Attraktivität des Handwerkes - Ausbildung im Handwerk

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      Moin Moin,

      angeregt durch den Artikel: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] würde mich Eure Meinung dazu mal interessieren.

      Wie sieht es hier unter den Akademikern aus? Würdet Ihr Eure Kinder ins Handwerk schicken?

      Wie sieht es bei den Handwerkern hier aus? Soll es dem Kind mal "besser" gehen?

      Was macht Ihr Unternehmer in Punkto Ausbildung um gute Lehrlinge zu bekommen?
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Hintergrund w+m beide Apretur
      Meine allerbeste Nichtehefrau der Welt - Ausbildung, arbeitet mit den Händen
      Ich - Handwerkslehre, dann Studidum.

      Kind 1 ist im Abi, will danach eine Ausbildung im medizinischen Bereich; Medizinstudium ist eine mögliche Zukunftsoption
      Kind 2 hat den Hauptschulabschluß, macht derzeit eine schulische Ausbildung im pflegerischen Bereich, derzeitige Perpektive -> Pflegeberuf
      Kind 3 - hat noch keine Ahnung ;)

      Alle Kinder haben von uns gesagt bekommen, sie sollten die Schule so weit machen, wie sie wollen, so lange sie eine Perspektive haben.
      Abbrechen zum gammeln war die einzige Nicht-Option.

      Kind 2 hatte als Alternative Strippenbändiger in Betracht gezogen. Auch 2 Praktika in der Richtung gemacht. Warum nu Pflege? Is halt so.
      Wenn ich aber sehe, was in der Berufsschule von Kind 2 los ist (2 von 5 Tagen komplett unterrichtsfrei, viel Beschäftigungstherapie), dann verstehe ich viele Abiturienten.
      Da sitzen die Berufsschullehrkräfte und schwenken verbal die Fahne der Lustlosigkeit und der Kapitulation (Hausaufgaben geben wir nicht, machen viele Kinder eh nicht) :wall: :wall:

      Im Gegenzug berichten viele Handwerker, dass die Bewerber, die zu ihnen kommen oder vom Amt geschickt werden, zu blöd sind, aus dem Bus zu gucken oder gelben Schnee zu erzeugen.
      Ein Maler hat mir gesagt, dieses Jahr würde es wohl das erste Mal seit 15 Jahren, das er keinen Lehrling einstellt.
      Nix dabei, was zu gebrauchen sei.
      Und Maler ist ja nu keine Raketenwissenschaft.

      Bei uns hier gehen die Ausbildungsberater dazu über, Abiturienten vom Studium abzuraten, weil sie in der Wirtschaft mit einer Ausbildung mehr Geld verdienen können denn als ewiger Praktifant mit Meister der leeren Becher.

      ich denke, das Problem ist zu vielschichtig, als es auf EINEN Grund zurückführen zu können!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich würde (zum jetzigen Zeitpunkt/Wissensstand) meine Kinder was handfestes lernen lassen. Am liebsten als "Berufsausbildung mit Abitur" ; neudeutsch: Berufsabitur.
      Ist gerade wieder in der Diskussion. Zum Beispiel von Herrn Schwenke als Geschäftsführer des ZDH und der Handwerkskammertagung. Herr Schwenke hatte dazu kürzlich einen Artikel in der Zeitschrift DDH 16/2016 auf Seite 42 verfassen lassen und auch in der Allgemeinen Zeitung am o2. o7. 2016
      Zeitungsartikel: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Östlich der Elbe ist das ein alter Hut, aber - wie ich finde - eine gute Ausbildung und sei es nur die Vorbereitung für ein Studium. Es schadet keinem Ingenieur und erst recht keinem Master, mal Werkzeuge in die Hand zu nehmen und selber zu schaffen.

      Für die Ausbildungsbetriebe sicher ein zweischneidiges Schwert, da einerseits "Abiturenten" in der Ausbildung sind, die aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund der Kombi-Ausbildung nach der Prüfung den Betrieb wieder verlassen.

      Viel anders - glaube ich - läuft es aber bei den Studenten der Berufsakademien auch nicht.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Alle Kinder haben von uns gesagt bekommen, sie sollten die Schule so weit machen, wie sie wollen, so lange sie eine Perspektive haben.
      Abbrechen zum gammeln war die einzige Nicht-Option.

      Genau so habe ich es auch gemacht. Meine Ansage war, "ich unterstütze jeden Weg, so lange es vorwärts geht".
      Hat sehr gut funktioniert. Die Kleine hat den direkten Weg gewählt, der Große den Weg über eine Ausbildung, und danach dann weiter gemacht. Ganz wichtig ist, beide sind zufrieden mit ihrer Wahl.

