Sat-Schüsselhalter an Ringbalken mit Perimeterdämmung

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    • Sat-Schüsselhalter an Ringbalken mit Perimeterdämmung

      Hallo Community,

      wir (unser Elektriker und ich) stellen uns aktuell die Frage wie wir am geschicktesten den Sat-Schüssel Wandhalter an den Ringbalken inkl. 12cm Perimeterdämmung montiert bekommen.
      Die Schüssel soll im Zwerchgiebel unterhalb dem Dachüberstand auf der Ostseite befestigt werden. So wäre die Schüssel von Wind und Wetter geschützt.

      Wir stellen uns nun die Frage wie wir den Halter (Halterplatte mit 4 Löcher für M10 Schraube) an den Ringbalken bekommen. Gibt es Dübel die die 12cm überbrücken und dennoch tiefgenug in den Ringbalken eindringen?
      Oder sollte in dem Bereich die Dämmung aufgetrennt werden, sodass die Halterplatte direkt an den Ringbalken liegt und die Dämmung nachträglich wieder eingebaut werden? (Wodurch wahrscheinlich Wärmebrücken entstehen, oder?)

      2. Frage wäre: Wie führe ich in diesem Bereich Sinngemäß die 4 Kabel nach außen? Diese müsste ich in der 1. Poroton Steinreihe nach außenführen. Wie dichte ich hier am sinnvollsten ab? (Womöglich kommt an diese Stelle nie Wasser hin) - aber trotzdem!

      Vielen Dank im Voraus.

      Grüße Steve

    • Hallo Karo, eine Verankerung im Mauerwerk (T8 mit MW) wäre sicherlich auch kein Problem. Allerdings habe ich aktuell noch Bauchweh den passenden Dübel zu finden. Ich bin von der Befestigung am T8 mit MW noch nicht wirklich überzeugt :( Eventuell 4 Gewindestangen durchschieben und auf der Rückseite ebenfalls mit ner Platte verschrauben?
    • Injektionsdübel mit Gewindestange im Ringbalken, über die Gewindestsnge eine Hülse geschoben die gegen den Ringbalken drückt. dann drauf eine Unterlegescheibe und dann kann an der Gewindestange die Platte befestigt werden.

      durch die Hülse / Rohr wird die Last auf den Ringbalken geleitet.
      die gewindestsngen werden im Ringanker verklebt.
    • oder ein stück der dämmung rausschneiden, durch einen druckbeständigen klotz ersetzen, der zwar etwas schlechter dämmt, dafür die druckkräfte überträgt. dann passt es mit dübel im beton und langen schrauben.
    • meiner Meinung kein schöner Platz für den Satspiegel. Ich würde eine Aufdachsparrenhalterung auf dem Hauptdach oder Zwerchgiebel favorisieren. Sieht schöner, aus, kann sicher befestigt werden, Kabelführung auch kein Problem. Die jetzige Lösung bietet keine Vorteile (der Spiegel auf dem Dach lebt genauso lange wie an der Wand, wenn Qualität und Ausführung stimmen) und Erdung/Pot.-Ausgleich ist auch am genannten Anbrinungsort nötig, das liegt nicht in der Schutzzone.
    • Pruefhammer schrieb:

      meiner Meinung kein schöner Platz für den Satspiegel. Ich würde eine Aufdachsparrenhalterung auf dem Hauptdach oder Zwerchgiebel favorisieren. Sieht schöner, aus, kann sicher befestigt werden, Kabelführung auch kein Problem. Die jetzige Lösung bietet keine Vorteile (der Spiegel auf dem Dach lebt genauso lange wie an der Wand, wenn Qualität und Ausführung stimmen) und Erdung/Pot.-Ausgleich ist auch am genannten Anbrinungsort nötig, das liegt nicht in der Schutzzone.
      Genau so ist es.
      Dafür wären >=2m Abstand von der Dachkante notwendig..
    • Geplant ist eine 80cm Schüssel. Laut Elektriker wäre der Platz vorteilhaft. (Eventuell hat er auch nur keine Ahnung). Ich muss mich halt darauf verlassen. Wenn die Schüssel im Ringbalken angeschlossen werden würde, wäre sie noch gut 20cm unter der Rinne. Wir könnten die Schüssel auch unterhalb des Ringankers montieren. Zws. Hauptdach und Zwergiebeldach sind es ca. 2m

      ps eine Aufdach Sparrenhalter wird vermutlich zws. den Sparren geklemmt und verschraubt. Wir haben aber eine Aufsparrendämmung ohne Unterspannbahn. Da hätte ich bauchweh wenn der Elektriker da rangehen muss. Oder kann der Sparrenhalter auch auf der Lattung festgemacht werden?
    • Stevie82 schrieb:

