OSB Ersatz in Holzständer Wandaufbau - welche Alternativen gibt es?

    • Thomas B schrieb:

      ....oder mal ganz andere Wege beschreiten! Netter Artikel bzw. nette Bilder:

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      mich nerven solchen vorzeigesanierungen nur noch. Ich hab mir ja auch Bücher zum Thema gekauft und auch Zeitschriften - wenn überhaupt die Baukosten erwähnt werden, dann gehen diese eher Richtung 2500 pro qm und mehr..... ich komme auf 1150 pro qm, was dann noch absolut gesehen dann aber doch 320.000 sind. Viel Geld für meinen Eindruck.
    • Skeptiker schrieb:

      ABER: In geruchlich auffälligen neuen Häusern mit einem hohen Massivholzanteil an der Baukonstruktion (HRB oder BSH-Wände / Decken und Brettstapeldecken) werden seit einigen Jahren teilweise extreme Formaldehydgehalte der Raumluft gemessen. Die Herkunft ist einfach erklärt: Es sind primär die unbehandelten Massivholzbauteile

      Nichts desto trotz können Häuser aus Holz sehr schön, wohnlich und im konkreten Fall die erste Wahl sein. Ich habe nichts gegen Holzhäuser, nur gegen isoliertes oder falsches Detailwissen.
      Gibts da ne Quelle? Also ganz aus ehrlichen Interesse. Ich kenne nur eine Untersuchung zu verschiedenen Holzarten in Saunas. Die belegt, dass nennenswerte Ausgasungen von Formaldehyd erst bei 90° C bestehen und auch die unterhalb der Grenzwerte lagen.

      Es sei auch angemerkt, dass nicht alles was riecht gleich gesundheitsschädlich ist.

      Bezüglich isoliertem Detailwissen sollte man eben auch nicht nur die Formaldehydbelastung als ökologische Messgröße heranziehen, sondern, wie von mir oben angemerkt, eben auch die Problematik z. B. der Entsorgung.
      Und, wie von dir auch angemerkt, Faktoren, wie z. B. die Behaglichkeit und das Wohnempfinden. Aber da sind wir uns ja einig.

      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Ben1000 schrieb:

      ussen wurden die Gefächer mit Holzfaserplatten geschlossen
      Und was bitte klebt die Fasern zusammen? Da kann man genausogut auch OSB verarbeiten, aussen ne einfache Schalung drauf und dann eine VHF .
      So weit ich weiß sind das bei Holzfaserplatten, die im Nassverfahren hergestellt werden holzeigene Bindemittel ohne Zusatz von Leimen.
    • Ben1000 schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      ABER: In geruchlich auffälligen neuen Häusern mit einem hohen Massivholzanteil an der Baukonstruktion (HRB oder BSH-Wände / Decken und Brettstapeldecken) werden seit einigen Jahren teilweise extreme Formaldehydgehalte der Raumluft gemessen. Die Herkunft ist einfach erklärt: Es sind primär die unbehandelten Massivholzbauteile

      Nichts desto trotz können Häuser aus Holz sehr schön, wohnlich und im konkreten Fall die erste Wahl sein. Ich habe nichts gegen Holzhäuser, nur gegen isoliertes oder falsches Detailwissen.
      Gibts da ne Quelle? Also ganz aus ehrlichen Interesse. Ich kenne nur eine Untersuchung zu verschiedenen Holzarten in Saunas. Die belegt, dass nennenswerte Ausgasungen von Formaldehyd erst bei 90° C bestehen und auch die unterhalb der Grenzwerte lagen.
      Ja, sonst wüsste ich es ja nicht. :D

      Aber ernsthaft: Mein Wissen beziehe ich aus einem vor einem Jahr öffentlich gehaltenen Vortrag eines Kollegen, der in Süddeutschland mehrere Massivholzschulen und Kindergärten geplant und gebaut hat. Das Problem trat bei ihm zweimal auf und wurde in einem Objekt detailliert untersucht, mit den dargestellten Ergebnissen. Veröffentlichungen dazu habe ich jetzt nur in einer Lokalzeitung gefunden und die sagt nichts zum eigentlichen Problem. Das Projekt möchte ich deshalb hier auch nicht nennen.