      Den Sinn eines "Berufsabiturs" im Bereich der Lehrlingsausbildung kann ich noch nicht erkennen. Entweder man nutzt die 3 Jahre um sich so viel Allgemeinbildung anzueignen um reif für eine Abiturprüfung zu sein, oder man nutzt die Zeit um sich Fachwissen anzueignen für eine erfolgreiche Gesellenprüfung. Beides gleichzeitig funktioniert einfach nicht, denn man kann nicht 24/7 in der Schule sitzen und gleichzeitig auch noch in einem Ausbildungsbetrieb. Wer das versucht wird am Ende weder eine adäquate Allgemeinbildung vorweisen können, noch sinnvolles Fachwissen, das ihn zur Ausübung seines Berufs befähigen würde.

      Wir sollten nicht vergessen, um sich Wissen anzueignen braucht man auch Zeit. Ein Abschluss oder Titel auf dem Papier ist nichts wert, wenn die Anforderungen dafür so weit runter geschraubt wurden, dass man diesen mit einem Wochenendseminar erreichen kann.

      Das Problem das ich sehe, dass man den Jugendlichen gar nicht erst aufzeigt, welche Optionen sie in Zukunft noch haben. Ausbildung ist keine Sackgasse sondern nur 1 Schritt von vielen die man gehen kann. Warum nutzen so wenige die Möglichkeit, noch 2 Jahre anzuhängen um dann ihr Abitur zu machen? Es gibt dafür genügend Angebote, und in Deutschland sind diese zudem noch (fast) kostenlos.

      Was aber nicht funktioniert, dass man alles geschenkt bekommt, und manchmal habe ich den Eindruck, dass der Zug genau in diese Richtung fahren soll. Was sind dann aber die Folgen? Wir bekommen Handwerker die kaum lesen und schreiben können, und Abiturienten die bestenfalls noch im Zahlenraum bis 100 rechnen können. Aber Hauptsache irgendeinen Zettel in der Tasche.

      Deswegen mein Rat, nicht alles auf einmal wollen, sondern schön einen Schritt nach dem anderen.

      Wenn das Handwerk ein Attraktivitätsproblem haben sollte, dann wird dieses nicht dadurch gelöst, dass man den Jugendlichen irgendeinen Unsinn verspricht. Es wäre besser ihnen sinnvolle Optionen aufzuzeigen.

      Ähnliches Thema, Hochschulzugang für Handwerksmeister. Theoretisch war das schon immer möglich, wurde aber praktisch nie genutzt, und das aus gutem Grund. Jetzt möchte man noch einen drauf setzen, und bereits mit dem Gesellenbrief einen Hochschulzugang ermöglichen. Was wird passieren? Na, das was heute schon passiert, die Hochschulen werden zukünftig für jeden Bewerber einen Eignungstest durchführen, und so dann aussieben, oder man schickt die Leute die ersten paar Semester in Vorlesungen, bis sie dann alleine frustriert aufgeben. Meine Meinung, so kann man die Jugendlichen und ihr Potenzial auch verheizen.
    • Ich habe 3 Jahre lang einen Azubi gesucht, Ansprüche an Schulabschluß habe ich dabei nie gestellt, einzige Voraussetzung: ein Praktikum von min. 2 Wochen bei mir im Betrieb. Ergebnis war, zahlreiche Bewerbungen kurz vor Beginn des jeweiligen Ausbildungsjahres ( wortwörtlich: ich habe sonst nix gefunden ), oft kam es auch vor, dass Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden sind, und einfach nicht erschienen sind, Absage wofür??? :cursing: Meistens war jedoch die Aussage: In den Ferien ein Praktikum ne,ne. Während der Schulzeit können wir mal drüber reden, aber auch keine 2 Wochen. Da weiß man meistens schon, wie einer tickt.
      Einmal kam eine Mutter alleine zu mir ins Büro und wollte nach einer Ausbildungsstelle für Ihren Sohn fragen :eek: Ich habe sie gefragt, ob sie eine Ausbildungsstelle bei mir möchte oder ihr Sohn ??? Sie hat nur einen hochroten Kopf bekommen und wortlos mein Büro wieder verlassen.
      Schülerpraktikanten hatte ich den letzten vor ca. 8 Jahren, danach nicht mal mehr eine Anfrage. Heutzutage ist eine Übernahme nach der Ausbildung, wenn man sich nicht ganz so doof anstellt, eigentlich immer gewährleistet. Es gibt kein besseres Kapital für einen Betrieb, wie gut ausgebildete Mitarbeiter. Ich habe einen Facharbeiter, der ist vor 10 Jahren zu mir gewechselt, Ausbildung abgeschlossen und dann entlassen worden, während seiner Lehrzeit wurde er mehr oder weniger als Hilfsarbeiter eingesetzt. Ich habe ca. 1 Jahr gebraucht, bis er den Stand hatte, den ich von einem Gesellen erwarte, aber seitdem toller Mitarbeiter, fachlich top, sachlich, ruhig, guter Umgang auch mit anstrengenden Kunden. Er hat mich zwar ein Jahr lang mehr oder weniger Geld gekostet, aber das ist meistens eine sinnvolle Investition.
    • Hallo,

