Wassereintritt unter Kellerfenster

    • Thomas B schrieb:

      Und: eine KWL sollte genau dies (Schimmelbildung) durch das permanente Lüften verhindern.
      ich kann mir vorstellen, was der A damit meinen könnte..
      Offenbar ist die Wanddurchführung der KWL nach #1 in der Nähe des Fensters (auf den Bildern sieht man sie allerdings nicht ?( ).
      idR sind die DN200 Wanddurchführungen nicht gedämmt und die Frischluft kann die Wand theoretisch bei entspprechend niedrigen AT unter den Taupunkt kühlen.
      Mit Sicherheit passiert das aber nicht außerhalb des Winters und hat natürlich gar nichts mit dem Problem hier zu tun.

      Das Loch im Rahmen ist doch ein schlechter Witz....was soll das sein? Kabeldurchführung? Entwässerung?
      Hat die "Fensterbank" aussen ein Gefälle nach aussen? Sieht mir auf Bild 3 ziemlich plan aus.
    • Zellstoff schrieb:

      Thomas B schrieb:

      Und: eine KWL sollte genau dies (Schimmelbildung) durch das permanente Lüften verhindern.
      ich kann mir vorstellen, was der A damit meinen könnte..Offenbar ist die Wanddurchführung der KWL nach #1 in der Nähe des Fensters (auf den Bildern sieht man sie allerdings nicht ?( ).
      idR sind die DN200 Wanddurchführungen nicht gedämmt und die Frischluft kann die Wand theoretisch bei entspprechend niedrigen AT unter den Taupunkt kühlen.
      Mit Sicherheit passiert das aber nicht außerhalb des Winters und hat natürlich gar nichts mit dem Problem hier zu tun.

      Das Loch im Rahmen ist doch ein schlechter Witz....was soll das sein? Kabeldurchführung? Entwässerung?
      Hat die "Fensterbank" aussen ein Gefälle nach aussen? Sieht mir auf Bild 3 ziemlich plan aus.

      Moment zur Richtigstellung:
      Es handelt sich um eine Öffnung der KWL für Frischluftzufuhr aus der Anlage - nicht um einen Wanddurchbruch nach außen.
      Die KWL-Leitung liegt im Estrich.
      ---------- 19. September 2016, 15:13 ----------
      Anbei weiteres Bildmaterial:

      Die Dielen der Terrasse wurden entfernt und man schaut jetzt von oben auf die Abdichtung der Dämmung - links die Aluleiste gehört zum Fenster - die schwarzen Leisten sind die Querleisten der Terrassenkonstruktion, diese laufen im 90°-Winkel auf das Fenster zu.
      Das PVC-Rohr dient zur Entwässerung des bodentiefen Fensterrahmens.

      Laut GaLa-Bauer, der gerade vor Ort ist und die Dielen entfernt hat, meint, dass die Oberseite der WDVS nicht nach außen hin abfällt und der Anschluß der Dämmung an die Leiste "rissig" ist.

      Der Architekt meinte auf meine Bitte hin, dass ich seine Antworten gerne schriftlich hätte wortwörtlich:


      Architekt schrieb:

      Nur weil Sie jetzt ein bisschen Wasser im Keller haben, brauchen Sie jetzt nicht so ein großes Kino machen..."

      Er meinte auch, dass das Bodengutachten nicht verbindlich ist. Das Baugutachten sei nur eine Empfehlung und nicht zwingend.

      Ergänzend noch die Aussage:


      Architekt schrieb:

      Eine Trockung der Wand ist nicht erforderlich, das trocknet von selbst.
      Bilder
      • IMG_3583.JPG

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      • IMG_3584.JPG

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      • IMG_3585.JPG

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    • GEH ZUM ANWALT!! SOFORT

      Und einen GUTEN SV suchen.

      Der Kerl gehört für solch dämliche Sprüche aus der Kammer ausgeschlossen!

      Baugrundgutachten nur Empfehlung. Das soll er mal nicht seine Haftpflichtversicherung hören lassen.