      Zu VOC und Aldehyden aus Holzwerkstoffen allgemein: In D und anscheinend auch der gesamten EU wird bisher vor allem auf verarbeitetes Holz und von ihm ausgehende Luftschadstoffe geschaut. Aufgrund der eingesetzten Messmethodik (siehe z.B. Veröffentlichungen der Fa. Egger, feststehendes Verhältnis von Werkstoffmasse zu beeinflusstem Luftvolumen) kommt man dabei bei Massivholz zu sehr niedrigen Werten. Unter ungünstigen Umständen kann im Massivholzhaus aber ein deutlich schlechteres Verhältnis von freier Holzoberfläche zu Raumvolumen vorhanden sein als im Versuchsaufbsu und damit bspw. der Formaldehydwert drastisch in die Höhe gehen, obwohl nur geringe Mengen Leim verarbeitet wurden. Genau das war in der vorgestellten Schule des Kollegen der Fall. Hierzu gibt es meines Wissens aber bisher keine umfassenden Untersuchungen, zumindest sind mir keine bekannt. Warum das so ist, kann man trefflich spekulieren. Die industriellen Massivholzverarbeiter haben aber vermutlich kein besonderes Interesse daran, einen möglichen Schwachpunkt ihres Hauptwerkstoffes zu finden. Es helfen im Schadensfall regelmäßiges Lüften oder der diffusionsdichte Abschluß der ausgasenden Bauteile. Beides ist im nagelneuen Neubau natürlich ein Desaster.

      Meine Aussage zu Formaldehyd in Holzwerkstoffplatten muss ich etwas relativieren. Schadstoffarm sind die meisten in D verkauften Platten im Sinne der Bewertungsnormen. In einigen Ländern sind die Anforderungen höher als in D und zumindest ein Hersteller (s.o.) produziert für einen international verkaufenden Großabnehmer aus der Möbelherstellung auch Halbzeuge mit noch geringeren Schadstoffemissionen als regulär für den dt. Markt. ;(
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Ok, danke für deine Ausführung, interessant. Mir war bekannt, das auch Massivholz Formaldehyd ausgasen kann, daher nicht unbedingt überraschend. Mal sehen, ob die Zeit noch mehr Erkenntnisse bringt, immerhin spielen da eine Menge Faktoren mit. In Panik verfalle jetzt noch nicht ;-), es gibt ja auch noch keine sicheren Daten. Wir persönlich haben übrigens primär nicht wegen etwaigen Schadstoffen aus Holz gebaut, sondern weil es uns gefällt. Wirklich aussagekraftige Untersuchungen zu Belastungen bekommt man schlecht, vieles ist durch Verbände und Hersteller beeinflusst. Die Prämisse möglichst reine Baustoffe zu verwenden hätte ich auch bei einem Haus aus Stein auch verfolgt. Wie gesagt, Müllvermeidung ist ja auch ein Grund.

      Freundliche Grüße,
      Ben
    • Naja, das was Holz von Natur aus ausgast sind ja nur Kleinstmengen, weit unterhalb der Grenzwerte. Holz ist ein nachwachsendes Produkt und somit auch kein Müll. Man kann es wieder verwerten und sei es zum heizen eines neuen Hauses...
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Nur mal so nebenbei - Formaldehyd wurde aktuell von der EU als krebserzeugend eingestuft und es gelten für zahlreiche Anlagen (z.B. BHKWs bei Biogasanlagen etc.)aber auch beim Arbeitsschutz neue Grenzwerte. Man sollte also schon darauf achten, dass man hiermit möglichst wenig in Berührung kommt.

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      Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
    • Servus,

      bin auf dieses Forum gestoßen da ich genau vor den gleichen Fragen stehe wie der Themenersteller.
      -Wie kritisch ist OSB zu sehen?
      -Wenn OSB an sich nicht schlecht ist, wie verhält es sich bei großen Flächen (Wände und Decken)
      -Wie seriös ist EGGBI?

      Mich würde nun interessieren wie sich der Themenstarter nun entschieden hat?

      vg
      Der kritiker :)