      bei uns mit drei Kiddies im Kindergarten- und Grundschulalter ist es ja noch etwas hin bis zur Ausbildung. Wir als Eltern, beide Akademiker, gehen aber schon irgendwie davon aus, dass Abi an sich selbstverständlich ist und der Nachwuchs auch studieren geht.

      Ich habe die Tage im Radio einen Werbespot fürs Handwerk gehört mit der Aussage "Früh Geld verdienen, gleich in die eigene Wohnung". Mir kam dann ehrlich gesagt der Gedanke in den Kopf, dass der angestellte Geselle aber auch eher selten größere Sprünge machen wird, wenn er seinen Status so beibehält ohne auf Meistertitel oder ähnliches hinzuarbeiten. Von daher wünsche ich mir nicht, dass eines unserer Kinder kommt mit dem Wunsch Friseurin zu werden oder 40 Jahre lang Trockenbauplatten auf Baustellen rumzuschleppen. Ein Beruf kann ja viel Spass machen, aber irgendwann stellt sich die Frage, wie man sein Haus abbezahlt oder die Familie ernährt.

      Wenn ich mir die Gehaltstabellen bei uns in der Firma anschaue, dann hat man ohne Studium quasi keine Chance ein gewisses Level zu überschreiten. Da steigt der Diplom-Informatiker im Bereich ein, wo ein ausgebildeter Sachbearbeiter schon eher seine obere Grenze hat.

      Auch unsere Eltern haben schon studiert, es gibt keine Handwerker in der direkten Verwandtschaft, von daher sind wir hier etwas vorbelastet, was die Zukunftspläne unserer Kinder angeht. Handwerker werden gebraucht, aber für die eigenen Kinder wünsche ich mir das eher nicht. Das ist wie mit dem Ökostrom und den Windrädern, die keiner in seinem Garten haben will.

      Gruß
      Hannes
    • R.B. schrieb:

      Den Sinn eines "Berufsabiturs" im Bereich der Lehrlingsausbildung kann ich noch nicht erkennen. Entweder man nutzt die 3 Jahre um sich so viel Allgemeinbildung anzueignen um reif für eine Abiturprüfung zu sein, oder man nutzt die Zeit um sich Fachwissen anzueignen für eine erfolgreiche Gesellenprüfung. Beides gleichzeitig funktioniert einfach nicht, denn man kann nicht 24/7 in der Schule sitzen und gleichzeitig auch noch in einem Ausbildungsbetrieb. Wer das versucht wird am Ende weder eine adäquate Allgemeinbildung vorweisen können, noch sinnvolles Fachwissen, das ihn zur Ausübung seines Berufs befähigen würde.

      Dieses Argument höre ich immer wieder, das sei nichts Halbes und nichts Ganzes.
      Aber nehmen wir doch mal diesen Teilaspekt auseinander:


      Bis auf wenige Ausnahmen gilt G8, also 12 Jahrgangsstufen bis zum Abitur
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      BmA wäre dann bis zur 13. Jahrgangsstufe. Ist schon mal ein ganzes Jahr mehr.

      Schüler haben Winterferien, Osterferien, Sommerferien, Herbstferien usw. usf.
      ca. 75 Ferientage [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      dazu kommen noch die Projektwochen.
      Lehrlinge / Azubis haben +/- 30 Tage Urlaub. Der Rest ist Berufsschule/Ausbildung.

      In der Berufsschule wird auch Mathe, Physik, Chemie, Deutsch unterrichtet je nach Beruf.
      Religion, Kunst, Sport, Musik, Biologie, Latein, 2./3. Fremdsprache usw. können für Berufsschüler deutlich gekürzt oder gar nicht unterrichtet werden. Auswahl abhängig vom Beruf. Wer z.B. Industriemechaniker lernt, will ja später nicht unbedingt Biologie/Pharmakologie/Meereskunde, Medizin oder Ähnliches studieren. Ich kenne aber 2 Lehrlinge persönlich, die haben Industriemechaniker gelernt und danach erfolgreich ein Jura-Studium abgeschlossen. Kein Witz!
      Hier gibt es also Schnittmengen im Stundenplan.