      Laut Elektriker wäre der Platz vorteilhaft.
      Bei der genannten Position würde ich schon eine reduzierte Einschlagswahrscheinlichkeit für Blitz sehen, aber eben laut Norm nicht genug reduziert, um auf eine Erdung zu verzichten.
      Du solltest also darauf achten und darauf bestehen, dass der Spiegel normgerechet geerdet ist.
      Dazu gehören Blitzstromtragfähoge Erdungsanschlüsse, passend dimensionierte Erdungsleitung (auf direktem Weg, außen) und ein Anschluss auf die Haupterdungsschiene, die natürlich ebenfalls blitzstromtragfähig ausgeführt werden muss. Die ganze Erdungsanlage muss blitzstromtragfähg ausgeführt werden, also auch der Fundament- oder Ringerder.

      Laut aktueller normenlage ist die direkte Erdung der Antenne auch nur eine Notlösung, die bevorzugte Variante ist eine separate Fangeinrichtung.

      Alles natürlich nur durch qualifizierte Blitzschutzfachkräfte zu planen und zu errichten.

      :elektro:
    • Hallo Sir, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe mich im Netz bezüglich dem angesprochenen Aufsparrenhalter informiert. Es gibt wohl sehr viele Hersteller die es vorschreiben auf der Lattung zu befestigen um die Unterspannbahn bzw. Aufsparrendämmung nicht zu beschädigen. Eventuell wäre das die bessere Lösung.
    • ja, kann durchaus sein.
      Wenn du z.B. noch einen Windmesser oder Wetterstation für eine Beschattungsautomatik hast, bietet sich so ein Mast am Dach auch an. Denn Wind erfassen bei Fassadenmontage ist problematisch.

      Ich persönlich habe mich gegen einen Dachsparrenhalter entschieden, weil mir das zu "windig" vorkam, das nur an den winzigen Dachlatten zu befestigen. Da wirken große Hebelkräfte.
      War aber eine Bauchentscheidung.
      Ich habe außerdem ein Kaltdach, wo es kein Problem ist, den Mast am Rohfußboden und am Sparren zu befestigen.
    • Es gibt ausreichend Halter die kraftschlüssig auf die Konterlatte montiert werden. Durchgangsziegel/stein und ggf. ein Formstein "Solardurchführung" für die Kabels. Sofern du sie nicht im Rohr verlegen willst. Fürs Anschliesen der Kabel an die UDP gibt es entsprechendes Zubehör. Primern und Aufkleben - fertisch. Alles in allem nicht länger als 1 Std. Exkl. Blitzschutz.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Hi Kalle, hi Sir,

      vorhin mit unserem Elektriker gesprochen. Er nimmt einen Sparrenhalter den er mit 10x100 Schrauben durch die Lattung (verläuft direkt über den Sparren) in die Sparren schraubt. Die Kabel holt er sich seitlich durchs Mauerwerk und bohrt dann durch den Dachüberstand (an der Wand entlang) nach oben durch. So muss er die Guttex und die Dampfbremse nicht wieder abdichten. Den Blitzschutz hat er durchs Haus hoch in den Speicher geführt. Ich glaub es ist ein 16mm² welches an die PAS angeschlossen hat. Er meint an dem Sparrenhalter wäre ein Anschluss dafür. Die PAS ist mit dem Fundamenterder welches wiederum mit dem Ringerder verbunden ist, angeschlossen..
      Laut Ihm macht man das so. Ich muss ihm glauben!
    • Ich bin nicht so fit in Normen und hab' sie auch nicht zur Hand.
      Stichworte VDE 0855-1, Dehn Blitzplaner, Trennungsabstand sollten erstmal genug Lesestoff ergeben für den Anfang.
      Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist es auch zulässig, eine Antennendirekterdung durchs Haus zu führen. Dabei sind aber Trennungsabstände zu allen anderen metallischen Gegenständen und Leitungen einzuhalten, die in der Praxis kaum möglich sein werden.
    • Stevie82 schrieb:

      Laut Ihm macht man das so. Ich muss ihm glauben!
      wieder ein Beispiel für den Dunning-Kruger Effekt, hatten wir oft, was?
      Dein Elektriker darf das Ding wahrscheinlich nicht mal planen und errichten, weil ihm die Qualifikation als Blitzschutzfachkraft fehlt.

      16mm² im Haus, sind besser als nix.
      Im Haus mag auch gehen, es sind aber gewisse Trennungsabstände einzuhalten. Das wird nicht einfach.

      Ich gebe ja auch nur laienhaft weiter, was ich so gelesen hab. Daher bitte meine Meinung nicht auf die Goldwaage legen.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] könnte hier sicher fundiert was schreiben :) Vielleicht kommt da noch was.

      Nachlesen kannst du und dein Elektriker [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] und [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.].
    • Stevie82 schrieb:

      vorhin mit unserem Elektriker gesprochen. Er nimmt einen Sparrenhalter den er mit 10x100 Schrauben durch die Lattung (verläuft direkt über den Sparren) in die Sparren schraubt.
      Finde den Fehler? Unabhängig davon dass es vermutlich halten wird = 4cm Konterlattung + HWF-Platten in Stärke X macht wie viel Zentimeter Verankerungstiefe im Sparren? Wenn man von der Faustformel ausginge, also das was man durchschraubt auch verankern sollte kommt da mit Sicherheit keine 10cm raus. Wenn wir es wissenschaftlich durchspielen wollen würden noch Faktoren wie Windlast usw eine Rolle spielen. Vermutlich werden im Zweifel die Schrauben in der Konterlatte halten und die Reserven aus der Verankerung der Konterlatten das nötige Abdecken. Eine Verankerung im Sparren ist es aber nicht.



      Stevie82 schrieb:

      . Die Kabel holt er sich seitlich durchs Mauerwerk und bohrt dann durch den Dachüberstand (an der Wand entlang) nach oben durch. So muss er die Guttex und die Dampfbremse nicht wieder abdichten.
      Finde den Fehler Nummer zwei? Das Kabel läuft dann also auf der Wand? Wie sieht die Traufkonstruktion aus? Aber eigentlich egal, denn ein Durchstoss von unten bringt auch immer ein Abdichten oben mit sich. Die Durchdringung bleibt also. Schönes Beispiel dafür, wenn ein Gewerk in das andere Eingreift und sich vorher niemand Gedanken darum macht, der von beiden Gewerken Ahnung hat. Kurz: Schnittstellenkoordination. Ja auch bei so etwas trivialen wie einer Sat-Schüssel ;) Hier sind es sogar 3 Gewerke. Elektriker, Blitzschutzbauer, Dachdecker/Zimmermann.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • SirSydom schrieb:

      Stevie82 schrieb:

      Laut Ihm macht man das so. Ich muss ihm glauben!
      16mm² im Haus, sind besser als nix.Im Haus mag auch gehen, es sind aber gewisse Trennungsabstände einzuhalten. Das wird nicht einfach.

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] könnte hier sicher fundiert was schreiben :) Vielleicht kommt da noch was.
      Mit Verzögerung:

      Gefährliche Näherungen werden nicht deswegen ungefährlich, weil diese Problematik in der IEC 60728-11 wider besseres Wissen ausgeblendet wird.

      Äquivalente Trennungsabstände müssen nach den Normen für Blitzschutz und auch der für Antennensicherheit nur gegen die Ableitungen von Blitzschutzanlagen oder einer getrennten Fangstangstange eingehalten werden. Einen 16 mm² Cu-Erdungsleiter, welcher die gesamte Blitzstromlast alleine tragen muss und stärker als ein einzelner 50 mm² Blitzableiterdraht erwärmt wird, darf normativ noch immer mit gefährlichen Näherungen innen verlegt werden.

      Solche Blitzeinleiter sind hirnlos, aber nicht verboten.

      PS: Der Schutzvorschlag 09 ist überholt und hat im Bild 7 mit der getrennten Fangstange einen Fehler mit 16 mm² Erdungsleiter (richtig 50 mm²). Es gibt einen besseres DEHN-PDF in dem der Fehler ausgebügelt wurde.