      Das mit der Wand und dem Trocknen ist ja sogar richtig, nur behebt es das Problem nicht. Wenn die nächste richtige Gewitterfront durchzieht, ist mehr als nur die Wand naß und spätestens dann ist die Trocknung aber so was von fällig.

      Und ja - ich kann mit vorstellen, dass die Profile Wasser wie eine Regenrinne ZUR Wand leiten. Deswegen darf da trotzdem kein Wasser durchkommen! In den Lichtschacht vielleicht ja. Aber nicht am Fenster vorbei ins Haus!

      Auch die Höhenlage von Dämmung und Fenster EG erscheinen mir mehr als mangelhaft, was die Abdichtung anbetrifft. Selbst wenn man das auskragende OG als "Vordach" interpretiert, müssen es 5 cm sein.
      Glaube kaum, dass die eingehalten sind.

      Ich fürchte, wenn man da mal mit dem eisernen Besen durchkehrt, wird das ein dickes Gutachten!

      Was das Bild mit der ockerbraunen Masse zeigen soll, hab ich noch nicht verstanden!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • flexistone schrieb:

      Es handelt sich um eine Öffnung der KWL für Frischluftzufuhr aus der Anlage - nicht um einen Wanddurchbruch nach außen.
      ok, dann ist der letzte Funke Hoffnung an die Fähigkeiten auch verflogen.


      Ralf Dühlmeyer schrieb:

      GEH ZUM ANWALT!! SOFORT

      Und einen GUTEN SV suchen.
      nach den letzten Aussagen des Archi, sehe ich das leider auch so.
      Ein guter Baurechtsanwalt hat übrigens oftmals auch gute Kontakte/Empfehlungen zu guten SV´s. In M könnte ich Dir einen guten RA empfehlen (ist aber vermutlich zu weit)...sag Bescheid wenn doch Interesse.
      ich drück die Daumen...
    • Na Klasse - ihr macht mir ja Hoffnung! :teufel: :teufel: :teufel: :teufel:

      Weshalb Anwalt: Weil es so krasser Pfusch ist - oder weil es so schwer wird, den Mangel beseitigen zu lassen? Nur zum Verständnis?!

      Bräuchte einen aus/bei Nürnberg!

      Nur mal so die Kostenfrage am Rande:
      Wer kommt den für die liegen RA-Kosten auf - meine RS-Versicherung tritt für Bau-Angelegenheiten nicht ein!

      Nicht dass ich am Ende höhere Kosten für RA habe, als das Beheben des Schadens?!

      Der Herr Architekt will sich ja der Sache jetzt annehmen und schickt am Donnerstag den Fassadenbauer, der auch die Dämmung gemacht hat vorbei.
    • RA + SV, weil der Herr "Kollege" ja wohl versucht, sich aus allem rauszuhalten, obwohl er mit LP 8 beauftragt war und somit die Mängel hätte erkennen MÜSSEN.



      flexistone schrieb:

      Der Herr Architekt will sich ja der Sache jetzt annehmen und schickt am Donnerstag den Fassadenbauer, der auch die Dämmung gemacht hat vorbei.
      Wenn ich das schon lese, dann <X

      Er hat nicht irgendwen "vorbeizuschicken", sondern sich darum zu kümmern, wo die Schadenursache liegt.

      Das ist auch nicht LP 9, sondern gehört zu seinen Obliegenheiten im Rahmen der Schadenabwehr!
      Schließlich haftet er gesamtschuldnerisch mit!

      Bezahlen musst Du das natürlich erstmal alles, Du gibts ja den Auftrag! Am Ende müssen aber die Schadenverursacher anteilig zu ihrem Schadenanteil aber die Kosten tragen. Zumindest theoretisch.
      Einrechnen muss man natürlich immer a) die Insolvenz, b) den Vergleich, in dem solche Kosten nicht mehr einzeln aufgedröselt werden und c) das ein Gericht halt auch mal merkwürdige Urteile fällen kann.

      Aber bei dem Murks und dem Schadenpotential sollte man das riskieren.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • flexistone schrieb:

      Weshalb Anwalt
      Ich würde noch nicht dazu raten, denn:


      flexistone schrieb:

      Der Herr Architekt will sich ja der Sache jetzt annehmen
      Dann soll man dem Kollegen doch mal die Chance und Gelegenheit geben den Schaden/ den Mangel beheben zu lassen.

      Erst wenn er damit keinen Erfolg hat oder sich dafür nicht zuständig "fühlt" würde ich die nächste Eskalationsstufe bemühen.

      Btw: auch ich kriege (fast immer) Baugrundgutachten, wo es sich die Bodengutachter insofern immer recht einfach machen, da sie fast immer eine WW empfehlen. Damit sind sie (die Baugrundgutachter) auf jeden fall immer auf der sicheren Seite.

      Allerdings steht in den Gutachten ja auch mehr drin (Bemessungswasserstand, welche Art von Wasser (drückend, aufstauend, gar nüscht), usw. usf.) Daraus kann man dann ein eigenes Abdichtungskonzept entwickeln. Die Abdichtungsempfehlung verstehe ich auch eher als solche: als Empfehlung.
    • Thomas

      Die ART der Abdichtung in so einem Gutachten ist natürlich nur eine Empfehlung, die Frage, ob nach Teil 4 oder 6 abgedichtet werden muss, ist weit mehr als nur ein netter Hinweis.
      Das sich die Baugrundler gern mal aus der Haftung nehmen, indem sie OK Wasser = UK Grasnarbe schreiben, ist auch richtig.

      Aber dann MUSS ich das mit dem Bauherren besprechen und sagen:
      Pass auf, ich denke, so hoch kommt das Wasser nie. Wenn wir so und so bauen, erfüllne wir zwar nicht komplett das BGG, aber Du sparst XY €.
      Entscheide bitte.
      Und das wird dann schriftlich bestätigt (damit der Bauherr nicht später unter Amnesie leiden kann.)

      Aber einfach zu sagen - Die spinnen, die Römer. äääähh - NÖ!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Unser Problem ist natürlich auch, dass wir langsam aber sicher mit den Nerven, der Geduld und auch allem drum herum am Ende sind.

      Dieser Wasserschaden ist nun halt noch der Gipfel!

      Vorher hatten wir ja bereits die Akte:

      - falsch verbautes Wasserinstallationen am Doppelwaschtisch mit der Folge des kompletten Rückbaus auf Installationsebene und tauschen von Wasserhahn und Mischbatterie
      - ungenügende Qualität der "Winkel" in den Bädern mit monatelangem rumgeeiere bis endlich ein neuer Fliesenleger mit erheblichen Mehrkosten und 4 Monate später unsere Bäder fliesen konnte
      - bei quasi allen Gewerken massive Kostenmehrungen durch Nachträge - z.T. bis zu 40% (ohne dass andere Details/Leistungen vereinbart waren)
      - fehlerhafte Elektroinstallation mit gegenseitiger Schuldzuweisung zwischen Elektriker und Architekten
      - Baugerüst nicht rechtzeitig bestellt, dadurch konnte Fassade nicht im letzten Jahr fertig gestellt werden - dadurch massive Mehrkosten
      - fehlendes großes Fenster nicht vor Winter eingesetzt - die anderen waren schon im August drin, dadurch konnte erst Ende Januar mit Trocknung des Estrichs begonnen werden.
      -.... to be continued...
    • flexistone schrieb:

      Der Herr Architekt will sich ja der Sache jetzt annehmen und schickt am Donnerstag den Fassadenbauer, der auch die Dämmung gemacht hat vorbei.
      das Problem ist, dass derjenige der gepfuscht hat, die Ursache idR nicht ganz neutral beleuchten wird.

      Thomas B schrieb:

      Dann soll man dem Kollegen doch mal die Chance und Gelegenheit geben den Schaden/ den Mangel beheben zu lassen.
      ne Thomas. Der A hat ganz offensichtlich gar kein Interesse im Sinne des Bauherrn den/die Fehler zu finden und zu lösen. Er "schickt den Fassadenbauer vorbei"....was meinst Du wird der sagen? Dämmung hinterläufig, Fenster falsch und ohne Zarge eingebaut, LS falsch, einmal alles neu, ich fang morgen an?
      Oder doch eher: GaLa Bauer is schuld dass da überhaupt Wasser hinkommt. Aber aus Kulanz machen wir die Fensterabdichtung von aussen mit Silikon nochmal neu, die ist offenbar nicht optimal für soviel Wasser (das der GalaBauer zu verantworten hat)....das oder so ähnlich halte ich für wahhrscheinlicher.

      Ich würde ja nicht gleich den RA mit voller Wucht loslaufen lassen, sondern mit einem RA das Erstgespräch suchen und über die weitere Vorgehensweise beraten.
      RA´s wissen sehr wohl über Ihre Wirkung wenn sie ein Schreiben verfassen und entscheiden mit Augenmaß (wenn es Gute sind), ob nicht der BH den Brief/die Mail verfasst und führen erst mal nur die Feder.

      Ziel für den TE muss doch sein, dass ein fachlich fundierter unabhängiger Dritter das Ganze vor Ort analysiert, die Ursache für den akuten Schaden findet (bevor irgendwer drüberpfuscht) und zusätzlich die sonstigen offensichtlichen Versäumnisse aufdröselt.

      Ja, das mag ein paar hundert € kosten, ist aber aus meiner Sicht der einzige Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit eine dauerhaft funktionierende Lösung zu bekommen. Ohne diesen Beistand, wäre mir die Wahrscheinlichkeit zu gering, denn da müsste ich auf die Kompetenz und Ehrlichkeit von Personen vertauen, die offenbar schon mal massiv daneben lagen.
    • Thomas B schrieb:

      flexistone schrieb:

      - fehlerhafte Elektroinstallation mit gegenseitiger Schuldzuweisung zwischen Elektriker und Architekten
      Dafür ist der Architekt aber auch nicht zuständig.
      Wenn der Architekt die Elektroinstallationsplanung macht und Netzwerkkabel mit "zweifach Kabel" im Ausschreibungs- und Vertragstext stehen?

      Der Elektriker dann das ganze Haus, welches mit KNX /EIB versehen ist und quasi jeder Raum - sogar der Vorratsraum - mit Netzwerkdosen versehen ist, dann aber nur mit einfach-Netzwerkkabeln versorgt, mit der Begründung im "E-Plan" sind nur einfache Netzwerkdosensymbole.

      Wer ist denn dann dafür verantwortlich?!

      Etwa der Bauher, der im Rohbauzustand die Anzahl der Adern oder Kabel zählen muss?

      Leider wurde das nie geprüft - sondern erst nach/bei Endmontage bzw. Einzug festegestellt!
    • Die Planung der Elektroanlage und der Nachrichten- und Signaltechnik ist bei einfacher Beauftragung des Architekten mit den Grundleistungen der Hochbauplanung nach § 34 HOAI keine vom Architekten geschuldete Leistung!

      Was keine Aussage zu den anderen beim Kollegen bemängelten Punkten ist. Und: Architekten haben nach meinem Wissen kein Recht auf Mangelbeseitigung am eigenen (Planungs-) Werk, sobald sich ein Mangel bereits auf dem Bau manifestiert hat (leider!).
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      Die Planung der Elektroanlage und der Nachrichten- und Signaltechnik ist bei einfacher Beauftragung des Architekten mit den Grundleistungen der Hochbauplanung nach § 34 HOAI keine vom Architekten geschuldete Leistung!
      Bedeutet das, dass ich, wenn ich einen Architekten beauftrage, mir ein Haus zu bauen, dieses im Grunde OHNE Elektrik gebaut/geplant wird?

      Die Bedarfsplanung und Positionierung hat ja der Elektriker gemacht - und dem Architkten das dann als Grundlage für ein LV übermittelt.

      Ok - will ja den Herren Architekten nicht für alles in die Verantwortung nehmen - aber dann muss man mir schon auch klar sagen, dass man als Architekt dafür nicht verantwortlich ist.




      Skeptiker schrieb schrieb:

      Was keine Aussage zu den anderen beim Kollegen bemängelten Punkten ist. Und: Architekten haben nach meinem Wissen kein Recht auf Mangelbeseitigung am eigenen (Planungs-) Werk, sobald sich ein Mangel bereits auf dem Bau manifestiert hat (leider!)
      Verstehe ich jetzt nicht ganz - was damit gemeint ist?!
    • Skeptiker schrieb:

      Architekten haben nach meinem Wissen kein Recht auf Mangelbeseitigung am eigenen (Planungs-) Werk, sobald sich ein Mangel bereits auf dem Bau manifestiert hat (leider!).
      Lt. meinem RA kann der Architekt vertraglich ein Recht auf Beteiligung bei der Mängelbeseitigung am Planungswerk vereinbaren. Diese Klausel soll angeblich in einigen Muster-Architektenverträgen enthalten sein. (Bei mir fehlt sie, Glück gehabt).
      Bin ich da richtig informiert?
    • flexistone schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Die Planung der Elektroanlage und der Nachrichten- und Signaltechnik ist bei einfacher Beauftragung des Architekten mit den Grundleistungen der Hochbauplanung nach § 34 HOAI keine vom Architekten geschuldete Leistung!
      Bedeutet das, dass ich, wenn ich einen Architekten beauftrage, mir ein Haus zu bauen, dieses im Grunde OHNE Elektrik gebaut/geplant wird?
      Die Bedarfsplanung und Positionierung hat ja der Elektriker gemacht - und dem Architkten das dann als Grundlage für ein LV übermittelt.

      Ok - will ja den Herren Architekten nicht für alles in die Verantwortung nehmen - aber dann muss man mir schon auch klar sagen, dass man als Architekt dafür nicht verantwortlich ist.
      Ja, wenn Du keine Planung - bei wem auch immer - ausdrücklich beauftragst, gibt es auch keine. Architekten planen erstmal keine Elektrotechnik. Sie schreiben sie auch nicht aus. Wenn doch ist dieses eine Grundleistung für Planungsleistungen der TGA und - ÜBERRASCHUNG! - auch nach HOAI separat zu honorieren.

      ---------- 19. September 2016, 19:30 ----------

      Roth schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Architekten haben nach meinem Wissen kein Recht auf Mangelbeseitigung am eigenen (Planungs-) Werk, sobald sich ein Mangel bereits auf dem Bau manifestiert hat (leider!).
      Lt. meinem RA kann der Architekt vertraglich ein Recht auf Beteiligung bei der Mängelbeseitigung am Planungswerk vereinbaren. Diese Klausel soll angeblich in einigen Muster-Architektenverträgen enthalten sein. (Bei mir fehlt sie, Glück gehabt).Bin ich da richtig informiert?
      Ich denke, dass Du richtig informiert bist, denn genau so hat es bei der Fortbildung der AK-Berlin letzte Woche der referierende Anwalt auch gesagt. (Jener Anwalt riet übrigends nachdrücklich von der Benutzung von Musterverträgen ab.)
      ---------- 19. September 2016, 19:34 ----------

      flexistone schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Die Planung der Elektroanlage und der Nachrichten- und Signaltechnik ist bei einfacher Beauftragung des Architekten mit den Grundleistungen der Hochbauplanung nach § 34 HOAI keine vom Architekten geschuldete Leistung!
      Verstehe ich jetzt nicht ganz - was damit gemeint ist?!
      Architekten können ohne besondere Regeln mangelhafte Leistungen nicht einfach nachbessern - anders als Handwerker. Die juristische Erklärung dafür ist komplizierter.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Gast1234 schrieb:

      wenn der architekt die elektroarbeiten ausschreibt, ohne dass er dafür beauftragt ist, erbringt er planungsleistung und haftet damit auch für seine leistungen.
      ... und hat einen berechtigten Honoranspruch! TGA-Honorare sind proportional zu den Baukosten deutlich höher als Hochbau-Honorare!
      ---------- 19. September 2016, 20:05 ----------

      flexistone schrieb:

      Welche Konsequenzen hat dieses Recht auf Mängelbeseitigung bzw. was genau bedeutet das im konkreten Fall?! Darf der Architekt sich gar nicht um die Beseitigung des Mangels kümmern?!?

      Wir haben auch einen Mustervertrag vom Architekten - wo genau steht das Entscheidende zum Thema Mängelbeseitigung?
      Vorsicht: Du solltest Dich wirklich umgehend von einem Fachanwalt für Architektenrecht beraten lassen!

      Die Frage ist, ob Du diesen anscheinend inkompetenten Kollegen weiterwurschteln lassen möchtest. Wenn nein, muss er bzw. seine Versicherung später auch die Planung und Bauleitung der Mangelbeseitigung zahlen. Darum kümmern darf er sich schon, aber er entwickelt meines Wissens keinen Honoraranspruch dadurch. (Nochmal Vorsicht: Ich bin juritischer Laie!)
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Habe mal Bilder gesucht - natürlich gar nicht so einfach, weil wir natürlich alles fotografiert haben, nur nicht die wesentlichen Details!

      Auf dem einen Foto der konfektionierte Lichtschacht - hier sind keinerlei Probleme.

      Auf dem zweiten Foto der "große" Lichtschacht.

      PS: das auf dem Foto bin nicht ich!
      Bilder
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    • Die Größe wäre mir in diesem Falle völlig egal - ich hätte dort ohnehin keine Fenster gebraucht, da diese keinen Sinn machen, da oben drüber eine quasi lichtundurchlässige Terrasse liegt.

      Öhm.
      Du hast unter deiner Terrasse ein großes "Loch" aus Betonfertigteilen (unten offen), um im Keller 2 Fenster zu haben durch die du in dieses dunkle "Loch" unter der Terrasse reingucken kannst? Und das mit der Argumentation, dass die Kellerräume unbedingt Fenster haben müssen? Wusste der Architekt, dass an dieser Stelle eine Terrasse geplant war (die muss ja vermutlich im Bauantrag schon gezeichnet gewesen sein)?

      Der einzige Zweck der Fenster ist ja damit quasi nur noch, die Mäuse einzusammeln, die da regelmäßig reinfallen und dann irgendwann anfangen zu stinken.
      Ich ging bisher auch davon aus, dass Keller nicht zwingend mit Fenstern versehen werden müssen (vorbehaltlich, dass die Kellerräume nicht als Wohnräume deklariert werden).

      Und die anderen Fenster haben Lichtschächte aus Betonfertigteilen in U-Form aber auch ohne Boden, so dass im Fall der Fälle das drückende Wasser schon von unten bis an die Fenster heran stauen kann? Und da sie auf die Dämmung geschraubt wurden, kann ja das Wasser auch schön von links und rechts durchsickern?
    • Ich denke es besteht Einigkeit, dass ein A. kein E-Planer ist. Ich -ganz ehrlich!- könnte die E-Anlage nicht ausschreiben. Schlichtweg mangels Fachwissen. Von daher würde ich das dann aber auch nicht tun. Was ich als Architekt leiste ist die , gemeinsam mit den Bauherren durchgeführte, Positionierung und Festlegung der mengen der verschiedenen Dosen und Schalter...und Einbauspots und so'n Zeug. Aber wieviel adrig eine Leitung ist, wie diese zu verklemmen ist, wieviele Meter ich brauche....nö....nö....das möge machen wer sich damit auskennt.