      Desweiteren kann man davon ausgehen, dass die Abi-Lehrlinge den Berufsstoff schneller 'drauf haben, als die vom Amt 'geschickten' Azubis. Siehe auch Ralfs Aussage, die auch meine Erfahrung bestätigt. Das gleiche gilt auch für den praktischen Teil der Ausbildung. Auch hier ist es i.d.R. so, dass die Abi-Lehrlinge in der praktischen Umsetzung und beim Mitdenken anders aussehen als die Lehrlinge aus den Nicht-Abitur-Klassen.

      Bei uns war es oft so, dass nach dem Ende einiger praktischer Ausbildungsabschnitte oft die Frage im Raum stand, was man denn mit der übrigen Woche noch machen sollte. So konnten wir Lehrlinge uns zusätzlich ausprobieren in: Malern, Tapezieren und ähnlichen nützlichen Dingen.

      Die versnobten Abiturienten, die mit "Anzug & Aktenkoffer" zur Schule kommen, und die sich die Finger nicht schmutzig machen wollen, die wird man in den BmA-Klassen sowieso nicht finden. Ebensowenig wird man die Abiturienten finden, die später entweder ins Management wollen oder eine Beamtenlaufbahn einschlagen wollen.

      Wenn man diese Tatsachen berücksichtigt und einen auf den Ausbildungsweg, auf das Niveau der Auszubildenden und auf das Ziel der Ausbildung abgestimmten Lehr- und Ausbildungsplan erstellt, ist es durchaus möglich eine komplette Berufsausbildung und eine komprimierte Abiturausbildung daraus zusammenzustellen.
      Gruß
      Holger
      --
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      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Das Berufsabitur ist für mich nicht mehr als eine weitere Maßnahme der Durchlässigkeit des Bildungssystems. Mir erschließt sich nicht was das Handwerk damit anfangen soll? Man kann auch tacheles reden = Wir brauchen Abiturienten, weil alles darunter nur noch Kernschrott ist. Und ehrlich gesagt als Dachdecker interessiert es mich nicht ob der Probant Kant zitieren kann, abstrakte mathematische Berechnungen anstellen kann oder ähnliches.

      Da geht es dann eher um Dinge wie Leistungsfähigkeit und Engagement. Beides kommt nicht häufig vor, egal welcher Schulabschluss. Bildung ist doch schon lange nur noch stupides und stumpfes auswändig lernen, Prüfung schreiben und wieder vergessen. Ich sitze ja gerade in Teil 4 der Meisterausbildung und die Geisteshaltung ist erschreckend.... Von 18 Leuten sind 13 durch den Teil 3 geflogen. (Betriebsführung) Sorry aber das geht gar nicht - auch da wird nur Kernschrott generiert. Man fragt sich wo für man den Meister haben will, wenn das Engagement fehlt das Wissen auch wissen zu wollen. Aber kommen wir wieder zum Thema:

      Wir entscheiden uns seit nun mehr 2 Jahren gegen Azubis. A. hat keiner mehr die Lust und Zeit und B. kostet es halt auch ein haufen Kohle für den Betrieb mit fragwürdigem Ergebnis. Grundsätzlich sollte natürlich das Anliegen sein Fachleute auszubilden aber praktisch sieht es meißt doch eher anders aus. Wäre ich jemand, der kein Bock hat auf verschiedene Arten lernen zu wollen, könnte ich heute wohl auch nur den Besen schwingen. Da fängt es meiner Meinung nach schon an und das spiegelt sich dann auch auf den Lehrling wieder - der dann abbricht.

      An die Hand nehmen, heranführen? Eher befremdlich im Handwerk. Das wirkliche Problem des Handwerkers ist eher, dass draußen die falschen Charaktere aufwachsen. Die persönliche Vorstellung passt nicht zum Bild was an draußen bekommt. Ob man hier umdenken kann, seitens der Betriebe? Braucht jemanden mit Nerven und Geld.

      Aber seien wir doch mal ehrlich: Jeder ist schon an einer Baustelle vorbei gegangen, jeder hat schon mal ein Dixie gesehen, jeder hat schon mal den brennenden Sonnenschein im Nacken gehabt. Prinzipiell gibt es im Handwerk wenig offensichtliches was positives ist. Viel mehr überwiegt der negative Faktor. Würde man die Durchlässigkeit generell beschränken, dann würde das Handwerk auch wieder als Alternative gelten. Denn wenn ich die Wahl habe, wähle ich doch meist das angenehmere. Das ich als Handwerker fast nie dauerhaft Arbeitslos bin oder mich um "Bewerbungen" kümmern muss wissen doch die wenigsten. Aber auch hier wird eben nicht vermittelt wie man sich ein Netzwerk aufbaut und das dann nutzt.

