Fragen zum Massivhausbauer

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  • Fragen zum Massivhausbauer

    Guten Morgen.

    Das Massivhaus-Bauunternehmen, mit dem wir aktuell in Planungsphase sind, hat Eigenarten, die mir wenigstens merkwürdig vorkommen:


    -eigene Terminzusagen werden bereits in der Planungsphase immer wieder nicht eingehalten (Bsp.: "Die Kostenaufstellung kommt dann am Freitag." Nein, sie ist immernoch nicht da.)
    -zugesagte Kontaktaufnahme zwecks Absprache mit unserem Abrissunternehmen erfolgt nicht
    -auf übersandten Grundrissen fehlten wiederholt in Räumen Fenster und Türen derart, dass Räume ohne jeden Zugang oder Belichtung eingezeichnet waren
    -unsererseits gewünschte externe Bauüberwachung ist gern willkommen, wenn sie sich einen Tag vorher anmeldet ???

    Ich habe mir dazu bislang Folgendes gedacht: Wenn ich Terminzusagen nicht einhalten kann, unterlasse ich sie besser gleich, insbesondere wenn es (noch) nicht auf jeden Tag ankommt. Gleiches gilt für andere Versprechen. Zu den Grundrissen muss gesagt werden, dass wir keinen Palast mit ungezählten Räumen planen. Bei insgesamt 9 Räumen sollten fehlende Türen/Fenster doch eigentlich auffallen? Ich würde die Pläne jedenfalls vor Versand noch einmal auf Plausibilität überprüfen. Warum schließlich eine externe Bauüberwachung ihr Kommen vorher ankündigen soll, erschließt sich mir nun überhaupt nicht. Angekündigte Überwachung ist doch vollkommen sinnfrei.

    Meine Fragen: Sind das teils Eigenarten des Baugewerbes, von denen ich noch nichts wusste? Was haltet Ihr Profis davon?

    Und falls das hier ein paar Leute aus dem Großraum Berlin lesen: Könntet Ihr per Privatnachrichten gute Massivhaus-Firmen empfehlen? Ich würde mich sehr freuen.

    Danke für jede Hilfe!
    --
    Fomes
  • Fomes schrieb:



    Meine Fragen: Sind das teils Eigenarten des Baugewerbes, von denen ich noch nichts wusste?

    Willkommen im Real life. Meine Erfahrung, Termintreue und Präzision sind nicht unbedingt Stärken des Handwerks. Entweder man hat einen großen Hebel mit dem man die Handwerker wieder auf Spur bringen kann, oder man hat Glück und erwischt einen Betrieb, der eben den berühmten Tick besser ist als die Masse (ja, auch diese Betriebe gibt es).

    Pläne ohne Fenster, Türen, wären für mich ein Anzeichen dafür, dass man es mit Details nicht so genau nimmt. Das könnte schon darauf hindeuten, wie die zukünftige Arbeit ausgeführt wird.

    Aber, Du schreibst von Planungsphase. Das solltest Du etwas präzisieren. Was wurde beauftragt? Was wurde evtl. schon bezahlt? Oder gibt es vielleicht noch gar keinen Auftrag? Das könnte erklären, warum man als Firma noch nicht zuviel Zeit investiert.
  • Mahlzeit.

    R.B. schrieb:

    Fomes schrieb:

    Meine Fragen: Sind das teils Eigenarten des Baugewerbes, von denen ich noch nichts wusste?
    Das könnte schon darauf hindeuten, wie die zukünftige Arbeit ausgeführt wird.
    Genau davor haben wir Angst. Wir haben nur das Bauchgefühl, auf das wir uns verlassen können, aber wenn es bereits in diesem frühen Stadium zu leichten Bauchschmerzen kommt, kann man nicht guten Gewissens den Bauvertrag unterschreiben. Egal was später geschehen wird (und irgendwas passiert immer auf dem Bau - weiß jeder), wir werden uns dann ständig selbst in den Allerwertesten beißen und Sätze bilden, die mit "hätte", "wenn" oder "aber" beginnen.

    Wir haben ein paar tausend Euro für die Planungsphase hingeblättert, an deren Ende neben den baufertigen Grundrissen eine konkrete Kostenschätzung nebst Statik und KfW55-Auskunft stehen soll. Ein paar t€ sind im Vergleich zum Gesamtvolumen sicherlich beinahe vernachlässigbar, doch isoliert betrachtet, bekommen wir für sehr viel Geld gerade äußerst mäßige Gegenleistung, um nicht das Wort "mangelhaft" zu gebrauchen.

    Grüße!
  • Fomes schrieb:



    Wir haben ein paar tausend Euro für die Planungsphase hingeblättert, an deren Ende neben den baufertigen Grundrissen eine konkrete Kostenschätzung nebst Statik und KfW55-Auskunft stehen soll.

