Kosten Anbau

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  • Hallo zusammen,

    bin seit langem stiller Mitleser und musste mich jetzt doch hier mal anmelden um eine grundsätzliche Frage loszuwerden. Wir besitzen eine kleine Doppelhaushälfte (ca. 7x7m, Keller, EG, OG nur mit schrägen Wänden, also eingeschossige Bauweise) aus dem Jahre 1920. Der alte Kelleranbau aus Holz (Hagabwärts) wurde im Jahre 2000 durch einen festen Betonanbau (ca. 4m x Hausbreite) ersetzt.
    Der Bau ist trocken, alles in Schuss aber eben alt. Es könnte sofort bezogen werden (wenn wir es denn vermieten wollen würden). Nun wollen wir auf dem Kelleranbau noch zwei Zimmer anbauen (EG) und das ganze Haus in eine Richtung um 3,5m verlängern (EG und OG). Die Anbaufläche in Summe beträgt 45qm EG und 19qm OG (ohne Berücksichtigung der Dachschrägen). Im Bestandsgebäude müssen, abgesehen von den Türdurchbrüchen, keine Wände versetzt werden. Alle derzeitigen Außenmauern bleiben bestehen, abgesehen von OG, welche aber nicht tragend ist.
    Alle Angebote bzw. erste Schätzungen übersteigen die 200k-Marke. Nun meine Frage, ist das denn normal? Dafür kann ich locker ein neues Haus bauen. Klar muss eine alte Wand noch mit Dämmung überzogen werden und sicher gehört auch Elektrik usw mal erneuert, aber kann der Preis denn realistisch sein?

    Gruß Daniel
  • Welche Kalkulationsgrundlage haben diese Angebote???

    Zuruf: Was kostet Anbau x*y*z
    oder eine konrete Planung mit Statim und allem Komfrot und Kommnach?

    Wie ist Grundtsücksituation und wie die Beschickungsmöglichkeit der Baustelle?
    Eine Baustelle, an der LKWs direkt vorfahren und dort auch ohne Schwierigkeiten (Verkehrsbehinderung) abladen können, ist halt preiswerter als eine Baustelle in einer Hinterbebauung mit 3 m Zufahrtsbreite 90° von einer schmalen Anliegerstrasse aus.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Mehr als 200 T€ für 64 m² sind schon eine Hausnummer. Wenn mehrere Anbieter (auf welcher Grundlage auch immer) zu dem gleichen Schluss kommen, muss es Gründe für die hohen Baukosten geben. Vielleicht müssen ja alle Baumaterialien mit der Schubkarre nach hinten gefahren werden, oder der Eingriff in den Bestand ist doch nicht so problemlos. Hat schon ein Profi geplant? Gibt es schon eine Statik?

    Vielleicht greift hier wieder mal der alte Spruch: "Wer viel Geld hat und ist dumm, kauft ein Haus und baut es um!"
    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas
  • Hallo Thomas,
    Hallo Ralf,

    Bauzeichnungen vom Altbau und Anbau sind vorhanden. Es liegen derzeit drei Kostenschätzungen vor (mündlich), noch kein detailliertes Angebot, da wir uns ja in der ersten Phase mal grob orientieren wollten. Das Haus liegt an der Straße (kleiner Vorgarten), Platz zum Nachbargrundstück ist ca. 7m und nach dem Ausbau wären es etwas über 3m. Ich glaube die Schubkarren müssen nicht zum Einsatz kommen. :D
    Ich habe das Gefühl die Baufirmen wollen lieber ein neues Haus bauen.
    Statikberechnung würden, je nach Statiker (und Umfang der Baubegleitung)zwischen 6.000 und 10.000 kosten. Nur brauchen wir keine Statik planen, wenn die Schätzungen schon über dem eines Neubaus liegen, so denke ich jedenfalls.


    Gruß Daniel
  • jacky schrieb:

    Statikberechnung würden, je nach Statiker (und Umfang der Baubegleitung)zwischen 6.000 und 10.000 kosten.
    Erstmal gehts ja nur um die reinen Statikkosten, nicht um Planung und Bauleitung!



    jacky schrieb:

    Nur brauchen wir keine Statik planen, wenn die Schätzungen schon über dem eines Neubaus liegen, so denke ich jedenfalls.
    Taj - und da beisst sich die Katze in den Schwanz, denn ohne Statik und ohne Planung (was heisst, es gibt Zeichnungen vom Anbau? Selbstgemalt?) kalkulieren die Unternehmer immer den worst case.