      Für mich geht der Herr Schwenke den falschen Weg. Man muss nicht eine Stufe höher in der Bildung gehen.
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      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Ach, diese Durchlässigkeit und das Abi überhaupt sind doch nur darauf getrimmt im PISA Ranking wieder besser da u stehen. Das Abi von Heute hat doch keinen Wert mehr, wo Schüler quasi nur noch durchgewunken werden.

      Naja, ich habe damals (tm) auch eine Lehre gemacht, aber das war auch so eine Trotzreaktion in der Art, was Jungs können, das kann ich erst recht. Ich fand das Handwerk recht interessant aber körperlich hätte ich es nicht sehr lange machen können. Bezahlung war damals mies und die körperlichen Anforderungen dafür um so größer, niedrigste Lehrlingsvergütung (kurz vor der Schneiderin) und längste Ausbildung unter den Ausbildungsberufen. Dann bin ich in die Schweiz und habe dort gearbeitet und war die Königin, weil damals dort der Facharbeitermangel so groß war, dass man jede Menge Hilfsarbeiter verwendet hat. Der/die GesellIn war dann eher so was wie Vorarbeiter und das Groß der Arbeit wurde von den Hilfsarbeitern gemacht und die Facharbeiter haben deren Tätigkeit überwacht und machten nur die speziellen Tätigkeiten die Fachwissen erforderten. Kann gut passieren, dass das so auch in Deutschland wird. Das funktioniert auf dem Bau eigentlich ganz gut, aber was wird aus den Bäckern und andere Handwerker? Mir hat die Lehre und das Arbeiten für das spätere Studium jedenfalls ganz gut getan.

      Aber das sind Phasen die kommen und gehen. Die Schwemme von Angebotssuchenden z.B. auf den Dienstleistungssektor ist so groß, dass nur noch Minimallöhne bezahlt werden. Irgend wann wird auch der Druck auf akademische Berufe so groß, dass die Löhne sinken, weil jeder studiert und was sauberes machen will und dann wird das Handwerk wieder attraktiv.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Es gibt bereits heute Akademiker, die froh wären, wenn sie auch nur annähernd das Gehaltsniveau von Handwerkern erreichen würden.
      Auch im Handwerk gibt es Berufe mit sehr guter Bezahlung, und Berufe mit eher schlechter Bezahlung.

      Dann darf man nicht vergessen, dass so mancher Akademiker sehr lange braucht, bis er weit genug nach oben gefallen ist.

      Es ist nicht alles Gold was glänzt.

      Was man sagen kann, dass Akademiker üblicherweise körperlich nicht so schwer arbeiten müssen, aber ein Mensch kann sich mit seinem Beruf auch psychisch ruinieren.
    • es hat noch keinem geschadet, vor einem studium
      was "gescheites" gelernt zu haben..... :D

      nach der handwerkslehre, war mir aber schnell
      klar, dass das nicht der job ist, den ich mein leben
      lang machen möchte.
    • Viele verwechseln leider Bildung mit Wissen.

      Ich kann mich noch gut daran erinnern wie es war als ich Zivi gemacht hatte. Ich hatte davor schon 4,5 Jahre Ausbildung und Arbeit hinter mir. Mein "Mitzivi" kam frisch aus dem abi... War schon witzig was er so für Vorstellungen hatte.

      Bei Bewerbern ist es bei uns so, das zwischenmenschliche Faktoren gegenüber Erfahrung & Co im Verhältnis stark gewichten. Wissen kann ich vermitteln.

      Einstellung und Verhalten müssen halt passen.

      Und bzgl. Dem initialthema... Ist doch logisch. seit Jahren wird doch gepredigt, "Du musst das Bildungsmaximum erreichen sonst hast du schlechtere Chancen"

      Und genauso wird sich auch verhalten. Drill die besten Noten zu erreichen. Streit wenn das Kind angeblich nicht für das Gymnasium geeignet ist (die verbauen ihm die Zukunft) usw....

      Irgendwann ist alles so weichgespühlt (Abi und Studium), damit es jeder schaft, das die Abschlüsse nix mehr wert sind.
    • Wenn man Altägyptologie und ostpolynesische Sprache studiert hat und dann Taxi fährt steht man natürlich schlechter da als der Handwerksmeister mit seinem 20-Mann Betrieb, der nebenbei noch mit seiner Mannschaft heruntergekommene Häuser billig saniert und vermietet.

      Ich kenne vom beruflichen Umfeld Informatiker, Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftsingenieure,... teils promoviert und über meine bessere Hälfte Gymnasiallehrer ;) Da sieht es vom Gehalt ganz ok aus. Sofern die normalen, angestellten Handwerker bei uns auf der Baustelle einigermaßen die Wahrheit über ihren Lohn gesagt haben, dann kann sich der Elektriker oder Sanilöter strecken so viel er will mit Schichtdienst, Sonntagszulagen usw., aber das Akademikergehalt liegt ein gutes Stück entfernt. Das geht vielleicht bei einem größeren Industriebetrieb oder Autobauer, aber im kleinen Meister+zwei Gesellen+Azubi-Betrieb wird das schwer.

