KfW-Förderprogramm

  • Lawrence schrieb:

    Skeptiker schrieb:

    Gibt es hier im Forum Erfahrungen mit dem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], egal ob als Sachverständiger oder als Bauherr? Wenn ja, welche?

    heute mal neugierig und nicht nur skeptisch!
    Kann ich erst nächstes Jahr was zu sagen, wenns der Bau durch ist. Hast du was bestimmtes im Auge?!
    nö!

    Lange Zeit wurde immer wieder bemängelt, dass die Kontrollkosten für KfW-Förderungen höher seien, als der Zinsvorteil. Durch dieses Programms könnte dieser Nachteil deutlich reduziert werden. Mich interessiert, wie es in der Praxis tatsächlich aussieht.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Skeptiker schrieb:

    Gibt es hier im Forum Erfahrungen mit dem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], egal ob als Sachverständiger oder als Bauherr? Wenn ja, welche?

    heute mal neugierig und nicht nur skeptisch!
    ja klar. von der Beantragung bis zur Bewilligung (für Anträge ab 1.04.2016 muss vor Maßnahmenbeginn beantragt werden) dauert's rund vier Wochen (letzte Erfahrung). Wird ja seit April auch für Neubauten bewilligt, was ja auch ganz nett ist. Vorher nur für Bestandsgebäude
    Und es werden nur noch Zuschüsse für einen Effizienzexperten ausbezahlt. Das ist damit natürlich vor allem für Bauherrn mit Architekten interessant, bei denen der Architekt gleichzeitig der Effizienzexperte ist.
  • Alfons Fischer schrieb:

    Skeptiker schrieb:

    Gibt es hier im Forum Erfahrungen mit dem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], egal ob als Sachverständiger oder als Bauherr? Wenn ja, welche?

    heute mal neugierig und nicht nur skeptisch!
    ja klar. von der Beantragung bis zur Bewilligung (für Anträge ab 1.04.2016 muss vor Maßnahmenbeginn beantragt werden) dauert's rund vier Wochen (letzte Erfahrung). Wird ja seit April auch für Neubauten bewilligt, was ja auch ganz nett ist. Vorher nur für BestandsgebäudeUnd es werden nur noch Zuschüsse für einen Effizienzexperten ausbezahlt. Das ist damit natürlich vor allem für Bauherrn mit Architekten interessant, bei denen der Architekt gleichzeitig der Effizienzexperte ist.
    Jetzt lese ich Jahre hier mit und nun das :( Hätte ich das gewußt, wäre meine Wahl auf einen anderen Architekten gefallen.
  • Alfons Fischer schrieb:

    naja, es ist ja eher die Ausnahme als die Regel, dass der Architekt auch gleichzeitig ein eingetragener Eff-Experte ist.

    Sofern förderfähige Leistungen des Architekten über den Effizienzexperten abgerechnet (und geprüft) werden, gibt's auch darauf wieder den Zuschuß.
    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    Heißt ich kann Architekten kosten sparen? Wie weiß ich welche Leistungen dies typischer sind?! Die Liste ist lang....
  • Mit Zusammenfassung der Leistungen bei einem Architekten lassen sich in Eiunzelfall vermutlich im geringen Umfang Architektenkosten sparen. Aber ein kleiner Teil der förderfähigen Maßnahmen sind GRundleistungen nach HOAI, insofern also sowieso gesondert zu vergüten. Eher sehe ich Einsparpotential bei der - eh meist nicht stattfindenden - TGA-Planung oder bei der noch seltener stattfindenden Bauphysik.

    Als Planer würde ich persönlich auf dies externe Beratung und Kontrolle ungern verzichten wollen, auch wenn mir das Honorar dafür dann nicht in die Tasche fällt.
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Aktuelle Erfahrung:
    Bauherr hat das gewusst, wollte mich erst über den Energieberater beauftragen, war ihm aber mit Subunternehmerzuschlag (der muss ja seiner Versicherung das melden, hat Mehraufwand für die Abrechnung, muss mich koordinieren) zu teuer und den Vertrag mit mir gemacht.
    Hinterher hat er rumgejammert, dass er ja den Zuschsuß nicht bekommt.

    In der Liste stehen z.B. auch Schornis mit drin! Die könnten also die Bauleitung machen, nach HOAI abrechnen und wären trotz vermutlicher totaler Ahnungslosigkeit förderfähig, ich aber nicht.

    Ich hab mit der KfW (nicht der Heißleine) telefoniert. Deren Aussage ist klar: Das war eine Vorgabe aus der Politik, wir würden das so nicht machen, müssen es aber.
    Wenn ich mir jetzt so ansehe, wer da vor allem auf dieser Liste steht, kann ich mir an weniger als 5 Fingern abzählen, wer da Lobbyarbeit geleistet hat.

    Für mich - Wieder ein reines Bürokratiemonster ohne echten Effekt.
    Statt endlich zufällige Baustellenproben durch Sachverständige WÄHREND DER AUSFÜHRUNG von der KfW aus einzuführen und deren Kosten in die Finanzierungskosten einzurechnen, so ein Blödsinn.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Skeptiker schrieb:

    - TGA-Planung oder bei der noch seltener stattfindenden Bauphysik.

    Als Planer würde ich persönlich auf dies externe Beratung und Kontrolle ungern verzichten wollen, auch wenn mir das Honorar dafür dann nicht in die Tasche fällt.
    Um Bauphysik werde ich wohl bei Innendämmung kaum herumkommen.....