    Auch Abwehrangebote sind möglich, ja. Aber nicht weil die BU lieber neu bauen (dann hättet Ihr eh die falschen BU ), sondern weil die schlicht keinen Bock haben nur mal für Euer Bauchgefühl viel Arbeit für in die Röhre gucken = keine Vergütung des Aufwands zu leisten, was völlig OK ist!
    Da gibts dann eben Pi * Daumen/Bauchgefühl * Tagesform als Zahl in €

    Eine VERNÜNFTIGE PLanung läuft wie folgt ab:
    Budget ermitteln, damit zum Planer gehen, baurechtliche Machbarkeit prüfen lassen, Entwurf erstellen und mit groben Kosten unterlegen, ab da dann entweder Stop oder weiter ausarbeiten.

    Dann IRGENDWANN gibts mal Leistungsverzeichnisse, die con den Unternehmen mit Preisen versehen werden und VERGLEICHBAR sind.
    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
  • Ralf Dühlmeyer schrieb:

    Taj - und da beisst sich die Katze in den Schwanz, denn ohne Statik und ohne Planung (was heisst, es gibt Zeichnungen vom Anbau? Selbstgemalt?) kalkulieren die Unternehmer immer den worst case.
    Hallo Ralf,

    danke für die Information. Mit Zeichnung meine ich Bauzeichnungen. Beim Anbau inkl. Statik, beim Altbau "nur" die amtlichen Bauzeichnungen aus dem Archiv.
  • Hallo Ralf,

    sorry für die Verwirrung. Für den Altbau sind Bauzeichnungen vorhanden, für den Kelleranbau aus dem Jahre 2000 Bauzeichnungen und Statik. Für den geplanten Ausbau natürlich noch nichts.
    Ja, die Statikkosten sind fiktiv, weil nicht beauftragt. Ich kenne das aber aus anderen Branchen so das ich vorher einen Kostenvoranschlag bekomme, bevor ich etwas beauftrage und nicht erst die Kosten weiß, wenn ich etwas beauftrage.

    Gruß Daniel
  • Ich habe diese Woche noch einen Termin mit dem Statik (der aber Gleichzeitig auch Bauunternehmer ist und eines der ersten Schätzungen abgegeben hat). Da werde ich dann mal weitere Details erfahren und ihn auch fragen wieviel die Statik alleine kostet. Danke erstmal, ich melde mich bestimmt bei weiteren Fragen wieder. :)

    Gruß Daniel
  • die sogenannte "statik" kann, ebenso wie die objektplanung, auch stufenweise beauftragt werden.
    das hätte für den auftraggeber natürlich vorteile - nicht nur, dass ein etwaiger finanzieller verlust
    infolge wegwerfplanung begrenzt wird, sondern auch, dass die planer die gerne mal schnoddrig
    weggebügelten ersten leistungsphasen erkennbar liefern müssen, und nicht nur eine unpassende
    genehmigungsplanung ..
  • Kurzes Update: Ich werde mich mal an einen freien Bau-Ing. wenden und mal sehen was er dazu sagt und ob wir übereinkommen.

    @Frau Maier: Ja, man darf dort anbauen, haben auch schon mehrere in der Siedlung gemacht. Selbstverständlich muss man einen Bauantrag stellen usw. Ist bis jetzt aber immer genehmigt worden, soweit mir bekannt.
  • jacky schrieb:

    @Frau Maier: Ja, man darf dort anbauen, haben auch schon mehrere in der Siedlung gemacht.
    Ich glaube das ist zu kurz gesprungen oder falsch verstanden worden. Fraglich ist ja nicht ob man überhaupt anbauen darf (hier ist der Hinweis, dass es bei anderen genehmigt wurde schon ein Indiz!), sondern es ist auch die Frage ob man so anbauen darf, wie es gerne geplant werden würde. Das umfasst Dinge wie GRZ/ GFZ (Maß der baulichen Nutzung...Größe des Anbaus...daraus resultierende Größe der gesamten Grundstücksüberbauung), aber auch Baulinien oder selbst fiktive Baulinien. Höhen von Baukörpern, Traufhöhen und so weiter.
    Auch der aufgerufene Preis von stolzen EUR 3.125/ m² erscheint mir zumindest hochpreisig. Gerade wenn teure Räume, wie die Bäder und Küche möglicherweise gar nicht von der Baumaßnahme betroffen sind, sondern nur "Wohnräume" ergänzt werden, wird die finanzielle Höhe fraglich. Werden hier jedoch gerade diese teuren Räume neu situiert, kann es schon eher hinkommen. Teuer bleibt es aber auch dann.

    Woran mag das liegen? Falsch kalkuliert? Zu hoch kalkuliert? Abwehrangebote? Komplizierte, aufwendige Bauweise? Das alles können wir bestenfalls raten.

    Stell' doch mal eine Planskizze ein!