      Von daher würde ich mir von den Kindern lieber ein erfolgreiches (technisches) Studium erhoffen als mit mittlerer Reife in eine Lehre zu gehen, in der sie je nach Betrieb drei Jahre lernen wie man täglich die Kabeltrommeln ausrollt, die Hilti-Koffer ein und auspackt oder die Putzsäcke aus dem Transporter hievt.

      Von daher ist die Frage, ob das dann alles so "gescheit" ist, was man in einer Lehre vor dem Studium gelernt hat ;)
    • nicht nur Archäologie, ich kenne auch Informatiker im Staatsdienst, die nur ganz langsam die Leiter hoch fallen. Auch Mediziner brauchen lange, bis sie mal in eine interessante Gehaltsregion kommen, von den Juristen, die sich lange mit Praktikantenstellen über Wasser halten müssen, mal ganz zu schweigen.

      Die Gehälter bei Akademikern schwanken deutlich stärker als im Handwerk, je nach Region und Arbeitgeber, geht's schnell um 50% oder gar 100% mehr.
    • Der Threadersteller hat ja die Frage gestellt "Wie sieht es hier unter den Akademikern aus? Würdet Ihr Eure Kinder ins Handwerk schicken?"

      Und diese Frage würde ich persönlich mit nein beantworten; mit dem begrenzten Einfluss, den man auf die Entscheidungen des Nachwuchses hat, erhoffe ich mir ehrlich gesagt ein Studium.


      Wenn man als Eltern die Wahl hat, ob die Kinder als Entwicklungsingenieur bei Audi arbeiten und als Kieferchirurg in eigener Praxis oder ob sie Friseuse und Estrichleger werden, dann würde subjektiv darauf tippen, dass die meisten Eltern sich ersteres aussuchen.
    • Wer etwas mehr zum Thema "wir werden immer dümmer" lesen will kann ja mal hier schmökern...

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      Sehe das genauso wie du hannes_loehr. Aber das blöde ist halt - es will halt inzw. (verständlicherweise) jeder studieren - auch wenn er dazu eigentlich nicht in der Lage ist. Da alles ausser Studium gefühlt aber gar nicht erstrebenswert ist, und die armen armen Menschen dann ja "nichts" hätten - wird halt alles gefühlt immer leichter.... und damit immer wertloser... Und eine Gesellschaft nur mit studierten? Das klappt halt auch nicht.... aber machen will die anderen Jobs keiner.... Weil es halt keine Kohle bringt.... Bezahlt wird halt "bildungsniveau" nicht "Anstrengung bei der Arbeit".
      ---------- 9. September 2016, 20:05 ----------
      Ich sitz den ganzen Tag schön im klimatisierten Büro und verdiene
      mein gutes Geld während der andere seinen Körper schindet und das für n
      Appel und n Ei.... kann das gut gehen?

      Aber keine Bange
      - dank "Fachkräftemangel" (= Fachkräfte gibt es, nur die Industrie hat
      keine Lust die geforderten Löhne zu zahlen -> also mehr Angebot an
      Fachkräften fordern = billigere Kräfte) werden die Löhne schon nach und
      nach sinken.... und wenn es dann keine Handwerker mehr gibt, werden die
      Leute auch mehr Geld bekommen - damit man halt wen bekommt der die Mauer
      mauert... bezahlen dürfen es dann halt die Kunden die natürlich gerne
      mehr Geld ausgeben damit alle genug verdienen....
    • hannes_loehr schrieb:

      Der Threadersteller hat ja die Frage gestellt "Wie sieht es hier unter den Akademikern aus? Würdet Ihr Eure Kinder ins Handwerk schicken?"
      die wunschvorstellung, einer meiner töchter ist,
      modedesign zu studieren.

      die wunschvorstellung von mir wäre, dass sie vorher
      eine schneiderlehre macht, um das handwerk zu verstehen.
    • Baumal schrieb:

      hannes_loehr schrieb:

      Der Threadersteller hat ja die Frage gestellt "Wie sieht es hier unter den Akademikern aus? Würdet Ihr Eure Kinder ins Handwerk schicken?"
      die wunschvorstellung von mir wäre, dass sie vorhereine schneiderlehre macht, um das handwerk zu verstehen.

      Das passt ja auch gut zusammen. Und ein Architekt, der vorher einen baulich geprägten Handwerksberuf erlernt, hat eine besseres Verständnis, wie es auf der Baustelle abläuft und man mit den Firmen kommuniziert.

