Belastbare Quelle für Fliesenverlegemuster

    • Belastbare Quelle für Fliesenverlegemuster

      Liebe Experten,

      ich bin mal wieder auf eure Hilfe angewiesen.

      Und zwar suche ich diesmal nach einer Quelle für Fliesen-Verbandsarten.

      Dieser Quelle nach: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      wurden die Fliesen bei uns im Reihenverband statt im Drittelverband verlegt. Allerdings widerspricht der BT unserem Einwand und sagt, wir können nicht irgendeine Webseite als Quelle für die Verlegemuster heranziehen, da Webseiten keine verlässliche Quellen sind. Eine Norm oder Richtlinie würde der BT als Quellenangabe akzeptieren, aber keine Webseiten.

      Daher die Frage: gibt es eine Richtlinie, wo die Verbandsarten eindeutig beschrieben werden?

      Gruß,
    • auch dann muss der BT mitteilen, nach welcher richtlinie er seine verlegeart gewählt hat.

      ich störe mich an dieser aussage hier: Eine Norm oder Richtlinie würde der BT als Quellenangabe akzeptieren.
    • Hätten wir leider nicht. Bis drei Wochen vor der Abnahme waren die Fliesen überall abgedeckt, wahrscheinlich damit sie nicht verkratzt werden. Erst kurz davor, als die Abdeckung weg war, haben wir das Verlegemuster gesehen und sofort beanstandet (2x mal per Mail), haben aber zu unseren Mails nicht mal eine Rückmeldung erhalten. Und nun gestern bei der Abnahme haben wir das ins Protokoll reinschreiben lassen. Und der BT meinte, die Fliesen sind doch um einen zueinander Drittel versetzt, bloß nicht fortschreitend, wie es auf allen Webseiten abgebildet wird, sondern abwechselnd hin und zurück. Der BT hatte auch einen externen SV dabei. Und dieser meinte, wenn wir der Meinung sind, dass diese Verlegeart nicht der "Drittelverband" ist, sollen wir eine Richtlinie zeigen, wo der Drittelverband definiert ist. Daher meine Frage.

      Aber den Beitrag von Rolf (od. Norbert?) finde ich äußerst sinnvoll. Eigentlich ist der BT in der Nachweispflicht. Genau so richte ich es ihm aus. Danke!
    • Das kann natürlich auch sein. Wäre zwar doof, wenn die Verbandbezeichnungen nicht eindeutig wären, möglich ist aber alles. Lustigerweise hat unser Doppelhausnachbar durch den selben BT ebenfalls den Drittelverband beauftragt und die Muster bekommen, die wir uns darunter vorstellten, also anders als bei uns.
    • Skeptiker schrieb:

      Er würde dies erst durch Hinzufügung von "rechts", "links" oder "gerade".
      rechts und links ist immer schwierig, weil man sich ja umdrehen kann ;)

      @ TE: Drittel (und auch Viertel-) Verband unterscheidet man in "gezahnt" und "abgetreppt".
      Du hast einen Drittelverband gezahnt, wolltest aber abgetreppt. Trotzdem beides Drittelverband.

      U.a. nachzulesen in der "Fachkunde für Fliesenleger":
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    • Dass es den Verband als gezahnt gibt, wusste ich bei der Beauftragung nicht, da nahezu alle Internetseiten den abgetreppten Verband als Drittelverband darstellen. Dem Auftrag habe ich zwar eine Skizze beigefügt, in der ich aber nur zwei Fliesenreihen abgebildet habe. Für die Unterscheidung bräuchte man aber drei Reihen.

      Danke euch für die Klarstellung, das Thema kann geschlossen werden.
    • Wenn es also wie Zellstoff belegt, verschiedene Arten vom Drittelverband gibt (abgetreppt, verzahnt, unregelmässig) hätte doch ein Fliesenleger 'nachfragen' müssen, da er ja der Fachmann ist und solche Unterschiede kennen sollte, oder ?

      Bauherr, ich habe hier die Info du möchtest "Drittelverband", dieses gibt es mit 3 Varianten (abgetreppt, verzahnt und unregelmässig), welches von diesen 3en möchtest du denn haben. Aber da erwartet man heutzutage vermutlich zuviel vom Handwerker. Oder der FLiesenleger kennt garnix anderes :eek:
    • Kater432 schrieb:

      Oder der FLiesenleger kennt garnix anderes :eek:
      Da spricht aber dagegen dass es beim Nachbarn geklappt hat.
      Oder waren das andere Einflüsse:
      - Hat er "besser" kommuniziert?
      - Hat der Fliesenleger einfach zufällig diesen Verband gelegt?
      - War es vielleicht ein ganz anderer?