      Aber: wenn der Architekt dies dennoch geplant und ausgeschrieben hat wird es interessant. Er hat da wohl einiges nicht richtig gemacht. Wundert mich nicht. Aber wenn er es denn geplant hat steht ihm natürlich der Honoraranspruch daraus zu. Aber eben auch die Haftung. Und ob seine Versicherung so etwas bereit wäre zu bezahlen, wage ich zu bezweifeln. Denn er hat ja Leistungen angeboten, für die er -sehr offenkundig- gar nicht ausreichend qualifiziert war. Da dürfte wohl kaum Versicherungsschutz bestehen.

      Der Lichtschacht ist wohl eher ein Lichtgraben. Der Sinn ist insofern interessant, als natürlich das Thema WW damit erledigt ist. Aber so was von.
      Und: Die Problematik des flachen Anschlusses der Fassade an den Terrassenbelag sehe ich hier geschickt gelöst. Es wurde hier quasi eine Superrinne vor der Fassade installiert. Hört sich erstmal gut an. Das Problem der Entwässerung wurde dadurch verlagert. Nach unten. Denn dass hier größere Mengen Wasser anfallen dürfte klar sein. Starker Regen, der an die Fassade klatscht und herunterläuft. Dann natürlich die Öffnung als solches.

      Wenn dann, bei einem veritablen Herbstwind, auch noch auf die Terrasse tröpfelndes Wasser in Richtung Lichtgraben geblasen wird....wie auch immer. Da wäre ein kontrollierte Entwässerung des Grabens schon nicht ganz unwichtig.
    • Wir (meine Frau und ich) haben gestern Abend nochmal intensiv über die ganze Angelegenheit und auch das gesamte Bauvorhaben nachgedacht.

      Dennoch sind wir zwischen Wut und Resignation hin- und hergerissen.

      Einerseits sehr wütend, weil wir uns die Betreuung, Überwachung und Planung unseres Hauses vom Profi schon besser vorgestellt haben - wir haben mehr erwartet - kein mangel- oder fehlerfreies Gebäude. Aber der Weg dorthin ist/war schon sehr anstrengend.

      Andererseits stellt sich uns die Frage, ob es jetzt Sinn macht, die ganze Maschinerie (Gutachter; Anwalt; Gericht;...) in Bewegung zu setzen. Wir hatten schon einmal Erfahrung damit gemacht (Bauträger-ETW) und konnten unsere Forderungen durchsetzen - aber es dauerte lange. Vor allem haben wir ja ein nicht unerhebliches Kostenrisiko, da der Anwalt ja auf Honorarbasis arbeitet. Am Ende haben wir dann eine "Abdichtung" des Kellers für ein X-faches an Honorar eingekauft.

      Gleichzeitig treiben mich die Aussagen das Architekten wirklich zur Weißglut, da er mich mit seinen Ausflüchten etc. wirklich für dumm verkaufen möchte. Ich habe gleichzeitig auch den Verdacht, dass die Keller-Sache nicht das einzige faule Ei bei dem Bauvorhaben ist.

      Nochmal in aller Kürze zum Verständnis:
      Wenn ihr mir ratet, zum RA zu gehen - was genau soll dieser für mich durchsetzen? Die Sanierung des Baumangels? Die Kürzung des Architektenhonorars? Die Wahrung/Sicherung meiner Interessen im/um den Hausbau?
      Ich will schlechtem Geld halt nicht noch gutes hinterherwerfen!?!
    • Ich kann nur m eine Meinung widergeben.

      Ich würde jetzt (!!!) noch nicht zum RA rennen.

      Andere mögen eine hiervon abweichende Meinung haben.

      Ich würde aber, wenn der Kollege jetzt mal nicht langsam aus dem Knick kommt, ihm schon mal avisieren, dass dies der nächste Schritt sein kann.

      Im Augenblick scheint er ja bemüht zu sein, wenn auch scherfällig, das Ganze irgendwie richten zu wollen.

      Solange dies noch nicht gescheitert ist oder der Kollege sich einer Lösung bzw. seiner Mitwirkung nicht verweigert, würde ich es ohne RA versuchen. Die Option mit RA bleibt Euch ja immernoch.

