto. Brauch ich ein Loch, bohr ich mir ein Loch.

      Zur dritten Frage:
      Bei den Schwachstromleitungen gibt es TV von der SAT Anlage am Dach, Türöffner, Sprechanlage zum Tor, Local Area Network (LAN) für Internet und Hausnetzwerk. Nur um die Pläne für die Türöffner und Sprechanlagen erstellen zu können, habe ich mehr als zwei Wochen Feierabendarbeit gebraucht. Klingeltraffo hier und da. Ein 2x2x0.8mm2 Kabel geht auf 8x2x0.6mm2 und wechselt dabei in jeder Ader die Farbe. Grauenhaft.

      Leerrohre gibt es keine. Wäre ja auch zu einfach.

      Deine Frage: wird PA mitgefuehrt? Was meinst du mit PA - Potentialausgleich ?
      Oh Gott. Noch so ein Gruselthema. Der alte Herr und Vorbesitzer hat in den Garten einen ca 1,5m langen Stahl in den Boden gerammt.
      Von aus kommt dann eine 10mm2 Leitung durchs Kellerfenster ins Haus. Leider ist diese Erdleitung nicht in allen Etagen vorhanden. Es gibt teilweise Leitungsabschnitte bei denen gelb-grün nicht verbunden ist. Das ist aber alles ein separates Thema für sich.
      Verkleidung.
      Das treibt mich am meisten um. So wie es jetzt hier ist kann das auf Dauer nicht bleiben. Holzpaneele mit Spaxschraueben.
      Bauen im Bestand bedeutet für mich entweder Schlitze schlagen - sofern es die Statik erlaubt oder Leichtbau Vormauern setzen und darin alles verstecken. Als Revisionsöffnung kämen Gipskartonabdeckungen in Frage. Dort wo ich öfter ran muss - z.B. Wasseruhren.
      Da müssten dann Metalldeckel vorgesehen werden. Im Keller habe ich dann schon mal bei einem abschließbaren Metallgehäuse den hinteren Teil abgeflext und das in die Mauer eingeputzt. Das ging ganz gut.

      Aber erst mal weiter planen.

      Jetzt muus
    • Bernd_Baumeister schrieb:


      Verkleidung.
      Das treibt mich am meisten um. So wie es jetzt hier ist kann das auf Dauer nicht bleiben. Holzpaneele mit Spaxschraueben.
      Bauen im Bestand bedeutet für mich entweder Schlitze schlagen - sofern es die Statik erlaubt oder Leichtbau Vormauern setzen und darin alles verstecken. Als Revisionsöffnung kämen Gipskartonabdeckungen in Frage. Dort wo ich öfter ran muss - z.B. Wasseruhren.
      Wenn es keine Anforderungen an die Brandschottung von Deckendurchdringungen gibt, dann wuerde ich einen von KG-DG durchgaengigen Installationsschacht in Trockenbau (F0) errichten. Revi-klappen ueber FB und unter Decke bzw. vor Einbauten wie Absperrventilen u.dgl. vorsehen. Zwischen den Geschossen kann man in diesem Fall auch auf die Brandschutzmasse verzichten, nichtbrennbare Daemmung wuerde sich hier als Alternative anbieten. Ausleitungen aus dem Kanal aus in Zwischendecke oder in Installationssysteme auf dem FuBo.
    • Den von dir genannten Installationsschacht gibt es hier bei den Toiletten und Duschen. Dort liegen diese großen 100 mm Innendurchmesser (=DN110) PVC Rohre. Wenn ich die Wand hinter den über drei Etagen verteilten Toiletten durchschlage, komme ich auf diesen Schacht. Bei einer Doppelhaushälfte wie hier liegen diese Räume innen an der Trennwand zur anderen Doppelhaushälfte. Ist ja auch logisch. Die schönen Räume mit Fenster sind nach vorne auf die Straße oder nach hinten in den Garten. Die Toiletten können im Dunkeln bleiben. Neben den Abwasserrohren sind hier in diesem Schacht die Abluftrohe angeordnet. Leider hat man hier früher gespart und nur ein einziges Abluftrohr installiert. Deswegen hört man z.B. im 1.OG die Geräusche vom EG oder 2.OG. Besser wäre ein separates Abluftrohr pro Etage. Bei der nächsten Revovierungsaktion wird das auch geändert.

      Die jetzige Planung für die nächsten Arbeitsschritte läuft darauf hinaus, die Cu-Rohre aus den Bündeln zu entzerren und in die Ebene zu bekommen. Also nebeneinander auf der Wand oder Decke statt alles im Bündel. Dabei sollen unter anderem die alten schwergändigen Drehventile gegen Kugelhähne ersetzt werden. Zunächst will ich durch die vorhandenen Durchbrüche gehen. Die Leitungen laufen dabei nebeneinander auf den Durchbruch zu. Vor dem Durchbruch verengen sie sich, quetschen sich durch den Durchbruch und gehen danach gleich wieder in die Breite nebeneinander auf die Wand der Etage oben drüber. So weit die Theorie. So kann ich immer mit der Presszange arbeiten und erhalte erst mal eine übersichtliche Leitungsführung.
    • @wasweissich

      Seid doch nicht so misstrauisch.
      Der zugelassene Installateur kommt zum Beispiel morgen. Es gibt noch eine Kleinigkeit, die er hier erledigt.
      Das sind dann meist die kniffeligen Arbeiten. (z.B. Löten auf engem Raum ist nicht so mein Ding).
      Gleichzeitig besprechen wir weitere Arbeitsschritte, die ich vorbereiten kann.
      Von seinem Lieferanten bekomme ich übrigens auch das Material. Manches Werkzeug muss ich mir ausleihen.
      Zum Tauschen der Heisswasserumlaufpumpen - das ich vor kurzem gemacht habe - brauchte ich einen 54er Schlüssel.
      Die neue verbesserte Wärmeisolation im Heizraum mache ich selber. Wo ist da das das Problem.
      Dafür braucht man einfach nur viel Zeit und Geduld.

      Aber hier bei diesem Thema mit den Steigeleitungen ist erst mal viel Überlegung und Planung gefragt. Das ist langfristig.
      Im Moment glaube ich erst mal, dass ich zumindest alle Kabel und Rohre erfasst habe.
      Danke für die eingeangenen Hinweise. Das hat mir weiter geholfen.