WU-Beton Keller undicht

    • Skeptiker schrieb:

      Wirklich? Ein Ersatzbau ist nicht möglich? Kannst Du das belegen?
      Ob das Haus abgerissen werden muss (oder müsste), hängt natürlich davon ab, was genau mangelhaft ist. Wenn beispielsweise "nur" der Ringerder fehlt oder zuviel Erdübergangswiderstand hat, dann hilft möglicherweise ein zusätzlicher Ersatzerder.

      Wenn der nach DIN 18014 geforderte Funktionspotentialausgleichsleiter in der Bodenplatte fehlt, dann müßte zur normgerechten Erstellung (und damit Beseitigung des Mangels) die Bodenplatte abgebrochen werden. Ein Ersatzerder kann das nicht ausgleichen, da ja u.a. eine Verbindung alle 2 m mit der Bewehrung notwendig ist.

      Eine andere (und dann auch eher juristische) Frage ist dann natürlich, ob das noch verhältnismäßig ist. Dazu müsste man ja bekanntlich bewerten, wie der Nutzen (Vermeidung von Gefahren für Leib und Leben und EMV-Aspekte bei Blitzschlag) im Verhältnis zu den Neuerstellungskosten ist.


      ---------- 8. März 2017, 16:10 ----------

      rodop schrieb:

      Elias - bei dem Beispiel mit dem Fundamenterder wird die Rechtssprechung aber wahrscheinlich sagen, dass die Kosten für die Mangelbeseitigung unverhältnismäßig hoch wären, deshalb ist die Mangelbeseitigung in Form Abriss/Neubau nicht mehr notwendig, falls das Haus schon fertig gestellt wurde, oder?
      Vielleicht. Das hängt aber (wie im anderen Beitrag geschrieben) stark davon ab, wie man die Gefahren für Leib und Leben gegenüber den Neuerstellungskosten bewertet.

      Das ändert m.E. aber zunächst nichts daran, dass es ein wesentlicher Mangel ist, wegen dem man die Abnahme verweigern darf.

      Streng genommen darf man ja bei nicht normgerechter Erdungsanlage keinen Hausanschluß bekommen, dass das von vielen Elektrikern nicht so ernst genommen wird, ist wieder eine andere Frage.
    • Benutzer online 1

      1 Besucher