    Und das ein 3. drüber guckt und uns berät ist mir auch ganz recht.
  • Lawrence schrieb:

    Alfons Fischer schrieb:

    naja, es ist ja eher die Ausnahme als die Regel, dass der Architekt auch gleichzeitig ein eingetragener Eff-Experte ist.

    Sofern förderfähige Leistungen des Architekten über den Effizienzexperten abgerechnet (und geprüft) werden, gibt's auch darauf wieder den Zuschuß.
    [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    Heißt ich kann Architekten kosten sparen? Wie weiß ich welche Leistungen dies typischer sind?! Die Liste ist lang....
    so lang ist die Liste nun auch wieder nicht.
    Bitte unbedingt mit den Beteiligten abstimmen.
  • Ralf Dühlmeyer schrieb:

    In der Liste stehen z.B. auch Schornis mit drin! Die könnten also die Bauleitung machen, nach HOAI abrechnen und wären trotz vermutlicher totaler Ahnungslosigkeit förderfähig, ich aber nicht.
    das sehe ich auch sehr kritisch. Warum sollen die Leistungen nicht durch diejenigen durchgeführt werden, deren originäre Aufgabe es ist?

    Wie gesagt: diese Konstellation, dass der Architekt auch gleichzeitig der Eff-Experte ist, ist nicht so häufig. Der Eff-Experte kann üblicherweise nicht gut (wenn überhaupt) Architektenleistungen machen, der Architekt nicht so gut die Eff-Expertenleistungen.
  • Ich habe eher den Eindruck, dass es darum ging auszuschließen, dass sich ausfürhende Firmen selbst bescheinigen alles fein gemacht zu haben, wie es vor 10 Jahren noch war. Über die ABM für Schornsteinfeger kann man beim Bröckeln von deren Monopol vor lauter Mitleid nichts negatives sagen. Mir scheint, es sollte eigentlich 'mal Planung und Kontrolle in reines Handwerkgewurschtel gebracht werden. Um die Kontrolle der qualifizierten Planer geht es doch eigentlich nicht.

    So selten ist die Kombi Architekt + Listeneintrag übrigens in meiner Umgebung nicht!
    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
  • Es geht ja nicht um die Eff-Beratung und Berechnung, sondern um die örtliche Umsetzung.

    Das die Zeiten der Handwerker-Selbstpersilbescheinigung vorbei sind, ist auch gut!

    Aber wenn ich mir die Liste aus meiner PLZ Umgebung so ansehe, dann <X

    Ein Pfeng-Pfui Architekt, ein Immobilengutachter, ein Kollege, dessen Architekturseite ein Papphäusel im Schnee zeigt, ein Zimmerer mit mäßiger Ausführungsqualität, Schornis, Handwerksmeister (wie soll ein Maurer die Qualität von Dachdeckerarbeiten bewerten)
    Und nur einer, den ich empfehlen würde, von dem ich aber auch weiß, dass er bis unter die Firstpfanne voll ist.

    UNd bei der Lobby meinte ich weder die Schornis noch die HWK. :rolleyes:
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Skeptiker schrieb:

    Ich habe eher den Eindruck, dass es darum ging auszuschließen, dass sich ausfürhende Firmen selbst bescheinigen alles fein gemacht zu haben, wie es vor 10 Jahren noch war.
    Denke auch. Bei uns ist die Konstellation ja fast einmalig, glaube ich. Mein Chef ist Schorni, ich bin Dipl-Ing. (Arch) und bei ihm angestellt (er ist in der Liste) Fortbildungen machen wir beide mit. Daher finde ich die Mischung Handwerker und Ingenieure in einer Liste so schlecht nun auch wieder nicht.

    Anlagentechnik ist zum Beispiel so eine Geschichte, wo die Handwerker oft die Nase vorn haben, da knie ich mich grad rein.(z.B. hydraulische Abgleiche rechnen) Luftdichtigkeit etc. das gabs bei mir an der Uni damals nicht, das muss auch ich mir neu erarbeiten. Wärmedurchgang hab ich im ersten oder zweiten Semester gemacht, ist ungefähr zarte 23 Jährchen her. Glaserdiagramme hat man noch händisch gezeichnet. Aber im Endeffekt fange ich wieder von 0 an.
    Nothing is forever, except death, taxes and bad design
  • Skeptiker schrieb:

    Lawrence schrieb:

    Skeptiker schrieb:

    Gibt es hier im Forum Erfahrungen mit dem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.], egal ob als Sachverständiger oder als Bauherr? Wenn ja, welche?

    heute mal neugierig und nicht nur skeptisch!
    Kann ich erst nächstes Jahr was zu sagen, wenns der Bau durch ist. Hast du was bestimmtes im Auge?!
    nö!
    Lange Zeit wurde immer wieder bemängelt, dass die Kontrollkosten für KfW-Förderungen höher seien, als der Zinsvorteil. Durch dieses Programms könnte dieser Nachteil deutlich reduziert werden. Mich interessiert, wie es in der Praxis tatsächlich aussieht.
    So habe das Angebot längst auf den Tisch, unterm Strich kommen für die Baubegleitung auf mich ca.1500 Euro zu. Dafür habe ich den benefit von 0,75% Zins auf 10 Jahre und runde 15.000 Euro Tilgungszuschuß - für mich rechnet sich das zweifelsfrei!