    Dann würde ich sagen, dass der Auftrag bisher noch nicht erfüllt ist. Ein Bild vom "Haus vom Nikolaus" würde ich jetzt nicht als baufertigen Grundriss bezeichnen. Für Statik und KfW sind die Fensterflächen auch von Bedeutung. Es wäre in meinen Augen erst einmal angebracht, diese bereits vereinbarten Leistungen zu erbringen. Vorher muss man über die Fortführung gar nicht erst nachdenken.

    Könnte es sein, dass jetzt erst einmal "Konzepte" zu Papier gebracht wurden, also einfach ein paar Strichzeichnungen? Zu Beginn wird man ja kaum mit fertigen Detailplänen aufwarten können. Ich kenne es so, dass ein Planer eine Kunden-Wunschliste abarbeitet, sprich zuerst ein paar Striche, und dann immer weiter verfeinert, nach Rücksprache mit dem Kunden natürlich. Da werden zu Beginn keine baufertigen Detailplpäne gezeichnet, sondern das entwickelt sich Schritt für Schritt. Es wäre ja sinnfrei, über einen Installationsschacht für das Abwasserrohr nachzudenken, wenn noch nicht einmal feststeht, wo das Bad hin kommt. (Das soll jetzt nur ein Beispiel sein.)

    Es könnte also sein, dass du Deinem Planer einfach meilenweit voraus bist. Dann könnte man nur noch über Termintreue philosophieren, und müsste abwarten, bis alle beauftragten Leistungen abgearbeitet sind.
    Es wäre natürlich auch denkbar, dass die einfach anhand einer Skizze loslegen wollen, so nach dem Motto, die Planung entwickelt sich während der Bauphase. Dann hätte ich auch ein Problem mit dem Planer.
  • Wir haben mit der weltbesten Firma gebaut. Die arbeiten jedoch nicht mehr im Einfamilienhaussektor. Da wollten die wohl mal das Marktsegment probieren. Zusagen wurden immer eingehalten falls das aus nachvollziehbaren Gründen nicht möglich war wurden wir benachrichtigt.
    Hausbau ist ein hochkomplexes Thema. Da braucht man ein Unternehmen das strukturiert planen kann und das präzise plant.
    Ich glaube, ich würde die Baufirma ganz offen ansprechen und sagen was mir nicht passt und fragen wie sie sich zukünftig die Arbeit vorstellen. Kämen dann Ausflüchte und blabla, würde ich versuchen nicht mit der Firma zu bauen, es droht :pfusch:
  • Und das ging so einfach?

    Gab es schon einen Vertrag (unterschrieben) oder ward Ihr erst noch im Findungsprozess????

    Ansonsten: Wenn es schon am Anfang massiv hakt, sollte man sich trennen. Und das ganz ohne Wertung! Terminverschiebungen gibt es immer mal. Das eine Zusage (zeitlich) nicht ganz eingehalten wird auch. Das muß man dann eben rechtzeitig sagen (bzw. absagen).

    Kann aber auch sein, daß der BU völlig O.K., nur Ihr (bitte nicht falsch verstehen) völlig überzogene o. falsche Vorstellungen habt. Ist aber egal, wer "schuld" ist, denn bei stark unterschiedlichen Vorstellungen bzgl. der Planung/ Bauabwicklung wird das unweigerlich zu Stress führen.

    Und das braucht's nicht!

    Von daher: Gut gemacht!
  • Namd.

    Nochmal ein (reichlich verspäteter) Nachtrag auf die letzte Frage hin: Wir hatte für die Planungsphase einen extra Vertrag aufgesetzt und gelöhnt. Für den Fall der Unterzeichnung des "großen" Bauvertrages wäre das Honorar der Planungsphase verrechnet worden. So war's dann nur relativ viel Lehrgeld, kein Abonnement mit versäumter Kündigungsfrist :)

    Tatsächlich haben wir mit Terminverschiebungen überhaupt kein Problem, wenn sie begründet sind und nicht regelmäßig auftreten. In unserem Falle handelte es sich aber jeweils um vom BU ohne Not selbst gesetzte Fristen/Termine (wir BH hatten keine Eile). Und leider kams auch nicht einmalig vor. Und schließlich nervt es halt schon, wenn man einen externen Bauüberwachungsmenschen hat und der BU einem sagt - klar, kann er vorbei kommen, wenn er sich einen Tag vorher angemeldet hat....! Bekanntlich funktioniert Überwachung mit Ankündigung besonders effektiv. Deshalb soll sie ja auch ein Externer übernehmen. Naja -seis drum!

    Ich denke, wenn man den BU fragt, worans gelegen hat, wird er vermutlich von den völlig überzogenen / falschen Vorstellungen sprechen - aus ihrer Sicht haben sie genau das angeboten, was wir verlangt haben ;)

    Schönes WE zusammen! Gruß
    --
    Fomes