      Ich habe ja nur den subjektiven Blick anhand meiner Studienrichtung. Wenn bei meinen Kindern das Interesse an IT da ist und es vom Grips her passt, dann würde ich ihnen auf keinen Fall eine Ausbildung zum Fachinformatiker anraten, damit man erstmal etwas Gescheites gelernt hat, um dann zu studieren. Das wäre Zeitverschwendung. Das was dort in der Ausbildung vermittelt wird, habe ich neben dem eigentlichen Studium als wissenschaftliche Hilfskraft nebenbei gelernt.
    • Olli schrieb:

      Baumal schrieb:

      die wunschvorstellung von mir wäre, dass sie vorher
      eine schneiderlehre macht, um das handwerk zu verstehen.
      Siehst du dich da nicht der Aussage gegenüber "das bringt mir doch kein Geld", "das ist doch verlorene Zeit", "ich will doch eh studieren"?
      dafür ist sie noch zu jung. ;)

      aber was ich ihr damit sagen möchte, versteht sie.
    • hannes_loehr schrieb:

      Das was dort in der Ausbildung vermittelt wird, habe ich neben dem eigentlichen Studium als wissenschaftliche Hilfskraft nebenbei gelernt.

      Und für viele Jobs in der IT ist aber auch genau das ausreichend - auch wenn du es so abfällig darstellst. Für die meisten Jobs in der IT sind meiner Meinung nach Studierte schlicht weg überqualifiziert. Zum Glück haben das auch schon viele Firmen erkannt und fordern nicht mehr stur ein Studium sondern ergänzen "oder vergleichbare Ausbildung oder Werdegang" - Ein Ba oder Ma oder Dipl macht einen Entwickler bei einem "normalen" Unternehmen in der Industrie auch nur unwesentlich besser als ein Fachinformatiker. Und "Pfeiffen" gibt es mit jeglichem "Schein".

      Punkt ist nur - verübeln kann man es den Eltern und den jungen Leuten nicht. Da - siehe oben - Bildungsniveau bezahlt wird. Und im Zweifel - so die Annahme - nimmt der Arbeitgeber bei gleicher Eignung halt doch den der die höhere Bildung vorzuweisen hat.... Also - alle maximal bilden und erst mit 30+ ins Arbeitsleben einsteigen - auch wenn ich dann nur irgendein Programmierknecht bin ;)
    • Und solange die Eltern Studium, Lebensunterhalt und das schicke Cabrio zum 18. bezahlen, hat man auch nichts gegen solche Ratschläge ;)
      ---------- 9. September 2016, 20:57 ----------

      Olli schrieb:

      hannes_loehr schrieb:

      Das was dort in der Ausbildung vermittelt wird, habe ich neben dem eigentlichen Studium als wissenschaftliche Hilfskraft nebenbei gelernt.
      Und für viele Jobs in der IT ist aber auch genau das ausreichend - auch wenn du es so abfällig darstellst.

      Sorry, wenn es abfällig klingt. Aber das ist meine persönliche Erfahrung; man sitzt im Unistudium in der auf englisch gehaltenen Datenstrukturen und Algorithmen-Vorlesung und von einer auf die andere Woche bekommt man die Aufgabe, eine Sortierfunktion für Rot-Schwarz-Bäume in C und Lisp zu programmieren und an der Tafel zu erklären. Das wie muss man sich selbst erarbeiten und genau darauf kommt es an. Dagegen wird an unserer FH ein ganzes Semester lang erklärt, welche Schleifen es in Java gibt mit dem Großprojekt, am Semesterende einen Graphenzeichner zu implementieren.

      Das ist ein anderes Anforderungsniveau. Die meisten, die es an der "richtigen" Uni nicht schaffen, starten dann eine zweiten Versuch an der FH, weil da ja alles viel praxisorientierter und berufsnäher ist.

      Und genauso läuft es, wenn ich es mit neuen Bewerbern zu tun habe. Da hat man einmal Java gelernt und das ist, was man kann. Wenn dann von heute auf Morgen ein Problem in Python, Ruby, C#-Sharp zu lösen ist, dann erwarte ich, dass man die Basis-Syntax in kurzer Zeit erlernt hat und nicht abwinkt, weil man das in der Ausbildung nicht durchgenommen hat.

