Trinkwasserspeicher als Pufferspeicher verwenden?

    • Trinkwasserspeicher als Pufferspeicher verwenden?

      Ein "Hallo" in die Runde,

      nachdem die meisten aus dem früheren Forum nun wohl umgezogen sind, melde ich mich jetzt doch auch mal hier an :yeah:

      Ich hätte gerne Meinungen/Empfehlungen zu meiner Heizung bzw. zu meiner Idee wie ich sie "verbessern" könnten.
      Kurz zu den Rahmenbedingungen:
      ca. 250qm Wohnfläche, davon 100qm Fußbodenheizung (Dachgeschoss), 100qm mit konventionelle Heizkörper (EG) und 50qm mit konventionellen Heizkörpern (Einliegerwohnung (UG). Im Heizraum habe ich einen Mischer für den Heizkreis Dachgeschoss um dort mit niedrigen Temperaturen fahren zu können. Im EG haben wir einen großen Kaminofen (10kw) der im Winter quasi ständig in Betrieb ist. Mir genügt eine Vorlauftemperatur für die Heizkörper von etwa 45-50 Grad im Winter fürs EG, da ich den Rest an Wärme mit dem Kaminofen bereitstelle. Leider hatte ich bei der Kaminofeninstallation versäumt einen mit Wassertasche zu nehmen, aber das ist nun eben so.
      Im UG in der Einliegerwohnung würde ich gerne noch einen kleinen Schwedenofen aufstellen. Da unten wird nicht so viel geheizt, weil man sich eher selten aufhält, der Schwedenofen wäre vermutlich einmal die Woche in Betrieb.

      Kommen wir noch kurz zur Heizung: Verbaut ist ein Ölbrennwertgerät von Viessmann, ca. 10 Jahre alt mit einem Trinkwasserspeicher mit 500 Litern. Wir wohnen in dem Haus zu viert und davon sind zwei Kinder.

      Meine Meinung bzw. Idee: Der Trinkwasserspeicher ist für uns deutlich zu groß daher war die Idee in die Einliegerwohnung einen Schwedenofen mit Wassertasche zu stellen und den Trinkwasserspeicher als Pufferspeicher umzubauen. Mit 500 Liter Puffer ist das natürlich kein Riese aber immerhin. Gleichzeitig dann noch eine Frischwasserstation an die Wand dübeln und fertig wäre die Laube.

      Was ist das Ziel: Das Ziel ist gut zu schlafen, d.h. ich habe derzeit kein gutes Gefühl aus einem 500 Liter Speicher mein Trinkwasser zu zapfen, weil bei uns einfach zu wenig "Umschlag" da ist. Irgendwie käme es mir gelegen, den 500 Liter Speicher nicht einfach wegzuwerfen, sondern noch einigermaßen sinnvoll zu nutzen. Der Gedanke ist auch, eventuell in einigen Jahren auf Gas oder unter gewissen Umständen auch auf eine Wärmepumpe umzurüsten. Da ich kein besonderer Freund bin, mich von Gas- oder Stromlieferanten abhängig zu machen, wäre der Gedanke mit dem Schwedenofen (mit Wassertasche) natürlich auch, komplett unabhängig zu sein. Im Fall der Fälle - man weiß ja nie. Was mir durchaus bewußt ist, ist daß bei einem Betrieb des Schwedenofens (mit Wassertasche) von vielleicht einmal in der Woche ich keine wirklichen Einspareffekte erziele und somit sich die Sache finanziell vermutlich nie amortisiert- außer man würden den Schwedenofen wirklich öfters anwerfen.

      Die Hauptfrage ist: Kann ich einen 500 Liter Trinkwasserspeicher problemlos als Pufferspeicher umfunktionieren oder ist der Plan (wie oben beschrieben) ganz schöner Quatsch ?(

      Ich würde mich über Meinungen/Ideen/Einschätzungen freuen.

      Viele Grüße
      Markus
    • Waldhausbewohner schrieb:


      Was ist das Ziel: Das Ziel ist gut zu schlafen, d.h. ich habe derzeit kein gutes Gefühl aus einem 500 Liter Speicher mein Trinkwasser zu zapfen, weil bei uns einfach zu wenig "Umschlag" da ist.

      Hast Du schon einmal den WW Bedarf abgeschätzt? (evtl. auch Nutzungsänderungen in der Zukunft) Was für Zapfstellen sollen betrieben werden?

      Waldhausbewohner schrieb:


      Da ich kein besonderer Freund bin, mich von Gas- oder Stromlieferanten abhängig zu machen, wäre der Gedanke mit dem Schwedenofen (mit Wassertasche) natürlich auch, komplett unabhängig zu sein. Im Fall der Fälle - man weiß ja nie.

      Dir ist hoffentlich klar, dass so ein Konzept mit einer FriWa nur mit el. Strom funktioniert. Ohne Strom geht da gar nichts. Unabhängigkeit ist also relativ.

      Aus technischer Sicht sehe ich erst einmal keinen Grund, warum man so ein Konzept nicht umsetzen könnte. Der WW-Speicher ist letztendlich auch nur ein Eimer in dem Wasser bevorratet wird, auch wenn er aus hygienischer Sicht für TW ausgelegt ist. Der Teufel steckt aber oftmals im Detail.

      Welche Anschlussmöglichkeiten hat der Speicher?
      Anbindung der FriWa an den Speicher könnte also ein Thema sein, schließlich muss man Leistung/Energie übertragen damit die FriWa ordentlich funktioniert.
      Auch das Laden des Speichers muss man sich genauer anschauen, denn schließlich muss der Ofen die Energie auch in den Speicher bringen.

      Grundsätzlich sind das alles "Probleme" die man lösen kann. Ob daraus letztendlich ein funktionierendes Konzept wird, das werden die Randbedingungen (WW Bedarf etc.) zeigen. Unter Umständen ist es dann sinnvoller, wenn man einfach einen kleineren TW Speicher kauft und diesen einbaut, und das Thema Frischwasserstation ad acta legt. Ob man dann den alten Speicher als Pufferspeicher weiter verwendet, das kann man noch entscheiden.