      Der Schaden ist m.E. nicht schwer zu beheben. Das Fenster ist von außen gut zugänglich, die entsprechende Abdichtung lässt sich also vergleichsweise leicht nacharbeiten. natürlich nicht ohne Zerstörung der Oberputzes (im Lichtgraben). Aber letztendlich eher leicht.

      Ob das Thema WW ein Thema ist oder nicht, können wir ohne Baugrundgutachten ohnehin nicht beurteilen. Sollte eine WW (also bis UK Kellerdecke) notwendig sein, so wäre das ohne externe Unterstützung (RA, SV, ...evtl. Gericht) nicht zu lösen. Möglicherweise aber braucht es gar keine WW. Da wäre es dann auch nicht klug eine Maschinerie in gang zu setzen, die später nur noch schwer zu bremsen ist.
    • Die kleine Wassermenge, die jetzt eingetreten ist, ist ja vielleicht hinnehmbar und hat keine grösseren (technischen) Schäden hinterlassen.
      Wer aber sagt Dir, dass dort beim nächsten Regen, der aus der "perfekten" Richtung und in ordentlicher Stärke fällt, nicht deutlich mehr (X00 Liter) eindringt und Deinen gesamten Kellerboden flutet; mit Schimmel, Gestank, angegangenem Lagergut im Gefolge?

      Das können wir nicht und auch kein anderer. Auch keine Hellseherin! :haue:


      Ausserdem vermute zumindest ich ebenso wie Du weitere Kinken. So lange das "nur" Verstöße gegen die Normen und Fachregeln sind, ist das eine Sache. Wenn die aber ebenso zu Folgeschäden führen, dann ist der Kollege irgendwann aus der Haftung raus und Du stehst dann ganz alleine da.

      Daher brauchst DU einen SV, der diese Mängel ALLE (so weit möglich) findet und der sich vor allem mit Deinem Planer auf Augenhöhe unterhalten kann.
      Ein guter SV lässt dessen Sprüche mal eben stumpf auflaufen.
      ---------- 20. September 2016, 09:34 ----------
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      O contraire

      RA:
      Der muss ja nicht gleich böse Briefe schreiben, aber z.B. einen vom TE formulierten Brief juristisch "nachbessern", soweit nötig, um Formfehler zu vermeiden und schon mal im Thema zu sein, wenn es denn knallt.

      Fenster:
      Das Fenster ist im Augenblick wie Husten ein Symptom, aber nicht die Krankheit. Es muss festgestellt werden, wie schlimm die mangelnde Druckwasserdichte der Lichtschächte wirklich ist.
      Hustet das Haus, weil ein Krümel quer saß (Lekage der Fensterandichtung) oder hat es eine schwere Tuberkulose (Wasserpegel steigt über UK Brüstung)

      "Kollege":
      Der Kollege scheint einer von der "Bunte-Bildchen-Fraktion" zu sein, Schicke Entwürfe, aber mangelhafte Kenntnise für die Realisierung.
      Daher fürchte ich noch deutlich mehr Mämgel. Wenn ich mir den Anschluß des bodentiefen Fensters vor der Terrasse ansehe, dann ;( .

      Die Terrasse wird da ja nicht aus einer Laune heraus hingesetzt worden sein. Also muste doch entweder ein Anschluß deutlich anders geplant gewesen sein, dann hätte der Kollege das ja wohl kommuniziert
      Hätten Sie so gebaut, wie ich es geplant hatte, gäbs das Problem nicht
      Oder er hat wie so oft mit Aussenkante Aussenhülle das Denken zu 100% eingestellt. Not-my-job-Award verdächtig.

      Willigkeit:
      Einen echten Willen zur lösungsorientierten Arbeit kann ich da nicht erkennen.
      Auch das ein Grund, dem "Kollegen" auf die Finger schauen zu lassen.Fachlich wie juristisch.
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