      Das mag für viele Stellen ausreichend sein, bei uns im Team genügt das nicht. Ich habe ein sehr breites Arbeitsspektrum bei uns, da muss man von der Basis-Serveradministration, Anforderungserhebung, wirkliches Programmieren und den fachlichen Hintergründen breit aufgestellt sein und selbständig Probleme erkennen und Lösungen erarbeiten können, auch wenn die Fachabteilung gar nicht so genau weiß, was sie eigentlich will. Und das lernt man meiner Erfahrung eher im Studium plus Hiwijob, einen reinrassigen Programmierknecht brauchen wir nicht.
    • Ich glaube, ich würde jungen Menschen heutzutage auf jeden Fall nicht davon abraten,
      etwas Bodenständiges (womit man notfalls überall auf der Welt durchkommt) zu erlernen.


      Das kann von A-Z, Arzt bis Zimmermann alles sein, je nach Gusto, wichtig ist nur, dass es einem einigermassen liegt.
      Ein Beruf soll auch Spass machen bzw. zumindest einem liegen, ansonsten ist es später eine Quälerei.
      Vom Geld rede ich jetzt mal garnicht unbedingt, wenngleich auch ein Faktor.


      Eine Klasse über mir (DDR-Kind, 10 Klassen POS) war damals mit der 6. oder 8. (? weiss nimmer genau) ein Schüler abgegangen,
      der war durchaus nicht als dumm zu bezeichnen, aber damals hat sich die halbe Schule drüber ausgelassen.
      Ich sags mal so, das war ein Bauernkind, auf dem Hof gibts immer Arbeit, Lernen (im Sinne von auswendig lernen) war nicht seine Stärke,
      also haben ihn seine Eltern entscheiden lassen.
      Er hat sich damals gegen Schule entschieden, allerdings wie ich finde sehr frühzeitig auf Wissen & Erfahrung gesetzt.
      So kanns auch laufen ..., aber gut Bauern und Landwirtschaft sind ein eher sehr spezielles Thema, was als Beispiel hier wenig taugt.


      Denke mal, egal welchen Weg man beschreitet, also Abi/Studium oder früh ins Handwerk einsteigen.
      Handwerker sollten mit spätestens 25 Jahren wissen, was sie wollen, weil von 25-45 Jahren hat man 20 Jahre Kraft etwas aufzubauen,
      danach gehts abwärts und man ist mit 'Erhaltung' des Aufgebauten genug beschäftigt.

      Hat mein Opa immer gesagt, ich finde da ist was Wahres dran.

      Beim Studieren verschiebt sich die ganze Kurve nach hinten und ist imho maßgeblich von der Studienwahl abhängig.

      Letztendlich glaube ich, sowohl in der Landwirtschaft als auch im Handwerk sind nur die erfolglgreich, die mit Leidenschaft & Wissensdurst an die Sache rangehen,
      also der eigene Antrieb muss da sein, sonst hat die beste bildung keinen Wert.
      ---
      It's not the hammer, it is the way you hit.
    • Wir driften etwas ab... eine Fachabteilung an die Hand zu nehmen und mit ihr zusammen zum Ziel zu kommen fachlich den Prozess zu beschreiben der entwickelt werden soll, lernst du aber auch nicht in einem Informatikstudium. Und wenn du in deinem Studium tatsächlich programmiert hast... nicht schlecht - war aber nicht theoretische Informatik, oder?

      Was ich sagen wollte - die meisten benötigen nur einen verschwindend geringen Teil des Wissens welches sie im Rahmen der IT-Ausbildung (Studium oder Fachinfo.) erlangt haben. Oder musstest du in deiner täglichen Arbeit schonmal drüber grübeln ob etwas entscheidbar oder nur semi entscheidbar ist? Unwichtig in 90% der Fällen aus genau den Gründen die du anführst. Der Algorithmen-Crack der die letzten 2 MB aus dem Speicher mit seinem tollen Assembler-Code rausholt braucht heute fast niemand mehr. Heute werden leute gebraucht die es verstehen Businessprozesse zu begreifen und die so umsetzen das eine tragfähige und vor allem wartbare Lösung in einer bezahlbaren Zeit raus kommt. Und das sind Fertigkeiten die m.M.n. kaum in einem Studium vermittelt werden.... Da geht es immer mehr nur noch um Wissen Wissen Wissen. Aber Wissen ist ab einem bestimmten Grad sinnlos. Wissen kann ich mir jederzeit selber aneignen. Ein Verständnis jedoch nur sehr schwer... und das ist aber genau das wo der Zug hinfährt - es geht immer mehr nur noch im Wissen (was man leichter abprüfen kann) - aber immer weniger um Verständnis.
    • ich habe architektur studiert, weil ich darauf bock hatte.
      über die verdienstmöglichkeiten, habe ich aber so
      etwas, von nix nachgedacht.

      das macht vermutlich auch jeder arzt, jeder rechtsanwalt.... usw.

      als fertig studierterter, bekommst du weniger gehalt, als die
      handwerker auf der baustelle. sollst aber den bauleiter spielen.