Betoneinbau in ÜK1 angeboten, jedoch ÜK2 erforderlich

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    • Betoneinbau in ÜK1 angeboten, jedoch ÜK2 erforderlich

      Hallo Zusammen,

      Es geht um die Einstufung der Überwachungsklasse bei unserer weissen Wanne.

      Kurz zu den Rahmenbedingungen: Bau von 4 Reihenhäusern als Baugemeinschaft, Architekt mit Planung und Bauleitung beauftragt, Gewerke werden einzeln beauftragt.

      Im Angebot der nach VOB beauftragten Rohbaufirma ist der Satz enthalten "..nicht dauerhaft im Grundwasser, daher Einstufung ÜK1". Allen Beteiligten war zum Vertragsschluss bekannt, dass wir dauerhaft im GW stehen.

      Auf erneute Nachfrage beim Rohbauer sind jetzt 6000€ für ÜK2 erforderlich.
      Ich vermute, dass er die Kosten für die (sicherlich externe) Eigenüberwachung auch mit einrechnet. Diese nach meinem Verständnis jedoch eine nicht zu vergütungspflichtige Nebenleistung. Oder soll ich das als Abwehrangebot verstehen?

      Grüße
    • tobi_whong schrieb:

      ... Im Angebot der nach VOB beauftragten Rohbaufirma ist der Satz enthalten "..nicht dauerhaft im Grundwasser, daher Einstufung ÜK1". Allen Beteiligten war zum Vertragsschluss bekannt, dass wir dauerhaft im GW stehen.

      ÜK1 heisst nicht, dass man gar nicht machen muss. Betonannahme, Dokumentation, Nachweis Nachbehandlung muss er auch in ÜK1 machen. Die Frisch-Festbetonprüfgeschichte fällt halt bei ÜK1 aus. Das ist in DIN EN 13 670 / DIN 1045-3 hinterlegt, was der Kollege bei welcher Überwachungsklasse zu tun hat.

      Ansonsten ist die Eigenüberwachung des Unternehmens (durch ständige Betonprüfstelle) aber eine Nebenleistung, die nicht extra vergütet werden muss. Die dazu erforderliche Fremdüberwachung durch eine anerkannte Überwachungsstelle ist eine besondere Leistung.

      Was ihr vertraglich vereinbart habt, kann hier mit den gemachten Angaben keiner sagen. War das "nur bekannt" oder auch schriftlich dokumentiert, dass das "bekannt" ist?
    • tobi_whong schrieb:

      Ein freies Angebot, kein LV .
      :wall: :wall: :wall: :wall:

      tobi_whong schrieb:

      Zudem kenne ich die Kosten für Fremdüberwachung und sah daher kein großes Risiko.
      :glaskugel:

      Wie sollen denn Angebote ohne identische Grundlage verglichen werden? Und wenn schon Architekt und Bauleitung, dann waren LP 5 - 7 mal wieder zu teuer - oder wie?

      Sorry Leute, aber sowas kommt von sowas!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Das ganze hat eine etwas längere Vorgeschichte.
      Kurzfassung: Generalunternehmer insolvent -> Architekten mit LP5-9 beauftragt -> bereits vor Ort tätige Rohbaufirma beauftragt, da sie bei 5 anderen Häusern bereits den Keller fertig hatte.
      ---------- 13. September 2016, 12:23 ----------
      @[Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Dem Bauunternehmen liegt ein Gutachten bzgl dem Bemessungswasserstand vor, dieser liegt ca 1,50 m über der Bodenplatte.
    • hmmmm.... weiße wanne, mach mir mal eine weiße wanne, nach freiem angebot.
      du bist doch bauingenieur, auch wenn du mit hochbau vermutlich nichts zu tun hast,
      aber da läuten doch alle alarmglocken?
    • tobi_whong schrieb:

      Dem Bauunternehmen liegt ein Gutachten bzgl dem Bemessungswasserstand vor
      ja und? soll der BU planen? wohl eher nicht. also bietet er an, was
      nach seiner vermutung gewollt wird. wird mehr gewollt, ist das
      zusätzlich, vorher oder nachher, zu vereinbaren.

      "übersehen" gibts immer mal wieder, aber hier klemmt doch die
      planungsorganisation (was ich unter den randbedingungen wohl
      nachvollziehen, aber sicher nicht gutfinden kann).
      da lph 5-9 beauftragt ist, frag ich mich, wie man auf die idee kommt,
      einen wesentlichen bestandteil, zumindest leistungsmässig, rausfallen
      zu lassen: "sowas kommt von sowas".

      wie löst du das problem? ich würde mit dem BU reden .. vielleicht
      gibt es einen grund für die höhe des mehrpreises?
    • Doch, ich bin tatsächlich vorwiegend im Hochbau tätig.
      Vereinbart ist die Ausführung nach WU-Rili, BK 1, NKL A. Details wie Fugenbleche, Fugenbänder, etc sind besprochen, geplant und vertraglich fixiert. Eine detailierte Ausschreibung mit von uns diktiertem LV war leider auf Grund der schon genannten Umstände in der kürze der Zeit nicht möglich.

      Tragwerksplanung ist von uns beauftragt und rechnet (leider) kompletten frühen Zwang mit 12er/10 kreuzweise oben und unten in der Bodenplatte.

      Es wurden so weit alle wichtigen Punkte besprochen. Beim Thema ÜK bin ich etwas nachlässig geworden, da mir eben die tatsächlichen Kosten für Fremdüberwachung bekannt sind.

      Das Gespräch mit dem BL des Rohbauers steht an.