Güte der Dachflächenfenster

    • Güte der Dachflächenfenster

      Moin zusammen.

      Unser Hausbauer bietet als Dächflächenfenster eine 2-Scheiben Variante mit folgenden Eigenarten an:
      Sicherheitsverglasung außen, Wärmeschutzverglasung innen mit Ug=1,0 W/m2K, Spaltlüftung, UwFenster=1,2 W/m2K

      Da das Dach -relativ- gut gedämmt (~0,17 W/m²K) ist, habe ich in meinem Kopf eine Wärmebildaufnahme des Daches mit einem hellroten Fleck beim Dachflächenfenster.

      Würdet Ihr sagen, dass das Fenster für das Dach in Ordnung wäre oder sollte man von Anfang an etwas energetisch Besseres verbauen? Auch die Spaltlüftung macht mir Sorgen ...

      Gruß
      --
      Fomes
    • macmike771 schrieb:

      Auf jeden Fall im Neubaubereich 3-fach verglaste nehmen!

      Niemals im Neubau 2-fach!
      worauf begründet sich diese Empfehlung? ;) Viele neuere Häuser funktionieren bestens mit 2-fach-verglasten DFF .
      Es ist natürlich richtig, dass es gelegentlich schon zu Problemen mit DFF gekommen war. Die Ursache war dabei aber in den seltensten Fällen in der Verglasung zu suchen...

      ich hab grad den Neubau eines Wohnhauses auf dem Tisch, da werden im ganzen Haus alle Fenster 2-fach-verglast ausgeführt...
    • A propos: Ich streite mich schon länger namens eines privaten Erwerbers mit einem Kollegen, der DFF aus Holz in Küche und Bad eines Dachgeschosses hat einbauen lassen. Der Hersteller, VE... , rät in seinen öffentlich zugänglichen technischen Unterlagen in genau diesen Räumen zum ausschließlichen Einsatz von DFF aus Kunststoff. Ich halte den Einbau entgegen der Herstellervorgabe deshalb für einen Mangel. Das einzige Argument des Kollegen ist der Denkmalschutz, welcher im gesamten Haus (Ensembleschutz der Fassaden) Holzfenster fordere. Ich habe schon mehrfach DF-Fenster dieses Herstellers in Feuchträumen mit erheblichen Kondensatschäden gesehen, bis hin zu starker Weißfäule. Im fraglichen Fall kommt erschwerend hinzu, dass Sturz und Brüstung jeweils rechtwinklig zur Dachfläche ausgebildet wurden.

      Welche begründeten Meinungen gibt es hier dazu?
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      Das einzige Argument des Kollegen ist der Denkmalschutz, welcher im gesamten Haus (Ensembleschutz der Fassaden) Holzfenster fordere.
      das beisst sich aber gewaltig, ich finde dachflächenfenster im denkmal- und ensembleschutz grotesk. dachgauben sind das einzig sinnvolle gestaltungsmittel bei solchen bauwerken, da dachflächenfenster keine historische basis in dem kontext haben.

      das hilft dir aber nicht. kunststoff- oder metallfenster oder holz mit kunststoffummantelung sind vorteilhafter als nur holz.
    • Skeptiker schrieb:

      A propos: Ich streite mich schon länger namens eines privaten Erwerbers mit einem Kollegen, der DFF aus Holz in Küche und Bad eines Dachgeschosses hat einbauen lassen. Der Hersteller, VE... , rät in seinen öffentlich zugänglichen technischen Unterlagen in genau diesen Räumen zum ausschließlichen Einsatz von DFF aus Kunststoff. Ich halte den Einbau entgegen der Herstellervorgabe deshalb für einen Mangel. Das einzige Argument des Kollegen ist der Denkmalschutz, welcher im gesamten Haus (Ensembleschutz der Fassaden) Holzfenster fordere. Ich habe schon mehrfach DF-Fenster dieses Herstellers in Feuchträumen mit erheblichen Kondensatschäden gesehen, bis hin zu starker Weißfäule. Im fraglichen Fall kommt erschwerend hinzu, dass Sturz und Brüstung jeweils rechtwinklig zur Dachfläche ausgebildet wurden.