      Ich denke letztendlich war es sicher kein böser Wille,
      den für mich erschließt sich kein abweichender Aufwand ob ich nun getreppt oder gezahnt oder wild lege
      (Außer vielleicht bei wild, da könnte es etwas weniger sein)

      Grüße
    • Für mich stellt es sich so dar, dass bei der Bemusterung nicht klar kommuniziert wurde welchen der Drittelverbände man will und der BT hat dem Fließenleger dann gesagt was er machen soll. Der Fließenleger dürfte wohl dem BT gefragt haben welchen Drittelverband er verlegen soll, immerhin dürfte der BT für ihn der Ansprechpartner sein. Ja, das ist leider eine der dummen Situationen die wohl nicht sicher für die eine oder andere Seite geklärt werden kann. Welcher juristischer Aufwand ist dir nun eine Änderung wert?
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Thomas schrieb:

      Kater432 schrieb:

      Oder der FLiesenleger kennt garnix anderes :eek:
      Da spricht aber dagegen dass es beim Nachbarn geklappt hat.Oder waren das andere Einflüsse:
      - Hat er "besser" kommuniziert?
      - Hat der Fliesenleger einfach zufällig diesen Verband gelegt?
      - War es vielleicht ein ganz anderer?
      Der Nachbar hat es nicht besser kommuniziert. Den Auftrag haben wir gemeinsam besprochen und fast zeitgleich abgegeben.
      Der letzte Punkt ist zutreffend. Es war ein anderer Sub-Sub-Unternehmer, der von dem vom BT beauftragten Subunternehmer weiter beauftragt wurde.
      Und vielleicht hätte der Handwerker uns sogar gefragt (falls er den Unterschied wusste), nur hatte er leider kein Wort Deutsch gesprochen. Ich habe den später beim Fliesen der Bäder kennenlernen können.

      Die Handwerker tun mir beim BT-Geschäftsmodell generell Leid. Die werden sicherlich unterbezahlt und ausgebeutet. Die Hauptprobleme liegen woanders:
      - der Kunde wird kaum beraten
      - die Bauleitung lässt alles durchgehen, nichts wird sofort konktolliert und erst nach Beanstandung durch Kunden werden die Subunternehmer zur Nachbesserung aufgefordert, wo es oft viel zu spät ist (und damit meine ich nicht das Fliesenmuster sondern die wirklichen Mängel).

      Wenn man zusammenzählt, was alles bei den sichtbaren Gewerken mangelhaft ausgeführt und dann, wenn überhaupt, ausgebessert wurde, fragt man sich, wie die unsichtbare Gewerke (Stahlbetonkonstruktionen, Elektro- und Wasserleitungen) ausgeführt wurden.
      ---------- 12. Oktober 2016, 13:28 ----------

      Frau Maier schrieb:

      Für mich stellt es sich so dar, dass bei der Bemusterung nicht klar kommuniziert wurde welchen der Drittelverbände man will und der BT hat dem Fließenleger dann gesagt was er machen soll. Der Fließenleger dürfte wohl dem BT gefragt haben welchen Drittelverband er verlegen soll, immerhin dürfte der BT für ihn der Ansprechpartner sein. Ja, das ist leider eine der dummen Situationen die wohl nicht sicher für die eine oder andere Seite geklärt werden kann. Welcher juristischer Aufwand ist dir nun eine Änderung wert?
      Allen deswegen würde ich keinen juristischen Aufwand betreiben. Es sieht momentan bloß so aus, dass aufgrund einiger anderen deutlich schwerwiegenderen Streitpunkte eine juristische Auseinandersetzung unvermeidlich ist. Dann stellt sich die Frage, ob gleich die vielen anderen kleineren Punkte gleich mit aufgenommen werden.
    • Interessanter "Anwalt"

      alfred1 schrieb:

      Ich würd`s auf jeden Fall mit reinnehmen, wer schreibt, der bleibt hat unser Anwalt immer gesagt. Je mehr Mängel aufgeführt werden desto besser.

      Jaaa, und dabei hat sich schon so mancher eine "blutige Nase" geholt.

      Aber der "Anwalt" hat in jedem Fall einen Nutzen davon. :motz: Erhöht den Streitwert und seine "Gage"
    • Das spielt doch keine Rolle,
      erhöhter Streitwert = höhere Kosten

      werden die Fliesen-"Peanuts" die bei einer Klage schnell zu hunderten € führen können, wird das bei einer Kostenverteilung im Vergleich oder Urteil verlorenenfalls ziemlich weh tun.
    • Eben. Deswegen auch meine Frage, ob es ihm das wert ist. Wäre so ein Fall für eine To-Do-Liste für Bauherren: Wenn einem die Verlegeart wichtig ist, diese genau beschreiben und bemustern lassen und dann verbindlich festlegen.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • wenn hier schon über streitwert und anwalt diskutiert wird, dann wird der streitwert eines optischen mangels bei 100 - 150 € einsortiert. ein technischer mangel wäre, wenn z. b. die fliesen von der wand fallen.

      gibt es eine vertragliche festlegung, diese fliesen in einem bestimmten verband einzubauen oder basiert das auf einer lockeren absprache vor ort mit der zusage - jooh, könne mer so mache?