      Welche begründeten Meinungen gibt es hier dazu?
      Im Vertrag steht an diesem Punkt vermutlich nichts Konkretes, sondern nur "Fenster"? Was sagt(e) das Bezirksamt/Bauamt zum Thema "Ensembleschutz"? War die Erteilung Baugenehmigung möglicherweise an die Verwendung von Holzfenstern gekoppelt?

      Grüße!
    • Skeptiker schrieb:

      Welche begründeten Meinungen gibt es hier dazu?
      Die technischen Verlegerichtlinien der Hersteller - die alle eine Lot/Waage Verkleidung fordern. Ob man diese als a.R.d.T verstehen kann? Ich meine zwar ja, der schriftliche Nachweis dafür fehlt aber. Denn die Gegenseite könnte ja damit argumentieren dass entgegen der Verlegerichtlinien es nicht zum Schaden kommt. Was in einigen Fällen ja der Fall ist. Ich würde es evtl. über die Landesbauordnung und die min. Belichtungsfläche versuchen. Die dürfte bei einer rechtwinkligen Verkleidung kleiner sein.

      Was sagt der Herr den bezgl. der Wartungsintervalle für die nur Holzfenster?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Skeptiker schrieb:

      Vor möglichen a.R.d.T . sehe ich die Negierung der ausdrücklichen Einschränkungen des Herstellers.
      Die aber schränkt ja nur die Garantie des Herstellers ein, wenn auch das für den AG ein nicht hin zunehmender Mangel ist/wäre. Der AG muss aber ja nicht der Meinung des Kollegen folgen, sofern da berechtigte Zweifel bestehen. Also muss der Kollege doch das Gegenteil eindeutig beweisen. Wobei das gerichtlich durchzusetzen vermutlich nicht lohnt - da kannst dir vermutlich 20 Reparatur u. Pflegesätze kaufen.

      Glaubst du, wenn du es sicher belegen kannst, dass der Kollege seine Meinung ändert? Dann hätte er es wohl schon jetzt getan, wenn ihm etwas dran liegen würde.
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    • Ihr könnt davon halten, was Ihr wollt.
      Aber ich persönlich bin ein ausgesprochener Fan von Dachflächenfenster mit Holzoberfläche innen. Auch im Bad.

      Kondensatbildung an Dachflächenfenstern (insbesondere bei 2-fach-verglasten DFFs) wird sich vermutlich nie 100%ig vermeiden lassen. Ein bisschen Kondensat führt zu geringfügiger Abplatzung der Oberfläche oder ggf. Verfärbung. Aber es wird sicherlich nicht innerhalb von 10 Jahren zum Totalverlust führen. auch lange später nicht.
      So eine kleine "Unschönheit" an der Oberfläche stört mich persönlich zum Beispiel gar nicht. Das nehme ich in Kauf, wenn ich Holzfenste will...
    • Gegen richtig eingebaute Holz-DFF habe ich nichts einzuwenden. Aber in Bädern, Küchen und Schlafzimmern haben sie laut Hersteller nichts zu suchen. Und, doch, es kann bei zweifach verglasten Holz-DFF ebenso wie bei ihren bauähnlichen senkrecht verbauten Holz-Alufenstern von der Schwesterfirma VELFXX schon innerhalb von weniger als 10 Jahren zum Totalverlust kommen. Ich hatte je 1-2 entsprechende Fälle zu bewerten und mein Nachbar ist auch betroffen. Er hat inzwischen erfolgreich gegen seinen Architekten und den Fensterbauer geklagt.

      Durch geschicktes Verhalten bei der Raumnutzung lässt sich das Problem reduzieren oder gar kontrollieren, aber nicht jeder Nutzer kann oder will das.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker